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  • „Es gibt keine Alternative zu mehr Engagement beim Klimaschutz.“

    Ein Interview mit Mike Hatert, COO von First Climate Anlässlich unseres Firmenjubiläums blickt unser COO Mike Hatert auf 25 Jahre ambitionierte Klimaschutzarbeit bei First Climate zurück und beleuchtet die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Lesen Sie das Interview hier. Mike, First Climate feiert in diesem Jahr 25. Geburtstag. Was ist für dich der eine entscheidende Meilenstein in der Unternehmensgeschichte? First Climate begann 1999 mit einer Idee in Zürich und hat sich zu einem Unternehmen entwickelt, das im Laufe der Jahre Tausende von Kunden auf der ganzen Welt auf ihrem Weg zu mehr Klimaschutz unterstützt hat. Ich empfinde es als Privileg, mein Berufsleben dem Klimaschutz widmen zu können, gemeinsam mit dem gesamten First Climate-Team und in Zusammenarbeit mit so vielen großartigen, engagierten Unternehmen und Partnern auf der ganzen Welt. Es ist schwierig, einen einzelnen Meilenstein in der Geschichte von First Climate hervorzuheben. Ich denke, was unser Unternehmen schon immer ausgezeichnet hat, ist die Fähigkeit, in einem noch jungen und sich ständig verändernden Marktumfeld neue und effektive Klimalösungen zu entwickeln. Von den Anfängen der Projektentwicklung in den späten 1990er-Jahren bis hin zu den neuesten Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien oder auf dem Gebiet der natürlichen oder technischen CO2-Senkentechnologien war es immer unser Ziel, die richtigen Instrumente für effektive Klimaschutzmaßnahmen anzubieten. Und dieses Ziel treibt mich und das ganze Team bis heute an. Was unser Unternehmen schon immer ausgezeichnet hat, ist die Fähigkeit, in einem noch jungen und sich ständig verändernden Marktumfeld neue und effektive Klimalösungen zu finden. Bei First Climate arbeiten wir dafür länder- und bereichsübergreifend zusammen, um unsere Projektexpertinnen und -experten vor Ort, unser Green Energy-Team, unsere Nachhaltigkeits-Consultants und alle anderen Mitarbeitenden zusammenzubringen. Für uns intern bedeutet dies einheitlichere Prozesse, einen besseren Zugang zur Expertise der anderen und ein stärkeres Team- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Für unsere Kunden bedeutet es einen optimierten Zugang zu all unseren Dienstleistungen auf dem Weg zu mehr Klimaschutz. Ich bin stolz darauf, dass sich First Climate von einem Nischenanbieter für Umweltdienstleistungen zu einem Partner für Unternehmen auf ihrem Weg zum Klimaschutz entwickelt hat. Nach wie vor ist die Welt weit davon entfernt, die internationalen Klimaziele zu erreichen. Wie groß ist der Frust beim Realitätscheck in Sachen Klimaschutz? Es stimmt, die Entwicklung beim Klimaschutz ist nicht – oder zumindest noch nicht – die große Erfolgsgeschichte, die wir uns beim Abschluss des Pariser Abkommens erhofft haben. Schaut man jedoch genauer hin, sieht man durchaus auch positive Entwicklungen, die Mut machen können. Ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur beispielsweise belegt, dass die Erzeugungskapazitäten für Energie aus erneuerbaren Quellen im Jahr 2023 weltweit im Rekordtempo gewachsen sind. Die Substitution fossiler Energiequellen ist ein entscheidender Beitrag zum internationalen Klimaschutz. Andere Studien geben Hinweise darauf, dass die nationalen Emissionen in Ländern wie Deutschland oder auch den USA sinken werden. Darüber hinaus gibt es sehr vielversprechende Ansätze bei der Entwicklung und Skalierung neuer Klimaschutztechnologien, wie beispielsweise bei der Kohlenstoffspeicherung durch Pflanzenkohle. Diese sogenannten CO2-Senkentechnologien ermöglichen es, Kohlenstoffemissionen aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen. Es gibt keine Alternative zu mehr Engagement beim Klimaschutz. Die Transition zu einem CO2-effizienten Wirtschaftssystem und das freiwillige Engagement von Unternehmen sind unverzichtbar für den Klimaschutz. Wir haben die wissenschaftlichen Erkenntnisse und wir haben die Technologie, um wirksame unternehmerische Dekarbonisierungsstrategien umzusetzen. Gemeinsam müssen wir dafür Sorge tragen, sie bestmöglich einzusetzen. Also überwiegt der Optimismus? Was sind die wichtigen Entwicklungen beim Klimaschutz? Mein persönlicher Hintergrund ist die nachhaltige Energieversorgung bzw. das Thema Energieeffizienz und ich bin überzeugt, dass in diesen Bereichen noch großes Klimaschutzpotenzial für Unternehmen liegt und weiter neue Lösungen entstehen werden, die sich direkt emissionsmindernd auswirken. Es gibt viele spannende Entwicklungen in diesem Bereich: Power Purchase Agreements (PPAs) sind beispielsweise eine interessante und für beide Seiten vorteilhafte Möglichkeit, Erzeuger von grüner Energie mit Unternehmen zusammenzubringen, die auf saubere Energie umsteigen wollen. Darüber hinaus sind neue I-REC-Märkte in immer mehr Regionen, insbesondere in Asien und Lateinamerika, exponentiell gewachsen. Grüne Wasserstoff- und Biogasprodukte sind weitere vielversprechende Lösungen mit großem Potenzial für die Energiewende in der Welt. Es ist wichtig, diese Technologien schnell weiterzuentwickeln und weiter zu skalieren. Zuletzt haben sich viele Unternehmen mit kritischen Medienberichten und dem Vorwurf des „Greenwashing“ konfrontiert gesehen, weil sie Klimaschutzprojekte unterstützen. Wo liegt die Grenze zwischen effektiven Klimaschutzmaßnahmen und Greenwashing? Kritik ist wichtig, um die Integrität und Qualität von projektbasierten Klimalösungen zu erhalten. Ich persönlich glaube aber, dass die Art und Weise, wie diese Kritik aktuell in vielen Fällen geäußert wird, dem Klimaschutz eher schadet als nützt. Die versuchte Skandalisierung vermeintlicher oder auch tatsächlicher Missstände verhindert aus meiner Sicht leider allzu oft eine ehrliche, sachliche und konstruktive Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen projektbasierter Klimaschutzmaßnahmen. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass marktbasierte Klimaschutzmechanismen und der freiwillige CO2-Markt nach wie vor relativ junge Konstrukte sind, die weiter wachsen und sich entwickeln und damit einer permanenten Evolution unterliegen. Dass es dabei auch zu Fehlentwicklungen kommen kann, lässt sich aus meiner Sicht nicht vollkommen ausschließen. Es ist sehr bedauerlich, dass einzelne Projekte oder Projektentwickler Lücken genutzt haben, um Qualitätsstandards zu umgehen. Auch dass einzelne Unternehmen unbegründete oder nicht transparente Klimaneutral-Versprechen abgegeben haben, ist problematisch. Aber die Erfahrung der zurückliegenden Jahre zeigt auch, dass die Verbindung von Wirtschaft und Klimaschutz ein funktionierendes Konzept mit großem Potenzial ist. Viel Forschungsarbeit ist in die Entwicklung der Projektmethoden und Zertifizierungsstandards geflossen um die Integrität des Marktes sicherzustellen und es wird fortwährend weiter daran gearbeitet. Initiativen wie die Integrity Council for the Voluntary Carbon Market und die von ihr entwickelten Core Carbon Principles werden ebenfalls wichtige Leitplanken für den freiwilligen Markt sein, um Qualität und Integrität des projektbasierten Klimaschutzes langfristig sicherzustellen. Die Uhr tickt, und wir dürfen uns nicht durch die Suche nach Perfektion vom Kurs abbringen lassen. Fest steht: Die Uhr tickt, und wir dürfen uns nicht durch die Suche nach Perfektion vom Kurs abbringen lassen. Zeit ist der kritische Faktor im Klimaschutz. Wir brauchen jetzt effiziente und skalierbare Lösungen für wirksame Klimaschutzmaßnahmen und wir brauchen Unternehmen, die sich zur Dekarbonisierung ihrer Betriebe und zur Unterstützung globaler Klimaschutzmaßnahmen verpflichten. Ich empfinde es deshalb als unfair, dass Unternehmen, die sich dem Klimawandel stellen und freiwillig Klimaprojekte unterstützen, kritisiert werden, während diejenigen, die gar nichts tun, allzu oft mit ihrer Haltung davonkommen. Welche Rolle werden CO2-Zertifikate für den unternehmerischen Klimaschutz spielen? CO2-Zertifikate sind eine Möglichkeit, Finanzmittel dorthin zu lenken, wo sie im Sinne des Klimaschutzes am dringendsten benötigt werden und als Ergänzung zu ambitionierten Dekarbonisierungsmaßnahmen den größten Nutzen erzielen. Wir beobachten, dass im Vergleich zu früheren Zeiträumen, immer mehr Unternehmen größten Wert auf die Qualität der von ihnen unterstützten Projekte und die tatsächlich erzielte Klimawirkung legen. Ich halte das für einen sehr positiven Trend, denn CO2-Zertifikate sind ein wichtiges Instrument für Klimaschutzmaßnahmen von Unternehmen und werden das auf absehbare Zeit auch bleiben. Der Praxis-Check zeigt uns, dass CO2-Zertifikate besser sind als aktuell ihr Ruf. Studien haben gezeigt, dass fast 60 Prozent der Unternehmen, die CO2-Zertifikate kaufen, geringere jährliche CO2-Emissionen haben als Unternehmen, die dies nicht tun. Und Unternehmen, die Emissionszertifikate kaufen, setzen sich dreimal häufiger wissenschaftlich fundierte Ziele und berichten öfter über ihre Emissionen. Mit anderen Worten: CO2-Zertifikate werden nicht als Ersatz für Klimaschutzmaßnahmen genutzt, sondern zusätzlich. Studien haben gezeigt, dass fast 60 Prozent der Unternehmen, die CO2-Zertifikate kaufen, geringere jährliche CO2-Emissionen haben als Unternehmen, die dies nicht tun. Der Klimawandel ist da und es liegt an uns, wie wir darauf reagieren. CO2-Zertifikate sind ein Instrument, das wir auf unserem Weg zu Netto-Null nicht ignorieren können. Worin besteht aus deiner Sicht die große Herausforderung für die Klimaschutzmaßnahmen von Unternehmen in den nächsten Jahren? In der Dekarbonisierung der Lieferketten – ganz eindeutig. Die Dekarbonisierung des eigenen Betriebs ist eine Herausforderung, aber die Dekarbonisierung der Lieferkette ist eine ganz andere. Eine CDP-Studie hat gezeigt, dass die Emissionen der Lieferkette die direkten Emissionen des Unternehmens um den Faktor 10 bis 28 übersteigen können. Wenn Unternehmen ihre Klimaziele erreichen wollen, ist es also entscheidend, Emissions-Hotspots nicht nur in den eigenen Operationen, sondern insbesondere auch upstream und downstream zu identifizieren und zu managen. Wenn Unternehmen ihre Klimaziele erreichen wollen, ist es also entscheidend, Emissions-Hotspots nicht nur in den eigenen Opeartionen, sondern insbesondere auch upstream und downstream zu identifizieren und zu managen. Das ist eine Herausforderung, denn Lieferketten sind immer individuell; es gibt keine Patentlösung. Wir haben immer wieder festgestellt, dass das Management der Emissionen entlang der Lieferkette eines Unternehmens, der sogenannten Scope-3-Emissionen, eine effektive Strategie zur Einbindung von Stakeholdern, Erfahrung in der Dekarbonisierung der Lieferkette und manchmal auch Kreativität und ein Denken über den Tellerrand hinaus erfordert. Dies ist auch der Grund, warum die Offenlegung von Klimadaten und das entsprechende Nachhaltigkeits-Reporting für Unternehmen so wichtig sind, denn sie können dazu beitragen, diese Hot Spots zu identifizieren und wichtige Diskussionen mit Stakeholdern anzustoßen. Da mit der CSR-Richtlinie die Nachhaltigkeits-Berichterstattung für immer mehr Unternehmen verpflichtend wird, wird dieses Thema in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen. Worauf sollten Unternehmen achten, die Klimaschutzmaßnahmen ergreifen? Transparenz und Integrität sind entscheidend. Einer der größten Schritte, den wir bei First Climate in dieser Hinsicht in den vergangenen Jahren gemacht haben, ist der Ausbau unserer Projektentwicklungs-Leistungen: Kunden haben die Möglichkeit, bei der Entwicklung ihres eigenen Klimaprojekts eng mit den First Climate Experten-Teams zusammenzuarbeiten und so direkten Einfluss auf die Ausrichtung, die Entwicklung und die Ergebnisse des Projekts zu nehmen. Dies kann eine zusätzliche Unterstützung für globale Klimaschutzmaßnahmen sein oder wir können Wege finden, ein Projekt in die Lieferkette eines Unternehmens zu integrieren, um dessen Scope-3-Emissionen direkt zu reduzieren. Auch die Offenlegung von Klimaauswirkungen – sowohl durch freiwillige als auch durch verbindliche Standards – kann die Transparenz der Klimaschutzmaßnahmen von Unternehmen erleichtern und fördern. Mit unserem Consulting-Bereich bieten wir Unternehmen kompetente Unterstützung dabei, sich auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeits-Berichterstattung einzustellen und alle damit zusammenhängenden Aufgaben effizient und zielgerichtet umzusetzen. Transparenz und Integrität sind entscheidend. Auch die Offenlegung von Klimaauswirkungen – sowohl durch freiwillige als auch durch verbindliche Standards – kann die Transparenz der Klimaschutzmaßnahmen von Unternehmen erleichtern und fördern. Mit unserem Consulting-Bereich bieten wir Unternehmen kompetente Unterstützung dabei, sich auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeits-Berichterstattung einzustellen und alle damit zusammenhängenden Aufgaben effizient und zielgerichtet umzusetzen. Wie sieht die Klimaschutz-Vision von First Climate für die kommenden 25 Jahren aus? In 25 Jahren stehen wir kurz vor der 2050-Grenze. 2050 ist das Jahr, das viele Länder, Unternehmen und ein Großteil unserer Kunden als Zieldatum für die Netto-Null-Emissionen festgelegt haben. Wir bei First Climate haben ein klares Ziel: Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Ziele bis dahin zu erreichen. Wenn wir es schaffen, die Erderwärmung zu begrenzen, dann ist das ein Erfolg für alle zukünftigen Generationen. Es ist schwierig, mit Sicherheit zu sagen, was passieren wird, aber First Climate wird weiter daran arbeiten, Lösungen zum Umgang mit diesen Veränderungen bzw. zur Verlangsamung des Klimawandels zu entwickeln- und gemeinsam mit unseren Kunden umzusetzen. Die Klimakrise ist zu wichtig, um anders zu handeln. Vielen Dank für das Gespräch, Mike.

