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  • Was Sie über das CDP-Reporting 2025 wissen müssen

    Öffnung des Portals im Juni / Änderungen am CDP-Fragebogen und der Bewertungsmethodik Das CDP-Portal wird in der Woche vom 16. Juni geöffnet – ab dann können Unternehmen ihre Umweltdaten an CDP übermitteln und die Fragebögen einreichen. Gute Nachrichten für die freiwillige CDP-Berichterstattung von Unternehmen in diesem Jahr: sowohl der Fragebogen als auch die Bewertungsmethodik weisen im Vergleich zum letzten Jahr nur geringfügige Änderungen auf. Die meisten Updates zielen darauf ab, mehr Klarheit und Konsistenz zu schaffen. Unternehmen müssen in Vorbereitung auf die neue Berichtsphase auf dem Laufenden bleiben. In diesem Blog beleuchten wir die relevanten Neuerungen und Fristen für die Berichtssaison 2025 – erfahren Sie, was Ihr Unternehmen wissen muss, um loszulegen! © Grand Warszawski - stock.adobe.com Im Jahr 2024 kündigte CDP eine Anpassung des Rahmenwerks sowie erhebliche strukturelle Änderungen des Fragebogens für Unternehmen an . Unter anderem wurde ein kombinierter Unternehmensfragebogen eingeführt, der die drei Themen Klimawandel, Wälder und Wassersicherheit vereint. Gemäß der durch CDP veröffentlichten Scoring-Ergebnisse und A-Listen für das Jahr 2024 erhielten mehr als 22.000 Unternehmen einen CDP-Score . Im Vergleich zur Berichtssaison 2024 sind die Anpassungen für dieses Jahr weniger umfassend. Verbesserte Bewertungsmethodik und Fragebogen für Unternehmen sowie KMU Die diesjährige CDP-Bewertungsmethodik und der Fragebogen enthalten vor allem sprachliche Anpassungen zur besseren Verständlichkeit und zur Vereinheitlichung der Bewertungskriterien. Wie im Jahr 2024 müssen Unternehmen, die den vollständigen CDP-Fragebogen ausfüllen, auch Fragen zum Klimawandel sowie zusätzliche Fragen zu Biodiversität und Plastik beantworten (diese Themen werden jedoch weiterhin nicht durch CDP bewertet). Je nachdem, wie relevant die Themen Wälder und Wasser für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sind, müssen oder können Unternehmen auf freiwilliger Basis Fragen zu diesen Bereichen beantworten. Das CDP-Scoring für jedes dieser Umweltthemen werden auch in diesem Jahr getrennt voneinander erfolgen. Im Jahr 2024 hat CDP auch einen Fragebogen für kleine und mittlere Unternehmen eingeführt, der speziell auf diese zugeschnitten ist. Der diesjährige Fragebogen behält die gestraffte Struktur des Unternehmensfragebogens bei, der weniger Datenpunkte, vereinfachte Fragestellungen und eine verbesserte Orientierung enthält. Da CDP seine Bewertungsmethodik kontinuierlich optimiert, werden im Jahr 2025 die Schwellenwerte für die Bewertung von KMU überprüft und angepasst, um die tatsächliche Leistung besser widerzuspiegeln. Wie im Jahr 2024 wird in diesem Jahr der A-Score entfallen; KMU erhalten Scores zwischen D und B. Nach Angaben von CDP werden die im Laufe des aktuellen Berichtszyklus gesammelten Daten dazu beitragen, künftig einen soliden Scoring-Standard für KMU zu entwickeln. CDP wird die Methodik zur Bewertung von KMU in den kommenden Jahren weiter überprüfen, um die Ambitionen dieser Interessengruppen zu steigern. Fristen für 2025 CDP hat auch Details zum Zeitplan für den Berichterstattungs-Zeitraum 2025 bekannt gegeben. Die wichtigsten Termine sind im Überblick: Woche vom 9. Juni: Frist für Investoren und Kunden zur Einreichung ihrer Fragen an Unternehmen bei CDP Woche vom 16. Juni: Offizielle Öffnung des CDP-Online-Portals 2025 für alle berichtenden Unternehmen Woche vom 15. September: Frist für die Einreichung der bewerteten Antworten (Schließung des Online-Portals) Woche vom 17. November: Deadline für die Einreichung unbewerteter Antworten Wie immer wird First Climate Sie über die weiteren Entwicklung der CDP-Anforderungen und deren Folgen für Unternehmen auf dem Laufenden halten. Bereiten Sie sich mit First Climate Consulting auf das CDP-Reporting 2025 vor CDP-Scores spielen eine wichtige Rolle für Unternehmen auf dem Weg von mehr Transparenz zu konkreten Maßnahmen. Sie schaffen ein klares Bild ihrer Umweltbilanz, geben ihnen die Möglichkeit, fundierte Geschäfts-, Investitions- und Beschaffungsentscheidungen zu treffen, und tragen zur Entwicklung widerstandsfähigerer Geschäftsmodelle bei. Da CDP sein Portal Mitte Juni eröffnen wird, ist es für Unternehmen jetzt an der Zeit, sich auf die Berichterstattung an CDP vorzubereiten. Werden Sie ein Vorreiter in puncto Umwelttransparenz, Nachhaltigkeits-Engagement und Klimaschutz! Erfahren Sie mehr über unsere CDP-Reporting-Services   oder wenden Sie sich für fachliche Unterstützung direkt an unsere Expertinnen und Experten. Kontaktieren Sie uns über impact@firstclimate.com ! Auf der CDP-Website finden Sie die vollständige CDP-Methodik für 2025 sowie andere nützliche Materialien, mit denen Sie sich auf Ihre diesjährige CDP-Berichterstattung vorbereiten können: https://www.cdp.net/en/disclosure-2025 Über den Autor Jonathan Schwieger ist Consultant für unternehmerische Klimastrategien und Head of Climate Strategies bei First Climate. In dieser Funktion unterstützt er Kundinnen und Kunden aus dem privaten Sektor bei der Umsetzung ihrer Klimaziele und verantwortet die Team-Aktivitäten im Bereich der CO2-Bilanzierung sowie der freiwilligen und gesetzeskonformen Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Bevor er 2015 bei First Climate einstieg, war Jonathan beim Clean Energy Trust (CET) in Chicago tätig, einem regionalen Cleantech-Impact-Investor und Business Accelerator.

