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- christmas-donation-2022
Weihnachtsaktion „Spende statt Geschenke“ 2022 Weihnachtsaktion „Spende statt Geschenke“ 2022 Homepage First Climate unterstützt Healthy Seas Bei First Climate verzichten wir traditionell auf Weihnachtsgeschenke und engagieren uns stattdessen für einen guten Zweck. In diesem Jahr geht unsere Weihnachtsspende im Rahmen unserer Aktion „Spende statt Geschenke“ an die gemeinnützige Organisation Healthy Seas. Saubere Meere rund um den Globus – das ist die Mission von Healthy Seas. Die Organisation wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, das sogenannte „Ghost Fishing“ zu bekämpfen: Verlorene Fischernetze werden unter Wasser zur tödlichen Gefahr für Fische und andere Meerestiere. In Zusammenarbeit mit freiwilligen Tauchern und Fischern führt Healthy Seas nicht nur Säuberungsaktionen durch, bei denen sie Netze bergen, die sich an Schiffswracks und Riffen verfangen, sondern organisiert auch Präventionsmaßnahmen. Auf diese Weise konnten bisher mehr als 700 Tonnen Meeresabfälle geborgen sowie Tausende von Meeresbewohnern und Seevögeln gerettet werden. Über den Meeresschutz hinaus: Recycling und Prävention bei Healthy Seas Die Säuberungsaktivitäten stellen aber nur einen Teil der Arbeit von Healthy Seas dar. Denn die Organisation setzt ich darüber hinaus zusammen mit Partnern aus der Recycling- und Textilindustrie dafür ein, dass der gesammelte Meeresmüll zu einer wertvollen Ressource wird. Ganz getreu dem Healthy-Seas-Slogan „A journey from waste to wear“ wird aus den Netzabfällen Nylon gewonnen, das zusammen mit anderen Nylonabfällen zur Herstellung von ECONYL®-Garn wiederverwendet wird – der Basis für neue nachhaltige Produkte wie Socken, Sportbekleidung, Accessoires, Teppiche und mehr. Weiterhin organisiert Healthy Seas zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit Kampagnen und Bildungsprogramme, die auf das Thema Meeresverschmutzung und auf die ökologische als auch ökonomische Bedeutung der Ozeane aufmerksam machen. Um zu verhindern, dass künftig weitere Abfälle ins Meer gelangen, arbeitet Healthy Seas außerdem mit Interessenvertretern des Fischereisektors an entsprechenden Präventionsmaßnahmen. Spende unterstützt den Schutz der maritimen Fauna weltweit Mit unserer diesjährigen Weihnachtsspende möchten wir einen Beitrag zu den Säuberungs-, Schulungs- und Präventionsmaßnahmen von Healthy Seas leisten und damit ihren beeindruckenden Einsatz für den Schutz unserer Ozeane unterstützen. Wenn Sie mehr über Healthy Seas und die wichtige Arbeit der Organisation erfahren möchten, klicken Sie hier: www.healthyseas.org/ © Cor Kuyvenhoven / Ghost Diving © Cor Kuyvenhoven / Ghost Diving Quelle: Soweit nicht anders angegeben, alle Bilder ©Healthy Seas Das Team von First Climate wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr. Wir freuen uns darauf, Sie auch 2023 bei Ihrem Engagement für den Klimaschutz zu unterstützen.
- Certified Emission Reduction
Erfahren Sie alles rund um das Thema Certified Emission Reduction (CER) im Klimaschutz Glossar von First Climate ✓Definition > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht Certified Emission Reduction The term Certified Emission Reduction refers to a type of certificate issued for successfully implemented climate protection projects in developing and emerging countries. It is an emission reduction credit where one CER corresponds to one ton of avoided carbon equivalent. These credits can be sold on the market by the project owners- for example to companies interested in making a voluntary contribution to climate action. The proceeds from the sale of the certificates support the further financing of the climate protection project. Certified Emission Reduction Unter dem Begriff Certified Emission Reduction (CER) ist ein Zertifikatstyp zu verstehen, der für erfolgreich durchgeführte Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgegeben wird. Es handelt sich dabei um eine Emissionsminderungsgutschrift, bei der ein CER einer Tonne vermiedenem CO2-Äquivalent entspricht. Diese Gutschriften können von den Projekteignern am Markt verkauft werden – zum Beispiel an Unternehmen, die daran interessiert sind, einen freiwilligen Klimaschutzbeitrag zu leisten. Der Erlös aus dem Zertifikatsverkauf unterstützt die weitere Finanzierung des Klimaschutzprojektes. Die Certified Emission Reduction basiert auf dem Clean-Development-Mechanismus, dessen Grundlagen im Kyoto-Protokoll verankert sind. Certified Emission Reduction is based on the Clean Development Mechanism, the fundamentals of which are anchored in the Kyoto Protocol. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- Wofür wir stehen
Gemeinsam mit engagierten Unternehmen auf der ganzen Welt einen Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten: Dafür steht First Climate. Wofür wir stehen Unsere Bestimmung Unser Planet. Unser Auftrag. Unsere Vision, Mission und Werte Gemeinsam mit engagierten Unternehmen auf der ganzen Welt einen Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten: Dafür steht First Climate. Positiven Klimanutzen zu erzeugen, ist der Kern unserer Identität als nachhaltig engagiertem Unternehmen. "Welchen Beitrag leisten wir für die Zukunft?" Vision Mission Identität Werte "Wie setzen wir unsere Ziele um?" "Wofür stehen wir?" Der Weg zu Net Zero – unsere Vision Die Bewältigung der Klimakrise ist die zentrale Menschheitsaufgabe und die große globale Herausforderung unserer Zeit. Bei First Climate sehen wir unsere Aufgabe darin, einen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderung zu leisten. Dies spiegelt sich auch in unserer Vision wider, die unser Selbstverständnis als Unternehmen beschreibt: Vision Wir treiben den Wandel zur Netto-Null-Gesellschaft voran. Rechtzeitig, um unseren Planeten lebenswert zu erhalten. Klimaschutz, der Wirkung zeigt – unsere Mission Mit unseren Lösungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen haben wir es unseren Kunden und Partnern ermöglicht, bis heute rund 100.000.000 Tonnen an Treibhausgasen einzusparen. In Zukunft wird der Fokus noch stärker auf der Vermeidung von Emissionen am Ort der Entstehung liegen. Darüber hinaus müssen wir verstärkt Verfahren einsetzen, um Kohlendioxid aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen. Dazu wollen wir beitragen – mit fundierten Analysen der Emissionsquellen, der Entwicklung individueller Klimastrategien und der Bereitstellung hochwertiger technischer und biologischer Kohlenstoffsenkenprojekte. Unsere Mission lautet daher wie folgt: Mission Intelligente Klimalösungen liefern. Organisationen auf ihrem Weg zu Net Zero unterstützen. Messbare Klimawirkung ermöglichen. Das tun wir seit über 20 Jahren. Mit dieser Erfahrung unterstützen wir unsere Kunden auch in Zukunft bei der Erreichung ihrer Klimaziele und stehen ihnen dabei als verlässlicher Partner zur Seite. Was können Sie von uns erwarten? – Unsere Werte Unsere Grundwerte spiegeln die Identität unseres Unternehmens wider. Sie definieren, was uns wichtig ist und wie wir unsere Arbeit heute, morgen und in Zukunft gestalten möchten. Respekt Wir begegnen unseren Kunden, Partnern, Kollegen, Mitmenschen und unserer Umwelt mit Offenheit und Wertschätzung. Wir respektieren Vielfalt in all ihren Formen, leben und fördern Gleichberechtigung und identifizieren uns mit den Grundsätzen der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (engl. Sustainable Development Goals – SDGs). Transparenz und Qualität Wir sind der Partner für engagierte Unternehmen, die maßgeschneiderte Klimaschutzlösungen umsetzen wollen. Wir informieren unsere Kunden offen und transparent über die Chancen und Herausforderungen, die mit den von uns vorgeschlagenen Strategien und Maßnahmen verbunden sind. Mit dieser klaren Kommunikation schaffen wir Vertrauen in unser Handeln. Dabei ist es uns wichtig, stets auf Genauigkeit und Gründlichkeit zu achten, um die beste Beratungsqualität zu liefern. Kundenorientierung Wir beraten unsere Kunden persönlich und passen unsere Dienstleistungen an ihre individuellen Bedürfnisse an, auch wenn es sich um komplexe Vorgaben handelt. Die Interessen und Anliegen unserer Kunden stehen für uns an erster Stelle. Gemeinsam bauen wir auf langfristige und stabile Beziehungen. Leidenschaft Die Umsetzung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit unseren Kunden treibt uns an. Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Arbeit uns einer lebenswerten Zukunft für alle näher bringt. In unserer täglichen Arbeit beleuchten wir die Auswirkungen und die Wirksamkeit aller verfügbaren Klimaschutzlösungen, und leisten vollen Einsatz, um auch die anspruchsvollsten Ziele zu erreichen. Innovation Wir sind zukunftsorientiert und kalkulieren und verfolgen wichtige Entwicklungen in Wissenschaft, Gesellschaft, Klimapolitik und Technologie. Auf diese Weise können wir neue Klimaschutzlösungen entwickeln und einsetzen, die die Umsetzung innovativer Konzepte zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ermöglichen. Werte
