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  • 2025: Unser Jahr im Rückblick

    Das laufende Jahr neigt sich dem Ende zu und vor dem Start in ein spannendes 2026, möchten wir einen Moment innehalten und einige der Meilensteine Revue passieren lassen, die wir in den vergangenen Monaten gemeinsam erreicht haben. 2025 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr – auch und gerade in Sachen Klimaschutz. Aber dabei soll nicht aus dem Blick geraten, dass es auch ein Jahr mit weiteren wichtigen Innovation, mit vielen Beispielen erfolgreicher Zusammenarbeit und mit bedeutenden Fortschritten war. Hier ein paar Beispiele, über die sich das First Climate im vergangenen gefreut hat: Unsere Highlights 2025 15 Jahre Partnerschaft mit Impact Carbon In diesem Jahr hat First Climate ein besonderes Jubiläum gefeiert: 15 Jahre Zusammenarbeit mit Impact Carbon ! Seit 2010 treiben wir gemeinsam Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in Uganda, Kenia und Nigeria voran – durch die Verbreitung verbesserter Kochöfen für Haushalte bis hin zu Safe-Water-Projekten mit Impact Water an Schulen. Wir freuen uns auf die nächsten 15 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit!   Wachsende Kooperation mit CarbonoLocal+ Ein weiteres Highlight war die Vertiefung unserer Kooperation mit CarbonoLocal+ im Proyecto CarbonoVivo . Das Projekt für regenerative Weidewirtschaft in Kolumbien steht kurz vor der VCS-Verifizierung und der Ausgabe der ersten CO2-Zertfikate. Die engagierten Projektgründerinnen, Laura und Nataly Cubillos machen CarbonoVivo mit visionären Ideen und viel Motivation zu einem ganz besonderen Projekt. Wir freuen uns über die tolle Zusammenarbeit in 2025 und auf alles, was noch kommt!   Ausbau unserer Sustainability Consulting Services Nach unserer Platin-Bewertung durch EcoVadis – und damit einer Platzierung unter den besten 1 % der weltweit nach diesem Standard bewerteten Unternehmen – haben wir unser Beratungsangebot für mehr Nachhaltigkeit n Unternehmen ausgebaut. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Klima- und ESG-Berichterstattung erfolgreich zu gestalten, steigenden Transparenzanforderungen gerecht zu werden und ihre Performance bei Nachhaltigkeitsratings, einschließlich EcoVadis, kontinuierlich zu verbessern. CO2-Projekte im Fokus First Climate freut sich auch über einen bedeutenden Meilenstein aus dem Bausektor: Das wegweisende zirkulit-Klimaprogramm zur CO₂-Speicherung in Beton ist das erste Projekt seiner Art in der Schweiz, das durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Rahmen des CO₂-Gesetzes offiziell registriert wurde.   Erfolg für das Carbonity-Projekt in Kanada Auch für das CARBONITY-Projekt in Kanada  war 2025 ein wichtiges Jahr: Nur wenige Wochen nach der offiziellen Eröffnung der Anlage im Mai bestand das Projekt erfolgreich das Audit für die Puro.earth-Zertifizierung – ein großer Schritt und ein Beweis dafür, dass technische CO2-Senkenlösungen bereits heute erfolgreich skaliert werden können Fortschritte bei Nature-Based Solutions Unser Partner Soil Carbon Certification Services (SCCS)  erreichte mit dem Western Kenya Soil Carbon Project  einen weiteren wichtigen Meilenstein: Das Projekt hat seine ersten CO2-Zertfikate unter der Verra-Zertifizierung auf Grundlage der Anwendung nachhaltiger landwirtschaftlicher Bodenbewirtschaftung (SALM) ausgegeben. Und auch unser Mangrovenprojekt im Nigerdelta  befindet sich derzeit in der Verra-Verifizierung und damit in der finalen Phase der Projektzertifizierung.   Artikel 6.2-Projekt für E-Mobilität in Ghana Ebenfalls in diesem Jahr erhielt das E-Bike-Projekt von Wahu Mobility Ltd. und Stiftung KliK  die Genehmigung der Regierungen der Schweiz und Ghanas für die Umsetzung gemäß Artikel 6.2 des Pariser Abkommens – unterstützt durch die Expertise unseres Teams. Das Projekt konzentriert sich auf die Herstellung und Verteilung von E-Bikes in Ghana und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität.   Take-Aways der COP30 Auf der COP30 standen hochwertige Carbon Dioxide Removals (CDR) und Nature-Based Solutions (NbS) im Mittelpunkt. Beide Projekttypen entwickeln sich zunehmend zu zentralen Instrumenten für glaubwürdige langfristige Net-Zero-Strategien. Qualität entscheidet: Hohe Integrität, Transparenz und Messbarkeit sind heute grundlegende Anforderungen an Klimaschutzprojekte – und ein entsprechend wichtiger Schwerpunkt für Unternehmensstrategien. Kurz vor Jahresende erreichte uns dann noch eine besonders erfreuliche Nachricht: Das Gold Standard zertifizierte Kranti Clean Cooking-Projekt von First Climate und Kosher Climate in Indien hat im Rahmen der Erst-Issuance die ersten Zertifikate ausgeschüttet. Ein bedeutender Meilenstein – weitere Details folgen!   Wir gratulieren allen unseren Projektpartnern ganz herzlich zu diesen Erfolgen. Und natürlich geht ein herzliches Dankeschön an unsere Kunden und Kundinnen und die gesamte First Climate Community: Ihr Vertrauen, Ihre Unterstützung und Ihr Engagement haben all dies möglich gemacht. In diesem Sinne freuen wir uns auf das Jahr 2026 mit vielen weiteren gemeinsamen Projekten für wirkungsvollen Klimaschutz!

  • Ein Apell für starke Standards:

    Warum nachhaltige Lieferketten und starke Umwelt- und Sozialnormen Zukunftsfaktoren sind Ein Blog von Sid Petersen, Geschäftsführer der First Climate Consulting GmbH In der vergangenen Woche einigten sich Europäisches Parlament und Rat in Brüssel auf einen politischen Kompromiss, der zentrale Elemente des europäischen Nachhaltigkeitsrahmens neu justiert. Im Mittelpunkt standen dabei das Lieferkettengesetz und die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die beide in ihrem Anwendungsumfang deutlich eingeschränkt wurden. Diese Entscheidungen sind Teil einer breiteren politischen Agenda, die unter dem Stichwort „Bürokratieabbau“ auch weitere klima-, umwelt- und sozialpolitische Regelwerke betrifft – darunter das EU-Waldschutzrecht sowie zeitliche Anpassungen im europäischen Emissionshandel. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem von einem Narrativ: dem Versprechen, europäische Unternehmen durch weniger Regulierung wettbewerbsfähiger zu machen. Doch hält dieses Versprechen in der Praxis? Eine Entscheidung mit Signalwirkung Das EU-Lieferkettengesetz – die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) – soll Unternehmen dazu verpflichten, menschenrechtliche und ökologische Risiken entlang ihrer Wertschöpfungsketten systematisch zu identifizieren, zu priorisieren und zu adressieren. Die nun verabschiedete Fassung setzt deutlich höhere Schwellenwerte an als der ursprüngliche Entwurf, sie reduziert den Kreis der betroffenen Unternehmen erheblich und schwächt zentrale Durchsetzungsmechanismen ab . Ähnliche Anpassungen werden auch bei den Regelungen der CSRD vorgenommen. In ihrer Summe bewirken diese Entscheidungen vor allem eines: Sie verändern den regulatorischen Erwartungsrahmen. Nicht, weil Nachhaltigkeit plötzlich an Bedeutung verlieren würde – sondern weil das Vertrauen in die Beständigkeit politischer Rahmenbedingungen unter Druck gerät. In Gesprächen mit Unternehmen, die wir führen, zeigt sich das in einer zunehmenden Verunsicherung. Viele Organisationen investieren seit Jahren in nachhaltige Lieferketten, Klimastrategien sowie belastbare Daten- und Governance-Strukturen – in dem Vertrauen darauf, dass europäische Vorgaben verlässlich und langfristig gelten. Die Praxis stellt sich jedoch ambivalent dar: Einerseits wird Entlastung in Aussicht gestellt, andererseits wächst die Unsicherheit darüber, welche Standards künftig tatsächlich Bestand haben werden. Gerade für international agierende Unternehmen mit komplexen Lieferketten ist diese Unsicherheit ein strategischer Risikofaktor. Wettbewerbsfähigkeit braucht Verlässlichkeit In unserer täglichen Beratungspraxis sehen wir klar: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht primär durch möglichst niedrige Anforderungen, sondern durch Verlässlichkeit und Planbarkeit. Unternehmen, die frühzeitig in robuste Nachhaltigkeits-, Risiko- und Governance-Strukturen investiert haben, profitieren heute bereits – durch stabilere Lieferketten, geringere Reputations- und Rechtsrisiken sowie besseren Zugang zu Kapital und Märkten. Starke Standards schaffen zudem ein Level Playing Field . Sie verhindern, dass verantwortungsbewusstes Handeln zum Wettbewerbsnachteil wird, während kurzfristige Kostenoptimierung belohnt wird. Gerade exportorientierte europäische Unternehmen sind darauf angewiesen, dass Nachhaltigkeitsanforderungen verbindlich, vergleichbar und langfristig kalkulierbar sind. Bürokratie abbauen – aber zielgerichtet Natürlich müssen Regulierung und Berichterstattung praktikabel sein. Prozesse sollten effizient gestaltet und Doppelstrukturen vermieden werden. Unzweifelhaft waren viele der ursprünglich vorgesehenen Regelungen der europäischen Nachhaltigkeits-Richtlinien mit einem hohen Umsetzungsaufwand verbunden, der nicht nur kleine und mittlere Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen gestellt hat. Die Antwort darauf kann jedoch nicht darin bestehen, zentrale Schutz- und Steuerungsmechanismen aufzuweichen oder ihre Umsetzung auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Vielmehr bietet sich hier eine Chance: Nachhaltigkeits- und Sorgfaltspflichten können als Instrumente verstanden werden, um Risiken frühzeitig zu erkennen, Entscheidungsprozesse zu strukturieren und Wertschöpfung gezielt resilienter aufzustellen. Unternehmen, die diese Anforderungen nicht primär als regulatorische Pflicht, sondern als strategischen Handlungsrahmen begreifen, schaffen die Grundlage für langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Sinne sind klare Standards kein Risiko – sondern ein Angebot zur strategischen Weiterentwicklung. Nachhaltige Lieferketten als strategischer Vorteil Unternehmen, die ihre Lieferketten systematisch analysieren und weiterentwickeln, gewinnen mehr als regulatorische Konformität. Sie gewinnen Transparenz über Abhängigkeiten, können Risiken frühzeitig adressieren und gezielt in resilientere Strukturen investieren. Das stärkt nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Glaubwürdigkeit gegenüber Kunden, Investoren und Mitarbeitenden. Im Kontext der Transformation hin zur Netto-Null-Wirtschaft wird diese Perspektive immer relevanter. Klimaziele lassen sich nicht erreichen, wenn Emissionen, Umweltzerstörung oder soziale Risiken entlang der Lieferkette ausgeblendet oder ausgelagert werden. Glaubwürdige Klimastrategien und verantwortungsvolle Lieferketten gehören untrennbar zusammen . Der Weg nach vorn Europa steht vor der Aufgabe, wirtschaftliche Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gemeinsam weiterzuentwickeln. Aus der Perspektive der Beratungspraxis ist klar: Der richtige Weg führt nicht über nachträgliche Abschwächungen oder eine Reduzierung bestehender Ambition, sondern über die Gewährleistung einer konsistenten, planbaren und praxistauglichen Umsetzung klar definierter Standards . Dazu gehören intelligente Vereinfachungen in der Anwendung, gezielte Unterstützung bei der Umsetzung und vor allem Verlässlichkeit darüber, welche Anforderungen langfristig gelten. Unternehmen, die heute Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit strategisch verankern, werden langfristig besser aufgestellt sein. Die europäische Regulierung sollte diesen Weg unterstützen – nicht kurzfristige Korrekturen oder politische Rückzüge, sondern durch einen stabilen, kohärenten und verlässlichen Rahmen.   Über den Autor Sid Petersen verfügt über langjährige Managementerfahrung aus verschiedenen Führungspositionen, zuletzt bei der everi GmbH, sowie über fast ein Jahrzehnt Beratungserfahrung in der Strategieentwicklung. Seit 2023 ist er Geschäftsführer der First Climate Consulting GmbH. Mit seinem Team berät er Unternehmen zu Klimaschutzthemen- und ESG-Themen.

  • Laufende Verifizierung fokussiert auf die Wirkung der Mangroven-Wiederherstellung im Niger-Delta

    Prüfer validieren Klimawirkung und gesellschaftlichen Impact des CO2-Senkenprojektes von First Climate nach Verra- und CCB-Standards Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Verifizierungsprüfung wurde die vielfältige positive Wirkung des „Niger Delta Mangrove Restoration Project“ in Nigeria jetzt genau durchleuchtet und die Klima- und Sozial-Impacts quantifiziert. Durch das Projekt wurden bislang bereits mehrere Hundert Hektar Küstenmangroven wiederhergestellt und die Lebensbedingungen vieler Menschen in den nigerianischen Bundesstaaten Akwa Ibom und Rivers nachhaltig verbessert. Das Projektteam und die Prüfer untersuchen stichprobenartig Mangrovenflächen im Rahmen des Verra- Verifizierungsprozesses. © First Climate Das Niger Delta Mangrove Project, das im Jahr 2021 mit dem Ziel startete, jährlich 1.000.000 Mangroven zu pflanzen, hat damit im Rahmen des fortlaufenden unabhängigen Verifizierungsprozesses nach dem Verified Carbon Standard (VCS) und den Climate, Community & Biodiversity (CCB) Standards einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Ausschüttung verifizierter CO2-Zertifikate gemacht. First Climate begleitete die Prüfung im Rahmen des Verifizierungsprozesses mit einem eigenen Team direkt vor Ort und unterstützte die akkreditierten, unabhängigen Prüfer bei der Begutachtung der Projektaktivitäten. Im Ergebnis bestätigte die Verifizierungs-Prüfung, dass alle relevanten Maßnahmen – darunter Mangrovenpflanzungen, Monitoringprozesse und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden – wie geplant umgesetzt wurden und das Projekt nachweislich zur Kohlenstoffspeicherung und der Verbesserung von Lebensbedingungen beiträgt. „Wir freuen uns über die beeindruckenden Fortschritte, die das Projekt in den vergangenen Monaten und Jahren erzielt hat. Nicht zuletzt dank der Unterstützung unserer lokalen Partner konnten wir die Projektaktivitäten deutlich skalieren und seine Wirkung im Hinblick auf die messbare und verifizierte Speicherung von Kohlenstoff sowie die konkrete Verbesserungen der lokalen Lebensgrundlagen ausweiten“, sagt Wolfgang Brückner, Geschäftsführer der First Climate Projektentwicklung GmbH, die das Management des Niger Delta Mangrove-Projektes verantwortet. 💡 Bitte klicken Sie auf jedes Bild unten, um es zu vergrößern und die Bildunterschriften zu lesen! Im Zuge des Prüfprozesses besuchte das Verifizierungsteam mehrere Projektstandorte in den Bundesstaaten Akwa Ibom und Rivers und traf sich mit Anwohnern, Projektpartnern sowie Vertretern der traditionellen Stammesgesellschaften und von staatlichen Institutionen. Auf der Agenda standen dabei unter anderem die Überprüfung wichtiger Parameter rund um die Pflanzung der Mangroven, inklusive der Monitoringprozesse und der Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinschaften. Weiterhin wurden vor Ort auch die wiederhergestellten Mangrovenflächen begutachtet und bewertet. Die Prüfer bestätigten, dass das Projekt gemäß der eingereichten Projektdokumentation umgesetzt wurde. In den Gesprächen wurden technische Aspekte der Biomassemessung und Boden-Kohlenstoffbilanzierung ebenso behandelt wie die sozialen Aspekte und Auswirkungen des Projekts. Konstruktive Hinweise zur Verbesserung der Dokumentation und zur Stärkung des zukünftigen Monitorings wurden geteilt – ein erwarteter und wertvoller Bestandteil des Verifizierungsprozesses. „Dieses Projekt ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie naturbasierte Klimaschutzlösungen – wenn sie lokal geführt und wissenschaftlich fundiert sind – bedeutende Ergebnisse für Mensch und Umwelt liefern können“, sagte Nikita Skopincev aus dem Projektentwicklungsteam von First Climate. „Vor Ort mit dem Prüf-Team unterwegs zu sein, ermöglichte es uns, jeden Schritt unseres Projektaufbaus zu erklären – von der Aufzucht der Setzlinge bis zur GIS-gestützten Überwachung – und die Wirkungsweise aller Maßnahmen genau zu durchleuchten.“ Im Laufe des Projekts werden weitere Updates über die Kommunikationskanäle von First Climate veröffentlicht oder finden Sie auf unserer Webseite hier: Niger Delta Mangroven-Pflanzung .

