top of page

Suchergebnisse

176 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Indonesien: Wiederaufforstung und Schutz von Mangroven- und Moorgebieten

    First Climate besucht zukunftsweisendes Klimaschutzprojekt in Zentralkalimantan Um die Integrität, Qualität und den Klimanutzen der Klimaschutzprojekte sicherzustellen, mit denen wir zusammenarbeiten, reisen unsere Expertinnen und Experten regelmäßig an Standorte in aller Welt. Die aktuellste Dienstreise führte das First Climate-Projektentwicklungs-Team nach Zentralkalimantan, wo ein zukunftsweisendes REDD+ Projekt zum Moor- und Mangroven-Schutz aktiv ist. In Zentralkalimantan, einer indonesischen Provinz auf der Insel Borneo, haben Moorentwässerungen, illegale Rodungen und häufig auftretende Waldbrände sichtbare Spuren hinterlassen und insbesondere zu einem Rückgang der Moor- und Mangrovenflächen geführt. Seit 2023 ist ein REDD+ Projekt in Zentralkalimantan aktiv: Es setzt sich dafür ein, die lokalen Ökosysteme durch Aufforstungs-, Monitoring- und Brandschutzmaßnahmen wiederherzustellen und zu schützen. Im Rahmen des Projekts sollen durch die Wiederaufforstung und unterstützte natürliche Regeneration von Moorflächen und Mangrovenwäldern (Blue Carbon) sowohl Emissionseinsparungen als auch die langfristige Speicherung von CO2 ermöglicht werden. Auch Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in diesen Wäldern werden getroffen. Die Projektaktivitäten erstrecken sich über ein Moor- und Mangrovenökosystem mit einer Fläche von rund 23,000 ha in Zentralkalimantan. Im Rahmen des Projekts wurden Maßnahmen zur Moor-Wiedervernässung getroffen und Mangroven-Aufzuchtstationen eingerichtet. Moore bestehen zu 90 % aus Wasser und zu 10 % aus organischen Stoffen – sie können dadurch große Mengen an Kohlenstoff speichern. Wird der Torf entwässert, wird der Kohlenstoff freigesetzt – das Moor verwandelt sich in eine Quelle für Treibhausgase. Damit die Entwässerung des Areals gestoppt wird und sich das Wasser ausdehnen kann, werden Wasserkanäle im Moorgebiet blockiert. Artenschutz und Waldbrand-Bekämpfung Durch die fortschreitende Entwaldung ist der Lebensraum von fast 367 Arten gefährdet. Deshalb ist auch der Erhalt der lokalen Biodiversität ein zentrales Anliegen des Projekts. In den Wäldern werden Wildtierkameras installiert, um gefährdete Arten wie Borneo-Orang-Utans, Weißbartgibbons und Nasenaffen zu beobachten. Ein weiterer Fokus liegt auf der Waldbrand-Bekämpfung: Zum Beispiel werden Brandschutz-Patrouillen eingesetzt und Feuerwachtürme errichtet, um das Waldgebiet zu beobachten. Außerdem wurden bereits drei automatische Wetterstationen eingerichtet, die zur Vermeidung weiterer Ausbrüche lokale Wetterdaten erfassen. Die Errichtung weiterer Stationen ist geplant. Die Umsetzung des Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Menschen in den lokalen Gemeinden. Unter anderem gibt es auch eine Kooperation bei der Kaffeeherstellung, die eine wichtige Lebensgrundlage für die Menschen in der Projektregion darstellt. Mit Unterstützung des Projektes werden u.a. Schulungen zur richtigen Verwendung von organischem Dünger angeboten und verbesserte Vertriebsstrukturen aufgebaut. Seit Projektbeginn konnten die Kaffeeproduktions-Kapazitäten bereits verdoppelt werden; somit trägt das Projekt zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region bei.  Projekteindrücke aus erster Hand Der Reiseplan der Expertinnen und Experten des Projektentwicklungs-Teams rund um Lina Avila, Juliana Cañas Vanegas, Yves Keller und Wolfang Brückner umfasste unter anderem die Begehung verschiedener Areale des Projektverwaltungsgebiets, bei denen sie sich über die aktuellen Fortschritte informierten. Auf der Agenda standen unter anderem Gespräche mit den lokalen Projekt-Mitarbeitenden und Gemeinden sowie die Besichtigung einer Moorpflanzen-Aufzuchtstation. Um die bisherigen Fortschritte der verschiedenen Maßnahmen erfassen zu können, kamen Drohnen für Bildaufnahmen zum Einsatz. „Es war beeindruckend, aus erster Hand Eindrücke vom dem positiven Impact des Projekts zu gewinnen. Beispielsweise konnten wir dank der Drohnenaufnahmen deutlich das Ausmaß der Entwaldung und, als Kontrast dazu, die Grenze zu den geschützten und wiederaufgeforsteten Moorflächen sehen – das war erschreckend und ermutigend zugleich“, erinnert sich Juliana Cañas Vanegas, Senior Project Manager Nature-Based Solutions bei First Climate. „Eindrücke wie diese haben uns erneut vor Augen geführt, wie wichtig solche Projekte sind, um wertvolle natürliche Ökosysteme zu bewahren.“ Es war beeindruckend, aus erster Hand Eindrücke vom dem positiven Impact des Projekts zu gewinnen. Beispielsweise konnten wir dank der Drohnenaufnahmen deutlich das Ausmaß der Entwaldung und, als Kontrast dazu, die Grenze zu den geschützten und wiederaufgeforsteten Moorflächen sehen – das war erschreckend und ermutigend zugleich. Eindrücke wie diese haben uns erneut vor Augen geführt, wie wichtig solche Projekte sind, um wertvolle natürliche Ökosysteme zu bewahren. – Juliana Cañas Vanegas, Senior Project Manager, Nature-Based Solutions bei First Climate Sie möchten gemeinsam mit First Climate ein Klimaschutzprojekt entwickeln  oder eines aus unserem Projekt-Portfolio  unterstützen? Dann wenden Sie sich noch heute an unser Projektentwicklungs-Team unter impact@firstclimate.com .

  • Neue First Climate Online-Seminarreihe: Exklusiver Austausch rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz

    Diskussionen, Updates, Ausblicke: Neue Veranstaltungsreihe kombiniert unterschiedliche Online-Formate zu aktuellen Themen First Climate freut sich, Ihnen unsere neue exklusive Live-Videoreihe vorzustellen, mit der wir Ihnen Themen rund um wirksamen Klimaschutz und effizientes Nachhaltigkeits-Management näherbringen möchten. Die neue Reihe kombiniert klassische Online-Seminare mit zwanglosen „Earthside Chats“ und bietet Ihnen so die einzigartige Möglichkeit, sich direkt mit Expertinnen und Experten über Ihre unternehmerische Climate and Sustainability Journey zu unterhalten. Ganz gleich, ob Sie auf der Suche nach Fachkenntnissen oder nach ungezwungenen Gesprächen sind – diese neue Reihe bietet Ihnen einen Dialog in persönlicher Atmosphäre und das Know-how, das Sie und Ihr Unternehmen benötigen, um nachhaltigen Impact zu schaffen.   Kick-off! Online-Seminar CSRD und Doppelte Wesentlichkeitsanalysen für KMU in der DACH-Region Unsere Reihe startet mit einem exklusiven Online-Seminar zur CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und Doppelte Wesentlichkeitsanalysen, das speziell auf KMU in Deutschland und Österreich zugeschnitten ist. Erfahren Sie von unserem Experten-Team, wie Sie die neuen Vorschriften meistern und Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten optimieren können! Merken Sie sich den 26 um 14 Uhr CEST vor – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Ausblick: Weitere spannende Einblicke in unternehmerische Nachhaltigkeits- und Klimathemen Im Rahmen unserer Online-Seminarreihe bieten wir Ihnen in Zukunft regelmäßige Einführungen in die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen für Unternehmen. Ganz gleich, ob Sie Ihre ESG-Strategie verbessern oder Ihre Klimaschutzbemühungen vorantreiben möchten – unsere Online-Seminare helfen Ihrem Unternehmen, Fortschritte bei der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele zu machen. Die ausgedehnten Seminare bieten einen tiefen Einblick in komplexe Themen und lassen am Ende genügend Zeit für Fragen und Antworten mit unseren First Climate Expertinnen und Experten. Earthside Chats: Fireside Chats mit Klima-Fokus Neu bei First Climate sind unsere Earthside Chats, mit denen wir Ihnen in komprimierter Form in rund  15-30 Minuten Einblicke in die neuesten Entwicklungen und Trends im unternehmerischen Klimaschutz bieten Freuen Sie sich auf eine anregende Diskussion in lockerer Atmosphäre, in der unsere Expertinnen und Experten aktuelle Themen wie erneuerbare Energien, modernste CO2-Senkentechnologien und vieles mehr in einem Format beleuchten, das es Ihnen durch die kompakte Gestaltung erleichtern soll, die Teilnahme in Ihren Arbeitstag zu integrieren. Folgen Sie uns einfach auf LinkedIn, um über den nächsten Earthside Chat informiert zu werden. Bitte beachten Sie, dass das erste Online-Seminar in deutscher Sprache stattfindet. Künftige Online-Seminare werden auch in englischer Sprache angeboten – wir halten Sie auf dem Laufenden!

  • Das Konzept der Doppelten Wesentlichkeit: Was steckt hinter dem Grundbegriff der CSRD?

    Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Bewertung von Impact, Risiken und Chancen im ESG-Bereich Mit Inkrafttrete n der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU i st auch die Doppelte Wesentlichkeit als wesentliche Messgröße für Nachhaltigkeitswirkungen in den Fokus der Aufmerksamkeit von Markt-Beobachtenden und betroffenen Unternehmen getreten. Eine umfassende Analyse der Doppelten Wesentlichkeit im Rahmen eines strukturierten Prozesses ist der Schlüssel zur erfolgreichen Erfüllung der CSRD-Berichtspflichten, denn sie liefert die Grundlage für alle nachgelagerten Aufgaben im Rahmen der nicht-finanziellen Berichterstattung. Für von der CSRD-Berichtspflicht betroffenen Unternehmen ist es deshalb unerlässlich, sich mit den Grundzügen der Doppelten Wesentlichkeit vertraut zu machen. Aufgrund der Abstraktheit des Konzeptes und der – je nach Nachhaltigkeits-Standard leicht unterschiedlichen Definitionen – ist es aber gar nicht so leicht in Sachen „Doppelte Wesentlichkeit“ den Durchblick zu behalten. Im Folgenden Beitrag haben wir die wichtigsten Fakten rund um die Doppelte Wesentlichkeit aus Praxissicht für Sie zusammengestellt. Was ist Doppelte Wesentlichkeit? Das Konzept der Wesentlichkeit im Sinne der Nachhaltigkeitsforschung betrifft die Frage, ob und und wenn ja inwiefern Ihr Unternehmen wesentliche Auswirkungen auf die Außenwelt in Bezug auf die ESG-Bereiche Umwelt, Soziales und Governance hat. Bei der Doppelten Wesentlichkeit wird außerdem analysiert, ob und welchen Einfluss die Außenwelt umgekehrt auf Ihr Unternehmen ausübt. Um eine Doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchführen zu können, müssen Unternehmen zunächst Bereiche Ihrer Geschäftstätigkeit identifizieren, die eine Wesentlichkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeits-Wirkungen aufweisen. Der dafür notwendige Prozess beinhaltet eine eingehende Analyse der Geschäftstätigkeiten und -beziehungen, wie z.B. Produkte oder Dienstleistungen, Standorte sowie Details der Wertschöpfungskette. Auch das Verständnis des relevanten rechtlichen und regulatorischen Umfelds sowie die Durchsicht externer Quellen, wie z.B. Medienberichte, sind wichtige Aspekt bei der Durchführung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Idealerweise erfolgt die Prüfung der Materialität in Bezug auf die relevanten Kategorien in Zusammenarbeit mit erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten, die Sie darüber informieren können, welche Dokumente benötigt werden, und die sie bei der Stakeholderanalyse (interne, externe und verbundene Stakeholder) unterstützen.   Im Sinne der CSRD gilt allerdings eine spezifischere Definition. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) definiert die Doppelte Wesentlichkeit wie folgt: „Die Wesentlichkeitsprüfung ist der Prozess, durch den das Unternehmen die wesentlichen Angelegenheiten und Informationen ermittelt, über die in der Nachhaltigkeitserklärung berichtet werden soll. Die Durchführung einer objektiven Wesentlichkeitsprüfung ist von zentraler Bedeutung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die relevante und wahrheitsgemäße Informationen über alle Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte enthalten muss, die im Hinblick auf Wirkungen oder Umfang der relevanten Finanzströme oder unter beiden Gesichtspunkten als wesentlich eingestuft werden.“ – EFRAG (2023). Implementation guidance for the materiality assessment​ Was genau bedeutet nun aber „wesentlich“? Werfen wir zur Klärung dieser Frage einen Blick auf die Perspektiven finanzieller und wirkungsabhängiger Wesentlichkeit. -> Wirkungsperspektive (Impact Materiality): Diese Perspektive wird auch Inside-Out-Perspektive genannt und umfasst tatsächliche oder potenzielle kurz-, mittel- oder langfristige positive oder negative Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt. -> Finanzielle Perspektive (Financial Materiality): Diese Perspektive wird auch als Outside-In-Perspektive bezeichnet. Sie bewertet generierte Risiken oder Chancen, die den Cashflow, die Entwicklung, die Leistung, die Position, die Kapitalkosten oder den Zugang zu Finanzmitteln kurz-, mittel- oder langfristig beeinflussen. Zusammen bilden diese beiden Perspektiven eine Doppelte Wesentlichkeitsbewertung, die ein besseres Bild der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen ESG-Performance Ihres Unternehmens für Sie selbst und Ihre Stakeholder liefert. Warum ist eine Doppelte Wesentlichkeitsanalyse wichtig für die CSRD? Eine Doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist im Rahmen der CSRD von entscheidender Bedeutung, weil sie die primären Nachhaltigkeitsaspekte für Ihr Unternehmen identifiziert und definiert, über welche der relevanten Europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) Sie im Rahmen der CSRD berichten müssen. Häufig sind es die Berichtspflichten im Rahmen der CSRD oder eines anderen Berichterstattungsstandrads, die den Anlass für die Durchführung einer Doppelten Wesentlichkeitsanalyse bilden. Der Nutzen einer Doppelten Wesentlichkeitsanalyse ist aber nicht auf diese Anwendungsfälle beschränkt und Unternehmen sollten die Verpflichtung zur Durchführung einer Doppelten Wesentlichkeitsanalyse kein Ärgernis, sondern als wichtigen Teil einer vorausschauenden Managementstrategie begreifen: Da die Doppelte Wesentlichkeit über die eigene Geschäftstätigkeit hinausgeht und die gesamte Wertschöpfungskette einbezieht, kann sie dazu beitragen, potenzielle Risiken und Chancen in der Geschäftstätigkeit aufzudecken. Eine professionelle Einschätzung der Doppelten Wesentlichkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von Strategien zur Minimierung dieser Risiken, um Ihr Unternehmen langfristig zu schützen und mögliche Chancen zu nutzen. Die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse am Beispiel Einer der wichtigsten Vorteile, die die Durchführung einer Doppelten Wesentlichkeitsanalyse in Bezug auf das Nachhaltigkeits-Reporting bietet, ist die Reduzierung von Komplexität: Die CSRD enthält über 100 Themen. Aber welche Bereiche des Nachhaltigkeits-Reportings sind für Ihr Unternehmen denn nun tatsächlich relevant? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse.  Denken wir zur Veranschaulichung an das Beispiel eines beliebigen Unternehmens aus dem Bereich IT-Lösungen. Ausgehende von der Inside-Out-Perspektive müssen wir uns im Rahmen der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse zunächst fragen, welche Auswirkungen die geschäftlichen Aktivitäten unseres Beispielunternehmens auf Außenwelt haben. Aus der Wirkungsperspektive wäre so beispielsweise festzuhalten, dass unser IT-Unternehmen energieintensive Rechenzentren für das Hosting und die Verwaltung von Software-Lösungen betreibt. Dies trägt zu einem erheblichen CO2-Fußabdruck bei u nd hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. Umgekehrt zeigt uns die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse aus der Outside-In-Perspektive eine finanzielle Wesentlichkeit im Sinne eines Risikos durch die Abhängigkeit von externen Energiekosten. Steigende Preise für die Stromversorgung der Rechenzentren könnten dazu führen, dass unser fiktives IT-Unternehmen höhere Betriebskosten einkalkulieren muss, die sich letztendlich negativ auf das Geschäftsergebnis und die Wettbewerbsfähigkeit auswirken können. Durch die Zusammenführung der Wirkungs- und der finanziellen Wesentlichkeitsperspektive erhalten wir ein klares Bild der Auswirkungen des IT-Unternehmens in Bezug auf seine Rechenzentren. Wir verstehen, wie sich der energieintensive Betrieb der Rechenzentren des Unternehmens auf die Außenwelt auswirkt und welche potenziellen Risiken damit verbunden sind. Damit haben wir einen guten Überblick über ein spezifisches Thema. Aber wie erhalten wir den Gesamtüberblick über alle relevanten Themen und Einflussfaktoren? Das geht nur in dem wir alle Aspekte einzeln prüfen und Schwellenwerten für die Relevanz festlegen. Das Ergebnis lässt sich dann in einer Matrix der Doppelten Wesentlichkeit darstellen.   Die Matrix der Doppelten Wesentlichkeit Die Ergebnisse der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse können in einer Matrix dargestellt werden, um einen klareren Überblick darüber zu erhalten, welche Themen für Ihr Unternehmen relevant sind und über welche der Europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) im Rahmen der CSRD berichtet werden muss. Dabei gibt es keine fest definierte Methode zur Erstellung einer Doppelten Wesentlichkeitsmatrix im Rahmen der CSRD. Für die adäquate Festlegung der relevanten Schwellenwerte ist deshalb Erfahrung bei der Durchführung entsprechender Projekte erforderlich. Unsere Experten unterstützen Sie dabei, die Themen anhand von Kriterien wie Bedeutung, Umfang, Vermeidbarkeit, und die möglichen Risiken und Chancen richtig einzuschätzen. Das folgende Beispiel einer Doppelte Wesentlichkeitsmatrix, die im Rahmen eines CSRD-Projektes vom First Climate Consulting-Team erstellt wurde, gibt einen beispielhaften Überblick über berichterstattungsrelevante ESG-Themen, die im konkreten Fall im Rahmen einer konkreten Doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelt wurden. Die Illustration listet in den hellblauen bzw. dunkelblauen Bereichen der Matrix die Themen auf, die im konkreten Beispiel im Rahmen der CSRD berichtsrelevant sind. Themen mit geringen Auswirkungen, die also näher am Schnittpunkt der beiden Achsen verortet sind (grauer Bereich) sind hingegen im konkreten Fall nicht relevant im Sinne des verpflichtenden Nachhaltigkeits-Reportings. Genau aus diesem Grund ist die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse das Herzstück des CSRD-Berichts. Sie dient im Wesentlichen als Kompass, der Ihnen zeigt, über welche Themen und anhand welcher der verschiedenen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) Ihr Unternehmen berichten muss, bzw. welche Themen beim Nachhaltigkeits-Reporting de-priorisiert werden können. Wie lange dauert der Prozess der Doppelten Materialitätsprüfung? Der Prozess der Doppelten Wesentlichkeitsprüfung variiert je nach Geschäftskontext, Größe und relevanten Stakeholdern eines Unternehmens. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich damit zu beginnen, um Ihren Geschäftskontext gründlich zu verstehen und genau zu bewerten. Wenn Ihr Unternehmen in der Vergangenheit noch keine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt hat, wird die erste Analyse mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wir können bei diesem Schritt eng mit Ihnen zusammenarbeiten, um die Daten genau zu erfassen und zu analysieren. Wie oft muss eine Doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden? Die Frage, wie oft ein Unternehmen eine Doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchführen sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten und muss – bezogen auf den jeweiligen Einzelfall – differenziert betrachtet werden. Als allgemeine Richtschnur aber davon ausgegangen werden, dass für die Durchführung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse eine Frequenz von 2-3 Jahren als sinnvoll angesehen werden kann.  Wenn Ihr Unternehmen jedoch bedeutende Veränderungsprozesse durchläuft oder auch ein starkes Wachstum erfährt, sich also die Faktoren, die die Beurteilung der Wesentlichkeit maßgeblich beeinflussen, verändern, kann dies eine frühere Neubewertung der Doppelten Wesentlichkeit erforderlich machen. Auch globale Ereignisse können sich auf den Zeitpunkt der nächsten Bewertung der Doppelten Wesentlichkeit auswirken. Die Energiekrise in Europa im Jahr 2021 hat beispielsweise die Struktur der Energieversorgung und -nutzung vieler Unternehmen nachhaltig beeinflusst. Die unerwartete und plötzliche Veränderung hat viele Unternehmen in eine völlig andere Situation versetzt als zuvor. In jedem Falle gilt: Unternehmen sollten ihre Doppelte Wesentlichkeit und die damit im Zusammenhang stehenden Themen im Auge behalten und kontinuierlich Ihre Strategie zur Bewertung ihrer Doppelten Wesentlichkeit überprüfen. Die Analyse der Doppelten Wesentlichkeit ist der erste Schritt zum erfolgreichen CSRD-Reporting Eine Bewertung der Doppelten Wesentlichkeit kann einen umfassenden Überblick über die Auswirkungen Ihres Unternehmens auf die Außenwelt und vice versa geben. Wenn es jedoch um die Berichterstattung gemäß der CSR-Richtlinie und der entsprechenden ESRS geht, ist die Analyse der Doppelten Wesentlichkeit nur der Anfang. Als Ausgangspunkt ist sie jedoch von entscheidender Bedeutung für die effiziente und erfolgreiche Umsetzung Ihrer Nachhaltigkeits-Berichtserstattungspflichten im Rahmen des CSRD-Prozesses. Wir empfehlen deshalb dringend, möglichst frühzeitig Kontakt mit einem CSRD-erfahrenen Partner aufzunehmen und sich professionelle Unterstützung bei der Bewältigung der CSRD-Aufgaben zu suchen, First Climate steht Unternehmen dafür als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Unser erfahrenes Consulting-Team unterstützt Sie dabei, die Herausforderungen des CSRD-Prozesses erfolgreich anzunehmen und die Chancen effizienter Berichterstattung aktiv zu nutzen. Sprechen Sie uns an und machen Sie jetzt den ersten Schritt zur Analyse der Doppelten Wesentlichkeit im Rahmen des CSRD-Reportings: impact@firstclimate.com Über die Autorin Hannah Graf-Edinger ist im First Climate Consulting-Team Senior-Beraterin für unternehmerische Klimastrategien und spezialisiert auf die Themen Carbon Accounting und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Mit ihrem Hintergrund im Umwelt- und Energierecht zeichnet sie sich durch juristische Expertise im Bereich nationaler und internationaler Nachhaltigkeits-Normen sowie deren konkreten Anwendung aus. Im Rahmen von Kundenprojekten liefert Hannah strukturierte Analyse zur Lösung komplexer Sachverhalte – zuletzt insbesondere im Rahmen der CSRD. Bevor sie 2023 zu First Climate kam, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen umwelt- und klimarechtlichen Forschungsprojekten.    Kontakt: impact@firstclimate.com