- CO2-Steuer
Erfahren Sie alles rund um das Thema CO2-Steuer im Klimaschutz Glossar von First Climate ✓Definition ✓Ziel ✓Berechnung > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht CO2-Steuer A carbon tax is a levy on harmful emissions such as CO2 and other greenhouse gases. The tax is an instrument for climate policy within the framework of energy policy. Governments can use it to make emissions more expensive to create a market-based steering effect and reduce the demand for high-emission produced goods and services. What the revenue from the carbon tax is used for is determined by current political preferences. For example, it could be used to promote the expansion of renewable energy. Carbon Tax Bei der CO2-Steuer handelt es sich um eine Abgabe auf klimaschädliche Emissionen wie CO2 und weitere Gase. Die Steuer ist im Rahmen der Energiepolitik ein Instrument für den Klimaschutz. Der Staat will damit Emissionen so verteuern, dass eine marktwirtschaftliche Lenkungswirkung entsteht und die Nachfrage nach klimaschädlich produzierten Gütern und Dienstleistungen sinkt. Wie die Einnahmen der CO2-Steuer verwendet werden, entscheiden die aktuellen politischen Präferenzen. Beispielsweise kann damit der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert werden. Was ist eine CO₂-Steuer? Die CO₂-Steuer ist eine Art Umweltsteuer, auch bekannt als „Kohlenstoffsteuer“ oder „Klimawandelabgabe“, die Aktivitäten und Entscheidungen, die CO2-Emissionen verursachen, mit zusätzlichen Kosten belegt. Die Abgabe wird auf solche Emissionen erhoben, die in der Regel bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl entstehen. Das durch die CO₂-Steuer eingenommene Geld kann zum Beispiel in die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen oder umweltfreundlicher Methoden zur Energieerzeugung investiert werden. CO₂-Steuern sind in den letzten Jahrzehnten zum beliebten Instrument für den Klimaschutz weltweit geworden. Sie können dazu beitragen, dass der Schadstoffausstoß in die Atmosphäre zu teuer und dadurch verringert wird. Das Ziel hinter CO2-Steuern ist einfach: Wenn die Umweltverschmutzung mit hohen Kosten verbunden ist, sind Menschen eher bereit, sie zu vermeiden oder auf sauberere Energiequellen umzusteigen, weil sie dadurch Geld sparen können. In vielen Ländern gibt es bereits unterschiedliche Formen von CO₂-Steuern. Diese wurden eingeführt, um die im Pariser Abkommen festgelegten internationalen Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen. Wie hoch die Abgaben in den einzelnen Staaten sind, variiert sehr stark. Sie liegen pro Tonne CO2 beispielsweise bei 0,08 US-Dollar in Polen und bei 125 US-Dollar in Schweden. (Stand: August 2023, Quelle: https://carbonpricingdashboard.worldbank.org/map_data ) Seit wann gibt es CO₂-Steuern? Das Konzept einer CO₂-Steuer existiert schon seit geraumer Zeit, aber die Umsetzung in die Praxis ist eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Das erste Land, das eine Kohlendioxid-Steuer im Rahmen seines nationalen Umweltschutzprogramms einführte, war Finnland 1990. Schweden zog 1991 mit einer eigenen CO2-Steuer nach. Mit dem Ziel, die schwedischen Emissionen bis 2010 um 10–15 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken – was fünf Jahre später gelang. Seitdem sind viele weitere Länder diesen Beispielen gefolgt und haben ähnliche Steuern und Vorschriften auf fossile Brennstoffe und Kohlenstoffemissionen erlassen. Die Europäische Union hat das Thema Klimaschutz ebenfalls auf der Agenda. So entstand das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS), das im Jahr 2005 ins Leben gerufen wurde. Dahinter verbirgt sich der weltweit erste und größte internationale Emissionshandelsmarkt für Treibhausgase, der Industrie und Energiesektor umfasst. Welches Ziel soll mit CO₂-Steuern erreicht werden? Klares Ziel aller CO₂-Steuern ist es, die Kohlendioxidemissionen zu verringern und Verhaltensänderungen zum Schutz der Umwelt zu fördern. Durch die Besteuerung von Aktivitäten, die zur globalen Erwärmung beitragen, wie die Verbrennung fossiler Stoffe, hoffen die Regierungen, davon abzuschrecken. So soll die Abkehr von einer Wirtschaft bewirkt werden, die stark von Brennstoffen fossilen Ursprungs abhängig ist. Die Idee hinter einer CO2-Steuer basiert auf dem Konzept der Internalisierung externer Effekte. Das bedeutet: Diejenigen, die negative Umweltauswirkungen verursachen, sollen auch dafür zahlen, anstatt dass alle anderen die Kosten tragen (z. B. durch Luftverschmutzung). Dieses Modell erhöht die Anreize für Unternehmen und Einzelpersonen, in sauberere und effizientere Technologien zu investieren. Was wird bei einer CO₂-Steuer besteuert? Bei einer CO₂-Steuer wird der Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre besteuert. Privatpersonen und Unternehmen müssen für jede von ihnen produzierte Tonne CO₂ eine Gebühr zahlen. Aufgrund ihrer direkten Auswirkung auf die Umweltverschmutzung werden CO₂-Steuern in der Regel in großem Stil auf Industrietätigkeiten, land- und forstwirtschaftliche Betriebe und die chemische Produktion erhoben. Generell können diese Steuern nicht nur direkt über Gebühren für überhöhte Werte erhoben werden, sondern auch indirekt über Regulierungsmaßnahmen. Sie zielen dann darauf ab, bestimmte negative externe Effekte von Praktiken, die zu hohen Emissionen führen, zu verringern. Beispiele hierfür sind Anreize für Unternehmen, in neue grüne Energien zu investieren oder energieintensive Produktionsmethoden abzuschaffen. Wer muss eine CO₂-Steuer bezahlen? In den meisten Ländern tragen die Energieerzeuger die Verantwortung für die Zahlung der CO₂-Steuer. In Kanada und Europa zum Beispiel müssen die Ölgesellschaften staatliche Genehmigungen kaufen, die es ihnen erlauben, bestimmte Mengen an Schadstoffen in ihren eigenen Anlagen oder beim Verkauf ihrer Produkte an andere Unternehmen auszustoßen. In anderen Ländern wie Australien und Neuseeland sind die Stromerzeuger für diese Art der Besteuerung verantwortlich. Einige Staaten haben Programme eingeführt, bei denen die Verbraucher – und nicht die Erzeuger – einen Teil oder die Gesamtheit der mit dieser Art von politischen Maßnahmen verbundenen Kosten zu tragen haben. Dazu gehören Steuern auf Treibstoff, der in Autos oder Flugzeugen verwendet wird, Abgaben auf Strom, der aus nicht erneuerbaren Quellen erzeugt wird, oder andere Gebühren im Zusammenhang mit der Nutzung von Grundgütern wie Wasser oder bestimmten industriellen Produktionsverfahren. Wie hoch sind CO₂-Steuern? Die Höhe von CO2-Steuern variiert weltweit erheblich und hängt von verschiedenen Faktoren wie dem jeweiligen Land, dem Sektor, dem Umfang der Steuer, der wirtschaftlichen Situation und den spezifischen Klimazielen