  • Meilenstein erreicht: Klimaschutzprogramm von zirkulit zur CO2-Speicherung in Beton erhält BAFU-Registrierung

    Das Pionier-Programm von zirkulit zur CO2-Speicherung in Beton hat als erstes Projekt dieser Art die Registrierung durch das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) als ein nach CO2-Gesetz anerkanntes Programm zur Kohlenstoffspeicherung erreicht. First Climate hat als Projektentwickler massgebend zur Erreichung dieses Meilensteins beigetragen. Die dauerhafte Speicherung von CO2 in langlebigen Baustoffen ist ein entscheidender Hebel, um das Netto‑Null‑Ziel im Gebäudesektor zu erreichen.   Im Rahmen des Programmes zur CO2-Speicherung in Beton der zirkulit Beton AG wird biogenes CO2 aus schweizerischen Biogasanlagen abgeschieden, zu Recycling‑ oder Betonwerken transportiert und in speziell entwickelten CO2-Speicheranlagen mit Recyclingbetongranulat in Kontakt gebracht. Dort reagiert das CO2 mit dem im Betongranulat enthaltenen Zementstein zu Kalziumkarbonat und wird dadurch dauerhaft gebunden. Das Ergebnis ist ein mit CO2 angereichertes Betongranulat, welches in der Produktion von Recyclingbeton verwendet wird und eine permanente Kohlenstoffsenke darstellt. Es handelt sich um ein Pionierprogramm unter den Schweizer Kompensationsprojekten: Mit der Registrierung des zirkulit-Programms hat das BAFU zum ersten Mal ein Programm zur CO2-Speicherung in Beton genehmigt, und gleichzeitig auch erstmals ein Projekt des Typs «Speicherung von Kohlenstoff in nicht-organischen Materialien». Das Programm umfasst mehrere CO2-Speicheranlagen, welche an verschiedenen Standorten in der Schweiz in enger Partnerschaft mit Betonproduzenten betrieben werden. Die Stiftung Klimarappen unterstützt das Projekt als eines von fünf nationalen Pilot-Projekten im Bereich Negativemissionstechnologien (NET) und CCS, für die insgesamt CHF 50 Millionen bereitgestellt wurden ( Pilotprojekte SKR ). Die Finanzierung erfolgt im Rahmen eines mehrjährigen Abnahmevertrags für die im Programm erzielten CO2-Senkenleistungen. Im Auftrag der zirkulit Beton AG hat die First Climate (Switzerland) AG den Programmantrag verfasst, die Methodik zum Nachweis und der Berechnung der erzielten Senkenleistungen entwickelt sowie die Validierung des Programmantrages und den Registrierungsprozess beim BAFU begleitet. „Wir sind stolz, das Programm zusammen mit zirkulit entwickelt und erfolgreich registriert zu haben und dabei die anspruchsvollen Zertifizierungskriterien des BAFU erfüllt zu haben“, sagen Luzia Bieri, Head of Compliance Switzerland and Carbon Standards bei First Climate, und David Moosmann, Senior Advisor bei First Climate.

  • Unser COP30-Rückblick: Die wichtigsten Erkenntnisse für den unternehmerischen Klimaschutz