  • CDP Europe Report 2023: Umweltdaten als Katalysatoren für Dekarbonisierung der Wirtschaft

    Bericht beleuchtet Herausforderungen und Chancen bei der Umstellung auf ökologisch nachhaltigere Geschäftsmodelle Jährlich veröffentlicht CDP im Rahmen der CDP Europe Awards einen Bericht, der die gesammelten Reporting-Datensätze von an CDP berichtenden europäischen Unternehmen aus dem Vorjahr analysiert und daraus Handlungsempfehlungen ableitet. Der CDP Europe Report 2023 zeigt: Die Fortschritte europäischer Unternehmen bei der Transformation bleiben 2023 hinter den Erwartungen zurück. Der Bericht ermutigt Unternehmen, das Nachhaltigkeits-Reporting zu nutzen, um anhand ihrer Umweltdaten Kapital zu mobilisieren, Finanzströme gezielt in Dekarbonisierungs-Maßnahmen und nachhaltige Investitionen umzuleiten sowie zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels beizutragen. Das Messen der eigenen Umweltauswirkungen gewinnt bei europäischen Unternehmen zunehmend an Bedeutung – das spiegelt sich auch in einem Anstieg der CDP-Berichterstattungen im Jahr 2023 um 26% gegenüber dem Vorjahr wider. Laut Angaben des CDP Europe Report 2023, den CDP in Zusammenarbeit mit der Strategieberatung Oliver Wyman erstellt hat, übermittelten im vergangenen Jahr über 1,600 europäische Organisationen Umweltdaten an CDP. Europäischen Unternehmen sei es darüber hinaus gelungen, ihre Scope 1- und 2-Emissionen zwischen den Jahren 2019 und 2022 um 17% zu senken. Mehr als die Hälfte (55 %) der berichtenden Unternehmen gab an, Klimaschutzstrategien mit konkreten Angaben zur geplanten Erreichung ihrer Klimaziele entwickelt zu haben – fast 15 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des verstärkt ambitionierten Klimaschutz-Engagements vieler Organisationen bemängelt der Bericht, dass sich die für eine erfolgreiche Transformation erforderlichen wirtschaftlichen Strukturen in vielen Sektoren nicht schnell genug weiterentwickelten. Zwar steige die Zahl der europäischen Unternehmen, die sich Klimaziele setzen und Dekarbonisierungs-Strategien erarbeiten. Bei der Umsetzung könne jedoch nur eines von fünf Unternehmen deutliche Fortschritte erzielen. Aus dem Bericht geht hervor, dass 70% der Unternehmen in Europa weniger als ein Viertel ihrer Ausgaben in Klimaschutzmaßnahmen investierten. Über die Hälfte der Unternehmen aus emissionsintensiven Sektoren gaben den oftmals fehlenden Zugang zu Kapital als einen entscheidenden Hinderungsgrund für die Durchführung von Dekarbonisierungs-Maßnahmen an. Reporting-Daten fungieren als Basis für die Transformation Ein erfolgreicher Transformationsprozess sei laut Bericht mit einer großen Umstellung für Unternehmen verbunden: Ihr Erfolg werde zunehmend daran gemessen, wie stark sie sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagieren, wie gut sie sich an die sich verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen anpassen und wie erfolgreich sie die sich ihnen bietenden Chancen nutzen. Unternehmen würden sich dabei vermehrt mit den wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, die mit der Umstellung auf nachhaltigere Geschäftsmodelle einhergehen. Diese könnten etwa die Umlenkung von Investitionen in nachhaltige Lösungen wie beispielsweise den Bezug erneuerbarer Energien, die Entwicklung emissionsärmerer und umweltfreundlicherer Produkte oder ein proaktives Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Wertschöpfungskette umfassen. Der Bericht ermutigt Unternehmen, das Nachhaltigkeits-Reporting stärker als Instrument für eine erfolgreiche Transformation zu nutzen. Denn die transparente Übermittlung und Verwertung vergleichbarer Umweltdaten seien wichtige Grundlagen, um Handlungspotenziale zu identifizieren, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu messen und Kapital für nachhaltige, zukunftsorientierte Investitionen zu mobilisieren. Schließlich könne der CDP-Score eines Unternehmens entscheidend für den Zugang zu staatlichen Finanzmitteln für die Umsetzung von entsprechenden Optimierungs- bzw. Dekarbonisierungs-Maßnahmen sein. Auf Basis der verfügbaren Informationen könnten Unternehmen und Investoren folglich leichter fundierte geschäftsrelevante und zukunftsfähige Entscheidungen treffen. Nicht zuletzt sei die Offenlegung von Umweltdaten die Voraussetzung für die Erfüllung der EU-weit geltenden CSRD-Berichtspflichten für Unternehmen und helfe ihnen dabei, den wachsenden Transparenz- und Nachhaltigkeitsforderungen ihrer Kunden nachzukommen. Aufruf zu engerer Zusammenarbeit bei Überbrückung der Finanzierungslücke Aus dem Bericht geht aber auch hervor: Für eine erfolgreiche Dekarbonisierung der Wirtschaft bedürfe es nicht nur Umstellungen seitens des Privatsektors, sondern auch staatliche finanzielle Anreize und Unterstützung durch die entsprechenden Finanzinstitute. Mit gezielten Investitionen gleichermaßen von Unternehmen, Investoren, Finanzinstituten und Regierungen in Europa sowie einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren sei es möglich, die Finanzierungslücke zu überbrücken. Nur gemeinsam, so der Bericht, könne die Transformation und der Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft gelingen. Lesen Sie den vollständigen CDP Europe Report 2023 „Get the money moving: Meeting the European corporate transition challenge” hier (nur auf Englisch verfügbar). Erfahren Sie, wie First Climate Sie beim CDP-Reporting unterstützen kann und machen auch Sie sich die Umweltdaten Ihres Unternehmens zunutze!