ab. Diese Beispiele verdeutlichen die Unterschiede (Stand August 2023): Uruguay: 155 US-Dollar pro Tonne CO2 Schweiz und Liechtenstein: 130 US-Dollar pro Tonne CO2 Schweden: 125 US-Dollar pro Tonne CO2 Norwegen: 90 US-Dollar pro Tonne CO2 Frankreich: 48 US-Dollar pro Tonne CO2 Portugal: 26 US-Dollar pro Tonne CO2 Südafrika: 8 US-Dollar pro Tonne CO2 Chile und Kolumbien: 5 US-Dollar pro Tonne CO2 Japan: 2 US-Dollar pro Tonne CO2 Polen: 0,08 US-Dollar pro Tonne CO2 Wie wird eine CO₂-Steuer berechnet? Die Berechnung der CO₂-Steuer basiert auf einer Reihe von Faktoren. Zunächst müssen die Kohlendioxidemissionen, für die ein Unternehmen oder eine Privatperson verantwortlich ist, geschätzt und bestimmt werden. Dies erfordert häufig eine detaillierte Analyse, da es mehrere variierende Quellen geben kann. In einigen Fällen werden Berichte von Unternehmen verlangt, um diese Zahlen genau zu ermitteln. Gegebenenfalls müssen auf Landes- oder Bundesebene verfügbare Brennstoffgutschriften von dieser ursprünglichen Zahl abgezogen werden, um eine genaue Schätzung für Steuerzwecke zu erhalten. Dazu können Gutschriften gehören, die Anreize für erneuerbare Energiequellen wie Biomasse oder Windkraft schaffen. Von entscheidender Bedeutung ist es zudem, zu berücksichtigen, welche Gerichtsbarkeit für die Besteuerung zuständig ist. Generell basieren jedoch alle Rechtsordnungen ihre Modelle zur Besteuerung von CO₂-Emissionen auf zwei Hauptprinzipien – „Cap and Trade“ und/oder Kohlenstoffsteuern, wobei jeder Ansatz eigene Vor- und Nachteile hat. Wie werden die Einnahmen einer CO₂-Steuer verwendet? Die Einnahmen aus CO₂-Steuern werden je nach Land, in dem sie erhoben werden, auf unterschiedliche Weise genutzt. Im Allgemeinen kommen sie zum Einsatz: zur Finanzierung von Investitionen in erneuerbare Energien und grüne Technologien, zur Unterstützung von Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung wie Klimaanpassungsprogramme und andere Forschungsprojekte, zur Senkung der Steuern für Einzelpersonen oder Unternehmen, die weniger Luftverschmutzung verursachen als der von der Regierung festgelegte Durchschnittswert, zur Schaffung von Anreizen für umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Elektroautos oder öffentliche Verkehrsmittel und zur Unterstützung von Umweltschutzmaßnahmen. Daraus lassen sich drei Hauptbereiche ableiten: Maßnahmen zur Emissionsminderung Methoden zur Bewältigung klimabedingter Risiken Aufbau von Kapazitäten und Finanzierung anderer nationaler Maßnahmen, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen erforderlich sein können Wo gibt es CO₂-Steuern? CO2-Steuern werden weltweit immer häufiger erhoben und stetig mehr Länder setzen sie als Mittel zur Verringerung der Emissionen und zur Bekämpfung des Klimawandels ein. Es gibt sie beispielsweise in: Schweden Dänemark Finnland Norwegen der Schweiz Liechtenstein Frankreich den Niederlanden Großbritannien Irland Island portugal Kanada Japan Südafrika Kolumbien Estland Lettland Chile Mexiko Singapur Argentinien Uruguay Luxemburg Hat Deutschland eine CO2-Steuer? Ja und nein, denn es kommt darauf an, wie eng der Begriff definiert wird. Am 1. Januar 2021 trat ein nationales Emissionshandelssystem als Teil des Klimaschutzprogramms in Kraft. Es zielt darauf ab, die Treibhausgasbilanzen bis 2030 deutlich zu reduzieren, und wird umgangssprachlich durchaus als CO2-Steuer verstanden. Ein Rechtsgutachten von 2022 bezeichnet es jedoch als eine nicht-steuerliche Abgabe. Der Emissionshandel in Deutschland bezieht sich auf die Sektoren Verkehr und Gebäude, die nicht vom EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) abgedeckt sind. Die Steuer startete 2021 mit einem festen Preis pro Tonne CO2 in Höhe von 25 Euro und wird über die Jahre schrittweise ansteigen. Dies soll Anreize für Investitionen in energieeffiziente Technologien und die Nutzung von erneuerbaren Energien schaffen. What is a carbon tax? The carbon tax is a type of environmental tax, also known as a "carbon tax" or "climate change tax," that imposes additional costs on activities and decisions that cause CO2 emissions. The tax is typcially levied on emissions produced by burning fossil fuels such as coal and petroleum. The revenue brought in from a carbon tax can for example, be invested in the development of renewable energy sources or environmentally friendly methods of energy generation. In recent decades, carbon taxes have become a popular instrument for climate action. They can help make it too expensive to emit pollutants into the atmosphere, thus creating an incentive to reduce emissions. The goal behind a carbon tax is simple: if pollution comes at a high cost, people are more likely to avoid it or switch to cleaner energy sources in order to save money. Many countries already have various forms of carbon taxes. These were introduced to meet the international targets for limiting global warming set out in the Paris Agreement. The level of the levies in the individual states varies greatly. For example, per ton of CO2, they are $0.08 in Poland and $125 in Sweden (as of August 2023, source: https://carbonpricingdashboard.worldbank.org/map_data ). How long have there been carbon taxes? The concept of a carbon tax has been around for some time, but it was first put into practice within the last few decades. In 1990, Finland was the first country to introduce a carbon tax as part of its national climate plan, and Sweden followed suit with its own carbon tax in 1991. The goal was to reduce Swedish emissions by 10-15% below 1990 levels by 2010 - which was achieved five years later. Since then, many other countries have followed suit, enacting similar taxes and regulations on fossil fuels and carbon emissions. The European Union also has climate action on its agenda. This gave rise to the EU Emissions Trading Scheme (EU-ETS), which was launched in 2005. This was the world's first and largest international emissions trading market for greenhouse gases in the industry and the energy sectors. What is the goal of a carbon tax? The clear goal of all carbon taxes is to reduce carbon dioxide emissions and encourage behavioral changes to protect the environment. By taxing activities that contribute to global warming, such as the burning of fossil fuels, governments hope to discourage them. The idea is to move away from an economy that relies heavily on fuels of fossil origin. The idea behind a carbon tax is that those who cause negative environmental impacts should pay for them, rather than everyone else bearing the costs (e.g., from air pollution). This model increases the incentives for companies and individuals to invest in cleaner and more efficient technologies. What is taxed under a carbon tax? A carbon tax places a levy on the emission of carbon dioxide into the atmosphere. Individuals and companies must pay a fee for each ton of CO₂ they produce. Because of their direct impact on pollution, CO₂ taxes are usually levied on a large scale on industrial activities, agricultural and forestry operations, and chemical production. In general, these taxes can be levied not only directly through charges for excessive levels, but also indirectly through regulatory measures. They then aim to reduce practices that lead to high emissions. Examples include incentives for companies to invest in new green energy or to phase out energy-intensive production methods. Who has to pay a carbon tax? In most countries, energy producers are responsible for paying the carbon tax. In Canada and Europe, for example, oil companies must buy government permits that allow them to emit certain amounts of pollutants at their own facilities or when they sell their products to other companies. In other countries, such as Australia and New Zealand, electricity producers are responsible for this type of taxation. Some states have implemented programs in which consumers - rather