    Die Verhandlungen auf der COP30 in Belém endeten am Wochenende – wieder einmal – in einem dramatischen Finale: Nach tagelangen intensiven Diskussionen konnten sich die Staaten am Ende nicht auf einen Abschlusstext verständigen, der einen verbindlichen Fahrplan für den globalen Ausstieg aus fossilen Energien umfasst hätte. Die Auseinandersetzungen um die Formulierungen der Abschlusserklärung machten erneut deutlich, wie fragil konsensbasierte Klimadiplomatie geworden ist. Vincent Erasmy, Carbon Competence Lead, und Marisa Kunze, Head of Nature Solutions, vor Ort bei der COP30 in Belém, Brasilien. © First Climate Trotz dieser Enttäuschung gibt es aber auch viele positive Ergebnisse von der COP zu berichten: Für Unternehmen – und ebenso für Staaten – die nach pragmatischen Wegen suchen, zum Klimaschutz beizutragen, setzte die COP 30 mehrere wichtige Signale. Dazu gehören konkrete Fortschritte bei Artikel 6, ein deutlicher Schub für den Ausbau von Carbon-Removal-Technologien, neue Impulse für naturbasierte Lösungen sowie Hoffnung machende Ansätze für eine effektivere Klimafinanzierung. Kein globales Fossil-Fuel-Phase-Out – aber die Transformation ist längst im Gange Das fehlende politische Bekenntnis zum Ausstieg aus fossilen Energien ist ohne Zweifel ein Dämpfer. Doch trotz dieses Rückschlags schreitet die globale Dekarbonisierung voran. Der Blick in die Daten zeigt, dass die Transformation längst im Gange ist: Fossile Energien machten 2023 rund 60 % der weltweiten Stromproduktion aus . Trotz dieses weiterhin hohen Anteils handelt es sich dabei doch um den niedrigsten Wert seit 50 Jahren. Gleichzeitig überschritt der Anteil erneuerbarer Energien 2024 die Marke von 30 % an der globalen Stromerzeug ung. Getrieben wird dieser Fortschritt nicht allein durch staatliche Maßnahmen, sondern maßgeblich durch Unternehmen und den Privatsektor; ein Beweis dafür, dass das Handlungsmonopol beim Klimaschutz nicht allein auf der staatlichen Ebene liegen muss. Unternehmen spielen eine zentrale Rolle bei der Finanzierung und wirkungsvollen Umsetzung der Energiewende – und sie werden den Wandel auch weiterhin prägen, auch dort, wo die Politik an die Grenzen einstimmiger Entscheidungsfindung stößt.   TFFF: Ein wichtiger Schritt für den Waldschutz – und die Frage der Wiederaufforstung Einer der wichtigsten Impulse in Belém war die Einführung des Tropical Forest Forever Facility (TFFF) – ein neuer Fonds, der Länder finanziell dabei unterstützt, tropische Wälder zu schützen. Mit Zusagen in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar aus 53 Ländern und einem satellitengestützten Monitoring könnte das TFFF zukünftig den Schutz von mehr als einer Milliarde Hektar tropischer Wälder in 70 Entwicklungsländern fördern. Das Verfahren ist ein potenzie ll wegweisender Moment für den Waldschutz – besonders in einer Zeit, in der die Gefahr steigt, unumkehrbare Klima-Kipppunkte zu überschreiten . Gleichzeitig bleibt die langfristige, zuverlässige Finanzierung von Wiederaufforstun gs- und Renaturierungsmaßnahmen auch weiterhin eine entscheidende Komponente im weltweiten Klimaschutz, an der es auch zukünftig zu arbeiten gilt. „Der Klimawandel schreitet schneller voran als sich die Politik bewegt – das ist eine bittere Wahrheit. Aber auch Unternehmen können handeln. Wer die Chancen hochwertiger naturbasierter Lösungen erkennt, kann entscheidend dazu beitragen, Finanzierungslücken zu schließen.“ – Marisa Kunze, Head of Nature Based Solutions   Sehen Sie hier unsere Kurz-Zusammenfassung der wichtigsten COP30-Take-Aways für Ihr Unternehmen (Englisch mit UT): Carbon Dioxide Removals (CDR) rücken in den Mittelpunkt Erstmals gab es auf einer COP einen eigenen CDR-Pavillon, dazu zahlreiche Side-Events rund um CO2-Senkentechnologien und eine klare Botschaft aus der Klimawissenschaft: Emissionsreduktionen allein reichen nicht mehr – CO₂ muss aktiv aus der Atmosphäre entfernt werden. Dafür setzt sich auch First Climate aktiv ein. „Wir entwickeln tragfähige CDR-Projekte und vernetzen Käufer mit verantwortungsbewussten Anbietern. Die große Herausforderung besteht nun darin, die Technologien und Projekte schnell zu skalieren, denn wir sprechen über CO2-Senkenpotenziale im Gigatonnen-Bereich, die es jetzt kurzfristig zu realisieren gilt.“ – Vincent Erasmy, Carbon Competence Lead   Qualität und Integrität waren zentrale Themen auf der COP30 und feststeht, dass sich die Fehler der Vergangenheit bei den CDR-Mechanismen nicht wiederholen dürfen. Im CDR-Bereich stehen robuste Verfahren für die Bereitstellung hochwertiger Removal-Zertifikate zur Verfügung, die Unternehmen, die glaubwürdige Net-Zero-Pfade entwickeln, die notwendige Sicherheit für ihre Entscheidungen bieten.   Carbon Markets: Artikel 6 macht den Schritt von der Theorie zur Umsetzung Ein Jahr nach der Verabschiedung des Artikel-6-Regelwerks auf der COP29 verlagerte sich der Fokus in Belém stärker auf die praktische Umsetzung. Die aktuellen Diskussionen drehen sich darum, wie die Mechanismen der Artikel 6.2 und 6.4 künftig konkret angewendet werden können, um grenzüberschreitende Kooperationen zu ermöglichen und Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen anzustoßen. Gleichzeitig sind die Kohlenstoffmärkte längst kein Nischensegment mehr: 28 % der globalen Emissionen sind inzwischen durch CO₂-Bepreisungssysteme abgedeckt – mit einer klaren Tendenz nach oben. Die Gespräche auf der COP 30 deuteten zudem auf eine engere Verzahnung zwischen Artikel 6.4 und den Core Carbon Principles (CCP) des freiwilligen Marktes hin. Diese Angleichung verspricht mehr Transparenz und Harmonisierung in den kommenden Jahren. Aus Marktsicht brachte die COP30 neues Vertrauen in die freiwilligen Kohlenstoffmärkte und damit ein stabileres Umfeld für Unternehmen. Der freiwillige Markt befindet sich aktuell in einer Käuferposition, die es Unternehmen ermöglicht, hochwertige Zertifikate zu attraktiven Bedingungen zu sichern – bevor Nachfrage und Preise wieder steigen. Kritische Einordnung: Konkrete kleine Schritte vor großen politischen Gesten Der Ausgang der COP30 macht eines sehr deutlich: Klimaschutz kann nicht allein auf konsensbasierten Gipfeltreffen beruhen . Das Scheitern eines globalen Phase-Out-Beschlusses zeigt, dass politische Ansagen in der Klimapolitik leider zu häufig in der Umsetzung scheitern. Auch wenn der fehlende Ausstiegsbeschluss enttäuschend ist, lässt sich aber feststellen, dass die COP30 – aus pragmatischer Perspektive – in mehreren Kernbereichen durchaus relevante Fortschritte erzielt hat. Unsere wichtigsten Beobachtungen: Die breite Anerkennung der Notwendigkeit von Carbon Removals markiert einen entscheidenden Wandel in der globalen Klimastrategie. Das 1,5-Grad-Ziel ist realistisch betrachtet nicht mehr erreichbar – aber CDR bieten weiterhin eine Chance, Schäden zu begrenzen . Fortschritte bei Artikel 6 und Mechanismen wie TFFF zeigen, dass innovative und praktische Klimaschutzlösungen weiterhin möglich sind. Für Unternehmen lässt sich aus all dem eine klare Botschaft ableiten: Eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz bedeutet aktives Handeln, nicht das Warten auf politische Einigkeit. Investitionen in CDR, hochwertige CO2-Zertifikate und naturbasierte Lösungen können dazu beitragen, echte, messbare Wirkung zu erzielen.   Fazit: Ein Aufruf an Unternehmensverantwortliche Die COP30 hat die Dringlichkeit der globalen Klimakrise ebenso deutlich gemacht wie die Grenzen traditioneller Diplomatie. Gleichzeitig hat sie gezeigt: Unternehmen haben heute enormen Einfluss darauf, echten Klimafortschritt voranzutreiben. Wenn Unternehmen jetzt entschlossen handeln, können sie Lücken schließen, Klimaschutz beschleunigen und dort vorangehen, wo politische Prozesse ins Stocken geraten. Wir begleiten Sie auf diesem Weg – mit ausgewiesener Expertise in CDR, naturbasierten Lösungen und hochwertiger Klimafinanzierung. Über die Autoren Vincent Erasmy ist Carbon Competence Lead bei First Climate. Er unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt bei ihren Klimaschutzbemühungen, indem er die neuesten Erkenntnisse rund um Klimaschutzstandards, Marktinformationen und regulatorische Anforderungen in praktisch anwendbare Strategien umsetzt. Bei First Climate leitet Vincent dynamische Projekte und Trainings, die das Fachwissen zum Thema Klimaschutz intern und darüber hinaus fördern. Bei seiner Arbeit an der Schnittstelle von Innovation, Markt und Nachhaltigkeit legt Vincent den Fokus darauf, messbare Ergebnisse zu erzielen. Marisa Kunze ist Head of Nature-Based Solutions bei First Climate. Sie verfügt über mehrere Jahre Erfahrung als Projektentwicklerin auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt und hat sich auf Wiederaufforstung, Aufforstung, Mangrovenwiederherstellung und nachhaltige Landwirtschaft spezialisiert. Derzeit arbeitet ihr Team aktiv an Aufforstungsinitiativen in Madagaskar, Äthiopien und Brasilien, an der Wiederherstellung von Mangroven in Indonesien, Kenia und Brasilien sowie an Projekten zur regenerativen Landwirtschaft in Deutschland, Kenia und Kolumbien.