  • Die Debatte um SBTi und Scope 3

    Position von Mike Hatert, COO First Climate Die Science Based Targets-Initiative (SBTi) hat vergangene Woche eine Erklärung veröffentlicht, in der sie für Juli 2024 neue Richtlinien für die Nutzung von zertifikate-basierten Instrumenten zur Reduktion von Scope 3-Emissionen ankündigt. Bei der SBTi handelt es sich um ein Gremium, dessen Leitlinien Unternehmen bei der Festlegung von Emissionsminderungs-Zielen im Einklang mit den internationalen Klimazielen und neusten Erkenntnissen der Klimaforschung unterstützt. Obwohl die SBTi nicht definiert, welche Rolle CO2-Zertifikate in ihrem Konzept des unternehmerischen Klimaschutzes spielen, löste ihre Erklärung dennoch eine Debatte darüber aus. Mike Hatert, COO der First Climate Markets AG, mit seiner Meinung zum Thema. Hintergrund Es ist wichtig, dass Unternehmen klare Richtlinien darüber haben, wie sie ihre Scope 3-Emissionen auf dem Weg zu einem Netto-Null-Zustand reduzieren können. Als die SBTi vergangene Woche eine Erklärung zur „Verwendung von zertifikate-basierten Instrumenten für die Reduzierung von Scope 3-Emissionen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf freiwillige CO2-Märkte“ veröffentlichte, war die Klimabranche in heller Aufregung. Ein Teil der Erklärung lautet wie folgt (aus dem Englischen übersetzt): „Obgleich die SBTi sich der anhaltenden Debatte zu diesem Thema sehr bewusst ist, ist sie der Ansicht, dass die Verwendung von zertifikate-basierten Instrumenten zur Reduktion von Scope 3-Emissionen ein zusätzliches Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels sein kann, wenn sie durch Leitlinien, Standards und Verfahren gestützt wird, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.“ Die SBTi befindet sich noch in der Entscheidungsfindung zu der konkreten Ausgestaltung der Leitlinien. Klar ist jedoch, dass zertifikate-basierte Instrumente, und voraussichtlich auch CO2-Zertifikate, unter bestimmten Bedingungen und in Übereinstimmung mit den SBTi-Anforderungen als ergänzendes Instrument auf dem Weg zu einer Netto-Nullbilanz in Betracht gezogen werden. Die Problematik von Scope 3 Scope 3-Emissionen können in der Regel nur sehr begrenzt reduziert werden, da sie sich der direkten Kontrolle eines Unternehmens entziehen. Angesichts der heutzutage verfügbaren Dekarbonisierungs-Instrumente ist es für viele engagierte Unternehmen nach wie vor äußerst schwierig, ihre kurzfristigen Scope 3-Ziele zu erreichen, ohne zertifikate-basierte Instrumente und CO2-Zertifikate als zusätzliche Instrumente zu nutzen. Umweltdaten aus der freiwilligen Klima-Berichterstattung zeigen, dass es für Unternehmen in der Tat eine Herausforderung ist, ihre Scope 3-Ziele zu erreichen: CDP fand heraus, dass es sich bei 92 % der von europäischen Unternehmen im Jahr 2022 bekannt gegebenen Emissionen um Scope 3-Emissionen handelte, aber lediglich 37 % davon mit den heutigen Dekarbonisierungs-Maßnahmen begegnet wurde. Allein in diesem Jahr wurden mehr als 300 Unternehmen, die sich im Rahmen der SBTi verpflichtet hatten, von der SBTi-Liste gestrichen, weil sie insbesondere aufgrund von Hindernissen bei ihren Scope-3-Zielen nicht in der Lage waren, ihre wissenschaftsbasierten Klimaziele (engl. science-based targets) zu übermitteln und zu verifizieren. In einigen Fällen zeugt dies von unzureichenden Maßnahmen; gleichzeitig zeigt es aber auch, dass selbst engagierte Unternehmen, die den anspruchsvollen Prozess der Festlegung ambitionierter Ziele im Rahmen der SBTi durchlaufen, nach wie vor erhebliche Schwierigkeiten bezüglich ihrer Scope 3-Ziele haben. Es ist an der Zeit, dass wir einen ganzheitlicheren Blick auf den unternehmerischen Klimaschutz und Scope 3-Emissionen werfen. Sie stellen zweifellos eine große Herausforderung dar, und wir müssen dringend neue Technologien und Methoden zur Verringerung von Scope 3-Emissionen entwickeln. Als Zwischenlösung ist die Förderung von Klimaschutzprojekten durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten eine wichtige Ergänzung zur Entwicklung und Umsetzung von technischen Dekarbonisierungs-Maßnahmen innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Angesichts der laufenden Diskussionen über verbesserte Integritäts- und Qualitätssicherungen auf Projektebene bin ich davon überzeugt, dass projektbasierte Klimaschutzmaßnahmen einen höheren Stellenwert im unternehmerischen Klimaschutz erhalten sollten. Wenn Unternehmen beispielsweise gezielte Maßnahmen zur Emissionsreduzierung ergreifen und den globalen Klimaschutz mit CO2-Zertifikaten im Umfang ihrer unvermeidbaren Scope 3-Emissionen unterstützen, können sie eine viel größere positive Wirkung erzielen, als wenn sie in diesem Bereich untätig bleiben. Für mich ist klar, dass beides in Kombination viel wirkungsvoller ist als nur eine dieser Maßnahmen. Das Potenzial, das die SBTi-Leitlinien freisetzen könnten, ist enorm. In Anbetracht der derzeit desolaten Lage bei der Klimafinanzierung könnten dadurch mehr Finanzströme in wirkungsvolle Projekte gelenkt werden, die den globalen Süden bei der Bekämpfung des Klimawandels und Klimaanpassung unterstützen. Für Unternehmen könnten die Richtlinien Klarheit darüber schaffen, wie sie CO2-Zertifikate am besten im Einklang mit den Erkenntnissen der Klimaforschung einsetzen, und wo sich möglicherweise neue Ansätze für ihre Scope 3-Ziele ergeben. Die Rolle von CO2-Zertifikaten Ich bin mir über die Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von CO2-Zertifikaten im Klaren. Die Kritik an ihnen endet jedoch in der Regel mit demselben ermüdenden Argument: Unternehmen nutzen CO2-Zertifikate als Anreiz, um keine weiteren Dekarbonisierungs-Maßnahmen durchzuführen. Dies mag in einigen Fällen zutreffen – es gibt jedoch Belege dafür, dass das Gegenteil der Realität näherkommt. Unternehmen, die sich im freiwilligen CO2-Markt engagieren, haben eine 1,8-mal höhere Tendenz dazu, ihre Dekarbonisierung von Jahr zu Jahr voranzutreiben. Die fortwährende Kritik an CO2-Zertifikaten in den zurückliegenden Jahren und die daraus resultierende Debatte um die SBTi-Erklärung zeigen, dass es innerhalb der Klimabranche einen klaren Meinungsunterschied hinsichtlich CO2-Zertifikaten gibt. Trotz vieler Fortschritte und eines gesunden Dialogs über die Integrität von CO2-Zertifikaten besteht die Gefahr, dass die Debatte in zwei gegensätzliche Lager zerfällt, obwohl wir uns eigentlich in der Mitte treffen sollten. Die Welt steuert derzeit auf eine Erwärmung um 3,0° C zu – der derzeitige Mangel an geeigneten Maßnahmen zur Eindämmung von Scope 3-Emissionen ist angesichts dessen nicht nur besorgniserregend, sondern vielmehr schockierend. Wir müssen an unseren Werten festhalten, ohne den Blick für das große Ganze zu verlieren. Ich hoffe immer noch auf den Tag, an dem wir keine CO2-Zertifikate mehr brauchen, um wirkungsvolle Projekte zu fördern, weil uns die Dekarbonisierung gelungen ist. Dieser Tag ist aber noch fern. Wir müssen alle verfügbaren Instrumente nutzen, auch CO2-Zertifikate, um diesen Tag für die nachfolgenden Generationen zu ermöglichen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen Klarheit darüber gewinnen, wann sie CO2-Zertifikate effektiv und im Einklang mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nutzen können. Ich freue mich auf den Richtlinienentwurf, den die SBTi im Juli zur Verwendung von zertifikate-basierten Instrumenten für Scope 3 vorlegen wird, und hoffe, dass er den konkreten Bedarf an CO2-Zertifikaten berücksichtigt. Registrieren Sie sich für den First Climate Newsletter, um die neusten Updates rund um Science-based Targets, CO2-Zertifikate und unternehmerischen Klimaschutz zu erhalten. Über den Autor Mike Hatert ist Chief Operating Officer und Mitglied des Vorstands des international tätigen Klimaschutzdienstleisters First Climate in Bad Vilbel. In dieser Funktion verantwortet er die gesamten Aktivitäten des Unternehmens in den Bereichen freiwilliges CO2-Management und Erneuerbare Energien. Mit seinem Team berät und unterstützt er Unternehmenskunden aus allen Branchen bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele. Der ausgewiesene Energiespezialist ist Diplom-Ingenieur, hochschulzertifizierter Energiewirtschaftsmanager und Energiemanager IHK. Mike Hatert verfügt über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in der Energiebranche sowie im Bereich des freiwilligen CO2-Marktes. Vor seiner Zeit bei First Climate war er in Manager- und Führungspositionen unter anderem bei der Deutschen Bahn sowie dem Energieversorger ENTEGA tätig.