  • Grünes Licht für nachhaltige E-Bikes in Ghana

    Artikel 6.2-Genehmigung Ghanas und der Schweiz ebnet Weg für die Umsetzung des von First Climate unterstützten Wahu E-Bike-Mobilitätsprogramms in Afrika Als eine der ersten bilateralen Vereinbarungen, die unter Artikel 6.2 des Pariser Klimaschutzabkommens fallen, haben die Regierungen in Ghana und der Schweiz das umweltfreundliche Wahu E-Bike-Mobilitätsprojekt in Ghana nun offiziell autorisiert. Mit dieser Genehmigung kann das Projekt nun Finanzierungshilfen über CO2-Zertifikate erhalten, um seine E-Bike-Produktion hochzufahren und den Vertrieb zu skalieren. © Wahu Mobility Die Partnerschaft zwischen der Schweiz und Ghana gemäß Artikel 6.2 ist ein Paradebeispiel für die künftige multinationale Zusammenarbeit im Klimaschutz. Durch den strikten, bilateralen Rahmen von Artikel 6 kann eine Doppelzählung von Zertifikaten für Emissionsreduktionen ausgeschlossen werden. Außerdem macht das Regelwerk klare Vorgaben zur Berichterstattung und Transparenz. Das Abkommen zwischen der Schweizer und der ghanaischen Regierung zeigt beispielhaft, wie die Entwicklung von Kohlenstoff-Marktmechanismen die Zusammenarbeit zwischen Nationen fördern und gleichzeitig die Umweltintegrität gewährleisten kann. „Diese Genehmigung ist ein entscheidender Schritt für das Wahu-Projekt und unterstreicht das Potenzial von marktbasierten Klimaschutzlösungen, die messbaren Klimanutzen erzielen. Wir freuen uns über diesen Meilenstein, der es dem Programm ermöglicht, seine Aktivitäten weiter auszubauen. Damit wird dem globalen Kohlenstoffmarkt signalisiert, dass die Mechanismen nach Artikel 6 realisierbar sind und sich für die Umsetzung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen eignen“, erklärt Yves Keller, Head of International Compliance & Community/Article 6. Umweltfreundliche Mobilitätslösung für Menschen in Ghana Das Wahu E-Bike-Programm  ist ein innovatives Projekt zur Schaffung nachhaltiger Mobilitäts- und Transportlösungen, die vor allem Beschäftigten der Gig-Economy in ganz Ghana zugutekommen. Beschäftigte in der Gig-Economy sind selbständige, freiberufliche Arbeitskräfte, die Kurzzeitjobs annehmen. Wahu Mobility konzipiert und produziert zuverlässige und für Afrika maßgeschneiderte Elektrofahrräder (E-Bikes) und hat eine digitale E-Mobilitätsplattform entwickelt, die die Fahrerinnen und Fahrer mit Unternehmen verbindet, die Lieferbedarf haben. Ziel des Projekts ist es, ein E-Transportsystem für Zulieferer in Ghana aufzubauen, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sichere Arbeitsplätze zu schaffen. In Verbindung mit der Bereitstellung einer digitalen Benutzeroberfläche, die es den Fahrerinnen und Fahrern erleichtert, E-Ladestationen zu finden, wird das Projekt die Bezahlbarkeit und Akzeptanz von E-Bikes in Ghana erhöhen. Gleichzeitig wird das Projekt einen wirksamen Beitrag dazu leisten, den landesweiten CO2-Ausstoß zu verringern und Elektromobilität in Ghana zu etablieren und zugänglicher zu machen. Dank der nachhaltigen E-Bike-Flotte des Projekts profitieren Fahrerinnen und Fahrer von den Verdienstmöglichkeiten als Kuriere und tragen dazu bei, emissionsarme Mobilitätslösungen auszuweiten und auf fossile Brennstoffe angewiesene Transporte zu vermeiden. In einer derzeit noch von Männern dominierten Branche beabsichtigt das Projekt, die Beteiligung von Frauen an der Gig Economy zu fördern. Bilaterale Zusammenarbeit zur Erreichung nationaler Klimaziele Da nun beide Regierungs-Genehmigungen vorliegen, können die Ausweitung des Wahu E-Bike-Mobilitätsprogramms skaliert und voraussichtlich 100.000 E-Bikes in größeren Städten und städtischen Gemeinden Ghanas auf die Straßen gebracht werden. Bei jeder Nutzung der Wahu E-Bikes werden die damit verbundenen Emissionsreduktionen CO2-Zertifikate – sogenannte International Transferred Mitigation Outcomes (ITMOs) erzeugen. Anschließend erwirbt die in der Schweiz ansässige Stiftung KliK diese Zertifikate, welche dann der Schweiz übertragen werden, um zur Erreichung der nationalen schweizerischen Klimaverpflichtungen beizutragen. Nach dem revidierten CO₂-Gesetz der Schweiz müssen Treibstoffimporteure einen Teil der Kohlenstoffemissionen, die durch den Einsatz von Kraftstoffen in der Schweiz entstehen, eindämmen. Die Stiftung Klik, die diese Treibstoffimporteure vertritt, überwacht die Einhaltung dieser Ver pflichtung. Dieses innovative Finanzierungsmodell, das durch Artikel 6 ermöglicht wird, wird den Übergang zur nachhaltigen Mobilität beschleunigen, Emissionseinsparungen erzielen sowie die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördern. Bilaterale Initiativen wie diese sind ein Musterbeispiel für die Wirksamkeit von Artikel 6-Projekten. Wie geht es nun weiter? Die Rolle von First Climate wird weiterhin darin bestehen, umfassende Beratung zur Methodik des Projekts und technische Unterstützung bei der Strukturierung des MADD (Mitigation Activity Design Document) zu leisten sowie Wahu Mobility auch in den nächsten Phasen des Validierungsprozesses bis hin zur Zertifizierung nach einem geeigneten Standard zu begleiten. Darüber hinaus wird First Climate das Startup beim internationalen Transfer der Emissionsminderungs-Zertifikate und der Einhaltung der Monitoring-Anforderungen unterstützen, die eine Voraussetzung für die Ausschüttung von ITMOs sind.

  • Startschuss für CARBONITY: Offizielle Eröffnung des wegweisenden Pflanzenkohle-Projektes