  • Warum CO2-Zertifikate für den freiwilligen Klimaschutz wichtig sind

    Blog von Laura Ann Lüdtke und Vincent Erasmy    Richtig eingesetzt sind CO₂-Zertifikate nach wie vor eines der wirkungsvollsten Instrumente für den freiwilligen unternehmerischen Klimaschutz. In unserem Blog beleuchten Laura Ann Lüdtke, Senior Key Account Manager, und Vincent Erasmy, Carbon Competence Lead, wie Unternehmen sie strategisch nutzen können und welche Chancen sich dadurch bieten.   © nblxer - stock.adobe.com Viele Unternehmen fragen sich: Sind CO2-Zertifikate wirklich ein verlässliches Instrument für den Klimaschutz? Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja. Die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens erfordert den Einsatz aller verfügbaren Klimaschutzmaßnahmen – und Unternehmen spielen dabei eine zentrale Rolle.   In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Unternehmen, die sich ambitionierte Netto-Null-Ziele gesetzt haben, stark angestiegen. Noch bleiben die tatsächlichen Emissionsminderungen allerdings in vielen Fällen hinter den formulierten Zielpfaden zurück – und das, obwohl die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen – etwa durch den Einsatz erneuerbarer Energien – eine hohe Priorität in unternehmerischen Klimastrategien hat. Die Praxis zeigt, dass es für viele Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung ist, die erforderlichen Einsparungen allein durch Effizienzmaßnahmen in ihrer Wertschöpfungskette zu erreichen. Das gilt insbesondere im Hinblick auf den Scope 3-Bereich. CO2-Zertifikate aus verifizierten Klimaschutzprojekten sind aus unserer Sicht ein zentraler Hebel, um zusätzlich zu internen Reduktionsmaßnahmen in Klimaschutzmaßnahmen außerhalb der Wertschöpfungskette zu investieren. Use Cases für die effektive Nutzung von CO2-Zertifikaten    Wie lassen sich CO2-Zertifikate strategisch wirksam einsetzen? Die Anwendungsmöglichkeiten in unternehmerischen Klimastrategien sind vielfältig:  Sollten Dekarbonisierungsmaßnahmen kurzfristig nicht ausreichen, können CO2-Zertifikate als zusätzliches Mittel eingesetzt werden, um die Lücke zu schließen und schnell wirksam zum Klimaschutz beizutragen.  Unternehmen, die bei ihren Reduktionszielen bereits auf Kurs liegen, und darüber hinaus einen freiwilligen Klimaschutzbeitrag leisten möchten, können CO2-Zertifikate gezielt dazu einsetzen, ihren unvermeidbaren Emissionen einen positiven Klimanutzen gegenüberzustellen.   Hat ein Unternehmen in der Zukunft einmal den Netto-Null-Zustand erreicht, dienen CO₂-Senkenzertifikate aus Carbon Removal-Projekten dazu, verbleibende Restemissionen zu neutralisieren.  Nach Erreichen des Netto-Null-Ziels können Unternehmen mit CO₂-Zertifikaten Verantwortung für ihre historischen Emissionen übernehmen.   CO2-Zertifikate ermöglichen zusätzlichen Klimaschutz Dass CO2-Zertifikate als flankierende Maßnahme zur Umsetzung von Net Zero-Strategien ein wirksames Instrument sein können, bestätigt die Science Based Targets Initiative (SBTi) auch im aktuellen Entwurf ihres Corporate Net-Zero Standard 2.0 . Dieser f ührt einen zweistufigen Anerkennungsmechanismus ein, der Unternehmen als „Recognized“ und „Leadership“ hervorhebt, wenn sie frühzeitig und freiwillig etwa durch CO₂-Zertifikate Verantwortung für verbleibende Emissionen übernehmen. So soll das freiwillige Engagement über den gesamten Dekarbonisierungsprozess hinweg gefördert werden. Gerade für Unternehmen, die unter wachsendem Druck von Investoren und anderen Stakeholdern stehen, kurzfristige Fortschritte nachzuweisen, bietet dies eine strategische Chance, sich im freiwilligen Klimaschutz aktiv als Vorreiter zu positionieren. Um den maximalen Klimanutzen ihres Engagements zu entfalten, empfehlen wir Unternehmen, Dekarbonisierung strategisch ergänzen und den Erwerb von CO2-Zertifikaten in eine umfassende Klimastrategie einbetten. Wichtig ist, den Erwerb von CO2-Zertifikaten dabei stets als Zusatz zur ambitionierten Reduktion aller vermeidbaren Emissionen im Betrieb und in der Wertschöpfungskette zu verstehen – nicht als Ersatz. Anreize für zusätzliche Emissionsminderungen Der Erwerb von CO2-Zertifikaten sollte in einem direkten Zusammenhang mit den anhand einer gemäß einschlägiger Standards (ISO 14064, GHG Protocol) durchgeführten, vollumfassenden Treibhausgas-Bilanzierung erfolgen, die alle Emissionsquellen einschließt. Sofern dennoch einzelne Emissionsquellen bei der Betrachtung ausgespart werden, muss dies transparent und öffentlich zugänglich kommuniziert werden. Die ermittelte Emissionsbilanz ist maßgeblich für die Menge der zu erwerbenden CO2-Zertifikate (Tonne-für-Tonne-Prinzip). Damit ist sichergestellt, dass ein äquivalenter Klimanutzen entsteht – ein starker Anreiz für weitere Reduktionsmaßnahmen in Betrieb und Lieferkette. Der Praxis-Check zeigt: 60 Prozent der Unternehmen , d ie CO₂-Zertifikate erwerben, engagieren sich überdurchschnittlich stark für Emissionsminderungen im eigenen Betrieb und weisen geringere jährliche CO2-Emissionen auf als Unternehmen, die keine Zertifikate nutzen. Skalierung innovativer Klimaschutztechnologien CO2-Zertifikaten ermöglichen es, Finanzmittel für die Umsetzung zusätzlicher Klimaschutzprojekte zu mobilisieren, die innovative Technologien oder naturbasierte Lösungen einsetzen, um Kohl enstoff zu reduzieren oder dauerhaft zu speichern.   Ein gutes Beispiel: die Kohlenstoffspeicherung durch Pflanzenkohle . Die Entwicklung und der verstärkte Einsatz solcher zukunftsweisenden Carbon Removal- bzw. CO2-Senkentechnologien  sind essenziell, um CO2 aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen. Ohne die freiwillige Förderung wäre die Entwicklung solcher innovativen Klimaschutztechnologien finanziell nicht tragfähig. Gerade technologische Carb on Dioxide Removal (CDR)-Verfahren, die noch am Anfang der Entwicklung stehen, benötigen gezielte Investitionen, um zu skalieren und ihr volles Potenzial zu entfalten. Nachhaltige Entwicklung und messbarer Impact Die gezielte Förderung von Klimaschutzprojekten trägt dazu bei, die globale Klimafinanzierungslücke zu schließen. CO2-Zertifikate lenken dringend benötigte Investitionen und Finanzmittel in Projekte und Regionen mit hohem Klimaschutzpotenzial, um diese bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen – insbesondere im Globalen Süden. Dort lassen sich oft größere Emissionseinsparungen erzielen als in Industrieländern. Zudem leisten CO2-Zertifikate aus verifizierten Klimaschutzprojekten einen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und neben der Emissionsminderung auch messbaren gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert: Sie fördern beispielsweise Biodiversität, saubere Energie, wirtschaftliches Wachstum und Armutsbekämpfung. Unternehmen stärken durch die Investition in CO2-Zertifikate also nicht nur ihr Klimaschutzprojekt-Portfolio, sondern auch ihre Reputation. Fokus auf Integrität, Qualität und Transparenz Die Anforderungen an CO₂-Zertifikate steigen – und das ist gut so. Wir beobachten, dass immer mehr Unternehmen Wert auf hohe Integ rität und den tatsächlich erreichten Klimanutzen der von ihnen unterstützten Projekte legen. Die Einhaltung von Qualitätsstandards und Transparenz sind dabei entscheidend. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Projektmethoden und Zertifizierungsstandards kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Als wichtiger Meilenstein in diesem Bereich sind unter anderem die  Core Carbon Principles (CCPs)  des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market (ICVCM)  zu nennen. Sie setzen neue Maßstäbe für Qualität und Transparenz und geben Projektentwicklern sowie Registerbetreibern klare Leitlinien für die Weiterentwicklung von Standards. Beim Erwerb von CO₂-Zertifikaten sollten Unternehmen sicherstellen, dass diese nach anerkannten Standards zertifiziert sind – etwa Gold Standard, VERRA oder Puro.earth. Darüber hinaus sind eine transparente Kommunikation und Nachhaltigkeitsberichterstattung essenziell, um das eigene Engagement glaubwürdig darzustellen. Fazit: CO₂-Zertifikate – Ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz In der aktuellen Klimakrise brauchen wir alle verfügbaren Hebel, um Emissionen zu reduzieren und Klimaschutz global zu fördern. CO₂-Zertifikate sind kein Freifahrtschein für Emissionen, sondern – richtig eingesetzt – ein strategisches Instrument, das Unternehmen beim Übergang zu Netto-Null unterstützen kann. Wer CO₂-Zertifikate als Teil einer ambitionierten Klimastrategie versteht und verantwortungsvoll einsetzt, kann sich als Leader im freiwilligen Klimaschutz positionieren. Was sind CO2-Zertifikate? Ein CO2-Zertifikat ist im engeren Sinne ein Datensatz, der in einer speziellen, öffentlich einse hbaren Datenbank hinterlegt ist. Ein CO2-Zertifikat belegt, dass durch ein bestimmtes nach klaren Kriterien zertifiziertes Klimaschutzprojekt CO2-Emissionen vermindert, bzw. Kohlenstoff langfristig gespeichert und damit der Atmosphäre entzogen wurde. CO2-Zertifikate belegen damit in transparenter Weise einen genau definierten Klimanutzen. Ein CO2-Zertifikat steht dabei immer für eine Tonne  CO2-Äquivalent. Wie funktionieren CO2-Zertifikate? Klimaschutzprojekte, die die Qualitätsanforderungen für den freiwilligen CO2-Markt erfüllen, werden nach international anerkannten Standards zertifiziert und die erzielten Emissionseinsparungen bzw. die erzielte Senkenleistung durch unabhängige Prüfinstitute bestätigt. Entsprechend anerkannte Projekte können für jede von ihnen nachweislich eingesparte Tonne CO2 einen Emissionsminderungs- oder CO2-Senkennachweis ausgeben, der dann über den freiwilligen CO2-Markt gehandelt und von Unternehmen erworben werden kann. Sie haben Fragen zum Thema CO2-Zertifikate? Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Unser Autoren-Team Laura Ann Lüdtke Senior Key Account Manager Vincent Erasmy Carbon Competence Lead