than producers - bear some or all of the costs associated with these types of policies. These include taxes on fuel used in cars or airplanes, charges on electricity generated from non-renewable sources, or other charges associated with the use of basic commodities such as water or certain industrial production processes. How high is a carbon tax? The price of carbon tax varies considerably around the world and depends on various factors such as the respective country, the sector, the scope of the tax, the economic situation and the specific climate targets. These examples illustrate the differences (as of August 2023): Uruguay: 155 US dollars per Tonne CO2 Switzerland and Liechtenstein: 130 US dollars per Tonne CO2 Sweeden: 125 US dollars per Tonne CO2 Norway: 90 US dollars per Tonne CO2 France: 48 US dollars per Tonne CO2 Portugal: 26 US dollars per Tonne CO2 South Africa: 8 US dollars per Tonne CO2 Chili and Colombia: 5 US dollars per Tonne CO2 Japan: 2 US dollars per Tonne CO2 Poland: 0,08 US dollars per Tonne CO2 How is a carbon tax calculated? The calculation of the carbon tax is based on a number of factors. First, the carbon dioxide emissions for which a company or individual is responsible must be estimated and determined. This often requires a detailed analysis, as there may be several varying emission sources. In some cases, reports are needed from companies to accurately determine these numbers. Where applicable, fuel credits available at the state or federal level must be subtracted from this original figure to obtain an accurate estimate for tax purposes. This may include credits that incentivize renewable energy sources like biomass or wind power. It is also critical to consider who has jurisdiction over the taxation. In general, however, all jurisdictions base their models for taxing CO₂ emissions on two main principles - cap and trade and/or carbon taxes, with each approach having its own advantages and disadvantages. How is the revenue from a carbon tax used? Revenue from carbon taxes is used in different ways depending on the country in which they are levied. In general, they are used: To finance investments in renewable energy and green technologies, To support sustainable development initiatives such as climate adaptation programs and other research projects, To reduce taxes for individuals or companies that cause less air pollution than the average level set by the government, To create incentives for more environmentally friendly modes of transportation, such as electric cars or public transportation, and to support environmental protection measures. This can be split into three main categories: Measures to reduce emissions Methods for managing climate-related risks Capacity building and funding for other national measures that may be needed to reduce greenhouse gas emissions Where is there a carbon tax? Carbon taxes are becoming more common around the world, and more and more countries are using them as a way to reduce emissions and combat climate change. For example, there are carbon taxes in the following countries: Sweden Denmark Finland Norway Switzerland Liechtenstein France the Netherlands Great Britain Ireland Iceland Portugal Canada Japan South Africa Colombia Estonia Latvia Chile Mexico Singapore Argentinia Uruguay Luxemburg Does Germany have a carbon tax? Yes and no, because it depends on how narrowly the term is defined. On January 1, 2021, a national emissions trading system came into force as part of the climate action program. It aims to significantly reduce greenhouse gas balances by 2030 and is commonly understood as a carbon tax. However, a legal opinion from 2022 describes it as a non-tax levy. Emissions trading in Germany covers the transport and buildings sectors, which are not covered by the EU Emissions Trading Scheme (EU-ETS). The tax started in 2021 with a fixed price of 25 euros per tonne of CO2. This price will gradually increase over time. This is intended to create incentives for investment in energy-efficient technologies and the use of renewable energies. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- CO2-Bepreisung
Die CO2-Bepreisung ist eine Methode, um Unternehmen einen Anreiz zu geben, ihre Kohlendioxidemissionen zu verringern. Derzeit ist es für Unternehmen oft günstiger, Energiequellen sowie Produktions- und Transportmethoden zu nutzen, die hohe Emissionen verursachen. Die CO2-Bepreisung soll diesem Phänomen entgegenwirken, indem sie einen Preis für diese Emissionen festlegt. Homepage > Zurück zur Übersicht CO2-Bepreisung Carbon pricing is one method designed to give companies an incentive to reduce their carbon emissions. Currently it is often cheaper for companies to use energy sources, and production and transportation methods that cause a high amount of emissions. Carbon pricing seeks to counter this phenomenon, by putting a price on these emissions. Carbon Pricing Die CO2-Bepreisung ist eine Methode, um Unternehmen einen Anreiz zu geben, ihre Kohlendioxidemissionen zu verringern. Derzeit ist es für Unternehmen oft günstiger, Energiequellen sowie Produktions- und Transportmethoden zu nutzen, die hohe Emissionen verursachen. Die CO2-Bepreisung soll diesem Phänomen entgegenwirken, indem sie einen Preis für diese Emissionen festlegt. Welche Arten der CO2-Bepreisung gibt es? Das Ziel der CO2-Bepreisung ist es, klimafreundliche Anreize zu schaffen und damit langfristig den menschengemachten Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Um das möglich zu machen, ist die konsequente Erfassung aller Emissionen die wichtigste Basis. Darauf aufbauend werden vor allem zwei Varianten der CO2-Bepreisung genutzt: die CO2-Steuer und der Emissionshandel. Beide Möglichkeiten der CO2-Bepreisung lassen sich auch auf andere klimaschädliche Gase übertragen. Mithilfe des CO2-Äquivalents können beispielsweise auch Methan oder Fluorkohlenwasserstoffe in der CO2-Steuer oder dem Emissionshandel berücksichtigt werden. CO2-Steuer Sogenannte CO2-Steuern werden verwendet, um eine Versteuerung von Produkten festzulegen, bei deren Herstellung oder Nutzung CO2-Emissionen entstanden sind. Die Steuereinnahmen, die der Staat dadurch generiert, können entweder für allgemeine Zwecke oder zweckgebunden genutzt werden. Zu Letzteren zählen zum Beispiel konkrete Klimaschutzmaßnahmen, Förderungen für die Energieforschung oder die energetische Sanierung von Gebäuden. Emissionshandelssystem Emissionshandelssysteme hingegen dienen dazu, die maximal vertretbaren CO2-Emissionen festzulegen und diese durch einen Marktmechanismus zu begrenzen. Somit werden die Emissionsrechte handelbar und es entsteht ein Marktpreis, der die Knappheit der Emissionsrechte widerspiegelt. Bei einem "Cap-and-Trade"-Emissionshandelssystem wird jedem Unternehmen (in der Regel sind solche Systeme nur für große Unternehmen oder Unternehmen in Branchen mit hohen Emissionen obligatorisch) eine bestimmte Menge an Emissionen als "Allowance" zugeteilt. Liegen die Emissionen eines Unternehmens unter der zugeteilten Menge, kann es seinen Überschuss verkaufen. Übersteigen die Emissionen jedoch die erlaubte Menge, müssen die Unternehmen Gutschriften kaufen. Diese Gutschriften können gegen den Überschuss eines anderen ETS-Unternehmens eingetauscht werden. Das Emissionshandelssystem erhöht indirekt die Preise für umweltschädliche Waren und Dienstleistungen und bietet einen Anreiz zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen. Anfang 2023 erreichten die Kohlenstoffpreise in der EU ein Rekordhoch von über 100 Euro pro Tonne Kohlenstoff - ein Meilenstein für die Wirksamkeit des Systems zur Reduktion von Emissionen. What are the options for carbon pricing? The goal of carbon pricing is to create climate-friendly incentives and thus reduce man-made carbon dioxide emissions in the long term. To make this possible, the consistent recording of all emissions