    Erfolgreicher Abschluss der Inbetriebnahme-Phase / Schrittweise Erhöhung der Produktionskapazitäten Die offizielle Eröffnungsfeier, die jetzt am CARBONITY-Standort in Port-Cartier, Québec, stattfand, markiert den erfolgreichen Abschluss der Probebetriebs-Phase der Produktionsanlage. Damit steht eines der größten Pflanzenkohleprojekte der Welt und eines der aktuell bedeutendsten Projekte des technischen Klimaschutzes überhaupt unmittelbar vor dem Start in den Regelbetrieb. Repräsentanten der CARBONITY Projektpartner am Produktionsstandort in Port-Cartier, Québec. In den kommenden Monaten wird die industrielle Pflanzenkohle - Produktion schrittweise hochgefahren. In der ersten Projektphase sollen die Produktionskapazitäten auf 10.000 Tonnen pro Jahr hochgefahren werden. Ab 2026 wird das CARBONITY-Joint Venture von Airex Energy, Groupe Rémabec und SUEZ dann jährlich bis zu 30.000 Tonnen hochwertige Pflanzenkohle produzieren. Das entspricht einem Klimanutzen von 75.000 Tonnen CO₂, die dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden. CO2-Senkenzertifikate aus dem Projekt werden aktuell exklusiv über First Climate vertrieben. „Wir freuen uns sehr über die offizielle Einweihung, denn sie zeigt, dass das CARBONITY-Projekt planmäßig verläuft und die Pyrolyse-Technik von Airex Energy in der Praxis zuverlässig arbeitet“, erklärt Nino Berta, der auf Seiten von First Climate die Kooperation mit dem CARBONITY-Projekt koordiniert. „Mindestens ebenso sehr freut es uns aber natürlich, dass auch unsere Kunden CARBONITY so großes Interesse entgegenbringen und dieses innovative Klimaschutzprojekt unterstützen.“ Großes Interesse an CARBONITY CO2-Senkenzertifikaten Die Auftragsbücher für CO2-Zertfikate aus dem CARBONITY-Projekt sind bei First Climate gut gefüllt. Im Rahmen von mehreren Forward-Vereinbarungen mit namhaften Kunden – darunter unter anderem Microsoft – bestehen bereits Lieferzusagen über mehrere zehntausend CO2-Senkenzertifikate aus dem Projekt. Die besondere Bedeutung von CARBONITY liegt insbesondere in der schieren Größe des Projektes: Mit einer Jahresproduktion von 30.000 Pflanzenkohle ab 2026 setzt CARBONITY neue Maßstäbe im Bereich des Klimaschutzes durch sogenannte „Technical Removal Solutions“, also die langfristige Kohlenstoffspeicherung durch technische Lösungen. Die Produktionskapazität macht CARBONITY zum größten Projekt seiner Art in Nordamerika und zu einer der bedeutendsten Pflanzenkohle-Initiativen weltweit. Mit einer Jahresproduktion von 30.000 Pflanzenkohle ab 2026 setzt CARBONITY neue Maßstäbe im Bereich des Klimaschutzes durch sogenannte „Technical Removal Solutions“, also die langfristige Kohlenstoffspeicherung durch technische Lösungen. Patrick Girard, Geschäftsführer von CARBONITY Dabei spielt auch der Standort des CARBONITY-Projektes mit seinen spezifischen Vorteilen eine wichtige Rolle. Auf dem Gelände einer ehemaligen Papier- und Zellstofffabrik des Projektpartners Rémabec in Port Cartier, in der kanadischen Provinz Quebec, ist in den vergangenen Monaten eine der modernsten und leistungsfähigsten Pyrolyseanlagen weltweit entstanden. Beschickt wird die Anlage ausschließlich mit nicht weiter nutzbaren Holzresten aus dem Betrieb des Sägewerks der Group Rémabac vor Ort, die andernfalls durch den natürlichen Zerfall zur Freisetzung von CO2-Emissionen führen würden. Das Holz stammt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten, lokalen Wäldern mit SFI-Zertifizierung. Dadurch ist bei CARBONITY die Nachhaltigkeit der Pflanzenkohleproduktion sichergestellt. Das CARBONITY-Projekt ist der erste Baustein einer ambitionierten weltweiten Pflanzenkohle-Roadmap von Airex Energie und SUEZ, die darauf abzielt, bis 2035 eine weltweite Produktionskapazität von 350.000 Tonnen Pflanzenkohle jährlich aufzubauen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Klimakrise zu leisten. Vorbereitung des Regelbetriebs und Start der Projekt-Auditierung „Technisch hat das CARBONITY-Projekt im Rahmen des Probebetriebs in den vergangenen Monaten bereits überzeugt. Die offizielle Eröffnung markiert jetzt den Wechsel in die Skalierung der Produktion und die Verstetigung des Betriebs“, erklärt Nino Berta. Für First Climate geht die offizielle Eröffnung außerdem einher mit dem Start des Auditierungsprozesses des Projektes durch Puro.earth . Der erfolgreiche Abschluss der Auditierung ist die finale Stufe der Entwicklung des Projektes und ermöglicht schließlich die Ausschüttung der verifizierten CO2-Zertifikate durch das CARBONITY-Projekt. In seiner Rolle als Carbon Asset Manager ist First Climate verantwortlich für das Management des gesamten Projektzyklus‘ rund um die Erzeugung der CO2-Senkenzertifikate – von der Registrierung beim relevanten CO2-Standard über das Projektmonitoring bis hin zur Vorbereitung und Betreuung aller relevanter Validierungs- und Verifizierungsprozesse, inklusive des jetzt angelaufenen Audits. Dafür hat First Climate in den vergangenen Wochen umfangreiche Dokumentationen für die technischen Anlagenteile erarbeitet und aktuelles Zahlenmaterial rund um die Pflanzenkohleproduktion von CARBONITY sowie den tatsächlich erreichten Klimaschutz-Impact zusammengestellt. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins in Port Cartier werden sich die Auditoren zusätzlich auch selbst ein direktes Bild von der Produktionspraxis machen. Über alle weiteren Entwicklungen rund um das CARBONITY-Projekt wird First Climate natürlich auch weiterhin berichten. Sie möchten mehr über dieses Projekt oder das Potenzial von Technical Removal Solutions wie Pflanzenkohle für den unternehmerischen Klimaschutz erfahren? Dann kontaktieren Sie uns noch heute – unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne! Hintergrund: Pflanzenkohle und Klimaschutz Pflanzenkohle ist ein kohlenstoffreiches, holzkohleähnliches Material, das aus Restbiomasse durch Pyrolyse hergestellt wird, einem thermochemischen Prozess, der energieautark unter Ausschluss von Sauerstoff abläuft. Dieser Prozess stabilisiert einen großen Teil des Kohlenstoffgehalts der zur Produktion genutzten Biomasse über einen Zeitraum von Jahrhunderten bis Jahrtausenden: Das CO2-Senkenpotenzial liegt dabei bei rund 2,5t CO2 Äquivalent pro erzeugter Tonne Pflanzenkohle. Die Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzenkohle sind vielfältig – sie kann beispielsweise eingesetzt werden, um die Bodenstruktur von landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verbessern, die Wasser- und Nährstoffspeicherung zu erhöhen und die Bodenerosion zu verringern. Durch ihre poröse Struktur bietet sie zudem Lebensraum für nützliche Bodenmikroorganismen, was zu gesünderen und produktiveren Böden führt. CARBONITY ist ein Joint Venture von: Airex Energy Airex Energy ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Klimalösungen, das Kunden mit seinem Know-how und seinen Technologien bei der Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks unterstützt. Mit seiner innovativen CarbonFX™-Torrefizierungstechnologie wandelt Airex alle Arten von Biomasse in hochwertige kohlenstoffhaltige Produkte wie Pflanzenkohle um. Groupe Rémabec Die 1988 gegründete Groupe Rémabec ist das größte private Forstwirtschaftsunternehmen in Québec und einer der führenden Holzproduzenten der Provinz. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.000 Menschen. Groupe Rémabec ist in mehreren Regionen Québecs fest etabliert und gehört zu den wenigen Forstunternehmen seiner Größe, die ihren Hauptsitz im Herzen einer forstwirtschaftlichen Gemeinde, in La Tuque, haben. SUEZ SUEZ bietet seit 160 Jahren wichtige Dienstleistungen zum Schutz und zur Verbesserung der Lebensqualität angesichts zunehmender Umweltprobleme. Die Gruppe ermöglicht ihren Kunden den Zugang zu Wasser- und Abfalldienstleistungen durch innovative und verlässliche Lösungen. SUEZ ist in 40 Ländern mit mehr als 44.000 Mitarbeitenden vertreten und ermöglicht es Kunden, innerhalb ihrer gesamten Wertschöpfungskette Mehrwert zu generieren und zur Klimatransformation beizutragen.

  • Seit 25 Jahren engagiert für den Klimaschutz

    First Climate feiert 25-jähriges Bestehen In diesem Jahr feiert unser Unternehmen das vollendete Vierteljahrhundert – ein guter Anlass, um Bilanz zu ziehen und gleichzeitig einen Blick in Richtung Zukunft zu werfen. An dieser Stelle möchten wir in unserem Newsletter deshalb in den kommenden Monaten unseres Jubiläumsjahres regelmäßig über Wissenswertes aus unserem Unternehmen und unserer Geschichte berichten.  Im Jahr 1999 begann das erste Kapitel unserer Unternehmensgeschichte mit der Gründung von First Climate als Pionier im Bereich des verpflichtenden und freiwilligen Emissionshandels – und damit als einem der ersten Anbieter von Klimaschutzlösungen für Unternehmen überhaupt. Vieles hat sich seitdem verändert und die internationalen Klimaschutzbemühungen haben zunehmend an Dynamik gewonnen. Die Evolution vom Kyoto-Protokoll zum Pariser Klimaschutzabkommen ist sicher das deutlichste Zeichen für die Veränderungen, die stattgefunden haben. Gleich geblieben ist hingegen das Streben von First Climate nach neuen, effektiven Klimaschutz-Lösungen, mit denen wir unsere Kunden bei ihrem Engagement unterstützen. „25 Jahre First Climate, das bedeutet für uns 25 Jahre Fokus auf messbaren Klimanutzen und echten Impact“, so Olaf Bachert, CEO von First Climate. „Daran werden wir auch in Zukunft festhalten. Für unsere Kundinnen und Kunden werden wir weiterhin ein verlässlicher Partner sein, um sie mit langjähriger Expertise und Markterfahrung bei allen Schritten ihrer Climate Journey zu begleiten.“  © Ruth Black - stock.adobe.com Wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Monaten zu unserem First Climate-Jubiläum zu berichten und mit Ihnen spannende Insights zu teilen. Selbstverständlich halten wir Sie auch in unserem Newsletter zu diesem Thema auf dem Laufenden, sodass Sie keine News rund um unser Jubiläumsjahr mehr verpassen!