  • Carbonity Pflanzenkohle-Projekt erhält Zertifizierung durch Puro.earth

    Lieferung der ersten Carbon Removal-Zertifikate im Rahmen der Abnahmevereinbarung mit Microsoft Nur wenige Wochen nach dem offiziellen Startschuss für die Pflanzenkohleproduktion am Standort in Port Cartier, Kanada, hat das Carbonity-Projekt einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem erfolgreichen Abschluss des Zertifizierungsprozesses wurde das Projekt jetzt offiziell durch den international anerkannten Puro.earth-Standard registriert. Mit der Puro.earth-Zertifizierung hat Carbonity das Erst-Audit erfolgreich abgeschlossen und damit die Voraussetzung für die Ausschüttung von CO2-Senkenzertifikaten durch die Pflanzenkohle-Produktion und -Anwendung erfüllt. Die ersten Carbon Removal-Zertifikate, wurden bereits an Microsoft geliefert. Das Unternehmen hatte 2024 einen dreijährigen Forwardvertrag im Umfang von 36.000 CO 2 -Zertifikaten mit dem Carbonity-Projekt abgeschlossen. „Die Puro.earth-Zertifizierung ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres Projektes“, erklärt Lylia Khennache vom Carbonity Joint-Venture-Partner Airex Energie. „In dem noch jungen Markt für Pflanzenkohle-Produkte ist die Möglichkeit, CO 2 -Zertifikate auszuschütten, ein entscheidender Faktor in der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der Entwicklungsplanung unseres Projektes und deshalb von großer Bedeutung.“  Umfassende Prüfung durch Puro.earth Das mehrstufige Zertifizierungsverfahren erstreckte sich über mehrere Monate und umfasste unterschiedliche Prüfschritte. Unter anderem erfolgte ein genaues Audit des Produktionsbetriebs in Port Cartier inklusive einer detaillierten Prüfung aller sicherheits-, umwelt- und qualitätsrelevanten Prozesse. Darüber hinaus analysierten die Puro.earth-Auditoren sämtliche Produktionsparameter wie beispielsweise das Temperaturprofil und die Dauer des Pyrolyseprozesses, die Herkunft und den Feuchtigkeitsgehalt des verwendeten Ausgangsmaterials sowie die Qualität der erzeugten Pflanzenkohle. „Durch den Prüfprozess wird sichergestellt, dass die Verfahren, die wir im Rahmen des Carbonity-Projektes zur Ermittlung des tatsächlichen Klimanutzens aus der Pflanzenkohle-Herstellung und -Nutzung anwenden, in allen Punkten den Puro.earth-Vorgaben entsprechen und valide Ergebnisse liefern“, erläutert Nino Berta, Senior Project Manager beim Carbonity-Partner First Climate, der das Zertifizierungsverfahren auf Seiten des Projektes begleitete. „Wir freuen uns sehr darüber, nach der Verifizierung jetzt Carbon Removal-Zertifikate aus dem Carbonity-Projekt anbieten zu können, die höchsten internationalen Standards entsprechen.“ Einen wichtigen Anteil nahm im Rahmen der Zertifizierung auch die Überprüfung der Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen CO 2 -Senkenzertifikats von der Ausschüttung bis zur Stilllegung ein. Die Erfassung und Bereitstellung aller wichtigen Daten erfolgt im Rahmen des Carbonity-Projekts über ein volldigitales System des Anbieters Cula Technologies, in dem alle für den Bereich Monitoring, Reporting und Verification (MRV) wichtigen Projektdaten zusammenlaufen und dokumentiert werden. „Die erfolgreiche Zertifizierung ist auch ein Beleg für die hohe Qualität der operativen Prozesse bei Carbonity sowie der implementierten MRV-Verfahren, die zu den sichersten und am stärksten automatisierten weltweit gehören“, erklärt Cula-Co-Founder Oliver Erb. „Indem wir manuelle Dokumentation durch kontinuierliches digitales Tracking ersetzen, stellen wir sicher, dass jedes einzelne CO 2 -Zertifikat von Beginn an vollständig rückverfolgbar ist. Das ist nicht nur wichtig, um das Zertifizierungsverfahren sicherer zu gestalten und zu beschleunigen, sondern gibt Käufern die Gewissheit, dass die erworbenen CO₂-Zertifikate durch manipulationssichere Echtzeitdaten abgesichert sind.“ Carbonity: Klimaschutzbeitrag durch Pflanzenkohleproduktion Carbonity gehört zu den ersten Anlagen weltweit, in denen hochwertige Pflanzenkohle im großtechnischen Maßstab produziert wird und ist in Nordamerika eine der größten Anlagen ihrer Art. Dabei werden regional vorhandene Biomasse-Reststoffe aus der Holzverarbeitung durch ein spezielles Pyrolyseverfahren in Pflanzenkohle umgewandelt. Der während des Pflanzenwachstums aufgenommene Kohlenstoff wird durch dieses Verfahren dauerhaft in stabiler Form gebunden und bleibt damit langfristig der Atmosphäre entzogen – ein wichtiger Beitrag zum internationalen Klimaschutz. In der aktuellen Projektphase sollen die Produktionskapazitäten der Anlage auf 10.000 Tonnen pro Jahr hochgefahren werden. Bei voller Produktionskapazität wird das Carbonity-Joint-Venture von Airex Energy, Groupe Rémabec und SUEZ dann jährlich bis zu 30.000 Tonnen hochwertige Pflanzenkohle produzieren. Das entspricht einem Klimanutzen von 75.000 Tonnen CO₂, die dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden. Das Carbonity-Projekt ist der erste Baustein einer ambitionierten weltweiten Pflanzenkohle-Roadmap von Airex Energie und SUEZ, die darauf abzielt, bis 2035 im Rahmen weiterer Projekte eine weltweite Produktionskapazität von 350.000 Tonnen Pflanzenkohle jährlich aufzubauen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Klimakrise zu leisten. Über First Climate Mit über 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit. Wir beraten und begleiten Organisationen in ganz Europa, Amerika und im Raum Asien-Pazifik auf ihrem Weg zum Netto Null-Ziel. Im Bereich Dekarbonisierung reicht unser Angebot von der CO2-Fußabdruck-Berechnung über die Entwicklung von Klimazielen bis hin zur Planung und Umsetzung projektbasierter Klimaschutzmaßnahmen. First Climate entwickelt und finanziert verifizierte Emissionsminderungs- und CO2-Senkenprojekte weltweit. Mit Expertise bei der bedarfsgerechten Beschaffung von erneuerbaren Energien sowie Zugang zu einem breiten Partner-Netzwerk, unterstützen wir Unternehmen außerdem bei der Reduzierung ihrer energiebezogenen Emissionen. Darüber hinaus bietet unser erfahrenes Consulting-Team umfangreiche Beratungs-Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie ESG-Strategie und -Reporting. Über Carbonity Carbonity ist ein innovatives Joint Venture, das aus der strategischen Zusammenarbeit der Branchenführer Airex Energy, Groupe Rémabec and Suez entstand. Mit Sitz im Norden Québecs betreibt Carbonity Kanadas erste Pflanzenkohle-Produktionsanlage im industriellen Maßstab – und zugleich die größte ihrer Art in Nordamerika. Dank der patentierten CarbonFX™-Torrefikationstechnologie von Airex Energy wandelt Carbonity regional vorhandene Biomasse-Reststoffe aus der Holzverarbeitung in hochwertige Pflanzenkohle um, die vielfältig eingesetzt werden kann, etwa in der Landwirtschaft und Metallurgie (Biokohlenstoff). Durch die Speicherung von Kohlenstoff, die Verbesserung der Bodenqualität und die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks industrieller Prozesse positioniert sich Carbonity als zentraler Akteur im Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Über Cula Technologies Cula ist das führende MRV-System für die direkte Integration von Maschinen- und Sensordaten im Rahmen von Maßnahmen zur CO₂-Speicherung. Die Plattform erfasst in Echtzeit Betriebsdaten entlang der gesamten Carbon Removal-Wertschöpfungskette und automatisiert das Monitoring, Reporting und die Verifizierung (MRV) – von der Anlieferung des Ausgangsmaterials bis zur CO₂-Speicherung oder Anwendung des Endprodukts.