  • Land der Möglichkeiten: Unternehmerischer Klimaschutz in Amerika

    Ein Interview mit Maximilian Schlicher Viele Unternehmen in den USA haben sich auch im weltweiten Vergleich bereits als Vorreiter im unternehmerischen Klimaschutz etabliert. Dennoch gilt das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ in vielerlei Hinsicht noch als schlafender Riese mit ungenutztem Potenzial für die Skalierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen im  Unternehmensumfeld. Wie können wir unternehmerischen Klimaschutz in den USA vorantreiben? Was sind die neusten spannenden Entwicklungen in diesem Bereich? Welche regulatorischen und politischen Veränderungen sind zu erwarten? Wir haben uns mit Maximilian Schlicher, unserem Experten für unternehmerischen Klimaschutz in Amerika, unterhalten, um diese Themen zu beleuchten. Max, wie ist Deine Sicht auf den aktuellen Stand des unternehmerischen Klimaschutzes in den USA? Welche wichtigen Trends siehst Du? Die Dekarbonisierung der Lieferkette rückt für amerikanische Unternehmen derzeit immer mehr in den Fokus. Seit der Corona- Pandemie wissen wir, wie sehr sich globale Ereignisse auf die Lieferketten auswirken können – auch die amerikanische Wirtschaft hat das zu spüren bekommen. Es ist davon auszugehen, dass die Folgen der Klimakrise im Vergleich zur Pandemie noch schwerwiegendere und weitreichendere Folgen haben werden. Es geht also für die Unternehmen nicht nur darum, Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren, sondern auch darum, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und sie an das veränderte Klima anzupassen. Ich beobachte, dass dies die Sichtweise von Unternehmern und anderen Wirtschaftsakteuren in Amerika auf den Klimawandel und auf potenzielle Lösungen sowie Technologien grundlegend verändert. Lieferketten-Emissionen sind in der Regel um ein Vielfaches höher als betriebsbedingte Emissionen. Daher könnte ein stärkerer Fokus auf die Dekarbonisierung entlang der Lieferkette einen immensen Einfluss darauf haben, wie Unternehmen Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und wie sie auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren. Das ist eine große Herausforderung. (Was sind Scope 1, Scope 2 und Scope 3-Emissionen? Mehr erfahren .) Was machen Unternehmen in den USA Deiner Meinung nach richtig, wenn es um die Förderung von Klimaschutz geht? Kannst Du uns ein paar Beispiele nennen? Amerikanische Unternehmen gehören zu den ersten, die das große Potenzial von sogenannten „Carbon Removals“, also CO2-Senkentechnologien, erkannt haben. Diese können uns dabei helfen, Kohlenstoff dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen. Damit können CO2-Senken-Technologien ein Game Changer beim unternehmerischen Klimaschutz sein - amerikanische Unternehmen sind aus meiner Sicht bei der Nutzung dieser Technologie führend. Erst kürzlich hat Microsoft einen Forward-Vertrag über die Lieferung von CO2-Senkenzertifikaten aus dem kanadischen Pflanzenkohle-Projekt Carbonity mit First Climate und SUEZ unterzeichnet . Moderne CO2-Senkentechnologien wie Pflanzenkohle  sind aufgrund ihrer begrenzten Verfügbarkeit aktuell noch nicht weit verbreitet. Je mehr Unternehmen sich aber dafür entscheiden, sie in ihre Klimaschutzstrategie einzubinden, desto mehr Möglichkeiten gibt es, innovative CO2-Senkentechnologien zu skalieren und ihre Verfügbarkeiten zu erhöhen. Amerikanische Unternehmen gehören zu den ersten, die das große Potenzial von sogenannten „Carbon Removals“, also CO2-Senkentechnologien, erkannt haben . Genau hier können sich Unternehmen in den USA als Pioniere im Bereich des unternehmerischen Klimaschutzes etablieren – indem sie mit gezielten Investitionen in diese zukunftsweisenden Technologien mit gutem Beispiel vorangehen. Welche Rolle spielen CO2-Zertifikate aus Deiner Sicht derzeit beim unternehmerischen Klimaschutz in Amerika? Die aktuelle US-Regierung hat kürzlich ihre Unterstützung für die freiwilligen Kohlenstoffmärkte angekündigt und ihre eigenen Richtlinien-Empfehlungen für die Weltmärkte veröffentlicht. Ich betrachte dies als einen wichtigen Beitrag zu den laufenden Diskussionen darüber, wie CO2-Zertifikate am besten für unternehmerische Klimastrategien genutzt werden können. Eine spannende Zeit also für Unternehmen, die CO2-Zertifikate als zusätzliches Instrument für ihre Klimastrategie einsetzen wollen. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass CO2-Zertfikate vielerlei Vorteile bieten. Die Kernfrage ist aus meiner Sicht, welche Voraussetzungen notwendig sind, um die Integrität des Marktumfeldes in den USA zu garantieren. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass CO2-Zertfikate vielerlei Vorteile bieten. Die Kernfrage ist aus meiner Sicht, welche Voraussetzungen notwendig sind, um die Integrität des Marktumfeldes in den USA zu garantieren. Für Unternehmen, die selbstbewusster an CO2-Zertifikate herangehen wollen, ist es wichtig, einen Kompass zu haben, der ihnen bei der Entscheidung für die Unterstützung eines Klimaschutzprojekts als Orientierungshilfe dient. Ich empfehle Unternehmen, sich in diesem Bereich von einem erfahrenen und kompetenten Dienstleister wie First Climate beraten zu lassen, um herauszufinden, worauf sie beim Erwerb von CO2-Zertifikaten aus hochwertigen Klimaschutzprojekten achten müssen. Darüber hinaus investieren immer mehr Unternehmen ganz direkt in Klimaschutzprojekte, vor allem in Early-Stage-Projekte. So sind Unternehmen über den gesamten Projektentwicklungs-Prozess hinweg in sämtliche Schritte involviert und können die Steuerung des Projekts selbst übernehmen bzw. verantwortlich beeinflussen. Meiner Einschätzung nach wird diese Art der Projektentwicklung dazu beitragen, dass die Zahl von unternehmensspezifischen Projekten wächst. Unser Team freut sich, bei dieser Art von projektbasierten unternehmerischen Klimaschutzmaßnahmen an der Spitze zu stehen. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage in diesem Bereich weiter steigen wird. Welche Vorschriften gelten in den Vereinigten Staaten aktuell für die Nachhaltigkeits-Berichterstattung? Nach zwei Jahren der Stakeholder-Diskussion und einer hitzigen Debatte im Kongress wurden im März die endgültigen Klimaschutz-Vorschriften der Securities and Exchange Commission (SEC) verabschiedet. Im Kern verpflichten diese börsennotierte Unternehmen dazu, detaillierte Angaben darüber zu machen, wie sich der Klimawandel auf ihre Geschäftstätigkeit, ihre Finanzkraft und ihre Zukunftsaussichten auswirkt. Dazu gehört auch die Offenlegung von Treibhausgasemissionen, was für viele Unternehmen in den Vereinigten Staaten ein bedeutender Schritt in Richtung Standardisierung umweltbezogener nicht-finanzieller Berichterstattung wäre. Idee war es, die Vorgaben so zu gestalten, dass Investoren Zugang zu konsistenten, vergleichbaren und verlässlichen Informationen haben, um fundiertere Investitions-Entscheidungen treffen zu können. Da die Umsetzung der neuen Richtlinien jedoch durch Rechtsstreitigkeiten verzögert wird, hat die SEC sie nun vorübergehend auf Eis gelegt. Es bleibt also abzuwarten, was letztendlich auf die Unternehmen zukommen wird. Unser Team wird alle Entwicklungen im Auge behalten und steht bereit, um die Unternehmen bei Bedarf zu unterstützen. Bei vielen amerikanischen Unternehmen führt diese Phase der Ungewissheit zu Unsicherheiten in Bezug auf ihre Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Was würdest Du ihnen raten, um bestmöglich vorbereitet zu sein? Ich würde empfehlen, diese Verzögerung zu nutzen, um die unternehmensinternen ESG-Aktivitäten voranzutreiben. Unabhängig davon, ob die SEC-Vorschriften verabschiedet werden oder nicht, ist die Berechnung des jährlichen CO2-Fußabdrucks ein guter Anfang - sie bringt den Ball der Datenerfassung ins Rollen und bietet eine solide Grundlage, auf der die Berichterstattung aufgebaut werden kann. Sie ist auch ein idealer Ausgangspunkt für die Entwicklung einer umfassenden Klimastrategie. Welche Faktoren könnten die Treiber für mehr unternehmerischen Klimaschutz in den USA sein? Gibt es Unterschiede zu anderen Regionen in der Welt? In anderen Regionen wie der Europäischen Union ist die Bereitstellung von Unternehmensressourcen für den Klimaschutz in vielerlei Hinsicht obligatorisch, während in den USA das freiwillige Engagement und die Bereitschaft, voranzugehen, weitaus wichtiger sind, um den Klimaschutz in Unternehmen effektiv voranzutreiben. Eine wirksame Klimastrategie könnte beispielsweise eine substanzielle Investition in ein Projekt oder die Integration von Nachhaltigkeitsinitiativen und -entscheidungen auf allen Ebenen des Unternehmens umfassen. Es ist keine leichte Aufgabe, aber für Unternehmen, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen, ist effektives Engagement für den Klimaschutz unerlässlich. Es ist keine leichte Aufgabe, aber für Unternehmen, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen, ist effektives Engagement für den Klimaschutz unerlässlich. Immer mehr Unternehmen in den USA entscheiden sich dafür, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen: Die Vereinigten Staaten sind neben Japan und dem Vereinigten Königreich mit den meisten Unternehmen auf der TIME-Liste „Most Sustainable Companies of 2024“ vertreten. Hast Du Tipps, wie Mitarbeitende das Management von einem aktiven unternehmerischen Nachhaltigkeits-Engagement überzeugen können? Legen Sie die Fakten dar, aber präsentieren Sie dem Management nicht einfach eine Liste von Problemen. Ein klarer Aktionsplan und die Darlegung der damit verbundenen Vorteile für das Risikomanagement und die Markenreputation werden Ihre Führungskräfte überzeugen und Ihnen die Zustimmung verschaffen, die Sie brauchen, um Ihr Unternehmen auf den richtigen Kurs zu bringen. Ich denke, es ist auch wichtig, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn Sie nicht sofort eine Zustimmung erhalten. Bleiben Sie am Thema dran und informieren Sie regelmäßig über Fortschritte und Erfolge – ein gutes Management wird das zur Kenntnis nehmen. Unternehmerischer Klimaschutz ist ein Marathon und kein Kurzstreckenlauf. In ein paar Monaten wirst Du wieder auf der Climate Week in New York City sein. Was wird Deiner Meinung nach in diesem Jahr ein Kernthema sein? Die Frage der Dekarbonisierung der Lieferketten muss für jedes Unternehmen ganz individuell beantwortet werden – es gibt keine Pauschallösungen. Deshalb rechne ich damit, dass dies ein zentrales Thema auf der diesjährigen Climate Week in New York sein wird. Ich freue mich darauf, dieses Thema mit Unternehmen vor Ort zu diskutieren und sie mit unserem Know-how zu dabei zu unterstützen, eine resiliente und emissionsarme Lieferkette aufzubauen. Das klingt nach einer spannenden Zeit für den unternehmerischen Klimaschutz in Amerika. Vielen Dank für diese interessanten Einblicke, Max! Treffen Sie Max und Vincent auf der Climate Week in New York City! Tauschen Sie sich vom 22. bis 29. September in New York mit Maximilian Schlicher und Vincent Erasmy, Team Lead International Sales bei First Climate, über wirksamen Klimaschutz für Unternehmen aus. Vereinbaren Sie gerne direkt einen Gesprächstermin. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