  • BASF und Yuntianhua starten Projekt zur Reduzierung von Emissionen aus der Düngemittel-Nutzung

    Als Klimaschutzexperte unterstützt First Climate bei der Registrierung des Projekts und der Vermarktung der CO2-Zertifikate Der Einsatz von stickstoffbasierten Harnstoff-Düngern in der Landwirtschaft führt zu erheblichen Treibhausgasemissionen. BASF und Yunnan Yuntianhua Co, Ltd. entwickelten daher gemeinsam eine Lösung, um die negativen Auswirkungen von Harnstoff-Düngemitteln auf das Klima zu minimieren. Das Resultat: ein stabilisierter Harnstoff-Dünger mit dem BASF-Urease-Hemmer Limus®, der die Stickstoffverwertung verbessert und CO2-Emissionen verringert. Um die Emissionsminderung durch den Einsatz des Düngers zu verifizieren, haben die beiden Unternehmen in Zusammenarbeit mit First Climate ein Pilotprojekt in China entwickelt und umgesetzt. First Climate wird auch bei der Vermarktung der CO2-Zertifikate unterstützen, die sich aus den im Rahmen des Projekts erzielten Emissionsminderungen ergeben. Die Verwendung dieses Düngers hat jedoch auch Nachteile: 15 % des Stickstoffs werden als Ammoniak in die Atmosphäre freigesetzt, was nicht nur die Wasser- und Luftqualität verschlechtert, sondern auch die Bodengesundheit beeinträchtigt. Außerdem wird Lachgas emittiert – ein besonders schädliches Treibhausgas, das die Atmosphäre etwa 273 Mal stärker erwärmt als Kohlendioxid. Um dieses Problem zu lösen, wurde der stabilisierte Harnstoff-Dünger von Yuntianhua, der den Urease-Hemmer Limus® von BASF enthält, in China eingeführt, um die Emissionen zu reduzieren und die Effizienz der Stickstoffnutzung zu verbessern. „Die Anwendung des Urease-Hemmers Limus® bei Harnstoff-Düngern stabilisiert den Harnstoff und setzt im Vergleich zu unbehandelten Standarddüngern weniger Ammoniak und Lachgas frei", erklärt Wolfgang Brückner, Geschäftsführer Projektentwicklung bei First Climate. "Durch die geringere Verdunstung von Ammoniak und die effizientere Verwertung von Stickstoff können Landwirte ihre Erträge und ihren Düngereinsatz optimieren – mit äußerst positiven Folgen für die Landwirtschaft.“ First Climate hat eine Methode zur Quantifizierung der Emissionsminderungen im Rahmen des Pilotprojekts entwickelt, die inzwischen von einem unabhängigen Prüfungsinstitut nach international anerkannten Standards validiert wurde. Es wird erwartet, dass das Projekt jährlich die Emissionen von mehr als 20.000 gasbetriebenen Autos reduzieren wird. „BASF freut sich, gemeinsam mit Yuntianhua durch diese Initiative für klimafreundliche Landwirtschaft eine Vorreiterrolle bei der Schaffung von Mehrwert für Landwirte in China zu übernehmen. First Climate hat uns dabei geholfen, das Projekt nach internationalen Standards für die Treibhausgasbilanzierung zu konzipieren und die Emissionsreduktionen zu quantifizieren. Auf diese Weise können wir genau ermitteln, wie groß unser Beitrag zum Klimaschutz ist“, sagt Dr. Markus Schmid, Leiter des Geschäftsbereichs N-Management bei BASF. First Climate hat bereits mit dem Monitoring des Pilotprojekts begonnen und wird im Laufe dieses Jahres über erste Ergebnisse berichten. Bei erfolgreichem Verlauf wird dieses Projekt Produktionsbetrieben in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette die Möglichkeit geben, durch den Einsatz von stabilisiertem Stickstoff-Düngemittel verifizierte Emissionsreduktionen zu erzielen. Das Pilotprojekt hat großes Potenzial, zu einem überregionalen Programm in ganz China und weltweit ausgebaut zu werden.

  • „Relevanter Meilenstein für den Klimaschutz“

    Wieland Gruppe sichert sich mit First Climate-Unterstützung langfristiges Solar-PPA Die Wieland Gruppe wird ihren Strombedarf zukünftig auch mit grüner Energie aus einem neuen Solarpark im brandenburgischen Nauen decken. Das haben der Kupfer- und Metall-Spezialist aus Ulm sowie der Energieversorger und Projektentwickler Vattenfall jetzt in einem langfristigen Stromliefervertrag festgelegt. Das anlagenbezogene „Power Purchase Agreement“ (PPA) läuft über zehn Jahre und sichert der Wieland Gruppe in dieser Zeit Zugriff auf die umweltfreundliche Solarstromerzeugung der 46 MW-Anlage. Als Berater hat das First Climate Renewables-Team Wieland bei dem erfolgreichen PPA-Abschluss unterstützt. Um ihre Klimaziele zu erreichen, setzt die Wieland Gruppe bereits seit längerem auf den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien. Mit dem nun erfolgten Abschluss des Direktabnahmevertrages für die Anlage in Nauen macht Wieland einen weiteren wichtigen Schritt auf dem eingeschlagenen Weg zur Dekarbonisierung des Unternehmens. Der Solarpark in Nauen befindet sich aktuell in der Entwicklung. Nach Fertigstellung und Netzanschluss im kommenden Jahr werden dann jährlich rund 46 Gigawattstunden umweltfreundlich erzeugter Sonnen-Strom zur Verfügung stehen. Diese Menge entspricht dabei dem jährlichen Stromverbrauch von mehr als zehntausend Haushalten. Durch den Stromliefervertrag und die Nutzung der zur Verfügung gestellten Energie kann die Wieland-Werke AG in Deutschland künftig rund zehn Prozent ihres Strombedarfs mit erneuerbaren Energien decken und dabei rund 29.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Für das Unternehmen ist das ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduzierung des eigenen Klima-Fußabdrucks. „Neben der eigenen Stromproduktion durch Fotovoltaik-Anlagen ist es Wielands ambitioniertes Ziel, künftig für die elektrifizierten Produktionsanlagen 100 Prozent erneuerbarer Energien zu nutzen“, -Dr. Erwin Mayr, CEO Wieland Gruppe „Auf Basis unserer Nachhaltigkeitsstrategie treiben wir die Reduktion von Emissionen entschlossen voran. Neben der eigenen Stromproduktion durch Fotovoltaik-Anlagen ist es Wielands ambitioniertes Ziel, künftig für die elektrifizierten Produktionsanlagen 100 Prozent erneuerbarer Energien zu nutzen“, stellt Dr. Erwin Mayr, CEO der Wieland Gruppe, dar. „Deshalb ist diese Strompartnerschaft mit Vattenfall ein weiterer, relevanter Meilenstein für den Klimaschutz und für die Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele.“ PPA-Consulting durch das First Climate Renewables-Team Bei der Vorbereitung des Stromliefervertrages nutzte Wieland auch die Unterstützung und die Expertise der First Climate PPA-Consultants: Als Partner von Wieland begleitete First Climate das Ausschreibungsversfahren, mit dem geeignete und dem Bedarf von Wieland entsprechende Erneuerbare-Energien-Projekte identifiziert wurden. Im Rahmen einer umfassenden Analyse erfolgte anschließend eine detaillierte Qualifizierung der Angebote, die schließlich zum Vertragsschluss mit Vattenfall und dem Projekt in Nauen führte. „PPAs ermöglichen eine zuverlässige Versorgung mit nachhaltig erzeugten Energien und bieten langfristige Preissicherheit.“ -Steven Krawietz, Senior Expert Renewable Energy bei First Climate „PPAs ermöglichen eine zuverlässige Versorgung mit nachhaltig erzeugten Energien und bieten langfristige Preissicherheit. Damit sind sie ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz“, so Steven Krawietz, Senior Expert Renewable Energy bei First Climate. „Wir freuen uns, dass First Climate diesen PPA-Abschluss zwischen zwei namhaften europäischen Unternehmen unterstützen und begleiten durfte und damit dazu beitragen konnte, die nachhaltige Stromversorgung für die Wieland-Werke AG sicherzustellen und gleichzeitig den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu fördern.“ PPAs ermöglichen es Ihnen, sich an der Entwicklung oder dem Betrieb eines erneuerbare Energien-Projekts zu beteiligen. PPAs können dadurch ein interessanter Baustein Ihrer Grünstrom-Beschaffungsstrategie sein. Unsere Experten unterstützen Sie dabei, geeignete PPA-Modelle zu finden, um Ihre Ziele im Bereich Grüne Energie zu erreichen. Kontaktieren Sie das First Climate Renewable Energy Team hier: renewables@firstclimate.com Über Wieland Wieland ist ein weltweit führender Anbieter von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen. Mit einem globalen Netz von mehr als 80 Produktionsstätten, Service- und Handelshäusern bietet das Unternehmen ein breites Produkt-, Technologie- und Serviceportfolio. Vom Prototyp bis zur Serienfertigung entwickelt Wieland Lösungen für Automotive, Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Kälte- und Klimatechnik und viele weitere Branchen. Durch hochleistungsfähige Kupferwerkstoffe treibt Wieland den Erfolg seiner B2B-Kunden in Zukunftsfeldern wie Elektromobilität, Konnektivität oder Urbanisierung voran. Hohe technische Kompetenz, kundenorientiertes Denken und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln und begründen seit 1820 den Erfolg des Unternehmens. wieland.com Über Vattenfall Vattenfall ist ein führendes europäisches Energieunternehmen, das seit mehr als 100 Jahren durch Innovation und Zusammenarbeit die Elektrifizierung der Industrie vorantreibt, Haushalte mit Energie versorgt und die Lebensweise der Menschen modernisiert. Unser Ziel ist die Fossilfreiheit – eine Zukunft, in der wir es allen ermöglichen fossilfrei zu leben, sich fortzubewegen und Dinge zu produzieren. In unserer gesamten Wertschöpfungskette wollen wir bis 2040 Netto-Null-Emissionen erreichen. Wir beschäftigen konzernweit rund 20.000 Mitarbeitende, haben etwa 14 Millionen Kunden und sind hauptsächlich in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien tätig. Vattenfall befindet sich vollständig im Besitz des schwedischen Staates. vattenfall.de

