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1,5-Grad-Limit

The 1.5-degree limit describes a target agreement on global climate protection signed by 195 nations at the 21st UN Climate Change Conference in Paris in December 2015. The agreement states that human-induced global warming should be stopped well below 2 degrees Celsius - preferably at 1.5 degrees Celsius - compared to pre-industrial times (1850-1900). This threshold is considered to be scientifically well established in order to still be able to control climate processes with a high probability and to avoid a hot period.

1.5-Degree Limit

Das 1,5-Grad-Limit beschreibt eine Zielvereinbarung zum weltweiten Klimaschutz, die im Dezember 2015 bei der 21. UN-Klimakonferenz in Paris von 195 Nationen unterzeichnet wurde. In dem Abkommen heißt es, dass die vom Menschen verursachte Erderwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius – möglichst bei 1,5 Grad Celsius – gegenüber der vorindustriellen Zeit (1850–1900) gestoppt werden soll. Dieser Schwellenwert gilt als wissenschaftlich gut abgesichert, um Klimaprozesse mit hoher Wahrscheinlichkeit noch kontrollieren zu können und eine Heißzeit zu vermeiden.

Warum ist das 1,5-Grad-Limit so wichtig?

Das vom Menschen ausgestoßene CO2 wird in der Luft nur sehr langsam abgebaut. Wissenschaftler gehen davon aus, dass selbst nach tausenden von Jahren noch ein beträchtlicher Anteil der ursprünglichen CO2-Menge in der Atmosphäre vorhanden ist.  Selbst nach einem vollständigen Stopp der weltweiten CO2-Emissionen würden bestimmte Trends, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt sind, für lange Zeit weiter anhalten. Das betrifft beispielsweise die Schmelze der großen Eisschilde oder das Auftauen von Permafrostböden. Letzteres verstärkt die globale Erwärmung zusätzlich, da beim Tauprozess große Mengen an Methan und Kohlenstoffdioxid freigesetzt werden.


Wie lässt sich das 1,5-Grad-Ziel erreichen?

Aus dem Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung des Weltklimarates (IPCC) aus dem Jahr 2018 geht hervor, dass das Ziel von maximal 1,5 Grad Celsius noch erreichbar ist. Voraussetzungen dafür sind der drastische Rückgang des CO2-Ausstoßes bereits vor dem Jahr 2030 sowie das Erreichen von netto null Emissionen ab 2050.


Es gibt verschiedene Wege, um das 1,5-Grad-Limit zu erreichen. Neben dem geringeren Ausstoß klimaschädlicher Gase rückt auch das Thema negative Emissionen in den Fokus. Das bedeutet, der Atmosphäre sollen Treibhausgase wieder entzogen werden. Möglich machen das unter anderem CO2-Senkenprojekte wie beispielsweise großflächige Aufforstungen, die Wiedervernässung von Mooren oder die langfristige CO2-Speicherung im Boden beispielsweise durch Pflanzenkohle oder den Aufbau von humusreichen Bodenschichten in der Landwirtschaft. Zudem werden  auch technische Lösungen entwickelt, mit denen sich CO2 abscheiden und speichern lassen wird. Grundlage für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels ist aber in jedem Fall die kontinuierliche Reduzierung von CO2-Emissionen, etwa durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energiequellen.


Was passiert, wenn das 1,5-Grad-Ziel verfehlt wird?

Würde sich der aktuelle globale Erwärmungstrend fortsetzen, könnte das 1,5-Grad-Limit bereits in ungefähr 10 Jahren überschritten werden. Die ungebremsten Emissionen könnten so bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einer Erwärmung um bis zu 4 Grad Celsius im weltweiten Durchschnitt führen.


Die Folgen der Klimaerwärmung sind bereits jetzt spürbar, doch bei der Verfehlung des 1,5-Grad-Ziels wären langfristige Änderungen im Klimasystem unumkehrbar. Der Meeresspiegel würde weltweit deutlich ansteigen. Durch Extremwetterphänomene wie Starkregen und Überschwemmungen, längere Hitze- und Trockenzeiten sowie ausbleibenden Frost könnten ganze Ökosysteme Schaden nehmen und sich die Artenvielfalt deutlich reduzieren.

How is carbon captured?

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