  • Was gibt’s im Jahr 2024 Neues in Sachen I-RECs?

    Unsere Autoren beleuchten in diesem Beitrag aktuelle I-RECs Trends und gehen der Frage nach, welche Auswirkungen sich dadurch auf die ESG-Strategie ihres Unternehmens ergeben könnten. Blog von Lotus Shaheen und Daniel Heim Die Entwicklung auf den internationalen Märkten für Erneuerbare Energie im Bereich I-RECs bleibt auch weiterhin eine Wachstumsstory. Wie äußerst sich das? Woran liegt das? Und vor allem: Welche möglichen Auswirkungen ergeben sich daraus für Ihr Unternehmen? Im Rahmen dieses Beitrags interpretieren wir – gestützt auf die neuesten verfügbaren Daten – aktuelle Markttrends und analysieren für Sie die neuesten Entwicklungen im Bereich der I-RECs. Mehr I-RECs als je zuvor Die erste Erkenntnis bei der Betrachtung des I-REC-Marktes ist nicht neu sondern die Fortsetzung eines Trends, der sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat - die Expansion des Marktes. Allein im zurückliegenden Jahr haben sich sieben neue Länder offiziell dem I-REC(E)-Standard angeschlossen: Suriname, Mongolei, Usbekistan, Neuseeland, Mauretanien, Nicaragua und Simbabwe. Der Aufwärtstrend setzt sich also fort, allerdings mit zum Teil deutlichen regionalen Unterschieden. Hinsichtlich der Marktgröße, gemessen an der Menge der ausgegebenen I-RECs, ist China mittlerweile im siebten Jahr in Folge weltweit führend. Dahinter folgt der relativ junge, aufstrebende Markt der Vereinigten Arabischen Emirate, der eine beträchtliche Wachstumsrate aufweist und damit den brasilianischen Markt auf Platz drei verdrängt hat. Es folgen die Türkei und Chile. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet: Mehr Angebot auf dem I-REC Markt bedeutet für Unternehmen mehr Auswahl, um standortübergreifend den Bedarf an erneuerbaren Energien decken zu können. Das erleichtert es, maßgeschneiderte Lösungen im Hinblick auf die regionale Versorgung mit nachhaltig erzeugter Energie umsetzen zu können. Steigende Bedeutung von Südamerika und Südasien auf dem I-REC-Markt In Südamerika ist besonders das fortgesetzte Wachstum der großen I-REC-Märkte in Brasilien und Chile bemerkenswert. Der Zuwachs bei der Zahl der erzeugten Zertifikate liegt im Vorjahresvergleich dort bei 73 bzw. 55%. Die beiden Märkte stehen damit stellvertretend für ein insgesamt steigendes Engagement lateinamerikanischer Länder auf den Märkten für erneuerbare Energien. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise auch Kolumbien zu nennen, das zwar einen insgesamt kleineren Markt darstellt, aber ebenfalls überdurchschnittliche Wachstumsraten bei der Produktion und Ausgabe von I-RECs Zertifikaten verzeichnet. Damit gehört Lateinamerika im globalen Vergleich ganz klar zu den Wachstumsregionen für Erneuerbare Energien und ist auf globaler Ebene zu einem Motor der nachhaltigen Energiewende geworden. Bestätigt hat sich eindeutig auch das im Rahmen unseres Blog-Beitrages aus dem Vorjahr prognostizierte Wachstums der süd- und südostasiatischen I-REC-Märkte: Singapur und Malaysia haben – gemessen an der Zahl der ausgegebenen I-RECs Zertifikate –  die größten Sprünge gemacht. Im Falle von Singapur belegen die Daten eine Verzehnfachung der entsprechenden Zahlen; für Malaysia liegt die Entwicklung bei einem Plus von rund 500%. Vietnam und Indien folgen bei den Emissionen von I-RECs Zertifikaten in dieser Region – allerdings mit deutlichem Abstand bei den Wachstumsraten. Die asiatischen Märkte sind auch in das Jahr 2024 stark gestartet, und wir gehen davon aus, dass sich der Wachstumstrend auf den I-REC-Märkten in dieser Region unterjährig weiter fortsetzen wird. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet: Die gesamte Erneuerbare-Energien-Branche macht in Lateinamerika und Asien rasante Fortschritte. Ist Ihr Unternehmen in diesen Regionen aktiv? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Ihre Dekarbonisierungs-Ziele weiter voranzutreiben und von der aktuellen Marktlage zu profitieren! Mit der bedarfsgerechten Beschaffung von I-REC-Zertifikaten können Sie jetzt aktiv Ihre Scope-2-Emissionen r eduzieren, indem Sie an allen Ihren Standorten weltweit erneuerbare Energien beziehen.  Mehr Solar- und Windenergie verfügbar Bis 2023 ist die Zahl der registrierten Erneuerbare-Energien-Projekte, durch die I-REC-Zertifikate generiert werden zwar langsam, aber sehr stetig angestiegen. Mit Ausnahme der afrikanischen I-REC-Märkte war Wasserkraft in der Vergangenheit die bei Weitem dominierende Erzeugungstechnologie, gemessen an der kumulierten registrierten Erzeugungs-Kapazität. Das hat sich zuletzt aber geändert. Die meisten neu-registrierten Anlagen kamen 2023 aus den Bereichen Solar- und Windkraft. Bei einem weiterhin gesunden Wachstum der globalen I-REC-Märkte bedeutet diese Entwicklung eine wichtige technologische Diversifizierung. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet: Alle wichtigen Reporting-Frameworks wie beispielsweise CDP, RE100 oder SBTi definieren technische Kriterien und Best-Practice-Richtlinien für die verschiedenen Erzeugungstechnologien bzw. für die durch sie generierten I-REC-Zertifikate, die für die Anrechnung im Bereich der Scope-2-Emissionen berücksichtigt werden können. Auch hier bedeutet ein größeres und diverseres Angebot an verfügbaren I-REC-Zertifikaten eine leichtere Erfüllbarkeit der entsprechenden Vorgaben. W eiterentwicklung des I-REC-Standards Seit Dezember 2023 tritt die I-REC Standard Foundation unter der neuen Marke International Tracking Standard Foundation (I-TRACK Foundation) auf. F ür das bestehende I-REC(E)-System und den Handel mit den I-REC-Zertifikaten hat dieses Rebranding keine Auswirkungen. Der entscheidende Aspekt ist, dass die I-REC Foundation mit der Umstrukturierung die Voraussetzungen für weiteres Wachstum über den Strom-Sektor hinaus geschaffen und sich damit für neue Nachhaltigkeits-Technologien geöffnet hat. So wird die I-TRACK Foundation zukünftig auch Markt-Richtlinien für weitere Zukunftstechnologien anbieten: I-TRACK(HX) für Wasserstoff und Wasserstoffderivate I-TRACK(CDR) für CO2-Senkentechnologien, I-TRACK(G) für Biogas und Biomethan Da immer neue Technologien entwickelt werden, besteht ein immenser Bedarf an transparenten Tracking- und Monitoring-Systemen. Dank der bewährten Grundsätze der REC-Märkte, die durch die neuen Produktcodes auf die genannten Technologien übertragen und auf die entsprechenden Handelsmechanismen angewendet werden, können wichtige neue Märkte erschlossen werden. Was dies für Ihr Unternehmen bedeutet: Zwar befindet sich die Entwicklung der neuen Handlungsmechanismen aktuell noch in einer frühen Phase, aber angesichts des großen Potenzials dieser Ansätze für die Dekarbonisierung, ist der Prozess für viele Unternehmen äußerst relevant. Dank der gemeinsamen Grundlagen unter der gleichen Tracking-Basis werden die neuen Produkte wie I-TRACK(HX) leicht auf anderen bestehenden Produkten wie I-REC(E) anwendbar sein. Sie könnten damit zu wichtigen Instrumenten für unternehmerische Klimastrategien in der gesamten Lieferkette werden und ein entsprechendes Engagement von Unternehmen sehr erleichtern.    China führt neue GECs parallel zu I-RECs ein Obwohl China weiterhin mit deutlichem Abstand der größte Markt für I-RECs ist, ist die Zahl der ausgegebenen Zertifikate auf Jahressicht zuletzt leicht gesunken . Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass das Land seine nationalen Ziele für erneuerbare Energien überarbeitet und eine Reihe von politischen Änderungen zur Förderung des Sektors der erneuerbaren Energien vorgenommen hat. Mit den politischen Änderungen wurde auch ein neues Produkt speziell für den chinesischen Markt eingeführt, das den I-RECs ähnelt und als GECs (Green Energy Certificates) bekannt ist. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet Für Unternehmen mit Sitz oder Operationen in China können GECs neben den I-RECs in Zukunft eine weitere Option für die Beschaffung von erneuerbarer Energie aus regionaler Erzeugung darstellen. Aktuell ist die Beschaffung von GECs in dem jungen, sich entwickelnden Marktumfeld für Unternehmen noch mit einer Reihe von Unsicherheiten verbunden. Das GEC-Sourcing bietet so Chancen und Risiken und eine Kaufentscheidung sollte gut überlegt sein. Wenn Ihr Unternehmen die Beschaffung von GECs in China erwägt, beraten wir Sie gerne dazu und prüfen für Sie, in welchen Fällen sich der Kauf von GECs für Sie lohnt bzw. ob es für Sie vorteilhafter ist, auf die etablierten I-RECs zu setzen. Internationale Verhandlungen beeinflussen I-REC Märkte Die vergangene 28. United Nations Framework Convention on Climate Change (COP) in Dubai sorgte im vergangenen Jahr mit dem Kommittent für Schlagzeilen, die weltweite Kapazität für die Erzeugung erneuerbarer Energien bis 2030 verdreifachen zu wollen. Da auch die Vorgänger-COP im ägyptischen Sharm el Sheikh in einem MENA-Staat stattfand, rückt dieser Teil der Welt wegen seines Engagements für erneuerbare Energien zunehmend ins Rampenlicht. Unter anderem haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), wie oben bereits erwähnt, eine beeindruckende jährliche Wachstumsrate von 250% im Hinblick auf die ausgestellten I-REC Zertifikate vorzuweisen. Was das für Ihr Unternehmen bedeutet Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend wie ein Dominoeffekt in der MENA-Region fortsetzt, da das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung von Energie Attribut Certificates (EACs) als Marktinstrument zur Umsetzung von Nachhaltigkeits- und Klimastrategien weiter wächst. Dies könnte Ihrem Unternehmen mehr Möglichkeiten eröffnen, erneuerbare Energie aus der Region zu beziehen. I-RECs als Teil unternehmerischer Klimastrategien I-RECs sind ein leistungsfähiges marktbasiertes Instrument, um die Einhaltung von Umweltauflagen und die Erreichung von Klimazielen zu gewährleisten. Sie bieten einen überprüfbaren Nachweis für die Erzeugung und Nutzung von erneuerbarer Energie, erleichtern eine genaue Berichterstattung und unterstützen die Erreichung umfassender Nachhaltigkeitsziele. Die Integration von I-RECs in Ihre Energie-Beschaffungsstrategie ermöglicht es Ihrem Unternehmen Auflagen der Umweltgesetzgebung einzuhalten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wenn Sie wissen möchten, wie auch Sie die Vorteile von I-RECs im Rahmen der Erneuerbare-Energien-Strategie Ihres Unternehmens erschließen können, kontaktieren Sie uns gerne. Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. Über die Autoren Lotus Shaheen  ist Green Energy Specialist bei First Climate und spezialisiert auf den I-REC-Markt und die verschiedenen nationalen Nicht-EU-Programme. Sie hat einen Master of Science in Renewable Energy Engineering and Management von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und arbeitete zuvor als International Power Analyst bei einem Projektentwickler für Erneuerbare Energien in Deutschland. Lotus verbindet ihr technisches Wissen über den Energiesektor mit ihrer Leidenschaft, Unternehmen und Projektentwickler im Bereich erneuerbare Energien bei der Energiewende zu unterstützen! Daniel Heim ist Junior Consultant für Erneuerbare Energien bei First Climate. Er ist spezialisiert auf die Themen grüner Wasserstoff und Biogas sowie auf den I-REC-Markt. Daniel verfügt über einen Master of Engineering in Umwelttechnik der Hochschule Darmstadt. Sein Ziel ist es, die Entwicklung neuer Technologien und Mechanismen aktuell zu verfolgen, und Lösungen zu erarbeiten, um sie den Marktteilnehmern zugänglich zu machen.

  • Was bedeuten die CSRD-Berichtspflichten?

    Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine bedeutende neue EU-Richtlinie, die die Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen in der Europäischen Union  grundlegend verändert. Die CSRD zielt darauf ab, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern und dadurch einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu leisten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Unternehmen in Deutschland über die wichtigsten Aspekte der CSRD-Berichtspflichten  wissen müssen.  Hintergrund der CSRD  Die CSRD ist eine Weiterentwicklung der Non-Financial Reporting Directive (NFRD), die seit 2014 in Kraft ist. Die NFRD verpflichtet bestimmte große Unternehmen, nicht-finanzielle Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (engl. Environmental, Social, Governance – ESG) zu veröffentlichen. Kritiker bemängelten jedoch schon früh, dass der Kreis der durch die NFRD verpflichteten Unternehmen nicht groß genug sei und dass die Berichtspflichten nach der NFRD generell nicht weit genug reichen würden. Die CSRD wurde deshalb im April 2021 von der Europäischen Kommission vorgeschlagen, um diese Lücken zu schließen und die Qualität und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsberichte zu  verbessern .    Wer ist betroffen?  Die CSRD erweitert den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen  erheblich, was bedeutet, dass viele Unternehmen, die bisher keine nicht-finanziellen Berichte erstellen mussten, jetzt ebenfalls berichtspflichtig werden. Dazu gehören nun:    große Unternehmen, die mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen:   mehr als 250 Mitarbeiter mehr als 50 Mio. Euro Umsatz und/oder eine Bilanzsumme von mehr als 25 Mio. Euro  börsennotierte Unternehmen, einschließlich kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU), mit Ausnahme von Mikro-Unternehmen, sofern diese mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen:   mehr als 10 Mitarbeitende  mehr als 900.000 Euro Umsatz und/oder  eine Bilanzsumme von mehr als 450.000 Euro  Unternehmen außerhalb der EU mit mindestens einer Tochtergesellschaft oder Niederlassung in der EU , die einen Nettoumsatz von mehr als 150 Mio. EUR erzielen und bestimmte Schwellenwerte überschreiten.                Die Berichtspflicht gemäß CSRD wird dabei stufenweise eingeführt, um den Unternehmen genügend Zeit zur Anpassung zu geben. Für die hier genannten Klassen von Unternehmen gelten deshalb jeweils unterschiedliche Fristen.    Zeitplan und Umsetzung  Die CSRD trat am 5. Januar 2023 auf EU-Ebene in Kraft und musste in allen EU-Mitgliedsstaaten innerhalb von 18 Monaten in nationales Recht überführt werden. In Deutschland hat das Bundesministerium der Justiz im März den Referentenentwurf für das CSRD-Umsetzungsgesetz veröffentlicht; Verbände und Betroffene hatten bis zum 19. April Gelegenheit, Stellung gegenüber dem Entwurf zu beziehen. Nach der Verkündung des Gesetzes, die spätestens am 6. Juli erfolgen muss, werden dann in Deutschland, wie auch in den anderen EU-Staaten, die folgenden Regelungen gelten. Die genannten Daten beziehen sich dabei auf das jeweilige Geschäftsjahr, über das berichtet werden muss – die Berichterstattungspflicht tritt jeweils im Folgejahr in Kraft:      ab 2024 Große Unternehmen, die bereits der NFRD unterliegen, müssen erstmals nach den neuen CSRD-Vorgaben berichten.  ab 2025 Alle anderen bilanzrechtlich großen Unternehmen kommen hinzu.   ab 2026 Börsennotierte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), kleine Kreditinstitute und firmeneigene Versicherungsunternehmen folgen.  ab 2028 Unternehmen aus Drittländern müssen auch den CSRD-Berichtspflichten nachkommen. Das trifft zu, wenn sie mit einem Nettoumsatz von über 150 Mio. EUR mindestens ein Tochterunternehmen oder eine Zweigniederlassung in der EU haben und bestimmte Schwellenwerte überschreiten.    Was muss berichtet werden?  Ein wichtiges Element der CSRD ist die Festlegung einheitlicher Berichtsstandards durch die zwölf European Sustainability Reporting Standards (ESRS), sie detaillierte Anforderungen an die Berichterstattung  festlegen. Die Berichterstattung muss dabei sowohl qualitative als auch quantitative Daten umfassen. Unternehmen müssen Informationen in den drei Bereichen Umwelt, Soziales und Governance offenlegen. Durch die ESRS werden in den drei Teilbereichen unter anderem Standards für die Berichterstattung zu folgenden Themenbereichen definiert:   Umwelt  Treibhausgasemissionen : Angaben zu direkten und indirekten Emissionen ( Scope 1, 2 und teilweise Scope 3 )  Energieverbrauch : Informationen über den Gesamtenergieverbrauch und den Anteil erneuerbarer Energien  Wasser- und Ressourcennutzung : Daten zu Wassernutzung, Abfallmanagement und Ressourceneffizienz  Biodiversität : Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Biodiversität (und umgekehrt) und Maßnahmen zu deren Schutz, Umweltverschmutzung : Angaben zu Emissionen in Luft, Wasser und Boden sowie Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion    Soziales  Arbeitsbedingungen : Informationen zu Löhnen, Arbeitszeiten, Beschäftigungsbedingungen und Arbeitnehmerrechten  Diversität und Inklusion : Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Chancengleichheit im Unternehmen  Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz : Statistiken zu Arbeitsunfällen und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit  Ausbildung und Entwicklung : Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie deren berufliche Entwicklung    Governance  Unternehmensethik : Angaben zu ethischen Grundsätzen und Verhaltensregeln im Unternehmen  Korruptionsbekämpfung : Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Korruption und Bestechung  Interne Kontrollen und Risikomanagement : Beschreibung der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagements    Über welche Bereiche im Falle des einzelnen Unternehmens genau berichtet werden muss, wird individuell im Rahmen einer Doppelten Wesentlichkeitsanalyse  festgelegt . Diese Analyse definiert, welche der verschiedenen ESRS im Einzelfall anzuwenden sind und ist deshalb für das CSRD-Verfahren von großer Bedeutung.    Vorteile der CSRD  Die Einhaltung der CSRD-Berichtspflichten bietet Unternehmen mehrere Vorteile . Durch die umfassende und transparente Berichterstattung können sie das Vertrauen von Investoren, Kunden und weiteren Stakeholdern stärken. Dies führt zu einer verbesserten Reputation  und kann langfristige Geschäftsbeziehungen fördern. Nachhaltige Geschäftspraktiken verschaffen den Unternehmen zudem einen Wettbewerbsvorteil und  eröffnen neue Marktchancen , da Nachhaltigkeit ein zunehmend entscheidendes Kriterium bei Kaufentscheidungen von Verbrauchern und bei der Vergabe von Aufträgen ist.   Eine gründliche Nachhaltigkeitsberichterstattung hilft Unternehmen außerdem, sowohl Umwelt-, Sozial- als auch Governance-Risiken frühzeitig zu erkennen und ihre Strategie zum Risiko-Management dementsprechend vorausschauend anzupassen. Langfristig können sie durch nachhaltige Praktiken und Prozesse Kosten einsparen , beispielsweise durch Energie- und Ressourceneffizienz sowie beim Vermeiden von Umweltschäden  und den damit verbundenen Kosten. Diese Vorteile verdeutlichen, dass die Einhaltung der CSRD-Berichtspflichten nicht nur eine regulatorische Verpflichtung, sondern auch eine Chance für Unternehmen darstellt, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu wirtschaften.    