is the most important basis. Based on this, two main variants of carbon pricing are used: the carbon tax and emissions trading. Both options for carbon pricing can also be applied to other climate-damaging gases. With the help of the CO2 equivalent, methane or hydrofluorocarbons, for example, can also be taken into account in the carbon tax or emissions trading. Carbon tax A carbon tax is a levy on products that cause CO2 emissions through their production or use. The tax revenue generated by the state as a result can either be used for general purposes or earmarked for specific purposes. The latter could include specific climate measures, subsidies for energy research or the energy-efficient refurbishment of buildings. Emissions trading system Emissions trading systems (ETS) on the other hand, specify the maximum justifiable CO2 emissions as “allowances”. In a “cap-and trade” emissions trading system, each company (typically such systems are only mandatory for companies that are large or in a heavy emission industry) is given a certain amount of emissions as an “allowance”. If a company’s emissions are lower than the allowance, it can sell its surplus. Once emissions go over that allowance however, companies are then required to purchase credits. These credits can be traded for another ETS company’s surplus. The emissions trading system indirectly raises the prices of goods and services that are harmful to the environment and provides an incentive to reduce carbon emissions. In early 2023, carbon prices in the EU hit a record high above 100 euros per carbon ton, a landmark moment in the effectiveness of the system to reduce emissions. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- Emissionsfaktor
Erfahren Sie alles rund um das Thema Emissionsfaktor im Klimaschutz Lexicon von First Climate ✓Definition ✓Treibhausgasse ✓ > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht Emissionsfaktor The emission factor helps to calculate an emitted, i.e. released, substance. It can be used to determine the ratio of the initial substance to the emission, for example, how high the emission of greenhouse gases is in relation to the heating capacity of various raw materials. Important to know: The term originates from chemistry and is not exclusively related to carbon dioxide. For example, the emission factor can also be used to calculate the amount of dust emitted when a certain mass of debris is reloaded. Emissions Factor Der Emissionsfaktor hilft bei der Berechnung eines emittierten, also freigesetzten Stoffes. Mit ihm lässt sich bestimmen, in welchem Verhältnis der Ausgangsstoff zur Emission steht, also zum Beispiel wie hoch der Ausstoß von Treibhausgasen in Relation zur Heizleistung verschiedener Rohstoffe ist. Wichtig zu wissen: Der Begriff stammt aus der Chemie und hat nicht ausschließlich mit Kohlenstoffdioxid zu tun. So kann etwa auch die Menge der Emission von Staub beim Umladen einer bestimmten Masse Schutt mithilfe des Emissionsfaktors errechnet werden. Was ist der CO2-Emissionsfaktor? Der Emissionsfaktor für Kohlenstoffdioxid (CO2) macht es möglich, das Verhältnis zwischen emittiertem CO2, also freigesetztem Kohlenstoffdioxid, und dem Ausgangsstoff bei einem bestimmten Prozess zu ermitteln. Ein Beispiel dafür wäre, wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht, wenn fünf Liter Erdöl verbrannt werden. Häufig wird die Treibhausgasproduktion auch in Relation zur Energiemenge gesetzt, die ein bestimmter Stoff liefert. Der Emissionsfaktor ist Teil dieser Berechnung. Wie berechne ich den Emissionsfaktor? Der Emissionsfaktor selbst ist pro Stoff und Prozess festgelegt – er ist also Teil einer mathematischen Formel. Einige Beispiele: Für herkömmlichen Diesel liegt der CO2-Emissionsfaktor bei 0,266 t CO2/MWh und für Biodiesel nur bei 0,096 t CO2/MWh. Das Umweltbundesamt nutzt für Klärgas den Faktor 104 894 kg CO2/TJ. Was sagt der Emissionsfaktor aus? Der Emissionsfaktor sagt aus, wie hoch der Ausstoß bestimmter Stoffe in Relation zur Ausgangsmasse ist, wenn sie auf eine bestimmte Art verarbeitet wird. Damit ist er in umweltrelevanten Datensätzen und Debatten enorm wichtig, da er hilft, die Entstehung von Treibhausgasen zu bestimmen. Ein niedriger Emissionsfaktor weist darauf hin, dass ein Stoff im Vergleich zu anderen einen weniger schädlichen Einfluss auf die Atmosphäre hat. Drei wichtige Größen für den Emissionsfaktor Der Emissionsfaktor hängt von den Stoffen und der Behandlungsmethode ab – etwa von: dem verwendeten Ursprungsstoff dem Verarbeitungsprozess dem dabei emittierten Stoff So lassen sich zum Beispiel die Kohlenstoffdioxid-Emissionen von verbranntem Diesel ermitteln. Die Berechnung kann sehr komplex werden – je nach spezifischer Zusammensetzung des Kraftstoffs ändert sich seine Effizienz und damit auch, wie viel CO2 er im Verhältnis zur verwerteten Menge bzw. produzierten Energie freisetzt. Der Emissionsfaktor variiert entsprechend. Vor allem im Energiebereich wie Heizen, Antrieb und Warmwasser gilt oft nicht nur die eingesetzte Masse, sondern auch oder ausschließlich die entstandene Energieeinheit als Ausgangsgröße. Sonderfall warenbasierter Emissionsfaktor Auch bei der Warenproduktion spielt der Emissionsfaktor eine Rolle. Beispiel Textilindustrie: Einerseits emittiert sie durch ihren Energieverbrauch in der Herstellung Treibhausgase. Andererseits setzt sie toxische Substanzen frei, die zum Beispiel das Personal, die Böden und das Grundwasser belasten. Diese Substanzen werden ebenfalls mit dem Emissionsfaktor berechnet. Der Emissionsfaktor und die Umwelt Für Verbrauchende In den Bereichen Strom und Heizen ist der Begriff Emissionsfaktor, genauer CO2-Emissionsfaktor, häufig mit den dazugehörigen Zahlen anzutreffen. Letztere helfen den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern, die umweltschädigenden Einflüsse der Energiequellen einzuordnen. Sie vergleichen verschiedene Anbieter und treffen damit informierte Entscheidungen. Mit dem gestiegenen Bewusstsein für den Treibhauseffekt und die Auswirkungen auf das Klima sind auch die Ansprüche an die Energielieferanten gestiegen. Die meisten Menschen wissen, dass nicht nur das Auto, sondern auch die warme Wohnung, der Herd, das Licht und ausgiebiges Duschen einen Einfluss auf die Umwelt haben. Umso wichtiger ist grüner bzw. Ökostrom , da er einen deutlich niedrigeren Emissionsfaktor aufweist. Für den Staat Auch für Deutschland als Staat sind die verschiedenen Emissionsfaktoren enorm wichtig – machen sie es doch möglich, die jährliche Produktion von Treibhausgasen zuverlässig zu ermitteln. Das Land ist verpflichtet, diese Daten jedes Jahr der Europäischen Union und den Vereinten Nationen vorzulegen. Sie zeigen auf, wie viele Treibhausgase hierzulande jährlich entstanden sind, ob der Ausstoß im Vergleich zu den Vorjahren sank oder stieg und ob wir uns den vereinbarten Klimazielen nähern. Übrigens: Die länderspezifischen CO2-Emissionsfaktoren zur Berechnung können auf der Seite des Umweltbundesamtes öffentlich und kostenfrei eingesehen werden. Die Menge und Entwicklung der Emissionen gibt die Bundesbehörde dort ebenfalls an. Welche Treibhausgase haben einen Emissionsfaktor? Das Kyoto-Protokoll definiert folgende Treibhausgase: Distickstoffoxid (N2O) Kohlenstoffdioxid (CO2) Methan (CH4) Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) Schwefelhexafluorid (SF6) Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC) Den mit Abstand größten Anteil an den Treibhausgasen besitzt CO2. Alle Gase wiederum entstehen vornehmlich bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern, also Erdöl und Erdgas sowie Kohle. Umso wichtiger ist es, den Emissionsfaktor zu nutzen und die Stoffe zu identifizieren, die uns helfen, die umweltschädigenden Emissionen zu minimieren. What is the CO2 emission factor? The carbon dioxide (CO2) emission factor makes it possible to determine the ratio