  • Össur erreicht wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu Net Zero

    Medizintechnikhersteller freut sich über erfolgreiche Validierung seiner Klimaziele durch SBTi Der Medizintechnikhersteller Össur gehört weltweit zu den führenden Herstellern fortschrittlicher Mobilitätslösungen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und verfolgt eine ambitionierte Klimastrategie. Mit Unterstützung von First Climate hat sich das Unternehmen unter anderem wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt, die in Übereinstimmung mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens stehen. Mit der jetzt erfolgten Validierung der Klimaziele durch die Science Based Targets-Initiative (SBTi) hat Össur einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg des Unternehmens zu Netto-Null-Emissionen erreicht. „Responsible for Tomorrow“ – so heißt das Programm, mit dem Össur seine unternehmerischen Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen zusammenfasst. Hauptziel ist es, den Klimaschutz auf allen Ebenen fest im Unternehmen zu verankern und zu priorisieren. Die zentrale Aufgabe, die sich das Unternehmen im Rahmen seiner Klimastrategie-Entwicklung auferlegt hat, ist die Entkopplung des wirtschaftlichen Wachstums von den verursachten CO2-Emissionen. „Auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2050 plant Össur, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 79 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 zu reduzieren und die absoluten Scope-3-Emissionen im gleichen Zeitraum um 25 Prozent gegenüber dem Basisjahr zu senken“ erklärt Bergthora Hlidkvist Skuladottir, die als Global Sustainability Director mit ihrem Team für die Entwicklung und Umsetzung der Össur-Klimastrategie verantwortlich zeichnet. „Wir glauben, dass nachhaltiges Wachstum der einzige Weg für langfristigen Erfolg ist und sehen die entsprechende Ausrichtung unseres Unternehmens als Teil der Verantwortung, die wir zukünftigen Generationen gegenüber tragen“, begründet Skuladottir das Engagement ihres Unternehmens. Partnerschaft für effizientes Klimamanagement Als akkreditierter CDP Science Based Targets Solutions Provider hat First Climate Össur während des gesamten Prozesses der Klimaziel-Entwicklung unter Berücksichtigung der Strategie von Össur und der SBTi-Anforderungen unterstützt. Das beinhaltete Scope 3-Emissionsanalysen, Anpassungen des CO2-Fußabdrucks und die Definition von Zielen für eine erfolgreiche Validierung durch die Science Based Targets Initiative. ©Össur „Die Validierung unterstreicht den hohen Ambitionsgrad der Klimaziele von Össur und belegt, dass der Emissionszielpfad des Unternehmens über alle Scopes hinweg im Einklang mit dem 1,5° C-Ziel des Pariser Abkommens steht“, erklärt Jonathan Schwieger, Head of GHG-Accounting und Climate Reporting bei First Climate Consulting. „Össur übernimmt damit eine Vorreiterstellung beim Klimaschutz und wir freuen uns, dass wir das Unternehmen bei seiner Klimareise begleiten können.“ „Für uns war es sehr wichtig, mit First Climate einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben, der uns bei der Implementierung der Science-Based Targets unterstützt hat“, erklärt Bergthora Hlidkvist Skuladottir. „Als produzierendes Unternehmen spielt in unserer Emissionsbilanz der Scope 3-Bereich eine bestimmende Rolle und das First Climate-Team hat uns dabei geholfen, unsere Emissionsquellen in diesem Bereich genau zu analysieren, unseren Fußabdruck besser zu verstehen und adäquate Reduktionsziele festzulegen.“ Über die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes sowie die zentralen Erkenntnisse aus dem SBT-Prozess haben Össur und First Climate jüngst bei einem gemeinsamen Online-Seminar in Kooperation mit CDP berichtet. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne die Präsentations-Vorlagen der Veranstaltung sowie einen Video-Mitschnitt zur Verfügung. Schreiben Sie uns: impact@firstclimate.com Interview mit Bergthora Hlidkvist Skuladottir, Global Sustainability Director bei Össur This gave us the opportunity to analyze exactly where we stand at Össur in terms of our climate impact and action, and where we should focus our efforts to meet our targets. Bergthora, herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Validierung der Össur-Klimaziele. Welchen Stellenwert hat die Validierung für euer Unternehmen? Vielen Dank. Die Validierung unserer Science Based Targets ist für uns tatsächlich ein wichtiger Schritt. Die Vorbereitung darauf lief bei uns schon seit dem Mai 2022; der Startpunkt fällt zusammen mit unserem urprünglichen SBT-Commitment. In der Folge haben wir genau analysiert, wo wir bei Össur in Bezug auf unseren Klima-Impact und auch bei unseren Klimaschutzbemühungen stehen, und auf welche Bereiche wir unsere Aktivitäten konzentrieren müssen, um undere Klimaziele zu erreichen. Ich glaube, wir haben in dieser Vorbereitungsphase viel über unseren Klima-Impact gelernt und in allen Ebenen des Unternehmens Expertise zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz aufgebaut. Insgesamt hat der Science Based Targets-Prozess unser Unternehmen und die Art, wie wir denken und handeln nachhaltig beeinflusst. Was sind für euch denn jetzt die nächsten Schritte auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel bis 2050? Nachdem wir unsere Ziele definiert haben, suchen wir nach Wegen, sie zu erreichen, und setzen sie um. Wir fassen unser Engagement unter dem Motto Responsible for Tomorrow® zusammen und erkennen an, dass die Entscheidungen und Maßnahmen, die wir heute treffen, Auswirkungen auf künftige Generationen haben werden. In diesem Prozess konzentrieren wir uns darauf, sicherzustellen, dass unsere Aktivitäten in hohem Maße kohlenstoffeffizient sind, sei es durch Ökodesign bei der Produktgestaltung, Effizienzverbesserungen in der Produktion und der Lieferkette oder durch die Erforschung von Konzepten der Kreislaufwirtschaft.  Für all diese Bereiche haben wir ein unternehmensweites Programm mit klaren Verantwortlichkeiten der einzelnen Abteilungen und entsprechenden Zielen entwickelt. Und wo liegen für Össur die Herausforderungen bei der Umsetzung? Bei der Reduzierung der Scope 1- und 2-Emissionen, also den Emissionen, die uns als Unternehmen direkt zuzurechnen sind, haben wir durchaus schon großer Fortschritte erzielt und die Konzepte, um unsere Ziele zu erreichen, liegen auf dem Tisch. Wie vermutlich bei den meisten Unternehmen, liegen die eigentlichen Herausforderungen im Umgang mit den Lieferketten-Emissionen aus dem Scope 3-Bereich. Der Einkauf von Rohmaterialien, Gütern und Services, sowie der Bereich „Transport und Auslieferung“ sind die großen Treiber in diesem Teilbereich unserer Emissionsbilanz. Um Effizienzpotentiale zu erschließen, arbeiten wir unter anderem mit unseren Zulieferern und Partnern an der Erforschung neuer, klimafreundlicher Materialien. Ein weiteres Beispiel ist die kontinuierliche Optimierung unserer Produktverpackungen, durch die wir unter anderem Füllmaterial sparen. Kontinuierlich arbeiten wir auch an der Optimierung und der effizienten Gestaltung unserer Vertriebswege, mit dem Ziel Kraftstoffe uns Ressourcen einzusparen. Mit diesen und anderen Maßnahmen konnten wir unsere Treibhausgasbilanz bezogen auf das Gewicht der von uns aus gelieferten Produkte gegenüber dem Basisjahr 2021 bislang um rund 8% reduzieren. Über Össur: Össur (Nasdaq Kopenhagen: OSSR) ist ein weltweit führender Anbieter von innovativen Mobilitätslösungen, die Menschen helfen, ein Leben ohne Einschränkungen® zu führen. Seit mehr als 50 Jahren verfolgt Össur das Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen positiv zu beeinflussen. Als anerkannter "Technologiepionier" konzentriert sich Össur auf die Verbesserung der Mobilität von Menschen durch die Bereitstellung von Lösungen, die die Patientenversorgung verbessern. Bedeutende Investitionen in Forschung und Entwicklung haben zu mehr als 2.000 Patenten, preisgekröntem Design, erfolgreichen klinischen Tests und stetigem Wachstum geführt. Össur hat sich zu nachhaltigen Geschäftspraktiken verpflichtet und ist Unterzeichner des UN Global Compact, der UN Women's Empowerment Principles und trägt zu den UN Sustainable Development Goals bei. Össur ist weltweit tätig und beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. www.ossur.com Über die Science Based Targets-Initiative Die Science Based Targets-Initiative (SBTi) ist eine Initiative für wissenschaftsbasierte Klimaziele (science-based targets) und ein globales Gremium, das es Unternehmen ermöglicht, ambitionierte Emissionsreduktionsziele auf Grundlage neuester Erkenntnisse in der Klimaforschung festzulegen. Sie unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, ihre Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die SBTi ist eine gemeinsame Initiative des Carbon Disclosure Project (CDP), des United Nations Global Compact (UNGC), des World Resources Institute (WRI) und des World Wide Fund for Nature (WWF), sowie eine der Verpflichtungen der We Mean Business Coalition. Zudem befasst sich die Initiative auch mit der unabhängigen Bewertung und Validierung von unternehmerischen Klimazielen.