  • Cookstoves-Projekt in Uganda erreicht weiteren Meilenstein

    Zahl der ausgelieferten energieeffizienten Kochherde übersteigt die 600.000 Das Uganda Cookstoves-Projekt unseres langjährigen Partners Impact Carbon hat einen neuen wichtigen Meilenstein erreicht: Im Rahmen des Projektes wurde jetzt der 600.000. energieeffiziente Kochofen ausgegeben. Als exklusiver Vertriebspartner freut sich First Climate über den Erfolg der Projektaktivitäten. Das Erreichen der 600.000er Marke zeigt den Erfolg des ugandischen Kochofenprojekts von Impact Carbon und macht es zu einem der wirkungsvollsten Emissionsminderungsprojekte seiner Art in Ostafrika. Seit 2010 unterstützt First Climate dieses Gold-Standard-Projekt und fördert die Verbreitung von energieeffizienten Kochherden in Uganda. Familien in diesen Regionen konnten im Vergleich zu traditionellen Holzkohlekochern bis zu 50 Prozent ihrer monatlichen Brennstoffkosten einsparen. Die verbesserten Kochherde tragen dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern und damit die lokale Abholzung zu vermeiden und gleichzeitig die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Das Projekt, das sich zunächst auf städtische Gebiete konzentrierte, ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und hat sich auf andere Bezirke ausgedehnt, was zahlreiche sozioökonomische Vorteile mit sich bringt. Bis heute haben die verteilten verbesserten Kochherde dazu beigetragen, 7.5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen zu vermeiden und den Verbrauch von etwa 1.35 Millionen Tonnen Holzkohle zu senken. Darüber hinaus hat die Projektaktivität dazu beigetragen, die Abholzung von mindestens 20 Millionen Bäumen in Uganda zu vermeiden. „Unsere internationalen Teams sind sehr stolz auf die Ergebnisse, die wir bereits für die Familien in Uganda und den Klimaschutz in Ostafrika erzielt haben. Wir haben gezeigt, dass durch die Innovation energieeffizienter Kochofentechnologien und die Schaffung von Nachfrage beträchtliche Emissionsreduktionen möglich sind. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit in den kommenden Jahren auf andere Länder auszuweiten“ , erklärt Evan Haigler, CEO von Impact Carbon. In den letzten 15 Jahren hat die Bereitstellung effizienter Kochöfen durch Impact Carbon zu einer saubereren Kochumgebung beigetragen, da die effizienten Öfen deutlich weniger Holzkohle verbrauchen. Einer der bedeutsamsten Aspekte für die lokalen Haushalte stellten die wirtschaftlichen Vorteile in Form von monatlichen Einsparungen dar. Für die Haushalte, die bereits einen verbesserten Kochofen erworben haben, bringen diese direkten Einsparungen eine spürbare finanzielle Erleichterung mit sich. Die geringeren Brennstoffausgaben führen dazu, dass die Familien in der Lage sind, ihre Kinder zur Schule zu schicken, ein kleines Unternehmen zu gründen oder Geld für wichtige ärztliche Behandlungen zu haben. „Wir gratulieren unserem langjährigen Partner Impact Carbon zu diesem Erfolg für den Klimaschutz. Das Energieeffizienz-Konzept der Kochöfen beweist, dass wir über 3 Millionen Menschen in wichtigen Schlüsselregionen Afrikas kostensparende Vorteile bieten können“ , so Heike Natzet, Head of Climate Neutral Services bei First Climate. Über Impact Carbon Seit 2006 hat Impact Carbon Programme entwickelt, die die Verbreitung von verbesserten Kochöfen in Uganda unterstützen. Die Arbeit von Impact Carbon reduziert die Armut und schont die lokale Umwelt, was zur Eindämmung des Klimawandels beiträgt. Impact Carbon unterstützt lokal angepasste und wirtschaftlich tragfähige Technologien, um eine maximale Verbreitung und Skalierung zu gewährleisten. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Emissionsminderungsnachweise ermöglichen es, das Projekt nach und nach auszuweiten und neue Regionen einzuschließen.

  • Was sind Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen?

    Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gewinnen sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher zunehmend an Bedeutung. Um die eigenen CO2-Emissionen zu berechnen und daraus eine Strategie zur Reduktion ableiten zu können, ist es wichtig, zu verstehen, dass es verschiedene Emissionsquellen gibt. In diesem Zusammenhang sind Begriffe wie Scope 1, Scope 2 und Scope 3 immer häufiger zu hören. Was genau es damit auf sich hat und warum sie für Ihr Unternehmen, das dem Klimawandel aktiv entgegenwirken will, entscheidend sind, erfahren Sie in diesem Beitrag. © Алексей Филатов - stock.adobe.com Treibhausgasemissionen, die zu Klimaveränderungen und Umweltschäden führen, sind ein wachsendes Problem. Die Notwendigkeit, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen, hat zur Entwicklung verschiedener Strategien geführt, um Emissionen zu kontrollieren und zu reduzieren. Hierbei spielen die Emissionskategorien Scope 1, Scope 2 und Scope 3 eine entscheidende Rolle. Der Hintergrund: das Greenhouse Gas (GHG) Protocol Das Kyoto-Protokoll, in dem sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 1997 erstmals auf verbindliche Ziele und Maßnahmen einigte, um den Klimawandel einzudämmen, stellt die Basis für das Greenhouse Gas (GHG) Protocol dar. Dabei handelt es sich um eine private Standardreihe, um Treibhausgasemissionen zu bilanzieren und öffentlich darüber zu berichten .   Die GHG-Standards  sind bei der Erstellung von Treibhausgasbilanzen von Unternehmen weltweit am weitesten verbreitet und am wichtigsten . Sie berücksichtigen die internationale Klimapolitik und schließen dabei Lücken in den Regelungen der Staaten. Das GHG Protocol wird vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) entwickelt. Die im Standard erfassten Treibhausgase sind Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese Treibhausgase werden auf die Treibhauspotenzial von CO2 normiert, welches per Definition einen Wert von 1 hat. Dieser Logik entsprechend spricht man daher von CO2-Äquivalenten oder CO2e (engl. für CO2 equivalent). Das GHG Protocol definiert drei Scopes  (englisch für Bereiche), denen Emissionen  dieser Treibhausgase zugeordnet werden . Im Folgenden stellen wir sie Ihnen näher vor. Was sind Scope-1-Emissionen? Scope-1-Emissionen sind direkte Emissionen , die aus Quellen  stammen, die von einem Unternehmen kontrolliert oder verantwortet werden . Sie sind eng mit den internen Aktivitäten verbunden und umfassen verschiedene Prozesse, bei denen Treibhausgase freigesetzt werden. Verbrennung in stationären Anlagen: Emissionen aus Energieträgern (Erdgas und andere Brennstoffe) an Unternehmensstandorten Verbrennung in mobilen Anlagen: Abgase, die bei Verbrennung von Treibstoffen entstehen, des firmeneigenen Fuhrparks (Pkw, Lkw etc.) Emissionen flüchtiger Gase: Leckagen, z. B. aus Klima- und Kühlanlagen Prozessemissionen : freigesetzte Gase aus chemischen und physikalischen Reaktionen während des Herstellungsprozesses und aus Produktionsanlagen Die Bedeutung der Reduzierung von Scope-1-Emissionen Scope-1-Emissionen zu reduzieren, ist von großer Bedeutung, da diese direkt von Unternehmen kontrolliert werden können. So ist es durch die Implementierung effizienterer Technologien und Prozesse sowie den Übergang zu erneuerbaren Energien möglich, die negativen Umweltauswirkungen zu verringern. Dies führt nicht nur zu einer besseren CO2-Bilanz , sondern kann auch Kosteneinsparungen und einen positiven Einfluss auf das Unternehmensimage mit sich bringen. Was sind Scope-2-Emissionen? Bei Scope-2-Emissionen handelt es sich um indirekte Emissionen , die durch den Kauf von Energie entstehen, wie Strom, Dampf, Wärme und Kälte. Diese Emissionen werden nicht direkt vor Ort erzeugt, sondern sind das Ergebnis von Aktivitäten außerhalb der Unternehmensgrenzen.   Beispiele für Scope-2-Emissionen Emissionen, die durch den Verbrauch von eingekauftem/-r Strom, Dampf, Wärme und Kälte  freigesetzt werden, darunter z. B. Emissionen, die bei der Erzeugung von Fernwärme entstehen, die ein Bürogebäude des Unternehmens bezieht Emissionen aus der Stromerzeugung der vom Unternehmen für Licht, Maschinen, Geräte und / oder Elektrofahrzeuge gebraucht wird Warum die Scope-2-Reduktion entscheidend ist Die Scope-2-Emissionen zu senken, ist wichtig, um den Gesamteinfluss eines Unternehmens auf die Umwelt zu minimieren. Der Umstieg a uf erneuerbare Energien und eine verbesserte Energieeffizienz können dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck  zu verringern und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Auch dahinter steht nicht nur das Bestreben, den Klimawandel zu verlangsamen, sondern auch von langfristigen Kostenvorteilen zu profitieren.   © Nigel - stock.adobe.com Was sind Scope-3-Emissionen? Scope 3 sind indirekte Emissionen, die aus Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens resultieren , aber nicht von ihm kontrolliert oder verantwortet werden. Hierbei geht es sowohl um vorgelagerte als auch um nachgelagerte Aktivitäten. Sie zu erfassen, ist ein schwieriger und langwieriger Prozess, da die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts oder einer Dienstleistung betrachtet werden muss.   Scope-3-Kategorien und Beispiele Scope-3-Emissionen lassen sich in 14 Kategorien unterteilen. Vorgelagerte Aktivitäten: eingekaufte Güter und Dienstleistungen eingekaufte Kapitalgüter Vorgelagerte Kraftstoff- und energiebezogene Aktivitäten Transport- und Logistikaktivitäten (durch das Unternehmen eingekauft/ beauftragt)Abfallaufkommen Geschäftsreisen Berufsverkehr der Beschäftigten Geleaste Vermögenswerte   Nachgelagerte Aktivitäten: Transport- und Logistikaktivitäten (nicht durch das Unternehmen eingekauft/ beauftragt) Verarbeitung der verkauften Produkte Verwendung der verkauften Produkte Behandlung der verkauften Produkte am Lebenszyklusende Verleaste Vermögenswerte Franchisen Investitionen   Die Herausforderungen mit Scope-3-Emissionen Scope-3-Emissionen  zum einen zu erfassen und zum anderen zu senken, stellt Unternehmen vor Herausforderungen, da diese außerhalb der direkten Kontrolle  liegen. Eine Zusammenarbeit entlang der Lieferkette und die Schaffung von Anreizen für nachhaltige Praktiken sind hierbei entscheidend. Unternehmen müssen mit Blick auf Scope 3 möglicherweise Lieferanten zur Emissionsreduktion ermutigen und beispielsweise nachhaltigere Beschaffungspraktiken fördern.   Warum Unternehmen Scope-3-Emissionen reduzieren sollten Scope-3-Emissionen zu kennen, ist wichtig, um die Gesamtauswirkung eines Produkts oder einer Dienstleistung auf die Umwelt zu verstehen. Unternehmen, die sich auf die Reduzierung von Scope-3-Emissionen konzentrieren, können ihre Nachhaltigkeitsziele besser erreichen  und gleichzeitig ihre Resilienz gegenüber zukünftigen Umweltauswirkungen  stärken. Dies kann auch dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden und Investoren in die Nachhaltigkeitsbemühungen zu erhöhen. Nachhaltigkeitsinitiativen und Zielsetzungen © FOTO SALE - stock.adobe.com Im Streben nach einer nachhaltigeren Zukunft setzen viele Unternehmen ehrgeizige Ziele zur Emissionsreduktion . Diese Initiativen reichen von der Umstellung auf grüne Energien  bis hin zur Förderung von ressourceneffizienten Produktionsverfahren. Möchten Sie mehr darüber erfahren? Das Expertenteam von First Climate berät Sie gern individuell . Nehmen Sie gleich Kontakt  zu uns auf!   Die Rolle der Regierungen und der Gesellschaft Regierungen spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen für die Emissionsreduktion. Sie können durch Gesetze, Vorschriften und Anreizprogramme die Umstellung auf nachhaltige Praktiken fördern. Gleichzeitig tragen Verbraucher durch ihre Kaufentscheidungen und ihr Umweltbewusstsein dazu bei, Unternehmen zu nachhaltigen Maßnahmen zu motivieren. Ein wachsendes Bewusstsein für Umweltfragen kann die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen erhöhen.   Die Zukunft der Emissionsreduktion Die Zukunft der Emissionsreduktion liegt in der kontinuierlichen Innovation von Technologien und Geschäftsmodellen, die eine nachhaltige Wirtschaftsweise fördern. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen, Regierungen und der Gesellschaft können wir gemeinsam einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt ausüben. Dies erfordert Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Förderung von Kreislaufwirtschaftskonzepten und die Schaffung von Anreizen für Unternehmen, nachhaltige Praktiken zu übernehmen. Wenn Sie mehr über mögliche Klimastrategien  für Ihr Unternehmen und unsere Klimaschutzprojekte  erfahren wollen, ist First Climate Ihr erfahrener Partner. Lassen Sie uns gleich die Zusammenarbeit starten !  6 Fragen rund um Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen Welche Arten von Emissionen umfasst die Scope-1-Kategorie? Die Scope-1-Kategorie umfasst direkte Emissionen aus internen Aktivitäten eines Unternehmens, wie Emissionen aus Produktionsanlagen und firmeneigenen Fahrzeugen. Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen, um Scope-1-Emissionen effektiv zu reduzieren? Unternehmen können Scope-1-Emissionen reduzieren, indem sie auf erneuerbare Energien umsteigen, energieeffiziente Technologien einführen, den Fuhrpark optimieren und Prozesse zur Minimierung von Treibhausgasemissionen implementieren. Welche Vorteile können Unternehmen aus der Reduzierung von Scope-2-Emissionen ziehen? Die Reduzierung von Scope-2-Emissionen kann nicht nur die Umweltbilanz verbessern, sondern auch Kosten senken, das Image eines Unternehmens stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Warum sind Scope-3-Emissionen so schwer zu erfassen? Scope-3-Emissionen entstehen aus Aktivitäten entlang der gesamten Lieferkette und außerhalb der direkten Kontrolle eines Unternehmens, was die Datenerfassung komplexer macht. Wie können Verbraucher Unternehmen dazu motivieren, sich auf ihre Scope-3-Reduktion zu konzentrieren? Verbraucher können durch ihre Kaufentscheidungen und ihr Interesse an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen Unternehmen dazu ermutigen, nicht nur ihre Scope-1- und Scope-2-, sondern auch die Scope-3-Emissionen zu reduzieren. Welche finanziellen Anreize gibt es für Unternehmen, um Emissionsreduktionen zu fördern? Unternehmen können von finanziellen Anreizen wie Emissionshandelssystemen, Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien und Subventionen für energieeffiziente Technologien profitieren. Über den Autor Federico Cavallucci ist Senior Consultant Corporate Climate Strategies und spezialisiert auf Kohlenstoffbilanzierung und die Entwicklung von Klimazielen. Mit einem besonderen Fokus auf den Fertigungs- und Energiesektor begleitet er Kunden auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung und nutzt seine Expertise, um nachhaltige Praktiken zu implementieren und Klimaziele zu erreichen. Bevor er 2022 zu First Climate kam, arbeitete Federico als Umweltexperte bei Saipem, wo er sich auf die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens konzentrierte. Kontaktieren Sie uns: impact@firstclimate.com