between emitted CO2, i.e. carbon dioxide released, and the starting material in a particular process. An example would be how much carbon dioxide is produced when five liters of crude oil are burned. Often, greenhouse gas production is also related to the amount of energy a particular substance provides. The emission factor is part of this calculation. How do I calculate the emission factor? The emission factor itself is used for a mathematical formula and is a fixed number for each item or process. Some examples: For conventional diesel, the CO2 emission factor is 0.266 t CO2/MWh, and for biodiesel it is only 0.096 t CO2/MWh. The Federal Environment Agency uses the factor 104 894 kg CO2/TJ for sewage gas. What does the emission factor say? The emission factor tells us how high the emission of certain substances is in relation to the initial mass when it is processed in a certain way. Thus, it is of enormous importance in environmentally relevant data sets and debates, as it helps to determine the production of greenhouse gases. A low emission factor reveals that a substance has a lower harmful impact on the atmosphere compared to others. Three important variables for the emission factor By its nature, the emission factor depends on the substances and the treatment method. That is, on: the original substance used the processing method the substance emitted in the process For example, it can be used to determine the carbon dioxide emissions from burned diesel. The calculation can become very complex - depending on the specific composition of the fuel, its efficiency changes and also how much CO2 it releases in relation to the amount utilized or energy produced. The emission factor varies accordingly. Particularly in the energy sector, such as heating, propulsion and hot water, it is often not only the mass used but also or exclusively the unit of energy produced that is taken as the output variable. Special case of goods-based emission factor The production of goods also knows the emission factor. The textile industry serves as an example: On the one hand, it emits greenhouse gases through its energy consumption in production. On the other hand, it releases toxic substances that pollute, for example, the workforce, the soil and the groundwater. These substances are also calculated using the emission factor. The emission factor and the environment For consumers In the field of electricity and heating, the term emission factor, or more precisely CO2 emission factor, is often encountered with the associated figures. The latter help end consumers to classify the environmentally harmful influences of energy sources. They compare different suppliers and thus make informed decisions. As awareness of the greenhouse effect and its impact on the climate has increased, so have the demands placed on energy suppliers. Most people know that not only the car, but also the warm apartment, the stove, the light and the long shower have an impact on the environment. Using green energy or green electricity with a significantly lower emission factor has become all the more important. For the state The various emission factors are also enormously important for Germany as a country. After all, they make it possible to reliably determine the annual production of greenhouse gases. The country is obliged to submit these data to the European Union and the United Nations every year. They show how much greenhouse gases have been produced in this country in a given year, whether emissions have fallen or risen compared with previous years, and whether we are getting closer to the agreed climate targets. Incidentally, the country-specific CO2 emission factors used in the calculation can be viewed publicly and free of charge on the website of the Federal Environment Agency. The federal authority also states the quantity and development of emissions there. Which greenhouse gases have an emission factor? The Kyoto Protocol defines the following greenhouse gases: Nitrous oxide (N2O) Carbon dioxide (CO2) Methane (CH4) Perfluorinated hydrocarbons (HFC/PFC) Sulfur hexafluoride (SF6) Partially halogenated hydrofluorocarbons (HFC/HFC) CO2 accounts for by far the largest share of greenhouse gases. All gases, in turn, are primarily produced by the combustion of fossil fuels, i.e. oil and natural gas as well as coal. This makes it all the more important to use the emission factor and identify the substances that help us minimize environmentally harmful emissions. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- CO2- oder Emissionsminderungszertifikate
Erfahren Sie alles rund um das Thema CO2 oder Emissionsminderungszertifikate im Klimaschutz Lexicon von First Climate ✓Definition ✓Kompensation > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht CO2- oder Emissionsminderungszertifikate Companies, organizations, and individuals can purchase an emission reduction certificate to offset one ton of carbon emissions. These verified emission reductions (VER) are issued for audited and appropriately recognized climate protection projects by standard organizations, such as Verra or the Gold Standard . They are issued for each ton of carbon per certificate that is proven to be saved. Emission Reduction Certificates Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen können ein CO2- bzw. Emissionsminderungszertifikat erwerben, um eine Tonne CO2-Emissionen zu kompensieren. Diese Zertifikate werden für geprüfte und entsprechend anerkannte Klimaschutzprojekte von internationalen Carbon Standards, sowie Verra oder Gold Standard, ausgestellt – und das für jede nachweislich eingesparte Tonne CO2-Äquivalente pro Zertifikat. Wie funktioniert die Kompensation mit Emissionsminderungszertifikaten? CO2-Zertifikate sind an den Energiebörsen handelbar. I nstitutionen und Privatpersonen können CO2- Zertifikate zur freiwilligen Kompensation ihrer eigenen CO2-Emissionen kaufen. Das kann beispielsweise die Herstellung von Produkten oder Dienstleistungen betreffen, für die keine Reduktionen mehr möglich sind. Hintergrund dieses Mechanismus ist es, dass Treibhausgasemissionen globale Auswirkungen auf das Klima haben. Damit kann deren Kompensation auch unabhängig vom Entstehungsort stattfinden, um eine positive Klimawirkung zu erzielen. Mit der Einlösung eines Emissionsminderungszertifikates wird dieses in den öffentlichen Registern gelöscht. So ist sichergestellt, dass jede Tonne an CO2-Einsparungen nur einmal für die Kompensation genutzt werden kann. How does compensation with emission reduction certificates work? Emission reduction certificates are tradable on the energy exchanges. Institutions and private individuals can buy emission reduction certificates to voluntarily compensate for their own carbon emissions . This is especially relevant, for example for the manufacture of products or services for which reductions are no longer possible. The idea behind this mechanism is that emissions have a global impact on the climate. This means that offsetting, regardless of where these emissions are produced, can have a positive impact. Upon being used, the emission reduction certificate is deleted from the public registers. This ensures that each ton of carbon savings can only be used once for offsetting. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- 1,5-Grad-Limit