  • First Climate für 2024 als CDP-akkreditierter Solutions Provider bestätigt

    Erneute Auszeichnung als Silver Renewable Energy und Science-Based Targets Solutions Provider für die DACH-Region First Climate setzt seine Partnerschaft mit CDP fort und ist auch in diesem Jahr wieder offizieller „Accredited Solutions Provider“ (ASP). First Climate wurde als Silver Renewable Energy und Science-Based Targets Solutions Provider für die DACH-Region ausgezeichnet (Deutschland, Österreich und Schweiz) und erfüllt damit die Akkreditierungskriterien von CDP. Die Auszeichnung ist ein Beleg für die Professionalität, mit der First Climate Unternehmen bei der Berichterstattung ihrer Umweltauswirkungen unterstützt. Da neue Standards und Rahmenwerke für immer mehr Unternehmen in der DACH-Region relevant werden, ist das Reporting über CDP wichtiger denn je. CDP betreibt eine globale Reporting-Plattform, auf der Unternehmen, Investoren, Städte und Regionen ihre Auswirkungen auf das Klima managen können. Mit der Bewertung von Unternehmen und Städten zielt CDP darauf ab, Anreize zu schaffen und sie auf ihrem Weg zu einer führenden Rolle in puncto Transparenz und Klimaschutz zu begleiten. Die Expertinnen und Experten von First Climate Consulting arbeiten eng mit Kunden aus den verschiedensten Bereichen zusammen, um Klimaziele und eine ergänzende Strategie zu definieren, Gap-Analysen durchzuführen, potenzielle Ansatzpunkte für verstärkte Klimaschutzmaßnahmen zu identifizieren, Chancen- und Risikoprofile zu erstellen, Hotspots und Emissionsquellen zu analysieren und einen optimierten Abschlussbericht zu erstellen. Zusätzlich verschaffen die Expertise und die Lösungen von First Climate im Bereich Erneuerbare Energien sowie bei der Klimazielsetzung nach der Science-Based Targets-Initiative (SBTi) berichtenden Unternehmen besondere Vorteile beim CDP-Reporting. „Für uns bei First Climate ist es wichtig, den langfristigen Fortschritt im Auge zu behalten und gemeinsam mit den Unternehmen auf den Erfolgen der vergangenen Jahre aufzubauen [. . .]." – Sid Petersen, Geschäftsführer First Climate Consulting GmbH Sid Petersen, Geschäftsführer der First Climate Consulting GmbH, erklärt: „Für uns bei First Climate ist es wichtig, den langfristigen Fortschritt im Auge zu behalten und gemeinsam mit den Unternehmen auf den Erfolgen der vergangenen Jahre aufzubauen. Da die Umweltauswirkungen von Unternehmen zunehmend in den Fokus gerückt werden, ist es entscheidend, eine robuste Berichtsstrategie zu entwickeln. Deshalb werden wir uns in diesem Jahr – gemeinsam mit unseren Kunden – verstärkt auf Überschneidungen mit den Regelungen der verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung konzentrieren und sie dabei unterstützen, erfolgreiche Strategien aus dem CDP-Reporting auch für die CSRD-Berichterstattung abzuleiten.“ Online-Seminare in Kooperation mit CDP im Jahr 2024 Wie bereits in den vergangenen Jahren bieten First Climate und CDP auch 2024 gemeinsam Online-Seminare zu relevanten Themen an. Diese Online-Seminare ermöglichen Unternehmen einen tieferen Einblick in die komplexe Welt der Beschaffung von Erneuerbaren Energien sowie der Klimaziel-Entwicklung und helfen dabei, neue Optionen für erfolgreiches unternehmerisches Klimaschutzmanagement zu identifizieren. Das nächste gemeinsame Online-Seminar von First Climate und CDP mit dem Titel „Managing your Climate Strategy: Practical Insights in Setting Corporate SBTs“ findet am 8. Februar statt. In Rahmen der Veranstaltung berichtet der Orthopädietechnik-Hersteller Össur als langjähriger Kunde und Partner von First Climate über Erfahrungen und bewährte Strategien im Zusammenhang mit wissenschaftsbasierten Klimazielen. Weitere Informationen und die Anmeldung zum Webinar finden Sie hier. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um aktuelle Informationen zum Thema Klimaschutz zu erhalten und über kommende Seminare und Veranstaltungen von First Climate informiert zu bleiben. Über CDP CDP unterstützt die verpflichtende Berichterstattung und arbeitet eng mit Regierungen sowie Aufsichtsbehörden zusammen, um qualitativ hochwertige Reporting-Systeme zu entwickeln. Dabei kann CDP auf mehr als 20 Jahre an Datensätzen, Erkenntnissen und Expertise zurückgreifen. Durch die Übereinstimmung mit Rahmenwerken und Standards im Bereich des Reportings spielt CDP eine entscheidende Rolle bei deren Umsetzung und stellt sicher, dass sie zu konkreten Maßnahmen führen. CDP setzt Standards und Rahmenwerke in vergleichbare und nutzbare Datensätze um und stellt Investoren und Unternehmen die Daten zur Verfügung, die sie benötigen, um fundierte geschäftsrelevante und zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen. 2024 wird sich CDP an den ISSB-Klimastandard anpassen und bis Ende des Jahres den ersten ISSB-konformen Datensatz auf den Markt bringen.

  • Jetzt auf my.FirstClimate entdecken: Neue Version des digitalen CO2-Rechners für Events

    Mehr Funktionen – mehr Unterstützung für Ihr unternehmerisches CO2-Management Regelmäßige Service- und Produktupdates gehören bei First Climate dazu, um Unternehmen bestmöglich auf ihrer Climate Journey unterstützen zu können – das gilt auch für den Bereich der digitalen Klimaschutzlösungen. Auf der Online-Plattform für CO2-Management, my.FirstClimate, haben Nutzerinnen und Nutzer nun Zugriff auf eine aktualisierte Version des digitalen CO2-Rechners für Veranstaltungen und profitieren von gleich mehreren Vorteilen. Nach pandemiebedingter Pause spielen Präsenzveranstaltungen in der Eventplanung vieler Firmen mittlerweile wieder eine große Rolle. Damit einher geht jedoch auch unweigerlich ein erheblicher Anstieg der CO2-Emissionen, die bei der Event-Organisation und -durchführung verursacht werden. Mit der neuen Version des digitalen Tools zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks für Veranstaltungen erleichtert es my.FirstClimate Ihrem Unternehmen, Emissionen zu erfassen und wirksam zu reduzieren. Die neue Version des digitalen Rechners bietet für jede einzelne Berechnung eine detaillierte Übersicht über die Emissionen, die im Rahmen Ihrer Veranstaltung entstehen und ermöglicht so deutlich präzisere Emissionsberechnungen. Neben einem optimierten Design sowie einer erhöhten Benutzerfreundlichkeit ist er nicht nur für nationale, sondern nun auch für internationale Veranstaltungen anwendbar. Auf Basis des ermittelten CO2-Fußabdrucks haben Sie auf der Plattform in einem nächsten Schritt die Möglichkeit, den Emissionen Ihres Events durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten aus verifizierten Klimaschutzprojekten einen gleichwertigen Klimanutzen entgegenzusetzen. Kennen Sie schon den CO2-Fußabdruck Ihrer Veranstaltung? Registrieren Sie sich jetzt auf my.FirstClimate und entdecken Sie alle neuen Funktionen des aktualisierten CO2-Rechners, um Ihr Firmenevent nachhaltiger zu gestalten: https://www.firstclimate.com/myfirstclimate