  • Personelle und strukturelle Veränderung bei der First Climate Markets

    Überführung der bisherigen AG in eine GmbH abgeschlossen / Dr. Susanne Peindl tritt in die Geschäftsführung ein Dr. Susanne Peindl, Geschäftsführerin First Climate Markets GmbH Wechsel in der Führungsspitze von First Climate: Wie das Unternehmen bekannt gibt, tritt Dr. Susanne Peindl mit sofortiger Wirkung in die Geschäftsführung der First Climate Markets ein. Sie übernimmt in dieser Funktion die Aufgaben von Mike Hatert, der das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen bereits Ende März verlassen hatte. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch seine Rechtsform geändert und tritt zukünftig nicht mehr als AG, sondern als First Climate Markets GmbH auf. Als Geschäftsführerin ist Susanne Peindl ab sofort für die operative Ausrichtung und strategische Weiterentwicklung der First Climate Markets GmbH verantwortlich. In der Unternehmensleitung tritt sie neben Co-Geschäftsführer und First Climate-CEO Olaf Bachert. Strukturelle und personelle Weiterentwicklung als Prioritätsaufgabe Nach Stationen als Syndikusanwältin bei Unternehmen in unterschiedlichen Branchen ist Susanne Peindl seit 2023 als Legal Counsel bei First Climate tätig und verantwortet in dieser Funktion unter anderem den Bereich unternehmerisches Vertragswesen. Ihre bisherigen Aufgaben in dieser Position wird die promovierte Juristin parallel zu ihren neuen Aufgaben als Geschäftsführerin der First Climate Markets GmbH weiter wahrnehmen. In ihrer neuen Rolle wird unter anderem die Weiterentwicklung des Produkt- und Serviceportfolios der First Climate Markets GmbH im dynamischen Markt für Klimaschutzdienstleistungen zu ihren Aufgaben gehören. „Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern in aller Welt weiter voranzubringen, empfinde ich als eine extrem spannende Herausforderung. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit unserem motivierten und hochprofessionellen Team auch in Zukunft bedarfsgerecht die Lösungen bereitzustellen, die es Unternehmen ermöglichen, Verantwortung in diesen Bereichen zu übernehmen“, so Susanne Peindl. First Climate werde unter ihrer Leitung deshalb auch weiter in strukturelles und personelles Wachstum investieren, kündigte die neue Geschäftsführerin der First Climate Markets GmbH an. Glückwünsche an die neue Geschäftsführerin First Climate-CEO Olaf Bachert gratulierte Susanne Peindl zu ihrer Bestellung als Geschäftsführerin. „Mit ihrer Erfahrung in den Rechtsabteilungen mehrerer namhafter Unternehmen sowie mit ihren ausgeprägten analytischen Fähigkeiten verfügt Susanne über den notwendigen Hintergrund, um unsere relevanten Geschäftsprozesse in der First Climate Markets GmbH weiterzuentwickeln, zu skalieren und einen proaktiven und frischen Ansatz in unseren Kunden- und Stakeholder-Beziehungen umzusetzen. Ich freue mich darauf, diese Aufgabe gemeinsam mit ihr anzugehen.“ Wechsel an der Unternehmensspitze: Dr. Susanne Peindl folgt in der Geschäftsführung auf den bisherigen COO, Mike Hatert, der das Unternehmen Ende März verlassen hatte. Olaf Bachert sprach auch dem Vorgänger von Susanne Peindl, Mike Hatert, seinen Dank für dessen Einsatz an der Spitze des Unternehmens aus. Hatert hatte die Position des First Climate-COO seit 2022 bekleidet. Zuvor war er unter anderem als Head of Renewables für das Geschäftsfeld erneuerbare Energien bei First Climate verantwortlich. Hatert und der Aufsichtsrat hatten sich im gegenseitigen Einvernehmen darauf geeinigt, keine Verlängerung des zu Ende März auslaufenden Vertragsverhältnisses anzustreben. Über First Climate Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit. Wir entwickeln und finanzieren verifizierte Emissionsminderungs- und CO2-Senkenprojekte weltweit. Unsere Lösungen zur bedarfsgerechten Beschaffung von erneuerbaren Energien ermöglichen es Unternehmen, ihre energiebezogenen Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus bietet unser erfahrenes Consulting-Team umfangreiche Beratungs-Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie ESG-Strategie und -Reporting.

  • Das Western Kenya Soil Carbon Project im Fokus: Maisanbau und Klimaschutz

    Wie Klimafinanzierung zu besserer Bodenqualität und einer nachhaltigeren Landwirtschaft in Kenia beiträgt Im Herzen Westkenias, inmitten einer Landschaft, die von Bananenplantagen und kleinbäuerlicher Milchviehwirtschaft geprägt ist, verändert eine zukunftsweisende Nachhaltigkeits-Initiative leise, aber tiefgreifend die Art, wie dort Landwirtschaft betrieben wird. Mit dem Ansatz, nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu fördern, um Ernteerträge zu verbessern und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen, hat das Projekt bereits zahlreiche Erfolge erzielt und seine Aktivitäten kontinuierlich weiter ausweiten können. Ein Update zum Western Kenya Soil Carbon Projekt, einem Partner-Projekt von First Climate. Das Projektgebiet im Westen Kenias ist eine dichtbesiedelte Region, in der die Menschen vor allem von der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft leben. Diese Form der praktizierten Landwirtschaft geht allerdings traditionell mit vergleichsweise geringen Ernteerträgen und einer schleichenden Verschlechterung der Bodenqualität einher. Das Western Kenya Soil Carbon Project , hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit den Bauernfamilien vor Ort, die landwirtschaftlichen Flächen in der Projektregion zu revitalisieren und so die Fähigkeit des Bodens, Kohlenstoff zu binden, zu verbessern. Durch die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten aus den Maßnahmen zur Kohlenstoffspeicherung im Boden wird die nachhaltige landwirtschaftliche Bodenbewirtschaftung (Sustainable Agricultural Land Management, SALM) auf den Farmen im Projektgebiet aktiv gefördert. SALM verbessert nicht nur die Ernteerträge, sondern stärkt auch die Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen des Klimawandels in der Region, hilft bei der Wiederherstellung degradierter Böden und erhöht den Gehalt an organischem Kohlenstoff im Boden. Revitalisierung von landwirtschaftlichen Flächen Traditionelle landwirtschaftliche Praktiken mit Monokulturen, geringem Baumbestand und exponierten Böden ohne schützende Pflanzenschichten haben über Jahrhunderte hinweg zu verstärkter Bodenerosion, einem Auswaschen von Nährstoffen, einem verminderten Gehalt an Kohlenstoff im Boden und in der Folge zu einem Rückgang von biologischer Vielfalt geführt. Um diesen negativen Auswirkungen zu begegnen, werden im Rahmen des Projekts Schulungen zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Techniken angeboten und die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern mit deren Anwendung vertraut gemacht. Dazu gehören veränderte Fruchtfolgen, die Erhöhung des Baumbewuchses, eine verstärkte Nutzung von Kompost als Dünger, zurückhaltenderes Pflügen und der Schutz des Bodens durch deckende Pflanzenschichten. Die Auswirkungen dieser SALM-Praktiken sind spür- und messbar: ein höherer Kohlenstoffvorrat im Boden, mehr biologische Vielfalt und eine verbesserte Wasser-Rückhaltefähigkeit. Einige Beispiele für nachhaltige landwirtschaftliche Methoden wie etwa Terrassenanbau, Deckfrüchte und Kompostierung Ein weiterer Vorteil der im Rahmen des Projekts vermittelten technischen Ausbildung besteht darin, dass die Landwirte dieses Wissen nutzen, um auch außerhalb der direkten Projektaktivitäten neue Einkommensquellen für sich zu erschließen. So gibt es zahlreiche Landwirte, die zusätzlich zu der Bestellung ihrer Felder organischen Dünger produzieren und verkaufen, während andere Wurmkulturen oder Saatgutbanken aufgebaut haben oder erfolgreiche alte Nutzpflanzen wieder einführen. Diese in Eigeninitiative aufgebauten Projekte stehen im engen Zusammenhang mit den durch die Klimafinanzierung ermöglichten Trainings und Schulungen und wären ohne diese nicht denkbar. Neben der Schulung in SALM-Praktiken erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesen Schulungen auch wichtige kaufmännische Informationen, die ihnen die Vermarktung ihrer Produkte erleichtert. „Schon bei unserem ersten Besuch vor Ort trafen wir auf unternehmerisch denkende und begeisterte Bäuerinnen und Bauern, die voller Stolz und Enthusiasmus die von ihnen entwickelten Produkte präsentierten, wie zum Beispiel organische Saatgutbanken oder Dünger aus ihrem eigenen Kompost, den sie selbst vermarkten und verkaufen. Bäuerinnen und Bauern aus der Region tragen so in vielfacher Hinsicht dazu bei, eine Mikro-Kreislaufwirtschaft aufzubauen und ich finde es beeindruckend, wie engagiert und mit wieviel Freude sie an der Gestaltung der Zukunft der Region und dem Thema Klimaschutz mitarbeiten“, sagt Lina Ávila, Projektmanagerin bei First Climate. Voneinander lernen Einer der Eckpfeiler des Erfolgs des Western Kenya Soil Carbon Project ist es, dass die Vorteile gesunder und ertragreiche Böden für alle sichtbar sind und dass die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern aktiv Werbung in eigener Sache machen. Das weckt Interesse. Familien sehen und erleben den Erfolg ihrer Nachbarn, die am Projekt teilnehmen und wollen auf ihren eigenen Parzellen ähnliche Erträge erzielen. So erhält das Western Kenya Soil Carbon Project immer weiteren Zulauf und immer mehr Haushalte übernehmen die SALM-Techniken und Methoden. Durch die umfassenden Beratungsprogramme, Schulungen und Demonstrationsfelder, die mit dem Projekt verbunden sind, konnten die Bauern Wissen und Zugang zu Ressourcen erwerben, um Praktiken wie Agroforstwirtschaft oder Deckfruchtanbau im Rahmen der konservierenden Landwirtschaft umzusetzen. „Die hohe Mobilisierung der Menschen vor Ort, die wir im Rahmen des Projektes sehen, trägt dazu bei, dass die Vorteile, die durch die Projektaktivitäten generiert werden, auf breiter Basis umgesetzt werden können. Dazu gehört die verbesserte Ernährungssicherheit ebenso, wie die Diversifizierung der Einkommensströme“, erzählt Wolfgang Brückner, Geschäftsführer der First Climate Projektentwicklung GmbH. Wegweisend für die Zukunft Dass das Western Kenya Soil Carbon Project sich weiterhin gut entwickeln kann, dazu trägt auch die Unterstützung von First Climate als Vermarktungspartner bei, durch die die notwendige Überbrückungsfinanzierung für die weitere Entwicklung des Projektes gesichert werden konnte. Von der Ausweitung der SALM-Schulungen bis zur Implementierung innovativer Finanzierungsmechanismen für nachhaltiges Landmanagement gibt es noch viel zu tun. Doch trotz der Komplexität eines sich verändernden Klimas und einer sich schnell entwickelnden Agrarlandschaft ist eines klar: Das Western Kenya Soil Carbon Project dient als Modell für zukünftige SALM-Projekte und demonstriert die transformative Kraft von kollektivem Handeln, ökologischem Verantwortungsbewusstsein und engagierter Expertise.