Erfahren Sie alles rund um das 1,5-Grad-Limit im Klimaschutz Lexicon von First Climate ✓Bedeutung ✓Einfluss aufs Klima > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht 1,5-Grad-Limit The 1.5-degree limit describes a target agreement on global climate protection signed by 195 nations at the 21st UN Climate Change Conference in Paris in December 2015. The agreement states that human-induced global warming should be stopped well below 2 degrees Celsius - preferably at 1.5 degrees Celsius - compared to pre-industrial times (1850-1900). This threshold is considered to be scientifically well established in order to still be able to control climate processes with a high probability and to avoid a hot period. 1.5 Degree Limit Das 1,5-Grad-Limit beschreibt eine Zielvereinbarung zum weltweiten Klimaschutz, die im Dezember 2015 bei der 21. UN-Klimakonferenz in Paris von 195 Nationen unterzeichnet wurde. In dem Abkommen heißt es, dass die vom Menschen verursachte Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius – möglichst bei 1,5 Grad Celsius – gegenüber der vorindustriellen Zeit (1850–1900) gestoppt werden soll. Dieser Schwellenwert gilt als wissenschaftlich gut abgesichert, um Klimaprozesse mit hoher Wahrscheinlichkeit noch kontrollieren zu können und eine Heißzeit zu vermeiden. Warum ist das 1,5-Grad-Limit so wichtig? Das vom Menschen ausgestoßene CO2 wird in der Luft nur sehr langsam abgebaut. Wissenschaftler gehen davon aus, dass selbst nach tausenden von Jahren noch ein beträchtlicher Anteil der ursprünglichen CO2-Menge in der Atmosphäre vorhanden ist. Selbst nach einem vollständigen Stopp der weltweiten CO2-Emissionen würden bestimmte Trends, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt sind, für lange Zeit weiter anhalten. Das betrifft beispielsweise die Schmelze der großen Eisschilde oder das Auftauen von Permafrostböden . Letzteres verstärkt die globale Erwärmung zusätzlich, da beim Tauprozess große Mengen an Methan und Kohlenstoffdioxid freigesetzt werden. Wie lässt sich das 1,5-Grad-Ziel erreichen? Aus dem Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung des Weltklimarates (IPCC) aus dem Jahr 2018 geht hervor, dass das Ziel von maximal 1,5 Grad Celsius noch erreichbar ist. Voraussetzungen dafür sind der drastische Rückgang des CO2-Ausstoßes bereits vor dem Jahr 2030 sowie das Erreichen von netto null Emissionen ab 2050. Es gibt verschiedene Wege, um das 1,5-Grad-Limit zu erreichen. Neben dem geringeren Ausstoß klimaschädlicher Gase rückt auch das Thema negative Emissionen in den Fokus. Das bedeutet, der Atmosphäre sollen Treibhausgase wieder entzogen werden. Möglich machen das unter anderem CO2-Senkenprojekte wie beispielsweise großflächige Aufforstungen, die Wiedervernässung von Mooren oder die langfristige CO2-Speicherung im Boden beispielsweise durch Pflanzenkohle oder den Aufbau von humusreichen Bodenschichten in der Landwirtschaft. Zudem werden auch technische Lösungen entwickelt, mit denen sich CO2 abscheiden und speichern lassen wird. Grundlage für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels ist aber in jedem Fall die kontinuierliche Reduzierung von CO2-Emissionen, etwa durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energiequellen. Was passiert, wenn das 1,5-Grad-Ziel verfehlt wird? Würde sich der aktuelle globale Erwärmungstrend fortsetzen, könnte das 1,5-Grad-Limit bereits in ungefähr 10 Jahren überschritten werden. Die ungebremsten Emissionen könnten so bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einer Erwärmung um bis zu 4 Grad Celsius im weltweiten Durchschnitt führen. Die Folgen der Klimaerwärmung sind bereits jetzt spürbar, doch bei der Verfehlung des 1,5-Grad-Ziels wären langfristige Änderungen im Klimasystem unumkehrbar. Der Meeresspiegel würde weltweit deutlich ansteigen. Durch Extremwetterphänomene wie Starkregen und Überschwemmungen, längere Hitze- und Trockenzeiten sowie ausbleibenden Frost könnten ganze Ökosysteme Schaden nehmen und sich die Biodiversität deutlich reduzieren. Why is the 1.5 Degree Limit so important? The carbon emitted by humans is broken down only very slowly in the air. Scientists believe that even after thousands of years, a considerable amount of the original amount of CO2 is still present in the atmosphere. Even after a complete halt to global CO2 emissions, certain trends, once set in motion, would continue for a long time. This applies, for example, to the melting of the large ice sheets or the thawing of permafrost soils. The latter additionally intensifies global warming, as large amounts of methane and carbon dioxide are released during the thawing process. How can we achieve the 1.5 degree target? The 2018 special report on 1.5 °C global warming by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) shows that the target of a maximum of 1.5 degrees Celsius is still achievable. The prerequisites for this are a drastic reduction in CO2 emissions before 2030 and the achievement of net zero emissions from 2050. There are various ways to achieve the 1.5 degree limit. In addition to lowering emissions of climate-damaging gases, greenhouse gases can also be removed from the atmosphere. This is made possible by carbon sink projects such as large-scale reforestation, the rewetting of peatlands or the long-term storage of carbon in the soil, for example through biochar or the creation of humus-rich soil layers in agriculture. Technical solutions are also being developed to capture and store carbon. However, the basis for achieving the 1.5-degree target is in any case the continuous reduction of carbon emissions, for example through the increased use of renewable energy sources. What happens if we miss the 1.5 Target? If the current global warming trend were to continue, the 1.5 degree limit could already be exceeded in about 10 years. Unchecked emissions could thus lead to warming of up to 4 degrees Celsius on average worldwide by the end of this century . The consequences of global warming are already being felt, but if the 1.5 degree target is missed, long-term changes in the climate system would be irreversible. Sea levels would rise significantly worldwide. Extreme weather phenomena such as heavy rainfall and flooding, longer periods of heat and drought, and the absence of frost could damage entire ecosystems, and biodiversity would be significantly reduced. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- Biodiversität
Erfahren Sie alles rund um das Thema Biodiversität im Klimachutz Lexicon von First Climate ✓Definition ✓Entstehung ✓Bedeutung > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht Biodiversität Biodiversity describes biological diversity or the variety of life as a whole - derived from the terms bios (Greek for life) and diversitas (Latin for variety). Biodiversity Die Biodiversität beschreibt die biologische Vielfalt bzw. die Vielfalt des Lebens im Ganzen – abgeleitet von den Begriffen bios (griechisch für das Leben) und diversitas (lateinisch für die Vielfalt). Welche Ebenen beinhaltet die Biodiversität? Obwohl die Artenvielfalt häufig synonym zur Biodiversität verwendet wird, ist sie nur einer von drei Teilaspekten. Artenvielfalt bezieht sich auf die Organismen in einem Ökosystem. Darüber hinaus spielt auch die Diversität der Gene eine wichtige Rolle, womit die genetische Vielfalt innerhalb einer Art oder aller Arten eines Ökosystems gemeint sein kann. Die dritte Ebene der Biodiversität ist die Vielfalt der Ökosysteme, also der unterschiedlichen Lebensräume für verschiedene Organismen. Wie entsteht Biodiversität? Betrachtet man die Biodiversität aus evolutionärer Perspektive, rückt vor allem die Mutation von Genen in den Fokus. In Kombination mit Selektionsfaktoren wie Umwelteinflüssen, Fressfeinden und Konkurrenz innerhalb der jeweiligen Arten entsteht so die biologische Vielfalt. Dabei ist eine natürliche Dynamik zu erkennen, die vom Entstehen und Aussterben von Arten geprägt ist – je nach Veränderung der Selektionsfaktoren und der individuellen Anpassung jeder Art. Was bedeutet Biodiversität für den Menschen? Die biologische Vielfalt spielt für den Menschen eine entscheidende Rolle, denn wir sind nicht nur Teil verschiedener Ökosysteme, sondern müssen die Biodiversität auch als grundlegenden Faktor unserer eigenen Existenz anerkennen: Um Innovationen in Wissenschaft und Technik zu entwickeln, bedienen wir uns beispielsweise an Vorbildern in der Natur. Zur