  • Safe Water-Leuchtturmprojekt in Nigeria: Mehrwert für Menschen und Klima

    Wie Impact Water zu einer besseren Trinkwasserversorgung an Schulen beiträgt Seit dem letzten Projekt-Update über die Ausschüttung von CO2-Zertifikaten des Jahrgangs 2022 bereitet sich Impact Water, langjähriger Projektpartner von First Climate, auf die nächste Phase seines durch den Gold Standard zertifizierten Klimaschutzprojekts vor, das sich in Nigeria für eine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser einsetzt. Dieses Projekt-Update ist Teil einer neuen Themenreihe, in der First Climate in Form von News, Blogbeiträgen und Interviews exklusive Einblicke in die Leuchtturmprojekte des Unternehmens gibt. Das Safe Water-Projekt von Impact Water bringt seit Jahren messbaren Mehrwert für das Klima und engagiert sich auch weiterhin für eine stetige Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser für Millionen von Schulkindern und Mitarbeitenden an Schulen in ganz Nigeria. Der Projektentwickler erkannte schnell, wie groß der Bedarf nach einer zuverlässigen und sicheren Wasserversorgung ist und startete 2014 offiziell mit den Projektaktivitäten in Uganda – 2017 wurden die Maßnahmen auf die Projektregionen Kenia und Nigeria ausgeweitet. In Nigeria, wo mehr als 200 Millionen Menschen leben, ist das Potenzial für eine Skalierung des Projekts und die Erzeugung von messbarem Klimanutzen enorm groß. „Untersuchungen im Rahmen des Projekts haben ergeben, dass weniger als 4 % der lokalen Bildungseinrichtungen an ein öffentliches oder privates Leitungswassersystem angeschlossen sind, und der Zugang zu den Leitungen nicht immer sicher für die Trinkwasserversorgung ist. Diese Versorgungslücke macht deutlich, wie groß der Bedarf an bezahlbarem, sauberem Wasser in diesem Land ist – etwas, das in anderen Regionen der Welt als selbstverständlich angesehen wird. Unser Ziel ist es, bis 2025 100.000 Schulen und 40 Millionen Schulkinder zu erreichen.“ – Evan Haigler, CEO von Impact Water Derzeit erreicht das Safe Water-Projekt über 40.000 öffentliche und private Schulen, von denen fast 95 % ihre Wasserversorgung immer noch aus notdürftigen Quellen beziehen. Eine andere Statistik zeigt, dass weniger als 20 % der nigerianischen Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser haben. Mark C. Turgesen, Director of Global Development bei Impact Water, der vor kurzem von einem Projektbesuch vor Ort zurückgekehrt ist, erklärt weiter: „Der katastrophale Zustand der Trinkwasserversorgung in Nigeria kann gar nicht oft genug hervorgehoben werden. Es ist unsere fortwährende Mission, zuverlässige und kostengünstige Wasseraufbereitungssysteme in vulnerable Länder wie Nigeria zu bringen, wo Millionen von Schulkindern und deren Familien keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser haben. Dank moderner Wasseraufbereitungs-Technologien werden alltägliche Aktivitäten wie das Trinken von Wasser und das Händewaschen wieder sicher. Wir und viele andere haben damals den immensen Bedarf erkannt, der trotz unserer bisherigen Erfolge auch heute noch besteht.“ Bereitstellung sicherer Wasseraufbereitungstechnologien Im Projektgebiet zählen die meisten Schulen Hunderte von Kindern. Die täglich benötigten Wassermengen können jedoch weder effizient noch nachhaltig gereinigt werden. Hier setzen die kostensparenden Wasseraufbereitungssysteme von Impact Water an und tragen dazu bei, diesem Problem entgegenzuwirken. Ein Projekt dieser Größenordnung erfordert einen gut koordinierten Zeitplan, um die Wasserreinigungssysteme zu installieren und zu warten sowie das Personal entsprechend zu schulen. Allein im letzten Quartal wurden in sieben nigerianischen Bundesstaaten mehr als 12.700 effiziente Wasserfiltersysteme bereitgestellt. Die Installation der Systeme ist ein wichtiger erster Schritt zur Schließung der Versorgungslücke. Im Jahr 2023 wurden an über 8.000 Schulen neue Wasseraufbereitungsanlagen installiert. Im Rahmen des Projektmanagements wird mit den Schulen eng zusammengearbeitet, um Wartungen, Schulungen, Ersatzlieferungen und Neuinstallationen zu koordinieren. Die Schulen sollen ihre bestehenden Systeme umrüsten und beispielsweise von Ultraflo- auf Inline-Filter umsteigen. Diese verfügen über eine höhere Aufbereitungskapazität und können ebenerdig installiert werden, was Kontroll- und Wartungsvorgänge immens erleichtert. Bislang wurden 57 technische Fachkräfte in der Installation und Pflege von Inline-Filtersystemen sowie in der Prüfung auf mögliche Chlorrückstände in den Wassertanks geschult; rund 200 Außendienstmitarbeitende erhielten Schulungen im Bereich Vertrieb. Workshops sensibilisieren für das wichtige Thema der Wasserversorgung Eine wesentliche Maßnahme, die zur Veränderung der Art und Weise, wie Schulkinder Wasser konsumieren, beiträgt, ist eine digitale SMS-Sensibilisierungskampagne, die 2023 äußerst erfolgreich war. Im Rahmen der Kampagne führten Expertinnen und Experten von Impact Water im vergangenen Jahr an 4.382 Schulen Workshops durch. Die Workshops vermitteln den Schulkindern, wie wichtig sauberes Wasser ist, wie es sich auf die Gesundheit und das Lernen auswirkt, wie man das Wasser aus den Aufbereitungsanlagen an den Schulen richtig abfüllt und wie die Nutzung der effizienten Systeme zum Klimaschutz beiträgt. Der Projektentwickler plant, die Workshops auf 1.200 Schulen in den Regionen Niger, Combe und Kuduna auszuweiten. Wir freuen uns, über die neuesten Entwicklungen unseres Leuchtturmprojekts berichten zu können und werden Sie auch weiterhin über Neuigkeiten aus unseren Projektgebieten informieren. Q & A mit Impact Water CEO, Evan Haigler Über Impact Water Impact Water (IW) wird von einem engagierten globalen Team mit Sitz in den USA und multinationalen Teams in drei Büros in Uganda, Kenia und Nigeria geleitet. Das Team besteht aus Unternehmern, Entwicklungspraktikern, Sozialwissenschaftlern, Marketingexperten und ausgebildeten Projektmanagern, die sich mit großem Engagement für ihre Arbeit einsetzen. Bevor Impact Water in Uganda startete, war das Abkochen oft das einzige Mittel, das den Schulen zur Verfügung stand, um das Trinkwasser für ihre Schüler sicher zu machen. Die Schulen waren mit den hohen Kosten für das Feuerholz konfrontiert. Erschwingliche Wasseraufbereitungssysteme waren auf dem Markt kaum zu finden, was Impact Water dazu inspirierte, einen neuen Ansatz zu entwickeln. Im Jahr 2013 installierte Impact Water sein erstes Wasserreinigungssystem in Uganda. Impact Water hat sich nun zum Ziel gesetzt, die flächendeckende Versorgung mit sicheren Trinkwassersystemen in Schulen in ganz Afrika zu verwirklichen.