  • Unterstützung für eine zukunftsweisende Klimaschutz-Technologie

    Schweizerische Post übernimmt Vorreiterrolle durch langfristige Investition in Pflanzenkohle-CO2-Senkenprogramm von First Climate Der aktive Einsatz für den Klimaschutz spielt bei der Schweizerischen Post seit Jahren eine wichtige Rolle: Das Unternehmen hat sich anspruchsvolle Klimaziele gegeben und tut viel, um Emissionen im laufenden Betrieb zu vermeiden und zu reduzieren. Eine Vorreiterstellung nimmt die Post aber insbesondere beim Umgang mit unvermeidbaren Emissionen ein, indem sie unter anderem in Zusammenarbeit mit First Climate und als eines von bislang nur sehr wenigen Unternehmen weltweit in ein zukunftsweisendes Pflanzenkohle-Programm zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung investiert. Auf Kurs in Richtung Klimaschutz / © Schweizerische Post Als einer der größten Arbeitgeber des Landes ist die Schweizerische Post gleichzeitig Logistik-, Verkehrs- und Finanzdienstleisterin. Mit ihrem breiten Angebotsportfolio verfügt die Schweizerische Post auch über entsprechende Hebel im Umgang mit den Emissionen, die aus dem Geschäftsbetrieb entstehen. Das Unternehmen stellt sich der Verantwortung, die daraus erwächst und hat sich über alle Unternehmensteile hinweg ambitionierte Reduktions- und Klimaziele gesetzt und diese von der Science-Based Targets initiative (SBTi) validieren lassen: Emissionsfreie Elektroantriebe für die Brief- und Paketzustellung / © Regula Roost; Schweizerische Post Bis 2030 möchte die Schweizerische Post im eigenen Betrieb und ab 2040 in ihrer kompletten Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Dafür stellt die Schweizerische Post in der Brief- und Paketzustellung konsequent auf emissionsfreie Elektroantriebe um. In Bern und Zürich werden Sendungen bereits heute komplett fossilfrei ausgeliefert. Auch in der Güterlogistik und beim Personenverkehr setzt das Unternehmen – wo immer möglich – auf alternative Antriebe. Gleichzeitig treibt die Schweizerische Post den Umstieg auf fossilfreie Heizsysteme in ihrem Gebäudebestand aktiv voran. Bis 2040 will die Schweizerische Post so mindestens 90% ihrer Emissionen vermeiden bzw. reduzieren und den Rest neutralisieren. Wegweisend: Langfristige Investition in Pflanzenkohle als CO2-Senkentechnologie E-Mobilität statt Emission / © Pascal Gertschen; Schweizerische Post Die Reduktionsstrategie der Schweizerischen Post ist ambitioniert; außergewöhnlich sind aber insbesondere ihre Pläne für den Umgang mit den Emissionen, die auch nach der Erreichung aller Vermeidungs- und Reduktionssziele verbleiben. Um diese Emissionen wieder aus der Atmosphäre zu entfernen, investiert die Schweizerische Post in Pflanzenkohle als zukunftsweisende CO2-Senkentechnologie. Dafür unterstützt sie das Schweizer Pflanzenkohle-Programm von First Climate. Als eines von bislang sehr wenigen Unternehmen weltweit hat die Schweizerische Post dabei einen langfristigen Abnahmevertrag abgeschlossen und demonstriert damit Entschlossenheit in ihrem Klima-Handeln: Zunächst bis einschließlich 2026 wird das Unternehmen CO2-Senkenzertifikate aus dem Pflanzenkohle-Projekt beziehen. Für Nino Berta, Head of Technical Removal Solutions bei First Climate, spielt die Planbarkeit, die daraus entsteht, eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung des CO2-Senkenpotenzials der Pflanzenkohle-Technologie: „Das langfristige Engagement von Unternehmen wie der Schweizerischen Post ist von essenzieller Bedeutung. Denn nur durch diese Unterstützung können neue Klimaschutz-Technologien wie Pflanzenkohle erforscht, weiterentwickelt und von der Idee in die Realität umgesetzt werden. Das Engagement der Schweizerischen Post hat deshalb eine wichtige Vorbildwirkung“, so der First Climate-Experte. " [...] nur durch diese Unterstützung können neue Klimaschutz-Technologien wie Pflanzenkohle erforscht, weiterentwickelt und von der Idee in die Realität umgesetzt werden." Nino Berta, Head of Technical Removal Solutions bei First Climate Pflanzenkohle in der Klimastrategie der Schweizerischen Post Besondere Eigenschaften: ein Löffel Pflanzenkohle entspricht die Oberfläche eines Fußballfeldes / © First Climate Im Rahmen ihres Klimaziels steht die Schweizerische Post vor der Herausforderung, Wege zu finden, um jährlich Tausende Tonnen an CO2-Restemissionen aus der Atmosphäre zu entfernen und langfristig zu speichern. Um dieses Ziel erreichen zu können, hat das Unternehmen eigens eine Gesellschaft gegründet – die CDR (Carbon Dioxide Removals) AG –, über die sie in entsprechende CO2-Senkenprojekte investiert. Die Pflanzenkohle-Technologie spielt dabei eine wichtige Rolle, wie CDR-Geschäftsführer Dr. Philipp Mäder erklärt: „Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten geprüft. Die Pflanzenkohle hat uns überzeugt, da sie die Fähigkeit besitzt, Kohlenstoff dauerhaft zu binden und weil sie zu den wenigen Technologien in diesem Bereich gehört, die bereits heute skalierbar verfügbar sind.“ "Die Pflanzenkohle hat uns überzeugt [...] weil sie zu den wenigen Technologien in diesem Bereich gehört, die bereits heute skalierbar verfügbar sind." Dr. Philipp Mäder, Geschäftsführer Post CDR AG Über First Climate bezieht die Schweizerische Post CO2-Senkenzertifikate aus regionalen Projekten. Produziert wird die Pflanzenkohle ausschließlich an Standorten in der Schweiz – vor allem beim First Climate-Projektpartner Inkoh im graubündnerischen Maienfeld, wo seit 2020 Pflanzenkohle von gleichbleibend hoher Qualität erzeugt wird. Hintergrund: Klimaschutz durch natürliche Kohlenstoffspeicherung Das Produkt Pflanzenkohle besteht zu einem hohen Anteil aus hochwertigem, reinem Kohlenstoff, der im Rahmen der Produktion auf nachhaltige Weise aus Restbiomasse gewonnen wird. Als Ausgangsmaterial für die Pflanzenkohleherstellung kommen unterschiedlichste organische Materialien wie beispielsweise Holzreste, Stroh oder Grünschnitt in Frage. Die Pflanzenkohle entsteht durch die Erhitzung der Ausgangsstoffe unter Sauerstoffausschluss im Rahmen eines sogenannten Pyrolyse-Verfahrens. Dabei wird der in der Biomasse enthaltene Kohlenstoff dauerhaft in der entstandenen Kohle gebunden. Nachhaltige Pflanzenkohleproduktion in der Schweiz / © First Climate Die Klimawirkung der Pflanzenkohle entsteht durch die langfristige Speicherung des während des Pflanzenwachstums aufgenommenen Kohlenstoffs. Die Nutzung der Pflanzenkohle – etwa durch die Einbringung in den Boden oder als Zuschlagstoff für Baumaterialien – ermöglicht es, den gebundenen Kohlenstoff über Jahrhunderte hinweg stabil und nachhaltig zu speichern und ihn dadurch aktiv der Atmosphäre zu entziehen. First Climate hat eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, das Klimaschutzpotenzial von Pflanzenkohle zu messen und zu zertifizieren. Als Partner der Schweizerischen Post ist das Unternehmen auch für die regelmäßige Überprüfung und Überwachung der tatsächlich erzielten CO2-Senkenleistung des von der Schweizerischen Post unterstützten Pflanzenkohle-Programms zuständig. Weitere Informationen zur Klimastrategie der Schweizerischen Post: https://www.post.ch/de/ueber-uns/verantwortung/corporate-responsibility/klima-und-energie Das könnte Sie auch interessieren: Schweizer CO2-Senkenprojekt erhält „A“-Rating