medizinischen Behandlung verschiedenster Erkrankungen stehen uns mehr als 70.000 Pflanzenarten zur Verfügung. Die Kulturpflanzen und Nutztiere als Basis unserer Ernährung stammen von wild lebenden Arten ab. Nur eine große Auswahl erlaubt uns eine abwechslungsreiche Ernährung – eine entscheidende Voraussetzung, um sich an neue Lebensbedingungen anzupassen. Biodiversität ist die Grundlage für vielfältige Prozesse in der Natur – von der Pflanzenbestäubung bis zur Entwicklung von Nahrungsketten. Welche Gründe gibt es für den globalen Biodiversitätsverlust? Obwohl das Entstehen und Aussterben von Arten natürliche Prozesse sind, lässt die derzeitige globale Entwicklung einen rasanten Verlust an Biodiversität erkennen, der keiner naturgegebenen Dynamik mehr folgt. Laut einem UN-Bericht ist ein Artenschwund von bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich zu verzeichnen – das ist vergleichbar mit den vergangenen fünf großen Artensterben der Weltgeschichte. Auffällig bei den Hauptursachen für den Biodiversitätsverlust ist, dass die meisten davon menschengemacht sind: Veränderung der Landnutzung : Es werden immer mehr Nutzflächen für Landwirtschaft, Wohnraum und Mobilität benötigt, was mit einer Veränderung und teilweisen Zerstörung natürlicher Lebensräume einhergeht. Klimawandel: Die massive Freisetzung von Treibhausgasen in Kombination mit einer zunehmenden Entwaldung und Trockenlegung von Feuchtbiotopen führt zu deutlichen Veränderungen im weltweiten Klima. Die Folgen wirken sich schädlich auf alle Lebewesen (auch den Menschen) und ganze Ökosysteme aus. Nähr- und Schadstoffbelastungen: Industrie, Verkehr und Landwirtschaft bringen Schadstoffe und zum Teil übermäßig viele Nährstoffe in Ökosysteme ein, wodurch diese destabilisiert werden. Überbeanspruchung natürlicher Ressourcen Auftreten invasiver Arten: Diese verdrängen heimische Tier- und Pflanzenarten, da sie im fremden Ökosystem keine natürlichen Fressfeinde haben. What are the different levels of biodiversity? Biodiversity has three levels. One of the best-known aspects of biodiversity is species diversity , which refers to the different organisms in an ecosystem. In addition, gene diversity also plays an important role, which can refer to the genetic diversity within a species or across all species in an ecosystem. The third level of biodiversity is the diversity of ecosystems , i.e. the different habitats for different organisms. How does biodiversity occur? If we look at biodiversity from an evolutionary perspective, the focus is primarily on gene mutation . In combination with selection factors such as environmental influences, predators and competition within the respective species, this is how biological diversity occurs. The natural selection process is characterized by the emergence and extinction of species - depending on changes in selection factors and the individual adaptation of each species. What does biodiversity mean for humans? Biodiversity plays a crucial role for humans, because we are not only part of different ecosystems, but must also recognize biodiversity as a fundamental factor in our own existence: We make use of nature to develop innovations in science and technology. More than 70,000 plant species are available to us for the medical treatment of a wide range of diseases. The cultivated plants and farm animals that form the basis of our diet are derived from wild species. Only a wide selection allows us to have a varied diet - a crucial prerequisite for adapting to new living conditions. From plant pollination to the development of food chains, biodiversity is the basis for various processes in nature . What are the reasons for global biodiversity loss? Although the emergence and extinction of species are natural processes, the current global development reveals a rapid loss of biodiversity that no longer follows any natural dynamics. According to a UN report, species are being lost at a rate of up to 130 animal and plant species per day - this is comparable to the past five major species extinctions in world history. What is striking about the main causes of biodiversity loss is that most of them are man-made: Land-use change: More and more usable land is needed for agriculture, housing and mobility, which often changes and partial destructs natural habitats Climate change: The massive release of greenhouse gases combined with increasing deforestation and draining of wetlands is leading to significant changes in the global climate. The consequences are detrimental to all living creatures (including humans) and entire ecosystems. Nutrient and pollutant loads: Industry, transportation, and agriculture introduce pollutants and, in some cases, excessive nutrients into ecosystems, destabilizing them. Overexploitation of natural resources Invasive species: These displace native animal and plant species because they have no natural predators in the foreign ecosystem. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
- Emission Reduction Units
Erfahren Sie alles rund um das Thema Emission Reduction Units im Klimaschutz Glossar von First Climate ✓Definition ✓Multiplikator ✓Handel mit CERs > Jetzt lesen Homepage > Zurück zur Übersicht Emission Reduction Units Under the Joint Implementation (JI) of the Kyoto Protocol, it is possible for an Annex B country to purchase Emission Reduction Units (ERUs) from another Annex B country. One ERU corresponds to one ton of CO2. The basic idea behind this: No matter where greenhouse gases are produced, the main thing is that emissions are reduced - even if this happens in another country. Emission Reduction Units Unter der Joint Implementation (JI) des Kyoto-Protokolls ist es einem Staat aus dem Annex B möglich, sogenannte Emission Reduction Units (ERU) bzw. Emissionsminderungs-Zertifikate in einem anderen Annex-B-Staat zu erwerben. Eine ERU entspricht einer Tonne CO2. Der Grundgedanke dahinter: Entscheidend ist die Reduktion von Emissionen, unabhängig davon, wo Treibhausgase entstehen und ob die Emissionsreduktionen in einem anderen Land erfolgen. Multiplikator für das Treibhauspotenzial Damit das funktioniert, hat die Wissenschaft für verschiedene Gase, die den Treibhauseffekt begünstigen, jeweils einen Faktor errechnet, um sie mit CO2 vergleichbar zu machen. Ein Beispiel: Biogase, die auf Deponien entstehen, haben auf 100 Jahre gesehen einen 25-mal höheren Einfluss auf unsere Atmosphäre als Kohlenstoffdioxid. Der Handel mit CERs (Certified Emission Reduction Units) Für Staaten, die unvermeidbare Treibhausgase produzieren, ist der Erwerb von ERUs hilfreich. Umgekehrt verdienen Staaten daran, ihre Projekte zu verkaufen, mit denen Treibhausgase eliminiert werden. Damit diese Programme offiziell als ERU gelten und überhaupt gehandelt werden dürfen, existieren CDM-Kriterien (Clean Development Mechanism), die die UNFCCC im Kyoto-Protokoll festgelegt hat. Erfüllen sie die CDM-Richtlinien, erhalten ERUs ihre offizielle Zertifizierung. Greenhouse potential multiplier To make this work, scientists have calculated a factor for each of the various gases that contribute to the greenhouse effect to make them comparable to CO2. For example, biogases produced in landfills have 25 times more impact on our atmosphere over the course of 100 years than carbon dioxide does. Trading CERs (Certified Emission Reduction Units) For countries that produce unavoidable greenhouse gases, the purchase of Emission Reduction Units is helpful. Conversely, countries earn money by selling their projects that eliminate greenhouse gases. In order for these programs to officially qualify as ERUs and be traded at all, there are CDM (Clean Development Mechanism) criteria set by the UNFCCC in the Kyoto Protocol. If they meet the CDM guidelines, Emission Reduction Units receive their official certification. Vorheriger Artikel Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