  • Gemeinsam ins Ziel

    Das First Climate-Team wurde beim B2Run Frankfurt wieder gemeinsam aktiv – ganz nach dem Motto des B2Run Rund 2700 motivierte Läuferinnen und Läufer aus 159 Unternehmen stellten sich am 9. September in Frankfurt der Laufchallenge – darunter auch Mitglieder des First Climate-Teams. Das regnerische Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: überall auf dem Eventgelände waren Teamgeist und die Freude über das Erreichte im Ziel deutlich zu spüren. „Was für eine tolle Stimmung – vom Start bis zum Zieleinlauf. Für unser Team war das Event definitiv wieder ein echtes Highlight und wir haben uns gefreut, auch in diesem Jahr wieder als Klimaschutzpartner des B2Run dabei gewesen zu sein. Danke an das gesamte Organisations-Team des B2Run für eine grandiose Veranstaltung“, sagte Susanne Peindl, Managing Director der First Climate Markets GmbH, die beim Eventauftakt die Startglocke läutete. Auf 5,6 km führte die Laufstrecke rund um den Deutsche Bank Park durch den Frankfurter Stadtwald, mit Zieleinlauf im Innbereich des Stadions, wo die Läuferinnen und Läufer von jubelnden Fans und Zuschauern auf den letzten Metern angefeuert wurden. Nach dem Lauf kamen die Teilnehmenden an den Teamständen im B2Run Village zusammen, um ihre Erfolge zu feiern und den Abend zusammen mit ihren Teams bei erfrischenden Getränken und DJ-Musik ausklingen zu lassen. Zum 11. Mal wurde der B2Run Frankfurt bereits ausgetragen. Noch drei weitere Firmenläufe in Hamburg, Berlin und Gelsenkirchen stehen in der diesjährigen Saison der deutschlandweiten Laufserie auf dem Programm. Für das First Climate-Team, das den B2Run bei seinem Klimaschutz-Engagement unterstützt, startet nun die Berechnung des CO2-Fußabdrucks der Laufserie 2025. Unser B2Run Frankfurt in Bildern: Bilder 2, 4, 5: © Infront B2Run GmbH