Die Herausforderungen der CSRD-Berichtspflichten mit First Climate meistern  Die CSRD stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet jedoch auch erhebliche Chancen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung und zur Stärkung der Marktposition . Durch frühzeitige und sorgfältige Vorbereitung können Sie die neuen Berichtspflichten erfolgreich umsetzen und von den damit verbundenen Vorteilen profitieren. First Climate unterstützt Sie  mit der CSRD-Beratung  gern bei der Umsetzung der neuen Richtlinie. Wir helfen Ihnen beispielsweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse, Gap-Analyse und der Entwicklung eines konkreten Aktionsplans.  Nehmen Sie gleich Kontakt zu uns auf!    Mehr zu den First Climate-Serviceangeboten rund um die CSRD-Berichterstattung erfahren Sie auf unserer CSRD-Website.      6 Fragen rund um CSRD  Wofür steht CSRD? CSRD steht für Corporate Sustainability Reporting Directive – auf Deutsch: Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen.  Warum wurde die CSRD eingeführt? Die EU-Richtlinie zielt darauf ab, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern und somit Unternehmen zu einer nachhaltigeren Geschäftspraxis zu ermutigen.  Welche Unternehmen müssen den CSRD-Berichtspflichten nachkommen?  In Deutschland werden mehr als 15.000 Unternehmen durch die neue EU-Richtlinie dazu verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu berichten. Betroffen sind alle bilanzrechtlich großen und börsennotierten Unternehmen mit Ausnahme von Kleinstunternehmen. Wird die Einhaltung der CSRD überwacht?  Ja, die CSRD verlangt eine obligatorische externe Überprüfung der gemeldeten Nachhaltigkeitsinformationen. Diese kann durch Abschlussprüfer oder unabhängige zertifizierte Anbieter von Bestätigungsdienstleistungen erfolgen. Welche Unterschiede gibt es zwischen der NFRD und der CSRD?  Die CSRD erweitert die Anforderungen und den Geltungsbereich der Non-Financial Reporting Directive (NFRD). Letztere galt nur für große kapitalmarktorientierte Unternehmen und bestimmte große Kreditinstitute und Versicherungen. Die neuen Berichtspflichten betreffen alle großen und alle börsennotierten Unternehmen, einschließlich kleiner und mittelständischer (KMU).   Darüber hinaus gilt ein Thema nach der NFRD nur dann als wesentlich, wenn es aus beiden Perspektiven (Inside-Out und Outside-In) wesentliche Auswirkungen hat. Gemäß den Anforderungen der CSRD reicht es dagegen künftig aus, wenn ein Thema im Rahmen einer der beiden Perspektiven als wesentlich eingestuft wird. Ein Nachhaltigkeitsthema ist also wesentlich, wenn es aus der Wirkungsperspektive oder aus der Finanzperspektive oder aus beiden Perspektiven von Bedeutung ist. Durch diese Änderung werden in Zukunft mehr Themen als wesentlich eingestuft, was die Anzahl der zu berichtenden Themen deutlich erhöht. Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Umsetzung der CSRD?  Der Digitalisierung kommt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der CSRD zu, da durch sie Daten effizienter erfasst, analysiert und berichtet werden können. Der Einsatz von spezialisierten Softwarelösungen kann den Aufwand für die Datenerhebung und -verarbeitung erheblich reduzieren und die Genauigkeit und Konsistenz der Berichterstattung verbessern. First Climate verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit entsprechenden digitalen Lösungen zur CSRD-Berichterstattung und berät Unternehmen bei allen damit zusammenhängenden Fragen. Über den Autor Jonathan Schwieger  ist Consultant für unternehmerische Klimastrategien und Head of GHG Accounting & Climate Reporting bei First Climate. In dieser Funktion unterstützt er Kundinnen und Kunden aus dem privaten Sektor bei der Umsetzung ihrer Klimaziele und verantwortet die Team-Aktivitäten im Bereich der CO2-Bilanzierung sowie der freiwilligen und gesetzeskonformen Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Bevor er 2015 bei First Climate einstieg, war Jonathan beim Clean Energy Trust (CET) in Chicago tätig, einem regionalen Cleantech-Impact-Investor und Business Accelerator.

  • Teamgeist, Sport und Klimaschutz im Herzen von Zürich

    Beim Zurich City Triathlon 2024 stellten sich die First Climate-Teams der sportlichen Herausforderung / Engagement als Klimaschutzpartner Der Triathlon war auch in diesem Jahr wieder geprägt von sportlicher Motivation, Team-Spirit und Erfolgserlebnissen. Ob an Land oder im Wasser, beim Zieleinlauf oder am First Climate-Sponsorenstand im ZC3-Village – überall auf dem Event-Gelände und an der ganzen Strecke zwischen Stadt und Zürichsee herrschte grandiose Stimmung. Das war auch bei den Athletinnen und Athleten unserer beiden teilnehmenden First Climate-Teams deutlich zu spüren. Mitglieder des First Climate-Teams am Sponsorenstand im Triathlon-Village, wo sie Besucherinnen und Besucher begrüßten und Reisedaten für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks der Veranstaltung sammelten. Mehr als 4.000 Triathletinnen und Triathleten versammelten sich am vergangenen Sonntag auf der Landiwiese am Zürcher Mythenquai und auf der Saffainsel, um beim Zurich City Triathlon anzutreten und sich gegenseitig anzufeuern. Mit dabei waren auch zwei First Climate-Teams, die sich im Rahmen des Firmentriathlons der sportlichen Challenge bei den drei Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen über die Olympische Distanz stellten. „Es ist ein besonderes Erlebnis, beim ZC3 dabei zu sein. Man hat das Gefühl, dass ganz Zürich auf den Beinen ist – eine fantastische Atmosphäre. Vielen Dank an unseren Partner ZC3 für eine durchweg tolle Event-Organisation! Wir sind stolz, auch in diesem Jahr als Co-Sponsor und Klimaschutzpartner zu einer möglichst klimaschonenden Gestaltung des ZC3 beitragen zu können“, so First Climate CEO, Olaf Bachert, der als Teil eines der beiden First Climate-Teams auf der Radstrecke an den Start ging. Um 14 Uhr fiel der Startschuss für die Firmentriathlon-Teams in der Kategorie Schwimmen auf der Saffainsel. Die Schwimmerinnen und Schwimmer legten dabei im Zürichsee eine Distanz von 1,5 km zurück und wurden anschließend von ihren Team-Kolleginnen und Kollegen in der Disziplin Radfahren abgelöst. Die insgesamt 40 km lange Radstrecke führte auf einem Rundkurs zwischen der Landiwiese und Küsnacht am Zürichsee entlang. Parallel verlief die 10 km lange Laufstrecke am Zürcher Seebecken und endete an der Ziellinie am Seeufer im Zentrum der Landiwiese. Am Streckenrand konnten die First Climate-Athletinnen und Athleten sich auf den letzten Metern gegenseitig anfeuern und den gemeinsamen Zieleinlauf feiern. Am First Climate-Sponsorenstand mitten im Triathlon-Village gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Reisedaten zu erfassen und damit zur Berechnung des CO2-Fußabdruck s der Veranstaltung beizutragen.   Unsere Triathlon-Teams haben ein paar bunte Highlights und Impressionen mitgebracht. Viel Spaß beim Durchklicken! Bilder 11-14: ©AlphaFoto , Bilder 15-19: ©Zurich City Triathlon