  • Wie Stadtwerke und Energieversorger die neuen EU-Nachhaltigkeits-Berichtspflichten meistern können

    Für Versorgungsunternehmen ist es wichtig, sich rechtzeitig mit den Herausforderungen durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die EU-Taxonomie auseinanderzusetzen Von Hannah Graf-Edinger, First Climate Consultant for Corporate Climate Strategies ©ALEXSTUDIO - stock.adobe.com In allen Sektoren sind nachhaltige Betriebsabläufe, Produkte und Investitionen für Unternehmen heutzutage nicht mehr die Ausnahme, sondern werden zunehmend vorausgesetzt. Nun verpflichtet eine neue EU-weite Gesetzgebung Unternehmen auch zu mehr Transparenz im Bereich der Nachhaltigkeit. Ab sofort werden die neuen Berichtspflichten im Rahmen der CSRD und der EU-Taxonomie sukzessive auf rund 50.000 Unternehmen in der EU zukommen und die Offenlegung ihrer ökologischen, sozialen und finanziellen Auswirkungen erfordern. Was kommt jetzt durch CSRD und EU-Taxonomie auf Stadtwerke und Energieversorger zu und wie kann sich die Branche am besten darauf einstellen? Schon der Umfang und die Komplexität des verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichts nach der CSRD können Herausforderungen darstellen. Für viele Unternehmen sind je nach Branche und Geschäftstätigkeit zwar nur einige der Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (engl. „European Sustainability Reporting Standards“, kurz ESRS) im Rahmen der CSRD berichterstattungsrelevant. Da jedoch die meisten Versorgungsunternehmen bei der Erzeugung von Energie und Wärme große Mengen an CO2-Emissionen freisetzen und somit erhebliche Auswirkungen auf das Klima haben, ist es wahrscheinlich, dass sie insbesondere über die Umwelt-bezogenen ESRS berichten müssen. Dies bedeutet, dass Stadtwerke und Energieversorger mit einer umfangreichen Datenerfassung von bis zu 1.100 Datenpunkten rechnen müssen. Eine korrekte Berichterstattung, die sämtliche Datenpunkte berücksichtigt, erfordert Fachwissen, spezielle Schulungen für Mitarbeitende, eine effektive Einbindung der Stakeholder sowie neue Prozesse zur Datenerhebung und Berichterstattung. Um alle diese Aufgaben fristgerecht umsetzen zu können, ist es unbedingt erforderlich, dass Stadtwerke und Energieversorger sich rechtzeitig mit den Anforderungen vertraut machen und – am besten in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner – eine Roadmap für die Umsetzung entwickeln. Eine weitere potenzielle Herausforderung bringt die EU-Taxonomie mit sich. Sie ist ein Instrument zur Bestimmung der Umweltleistung und Nachhaltigkeit von Wirtschaftstätigkeiten. Viele Versorgungsunternehmen sind zudem „Asset Heavy“, verfügen also über einen hohen Anteil an materiellen Vermögenswerten. Das geht in der Regel einher mit einer erhöhten Komplexität der Anforderungen an das finanzielle Reporting und erfordert gegebenenfalls Anpassungen der unternehmerischen Berichterstattungs-Prozesse. In diesen Fällen sollte die Einbindung entsprechender digitaler Reporting-Tools in Betracht gezogen werden, um Komplexität zu reduzieren. Die Cloud-basierte Taxonomie-Software des First Climate Exklusiv-Partners VIRIDAD schafft für betroffene Unternehmen deutliche Effizienz-Vorteile. Von all diesen Veränderungen und Herausforderungen sind Stadtwerke und Energieversorger in besonderem Maße betroffen – nicht zuletzt, da ihre Relevanz im Sinne der Daseinsvorsorge für das gesellschaftliche Leben und die damit verbundene öffentliche Erwartungshaltung hinsichtlich der Themen Environmental, Social, Governance (ESG) höher ist als bei vielen anderen Unternehmen bzw. Branchen. Proaktiv statt reaktiv Für die meisten Stadtwerke und Energieversorger gilt das Jahr 2025 als Frist für die CSRD-Berichterstattung. Für die Umsetzung des Prozesses sind umfangreiche und zeitaufwändige Vorbereitungsprozesse unumgänglich; Versorgungsunternehmen sollten deshalb umgehend mit der Datenerfassung beginnen, Stakeholder einbinden und einen umfassenden Aktionsplan für ihre Berichterstattung erstellen. Indem sie proaktiv hohe ESG-Standards in ihren Betrieb integrieren und mit den relevanten Stakeholdern zusammenarbeiten, um die Priorisierung von Nachhaltigkeit in allen Bereichen sicherzustellen, können Unternehmen sich besser auf die Berichterstellung vorbereiten sein und gleichzeitig ihren Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels leisten. Die Komplexität der neuen Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeits-Berichterstattung kann durchaus überwältigend sein – doch wer jetzt mit den Vorbereitungen beginnt, verschafft sich einen Vorteil gegenüber Unternehmen, die das Thema als Problem der Zukunft betrachten. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite können Sie sich verstärkt auf die mit dem Nachhaltigkeits-Reporting verbundenen Chancen fokussieren. Als langjähriger Partner zahlreicher Stadtwerke und Energieversorger ist First Climate mit den spezifischen Anforderungen des Sektors vertraut und kann Ihnen dabei helfen, zu verstehen, inwieweit die neue Gesetzgebung Sie betrifft. First Climate Consulting unterstützt und berät Sie in allen Phasen des Prozesses – beginnend mit einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse als Basis für die Erstellung Ihres individuellen Aktionsplans für die CSRD-Berichterstattung . Kontakt:   impact@firstclimate.com Über die Autorin: Hannah Graf-Edinger ist Consultant für unternehmerische Klimastrategien und spezialisiert auf CO2-Bilanzierung und Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Mit ihrem Hintergrund im Umwelt- und Energierecht verfügt sie über umfassende Erfahrung in der Anwendung nationaler und internationaler Gesetze und der strukturierten Analyse komplexer Sachverhalte. Bevor sie im Jahr 2023 bei First Climate einstieg, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen umwelt- und klimarechtlichen Forschungsprojekten.

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