  • Nachhaltige Landwirtschaft im Westen Kenias

    Engagement in einer Region mit hohem Klimaschutzpotenzial Kürzlich hat First Climate einen Erst-Vertrag mit dem in Kenia ansässigen Unternehmen Soil Carbon Certification Services (SCCS) geschlossen, um ein Projekt zur nachhaltigen Landwirtschaft und Landnutzung zu unterstützen: das sogenannte Western Kenya Soil Carbon Project. Das Projekt ist das erste einer Reihe von attraktiven Klimaschutzmaßnahmen in Ostafrika. Ziele der Projektaktivitäten sind es, Ernteerträge zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels mit Hilfe der finanziellen Förderung über CO2-Zertifikate zu erhöhen. In den westkenianischen Bezirken Bungoma, Kakamega und Siaya erhalten mehr als 32.000 Kleinlandwirte Schulungen im Bereich der Praktiken nachhaltiger landwirtschaftlicher Bodenbewirtschaftung (engl. sustainable agricultural land management, kurz SALM). Im Mittelpunkt der Projektaktivitäten steht die enge Zusammenarbeit mit lokalen Kleinbauern, um die einheimischen Böden widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen sowie ihre Anbaumethoden und die Vermarktung ihrer Produkte zu optimieren. In der dicht besiedelten Projektregion mit nur wenig natürlicher Vegetation unterstützen verschiedene Einrichtungen die Landwirte mit technischen Schulungen und Beratungsangeboten bei der praktischen Umsetzung der SALM-Methoden. Förderung des SALM-Projekts durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten Das Western Kenya Soil Carbon Project wurde zwischen 2022 and 2023 von der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Um ein nachhaltiges, langfristiges Projektmanagement sicherzustellen, gründete die GIZ die Soil-Carbon Certification Services (SCCS), eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Kisumu, Kenia. Nach erfolgreicher Aufbauphase übergab die GIZ das Kohlenstoffprojekt an SCCS, um es in den privaten Sektor zu überführen. SCCS beschloss, die freiwillige Finanzierung des Projekts zu nutzen, um die Fortführung des Projekts zu gewährleisten. Infolgedessen ging SCCS eine Partnerschaft mit First Climate ein und vereinbarte eine Überbrückungsfinanzierung durch First Climate, die das Voranschreiten der laufenden Projektaktivitäten vor Ort garantiert, bevor die ersten CO2-Zertifikate ausgegeben werden. „Es ist erfüllend, örtliche Kleinbauern dabei zu unterstützen, die landwirtschaftliche Produktion zu optimieren, die Umwelt aktiv zu schonen und die Lebensbedingungen ihrer Familien zu verbessern. Die Entscheidung, mit First Climate als unserem exklusiven Partner zusammenzuarbeiten, trägt dazu bei, dass wir mehr Kohlenstoff in den lokalen Böden speichern, die landwirtschaftlichen Erträge der landwirtschaftlichen Familienbetriebe steigern, die Ernährungssicherheit der Familien erhöhen, die Futtergrundlage des Viehs verbessern und das Familieneinkommen langfristig steigern werden. So werden Kleinbauernfamilien besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet“, sagt Fred Marani, technischer Direktor des SCCS. „An einem aktiven Projektstandort hatten wir die einmalige Gelegenheit, die positiven Auswirkungen der von uns geförderten nachhaltigen Landwirtschaft unmittelbar zu sehen. " ̶ Lina Ávila, Projektmanagerin at First Climate Kürzlich besuchten einige First Climate Team-Mitglieder im Rahmen einer Due Diligence-Prüfung das Projektgebiet im Westen Kenias, um sich vor Ort ein Bild von den Projektaktivitäten zu machen und die Partnerschaft mit SCCS zu stärken. Der Projektbesuch betonte das Interesse seitens First Climate an der Region und insbesondere an Kenia, das die Liste der Länder, die die Entwicklung des Kohlenstoffmarktes vorantreiben, anführt. Lina Ávila, Projektmanagerin bei First Climate, dokumentierte erste Ergebnisse: „An einem aktiven Projektstandort hatten wir die einmalige Gelegenheit, die positiven Auswirkungen der von uns geförderten nachhaltigen Landwirtschaft unmittelbar zu sehen. Die Umsetzung von SALM-Praktiken trägt nicht nur zur Einsparung von Emissionen bei, sondern erleichtert auch den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Landwirten, was die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe fördert. Die Landwirte sind nun in der Lage, die landwirtschaftliche Produktivität kurz- und langfristig zu sichern, was die Ernährungssicherheit erhöht, Einkommen für ihre Familien schafft und gleichzeitig die Bodendegradation umkehrt." Das Projekt ist derzeit in einem Gebiet von über 9,936 Hektar ehemals degradiertem Ackerland aktiv. Dank der Finanzierung über den freiwilligen CO2-Markt erhalten Kleinlandwirte Zugang zu regelmäßigen Schulungen und Beratungsangeboten im Bereich nachhaltiger Anbaumethoden, die ihre Lebensbedingungen verbessern und ihre Ernährungssicherheit gewährleisten. Das Projekt hat bereits die nachhaltige Umstellung weg von traditionellen Methoden angestoßen, die weitgehend durch geringe Produktionsmittel, niedrige Ernteerträge und die kontinuierliche Abnahme der Bodenfruchtbarkeit aufgrund von Monokulturen und übermäßiger Landnutzung gekennzeichnet sind. Um diesen unproduktiven Kreislauf umzukehren, beauftragt SCCS Implementierungspartner (IPs), die Landwirte bei ihren Bemühungen um die Wiederherstellung des Bodens mit Schulungen und technischer Hilfe im Bereich Landwirtschaft unterstützen. Die Anpassung und Umsetzung von SALM-Praktiken wie Mulchen, Deckfruchtanbau und Kompostierung führen zu einer langfristigen Bindung von Kohlenstoff im Boden. Das Pflanzen und Kultivieren von Obstbäumen sowie andere agroforstwirtschaftliche Aktivitäten hingegen binden Kohlenstoff in der Baumbiomasse. Das Wirkungspotenzial des Projekts ist enorm. Da das Projekt als gruppiertes Projekt angelegt ist, verfügt es über einen integrierten Mechanismus für eine langfristige Skalierbarkeit in der Zukunft, denn andere Betriebe in der Projektregion haben die Möglichkeit, sich den Projektaktivitäten anzuschließen. Die Projektentwickler beabsichtigen, die Projektaktivitäten während des von Verra bestätigten 20-jährigen Anrechnungszeitraums auf eine Fläche von rund 32.000 Hektar auszuweiten. Gesündere und kohlenstoffreichere Böden Die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken und die Verbesserung des Lebensunterhalts lokaler Kleinbauern stehen im Zentrum des Western Kenyan Soil Carbon Project. Es stellt ein nachhaltiges Modell vor, das sich in den vergangenen 10 Jahren Projektlaufzeit als effizient und leicht anwendbar erwiesen hat. Weiterhin bietet das Projekt Landwirten eine berufliche Weiterbildung in den Bereichen der verschiedenen SALM-Methoden, darunter Kompostierung, Boden- und Wasserschutz, verringerte Bodenbearbeitung, integriertes Bodenfruchtbarkeits-Management (ISFM) und Schädlings-Management (IPM) sowie Agroforstwirtschaft und Baumschulen. Die Schulungen umfassen physische Praktiken (Terrassierung) und biologische Methoden (Baumpflanzung) Techniken zur Boden- und Wassererhaltung, um den Verlust von Ackerboden einzudämmen und den Wasserabfluss bei landwirtschaftlichen Flächen zu verringern. Landwirte lernen auch, wie sie Schädlinge bekämpfen, z. B. mit der Push-and-Pull-Technologie, bei der Getreide mit einer schädlingsabweisenden Pflanze angebaut wird. Darüber hinaus werden Landwirte auch darin geschult, mehrjährige, stickstoffbindende Bäume, Sträucher und Obstbäume zu integrieren, um die Bodenerosion zu reduzieren und die Fruchtbarkeit des Bodens zu verbessern. Effektives Monitoringsystem Die Überwachung der Projektaktivitäten und die Datenerfassung, welche für die Organisation des Projekts von zentraler Bedeutung sind, werden vollständig von SCCS gesteuert. Es wurde ein detaillierter Monitoring-Plan entwickelt, um alle notwendigen Daten für Kalkulationen und Berichterstattung über die Wirksamkeit des Projekts, insbesondere die Zunahme des organischen Kohlenstoffanteils im Boden, zu sammeln. Das Projekt umfasst moderne Monitoring-Technologien wie eine aktivitätsbasierte digitale App für Mobiltelefone und eine zentral verwaltete Online-Datenbank. Außerdem werden Mobiltelefone und Tablets zur Erfassung und Übermittlung von Daten eingesetzt. Das Projekt verfügt auch über eine spezielle Datenbank, in der die erforderlichen Maßnahmen für die genaue Berechnung der Emissionsminderungen und der CO2-Senkenleistung gespeichert werden. Eine benutzerfreundliche digitale Anwendung soll Offline-Daten übertragen und regelmäßig mit der Datenbank zu synchronisieren. Die Schulung lokaler Landwirtinnen und Landwirte ist ein zentraler Bestandteil der Projektaktivitäten – die Mehrheit der teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geführt. Projekt mit messbarem Klimanutzen Die Landwirte nehmen aktiv an den Projektaktivitäten teil, indem sie das in den landwirtschaftlichen Schulungen erworbene Know-how anwenden. Einige tun dies bereits und verkaufen Bio-Saatgut und nachhaltig produzierten Bio-Dünger. Seitdem diese Nebenprodukte verwendet werden, berichten die teilnehmenden Landwirte von messbaren Ertragssteigerungen und können ihre Familien und Gemeinschaften besser mit nahrhaftem Bio-Obst und -Gemüse versorgen. Dies trägt wiederum zur Armutsbekämpfung und zur Ernährungssicherheit in der Region bei. „Wir sind stolz darauf, mit dem SCCS und dem Western Kenya Soil Carbon Project zusammenzuarbeiten. Bei unserem jüngsten Besuch vor Ort konnten wir uns von den greifbaren Vorteilen überzeugen, die das Projekt für die Landwirte und die Umwelt in der Projektregion mit sich bringt. Der Kompetenzausbau bei den örtlichen Landwirten fördert sowohl ihre Produktivität als auch die Nachhaltigkeit ihrer Anbaumethoden. Eine Verbesserung der Fruchtbarkeit und Wasserrückhaltefähigkeit der Böden führen zu höheren Ernteerträgen und einem stabilen Einkommen für die teilnehmenden Landwirte und ihre Familien. Gleichzeitig trägt die erhöhte Bodengesundheit dazu bei, dass Kohlenstoff dauerhaft gebunden und der Atmosphäre aktiv entzogen wird. Angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen in Kenia sind wir optimistisch, was das Potenzial für Klimaschutzprojekte in der Region angeht. Wir freuen uns darauf, im Rahmen der Zusammenarbeit mit weiteren Landwirten in der Region die Klimawirkung des Projekts zu entfalten“, sagt Wolfgang Brückner, Managing Director, First Climate Projektentwicklung GmbH. Wir freuen uns, dieses hochwirksame Klimaschutzprojekt in das First Climate-Portfolio aufnehmen zu können und auch weiterhin über künftige Meilensteine des Projekts und die Entwicklung anderer Klimaschutzmaßnahmen in der Region zu berichten.

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