  • First Climate erneut Co-Sponsor und Klimaschutzpartner des Zurich City Triathlon

    Verlängerung der Partnerschaft rund um Sport, Teamgeist und Klimaschutz Am 23. Juni 2024 kommen im Herzen Zürichs in der Schweiz Triathletinnen und Triathleten aus aller Welt zusammen, um beim Zurich City Triathlon (ZC3) in verschiedenen Disziplinen anzutreten. First Climate wird das Event auch in diesem Jahr als offizieller Co-Sponsor und Klimaschutzpartner unterstützen und auch selbst mit zwei Teams an die Startlinie gehen. Über Nachwuchs-, Sprint- und Olympische Distanzen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine oder mehrere der drei ZC3-Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen absolvieren. Im Rahmen des Events findet auch wieder der Firmentriathlon statt, bei dem Mitarbeitende einzeln oder in Teams antreten. Beim diesjährigen Triathlon werden insgesamt über 4.000 Sportbegeisterte erwartet. Sportevent mit nachhaltiger Ausrichtung Nachhaltigkeit ist für das Organisatoren-Team des ZC3 ein wichtiges Thema. Um für einen möglichst umweltschonenden Ablauf zu sorgen, engagiert sich der ZC3 mit verschiedenen Maßnahmen für den Ressourcen- und Klimaschutz. So arbeitet der ZC3 etwa mit regionalen Lieferanten und Partnern zusammen, um transportbedingte Emissionen so gering wie möglich zu halten. Lange Lieferwege können auf diese Weise vermieden und lokale Unternehmen aus Zürich und Umgebung gefördert werden. Auch bei der Material- und Produktwahl legt der ZC3 viel Wert auf Lokalität und vergibt Finisher-Give-Aways sowie Starter-Bags ausschließlich bei konkretem Bedarf auf Teilnehmerseite, was dazu beiträgt, Ressourcen zu sparen. Auf die Bereitstellung von Pkw-Parkplätzen verzichtet der ZC3 und empfiehlt allen Besucherinnen und Besuchern, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Als Co-Sponsor und Klimaschutzpartner ermittelt First Climate seit 2022 für den ZC3 die entstehenden Emissionen durch eine detaillierte Treibhausgas-Bilanzierung. Zusätzlich unterstützt First Climate den ZC3 dabei, globale Klimaschutzmaßnahmen durch den Bezug von CO2-Zertifikaten aus verifizierten internationalen Klimaschutzprojekten im Umfang des berechneten CO2-Fußabdrucks zu fördern. Damit auch die Reise-Emissionen der Teilnehmenden berücksichtigt werden, können Letztere ihre Reisedaten digital über eine App erfassen. First Climate wird mit einem Stand vor Ort sein und allen Besucherinnen und Besuchern, die ihrem reisebezogenen CO2-Fußabdruck entgegenwirken möchten, bei Fragen und der Datenerfassung beratend zur Seite stehen. Unsere teilnehmenden Expertinnen und Experten freuen sich auf die sportliche Challenge, jede Menge Team-Spirit und darauf, möglichst viele Besucherinnen und Besucher am First Climate-Stand begrüßen zu dürfen!

  • CDP-Reporting 2024: Das erwartet Sie

    2024 bringt viele Veränderungen für die Nachhaltigkeits-Berichterstattung von Unternehmen mit sich – auch für das CDP-Reporting. CDP hat in diesem Zusammenhang einige wesentliche Neuerungen angekündigt, mit denen Unternehmen im Berichtsjahr 2024 rechnen müssen. Es handelt sich um die wichtigsten Änderungen seit der erstmaligen Ausrichtung an der TCFD im Jahr 2018. Was kommt im Bereich CDP-Reporting auf Ihr Unternehmen zu und wie können Sie sich am besten auf die anstehende Berichtsphase vorbereiten? First Climate Consulting hat für Sie die wichtigsten Neuerungen und Handlungsempfehlungen zusammengestellt. 1. Neuer Zeitrahmen für die CDP-Berichterstattung In den zurückliegenden Jahren galt Ende Juli als Frist für das CDP-Reporting. Für das Jahr 2024 wurde diese Frist nun auf den 18. September verschoben. Trotz der offiziellen Fristverschiebung empfiehlt First Climate Consulting, sich frühzeitig mit den Änderungen vertraut zu machen, um Ihr Unternehmen bestmöglich und mit genügend Zeit auf die neuen Reporting-Vorgaben einzustellen und optimale Ergebnisse zu erzielen. CDP hat des Weiteren die Einführung einer neuen Online-Plattform für die CDP-Berichterstattung angekündigt, die dabei helfen soll, die Zusammenarbeit zwischen mehreren Team-Mitgliedern oder Consultants zu optimieren. Die Plattform wird ab April 2024 zur Verfügung stehen. 2. CDP-Fragebogen für KMU Da die freiwillige Nachhaltigkeits-Berichterstattung für immer mehr Unternehmen zur gängigen Praxis wird und das verpflichtende Reporting in Kürze auch für KMU gilt, hat CDP einen Fragebogen speziell für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt. Wenn Ihr Unternehmen zu der Gruppe der KMU gehört und Sie bislang vielleicht noch keinen CDP-Bericht erstellt haben, sollten Sie in diesem Jahr damit beginnen. 3. Neue CDP-Fragebögen für 2024 Bisher gab es jeweils separate Fragebögen für die CDP-Kategorien Klimawandel, Wälder, und Wassersicherheit – diese werden nun durch einen kombinierten Fragebogen abgedeckt. Unverändert bleiben weiterhin die separaten CDP-Scores für die einzelnen Themen. In der Praxis dürfte sich die Berichterstattung in allen drei Kategorien dadurch zeitsparender und effizienter gestalten lassen. Möglich wäre auch, dass sich mehr Unternehmen dafür entscheiden, Scores für alle drei Themen zu erhalten, wodurch nicht nur die Datenmengen, sondern auch die Erfolgsmessung für alle Bereiche komplexer wird. 4.  CDP-Berichterstattung im Einklang mit dem Klimastandard IFRS S2 Ein wichtiges Merkmal der CDP-Berichterstattung ist die Angleichung an andere Standards, einschließlich der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Auf diese Weise können sich Unternehmen sicher sein, dass sich ihr Reporting an bewährten Verfahren orientiert. Im Jahr 2022 kündigte CDP an, dass es den durch das International Sustainability Standards Board (ISSB) entwickelten Standard für „klimabezogene Angaben“ des International Financial Reporting Standards (IFRS) 2 in die CDP-Berichterstattung für 2024 aufnehmen werde. Während die Einhaltung der IFRS-Standards derzeit rein freiwillig erfolgt, wird in vielen Ländern darüber diskutiert, wie die ISSB-Standards in die Rahmenwerke des verpflichtenden Reportings eingebunden werden können. Unternehmen, die der verpflichtenden Berichterstattung zuvorkommen wollen, sollten in Betracht ziehen, ihre CDP-Angaben im Verlauf dieses Jahres zu übermitteln. Für Unternehmen, die bereits von den Berichtspflichten nach der EU-weiten Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) betroffen sind oder demnächst davon betroffen sein werden, ist diese Angleichung von CDP und ISSB ebenfalls hilfreich, da sich die Standards in erheblichem Maße überschneiden. Zu beachten ist jedoch, dass die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) der CSRD eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse voraussetzen, ganz im Gegensatz zum ISSB S2-Standard für klimabezogene Angaben. First Climate kann Unternehmen bei der Entwicklung von wirksamen Strategien zur Vorbereitung auf die Berichterstattung nach CDP und der CSRD unterstützen. Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Unternehmen von der CSRD betroffen ist? Wir beraten Sie gerne! Beginnen Sie noch heute mit Ihrem Reporting. Insgesamt ist zu beobachten, dass die Bedeutung der Nachhaltigkeits-Berichterstattung von Unternehmen kontinuierlich zunimmt. Seit 2020 ist die Zahl der berichtenden Unternehmen um 140 % gestiegen. Aus unserer Sicht ist dies eine positive Entwicklung, die dazu beiträgt, Transparenz zu fördern und die Erfolgsmessung im Rahmen des Privatsektors zu optimieren. Gleichwohl könnte der Trend zu einem erhöhten Wettbewerb führen und dazu, dass CDP-Ergebnisse zunehmend an Relevanz gewinnen. Für Unternehmen, die noch keinen Bericht erstellt haben, ist es wichtig, nicht zurückzufallen, da Investoren und Stakeholder zunehmend auf das Nachhaltigkeits-Reporting achten. Die beste Lösung ist, mit Experten zusammenzuarbeiten, die nicht nur beim Berichtsprozess helfen können, sondern auch Einblicke und Tipps zur Verbesserung der Berichtsergebnisse geben sowie Potenziale für künftige Optimierungen aufdecken. Als akkreditierter Silver Renewable Energy und Science-Based Targets Solutions-Partner von CDP für die DACH-Region kann First Climate Ihrem Unternehmen dabei helfen, Ihren CDP-Score zu optimieren. Kontaktieren Sie uns: impact@firstclimate.com Über den Autor Jonathan Schwieger ist Consultant für unternehmerische Klimastrategien und Head of GHG Accounting & Climate Reporting bei First Climate. In dieser Funktion unterstützt er Kundinnen und Kunden aus dem privaten Sektor bei der Umsetzung ihrer Klimaziele und verantwortet die Team-Aktivitäten im Bereich der CO2-Bilanzierung sowie der freiwilligen und gesetzeskonformen Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Bevor er 2015 bei First Climate einstieg, war Jonathan beim Clean Energy Trust (CET) in Chicago tätig, einem regionalen Cleantech-Impact-Investor und Business Accelerator.