  • Was das Klima- und Innovationsgesetz (KlG) für Schweizer Unternehmen bedeutet

    Fördertopf von über 1 Mrd. CHF für innovative Dekarbonisierungs- und Negativemissionsprojekte / Anträge werden seit dem 1. Juni registriert  Lesen Sie mehr in unserem Experten-Blog von Luzia Bieri, David Moosmann, Jonathan Schwieger, Federico Cavallucci und Felix Zaussinger © Ipsimus - stock.adobe.com Die Schweiz hat sich ein ambitioniertes Klimaziel gesetzt: Netto-Null bis 2050 – und zwar sowohl insgesamt als auch für jedes einzelne Unternehmen. Das betrifft mindestens die Bereiche Scope 1 und 2, also alle direkten Emissionen, die ein Unternehmen selbst kontrollieren kann, sowie indirekte Emissionen aus dem Bereich Energieversorgung. Damit verbunden ist ein schrittweiser Ausstieg aus den fossilen Energieträgern in den Bereichen Gebäude, Verkehr und Industrie.   Mit dem Klima- und Innovationsgesetz (KlG) unterstützt der Bund Unternehmen gezielt bei der Umsetzung innovativer Projektvorhaben zur Emissionsverminderung und der Anwendung von Negativemissionstechnologien (NET). Dafür stehen Fördermittel in Höhe von bis zu 1,2 Mrd. CHF bereit. Die Einreichung von Förderanträgen ist seit dem 1. Juni 2025 möglich. Wir beleuchten in diesem Blog, welche Fördermöglichkeiten sich für Unternehmen jetzt bieten und worauf es beim KlG-Förderprogramm besonders zu achten gilt.   Attraktive Fördermöglichkeiten für Unternehmen   Förderfähig sind nach dem KlG bzw. der zugehörigen Klimaschutz-Verordnung (KlV) insbesondere Demonstrationsanlagen und neuartige Technologien zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen.   Das Besondere: Die Fördermittel decken sowohl anteilige Investitions- als auch Betriebskosten ab und können damit ein entscheidender Hebel sein, um innovative, aber kapitalintensive Klimaschutzprojekte umzusetzen. Die maximale Förderquote beträgt 50%.  Anträge auf Förderung können sowohl als Direkteingaben, wie auch im Rahmen von thematischen Ausschreibungen gestellt werden.   Direkteingaben  Unternehmen sowie Branchenverbände können Finanzhilfen für neuartige Projekte zur Reduktion von Treibhausgasemissionen oder zur Speicherung von CO2 beantragen. Dafür muss ein Netto-Null-Fahrplan vorgelegt werden, mit dem die Dekarbonisierungsziele und die entsprechenden Massnahmen dokumentiert werden. Diese sogenannten Direkteingaben für die Förderung können flexibel erfolgen und sind nicht fristgebunden.     Thematische Ausschreibungen   Zu besonders relevanten Technologien oder Prozessen kann der Bund Finanzhilfen über thematische Ausschreibungen vergeben. Unternehmen und Branchenverbände können sich im Rahmen solcher Ausschreibungen auf die Finanzhilfen bewerben.     KMU können Kooperationen nutzen  Auch für kleine und mittlere Unternehmen bietet das KlG Optionen. Unternehmen können sich selbstorganisiert zusammenschliessen und gemeinsam ein Gesuch für Finanzhilfe stellen, oder innerhalb einer Branche über den Branchenverband ein Gesuch um Finanzhilfe für ein Branchenprogramm einreichen. Dafür ist die Erarbeitung eines Netto-Null-Fahrplans bzw. eines Branchenfahrplans Voraussetzung.    Netto-Null-Fahrplan: Strategische Klimaplanung als Voraussetzung für die Förderfähigkeit   Unternehmen sollten sich unbedingt frühzeitig und umfassend mit der Dekarbonisierung ihrer Geschäftsabläufe befassen, denn ein detaillierter Netto-Null-Fahrplan ist Voraussetzung für den Zugang zu den Fördermöglichkeiten des KlG. Darüber hinaus kann er auch als Transitionsplan nach Art. 3 der Verordnung über die Berichterstattung über Klimabelange dienen sowie als Dekarbonisierungsplan für Betriebe mit Verminderungsverpflichtung (nach Art 31a CO2-Gesetz). Der Netto-Null-Fahrplan ist deshalb in mehrfacher Hinsicht von zentraler Bedeutung.   Die Schweiz ist eines der ersten Länder, das einen Aufbaupfad für Negativemissionen in Unternehmen gesetzlich verankert hat. Negativemissionen können entweder direkt in einem Unternehmen erzeugt werden oder über den Kauf von Bescheinigungen nach CO2-Gesetz bilanziert werden. Ein Netto-Null-Fahrplan muss unter anderem enthalten:    Detaillierte Treibhausgasbilanzierung für die Bereiche Scope 1 & 2 (Scope 3 optional).  Analyse von Anlagen & Prozessen im IST-Zustand.   Analyse technischer Lösungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen oder zur Erzeugung von Negativemissionen.    Absenkpfad bis 2050 mit Zwischenzielen 2030/2040.   Aufbaupfad für Negativemissionen (Erzeugung in Unternehmen oder Bescheinigungen nach CO2-Gesetz).  Massnahmenplan mit Massnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen und der Erzeugung von Negativemissionen, welche die Einhaltung des Absenkpfades und des Aufbaupfades ermöglichen.   Fazit: Jetzt handeln – schnell sein lohnt sich!  Unternehmen, die sich für die Förderung nach dem KlG interessieren, sollten schnell handeln. Denn obwohl die Fördertöpfe aktuell mit 1,2 Milliarden CHF gut gefüllt sind, ist absehbar, dass der Wettbewerb um den Zugang zu den verfügbaren Mitteln hoch sein wird. Die Förderung steht maximal für sechs Jahre zur Verfügung und Anträge auf Förderung werden seit dem Monatswechsel am 1. Juni registriert.    Mit über 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Unternehmen in der Schweiz und weltweit, wenn es um die Berechnung von Emissionsbilanzen, die Definition von Klimazielen und -strategien, und die Entwicklung zertifizierter Klimaschutzprojekte geht.   Wir bieten Unternehmen unser Fachwissen und unsere Expertise für die Erstellung von Netto-Null-Fahrplänen, die Entwicklung und Begleitung von Branchenprogrammen, und die Entwicklung von NET-Aufbaupfaden und NET-Projekten an.   Unsere ExpertInnen sind offiziell gelistet auf der „Beraterliste Netto-Null-Fahrpläne“ des BFE:  https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/foerderung/dekarbonisierung/fahrplaene-netto-null.html   Unser Experten-Team zum Klima- und Innovationsgesetz (KlG) Luzia Bieri Head of Compliance Switzerland and Carbon Standards Jonathan Schwieger Head of Climate Strategies David Moosmann Senior Advisor Compliance Switzerland and Carbon Standards Federico Cavallucci Senior Consultant for Corporate Climate Strategies Wie First Climate Unternehmen im Rahmen des KlG auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel unterstützt   Erstellung von Netto-Null-Fahrplänen   Mit über 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Unternehmen in der Schweiz und weltweit, wenn es um die Berechnung von Emissionsbilanzen, Definition von Klimazielen und -strategien, und die Entwicklung zertifizierter Klimaschutzprojekte geht. Wir bieten Unternehmen und Branchenverbänden unser Fachwissen und unsere Expertise für die Erstellung von Netto-Null-Fahrplänen an.    Unsere ExpertInnen sind offiziell gelistet auf der „Beraterliste Netto-Null-Fahrpläne“ des BFE . Branchenprogramme First Climate unterstützt Branchenverbände bei der Entwicklung und dem Management von Branchenprogrammen gemäss KlG. Wir bringen dafür mehr als 10-jährige Erfahrung in der Entwicklung, Auditierung und dem Management von Kompensations-programmen nach dem Schweizer CO2-Gesetz mit. Unter anderem entwickelten und betreuen wir erfolgreich Programme, die Massnahmen zur Emissionsreduktion durch neuartige Dünger oder die Vermeidung von Methanemissionen auf Deponien fördern.   Entwicklung von NET-Aufbaupfaden und NET-Projekten Schwer vermeidbaren Emissionen soll durch die Umsetzung oder Finanzierung von geeigneten NET-Projekten nach einem festen Fahrplan ein gleichwertiger Klimanutzen gegenübergestellt werden. Wir begleiten Unternehmen bei der Entwicklung eines Aufbaupfads für Negativemissionen, inklusive Projektentwicklung und Sourcing von nationalen und internationalen Bescheinigungen. Dafür bringen wir Erfahrung in der Entwicklung von CO2-Senkenprojekten nach Artikel 5 des CO2 Gesetzes sowie internationaler Projekte nach Art. 6 des Klimaschutzabkommens von Paris mit.

  • Partnerschaft zwischen B2Run und First Climate geht in die nächste Runde

    First Climate begleitet Firmenlauf-Veranstalter B2Run auch 2025 bei seinem Engagement für den KIimaschutz / Eigenes Team geht beim Lauf in Frankfurt an die Startlinie Am 9. September 2025 ist es wieder so weit: Dann startet für begeisterte Läuferinnen und Läufer in Frankfurt erneut der B2Run-Firmenlauf am Deutsche Bank Park. Auf die Teilnehmenden warten eine 5,6km lange Laufstrecke, sportliche Herausforderungen und jede Menge Teambuilding-Spaß. Als langjähriger Klimaschutzpartner der B2Run-Laufserie wird auch First Climate wieder mit dabei sein – sowohl hinter den Kulissen als auch an der Startlinie. Mit einer Delegation aus motivierten Läuferinnen und Läufern tritt First Climate erneut beim Event in Frankfurt an, bei dem dieses Jahr rund 2700 Teilnehmende erwartet werden. Bereits seit 2020 wird das engagierte B2Run-Team bei der Treibhausgasbilanzierung und seinem aktiven Klim aschutz-Engagement von First Climate unterstützt. Im Auftrag des Firmenlauf-Veranstalters berechnet First Climate nicht nur den CO2-Fußabdruck  der gesamten Laufserie, sondern hilft B2Run auch dabei, zusätzlichen Klimaschutz durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten aus einem verifizierten Erneuerba re-Energien-Projekt in Indien zu fördern. B2Run übernimmt auch im Bereich Nachhaltigkeit Verantwortung, indem etwa die Produktion von Druckmaterialien minimiert und den Teilnehmenden Informationen stattdessen digital zur Verfügung gestellt werden. „Wir freuen uns, dass unsere enge Partnerschaft nun schon so lange besteht und wir mit B2Run ein Team unterstützen dürfen, das sich Jahr für Jahr ambitioniert für Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagiert“, sagt Dr. Susanne Peindl, Managing Director der First Climate Markets GmbH. „Mit großer Vorfreude fiebern wir jetzt dem Firmenlauf in Frankfurt entgegen, da uns die großartige Atmosphäre jedes Jahr auf’s Neue begeistert und unser Team auch abseits des Arbeitsalltags zusammenbringt.“

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