  • First Climate und Griot Consulting kooperieren bei langfristigem „Safe Water“-Projekt

    Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Ausweitung des Maji Bora Borehole-Projekts in Ostafrika Im Rahmen der Zusammenarbeit planen die Projektentwickler die Instandsetzung und Installation von mehr als sechshundert Frischwasserpumpen in zwei wasserarmen Bezirken Kenias. Es wird erwartet, dass die Partnerschaft zur Reduzierung der lokalen Kohlenstoffemissionen in der Projektregion beiträgt, indem die lokalen Haushalte nicht mehr auf das Abkochen von Wasser und das Zurücklegen großer Entfernungen für den Zugang zu sauberem Trinkwasser angewiesen sind. Dieses mehrere Bezirke in Kenia umfassende PoA-Projekt (engl. Program of Activities, kurz PoA) hat das Potenzial, das tägliche Leben von einer Million Menschen zu verbessern. Wasser fließt in Turkana, Kenia. Bildnachweis: ©Griot Ltd. Das Hauptziel des Maji Bora-Projekts ist die Bekämpfung der Wasserknappheit in Kenia, Burundi und Tansania. Im Rahmen des Projekts werden bereits bestehende, nicht mehr funktionsfähige Bohrlöcher saniert und moderne, nachhaltige Brunnenanlagen mit manuellen und solaren Wasserpumpensystemen gebaut. Wie der Name Maji Bora – Kisuaheli für „ausgezeichnetes Wasser“ - bereits andeutet, besteht das Ziel darin, Kindern, Familien sowie Landwirtinnen und Landwirten vor Ort den Zugang zu sicherem Wasser zu ermöglichen und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen in der Region zu reduzieren, indem das Verbrennen von Biomasse zur Wasseraufbereitung vermieden wird. Das Griot-Team konnte vor Ort feststellen, dass die zuvor installierten Bohrlöcher, die Familien und Bauernhöfe in der Region versorgten, beschädigte Pumpen aufwiesen, stark reparaturbedürftig oder teils sogar völlig unbrauchbar waren. In den meisten Fällen gab es vor Ort niemanden, der über die notwendigen Fähigkeiten verfügte, um sie zu reparieren. Griot schritt daraufhin ein und entwickelte ein einzigartiges und zukunftsweisendes Konzept, das durch kontinuierliche technische Unterstützung und Wartungen den langfristigen Erfolg des Projekts gewährleisten soll. Fachkundige Beratung Als Consulting-Partner des Projektentwicklers Griot ist First Climate in erster Linie für die Kohlenstoffmanagement- und Dokumentationspläne sowie für die damit verbundene Registrierung und den Vertrieb der im Rahmen des Projekts erzeugten CO2-Zertifikate verantwortlich, die voraussichtlich im Jahr 2025 ausgegeben werden. Der ursprüngliche Vertrag zwischen Griot und First Climate wurde für die erste Anrechnungsperiode, die fünf Jahre dauert, bestätigt. „Als Griot an uns herantrat, um uns bei der Projektgestaltung zu beraten, begannen wir schon bald – basierend auf unserer langjährigen Erfahrung mit Safe Water- und Community-Projekten – die Möglichkeiten für eine Solarisierung der Wasserpumpen zu prüfen. Wir freuen uns über den positiven Impact, den dieses nachhaltige Projekt auf die Region haben wird, und möchten Griot bei der Ausweitung dieser und ähnlicher Aktivitäten unterstützen“, kommentiert Yves Keller, Head of Community-Based & Article 6 Projects bei First Climate. Sobald das Projektdesign validiert ist, wird First Climate als exklusiver Vermarkter der entstehenden CO2-Zertifikate fungieren, die durch den Gold Standard validiert und ausgegeben werden sollen. Wichtiges Projekt zur sicheren Wasserversorgung Kenia, Burundi und Tansania gehören zu den afrikanischen Ländern mit dem höchsten Anstieg bei der Nachfrage nach Holzkohle und Holzbrennstoffen. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden diese Zahlen bis zum Jahr 2040 voraussichtlich weiter steigen. Griot Consulting hat Kenia und insbesondere die Bezirke Turkana und Kilifi als Pilotstandorte für das Program of Activities (PoA) ausgewählt. Der PoA-Status bedeutet, dass es zahlreiche Mikroprojekte gibt, die über das gesamte Projektgebiet verstreut sind und zusammen den vollen Umfang des Projekts und der damit verbundenen Emissionsreduktionen ausmachen. In den Projektgebieten gibt es zahlreiche Haushalte, die auf die Nutzung von offenen Feuern und ineffizienten Kochherden zum Abkochen von verunreinigtem Wasser angewiesen sind, was in erster Linie durch die Verbrennung von nicht regenerativen Brennstoffen geschieht. Es wird erwartet, dass die funktionstüchtigen Bohrlöcher die Entwaldungsrate in der Region verringern werden. Die Wasserknappheit in diesen Gebieten Ostafrikas ist zweifellos immens; in Tansania haben etwa 28 % der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. Fast jeden Tag schicken die meisten Haushalte im gesamten Projekt-Gebiet Familienmitglieder - in der Regel Frauen und Mädchen - auf weite Strecken, um Wasser zu holen - das in der Regel aus einer unsicheren natürlichen Quelle stammt. Das bedeutet, dass die Frauen und Mädchen mehrere Kilometer zurücklegen müssen, um Wasser zu holen, das dann in oft unverschlossenen Kanistern transportiert wird. Allein die Art der Fortbewegung und die Entfernungen führen zu einer weiteren Verschmutzung des Wassers. Bildnachweis für Bilder 1 bis 4: ©Griot Ltd. Griot verfügt über ein ausgedehntes Netzwerk von Außendienstmitarbeitenden, die dafür sorgen, dass die Projektaktivitäten nicht enden, sobald ein neues Bohrloch gebohrt und in Betrieb genommen wurde. Das Projekt sieht regelmäßige Wartungspläne sowie technische Unterstützung für das lokale Personal vor, um die Bohrlöcher funktionsfähig zu halten. Sie werden darin geschult, die Pumpen zu inspizieren und bei Bedarf Reparaturen vorzunehmen, und führen vierteljährliche Besuche vor Ort durch, bei denen sie die Pumpen kontrollieren und die Ergebnisse dokumentieren. Der Projektentwickler kümmert sich um den täglichen Betrieb und stellt sicher, dass die Bohrlöcher des Projekts funktionieren und gut gewartet sind. Konkret wird jedem Bohrloch eine zuständige Person zugewiesen, bei der es sich in vielen Fällen um Frauen handelt, die für die Dokumentation der Nutzung, der Spezifikationen, der Funktionsweise und der regelmäßigen Wartung des Bohrlochs selbst verantwortlich ist. Den Klimaschutz ankurbeln Hywel George, Global Operations Director von Griot Consulting, erklärt, warum es für den Erfolg des Projekts entscheidend ist, First Climate an Bord zu haben: „Wir sind uns bewusst, dass unser Projekt Teil eines großen Vorhabens in Ostafrika ist. Es ist großartig, mit First Climate eines der erfahrensten und erfolgreichsten Beratungsunternehmen im Bereich Klimaschutz an Bord zu haben. Wir verlassen uns auf ihren fachkundigen Rat und ihr Verständnis für den freiwilligen CO2-Markt“. Das Engagement von First Climate hat bereits zu einer erfolgreichen vorläufigen Aufnahme in das Gold-Standard-Register geführt. Es wurde auch schon ein Projektauditor bestätigt, der das Projekt auf seinem Weg durch den Validierungsprozess begleiten wird. Der Validierungsprozess wird voraussichtlich bis Ende des dritten Quartals 2024 abgeschlossen sein. Die Partnerschaft mit Maji Bora soll während der drei vertraglich festgelegten Anrechnungsperioden auf dem freiwilligen CO2-Markt fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Zunächst haben sich die Partner auf zwei Pilot-PoAs geeinigt, die sich mit der Wartung und dem Errichten von Bohrlöchern befassen, sie prüfen jedoch auch andere Optionen in Verbindung mit CO2-Senkenprojekten. Über First Climate First Climate ist ein weltweit führender Anbieter von Lösungen in den Bereichen CO2-Management und regenerative Energieversorgung für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Das Unternehmen entwickelt und finanziert verifizierte Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt. Durch die Unterstützung dieser Projekte können Unternehmen eigenen Emissionen einen gleichwertigen Klimanutzen entgegensetzen und nachhaltige Entwicklung in den Projektregionen fördern. Durch den Zugang zu einem breiten Netzwerk von globalen Partnern und mit Expertise in der bedarfsgerechten Bereitstellung von erneuerbaren Energien bietet First Climate Unternehmen außerdem individuelle Optionen für die Reduzierung ihres energiebezogenen CO2-Fußabdrucks. www.firstclimate.com Über Maji Bora Griot Consulting wurde aus der Überzeugung heraus gegründet, sich für die Beseitigung von Armut und Leid in der Welt einzusetzen. Das Gründungsprojekt in Kenia bestand darin, Mädchen die Möglichkeit zu geben, sich für Bildung statt für Genitalverstümmelung und Kinderheirat zu entscheiden.Dann entdeckte das Unternehmen ein Finanzierungsmodell für internationale Entwicklung, das sich von dem traditionellen, von Wohltätigkeits- und Nichtregierungsorganisationen bevorzugten Spendenmodell entfernte. Und so begann Griot, an Projekten zu arbeiten, die bedürftigen Gemeinschaften zugute kommen und gleichzeitig die internationalen CO2-Märkte mit handelbaren CO2-Zertifikaten versorgen. Diese Methode schafft eine Geschäftsbeziehung zwischen Begünstigten und Investoren - ein Modell, das weit von dem abweicht, was viele Jahre lang die Norm war. https://griot.co.ke/

bottom of page