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First Climate und ZukunftMoor schließen exklusive Partnerschaft

Aktualisiert: vor 6 Stunden

Zusammenarbeit bei Projekt zur Moor-Wiedervernässung in Niedersachsen


First Climate und der Projektentwickler ZukunftMoor haben eine Kooperationsvereinbarung zur Bereitstellung von CO₂-Zertifikaten aus dem Langenhausener Moor in Niedersachsen geschlossen. Die nach dem MoorFutures-Standard registrierte Initiative unterstützt die Wiedervernässung sowie den langfristigen Schutz wertvoller Moorflächen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Im Rahmen der Partnerschaft ermöglicht First Climate exklusiv den Zugang zu Zertifikaten aus einer Teilfläche des Projekts und unterstützt damit die Umsetzung der Wiedervernässungs-Maßnahmen.


Science-Based Targets für KMU

V.l. Heike Natzet, Head of Portfoliomanagement, Sourcing & Backoffice; Julia Kasper, Geschäftsführerin und Mitgründerin von ZukunftMoor, Dr. Susanne Peindl, Managing Director First Climate Markets GmbH, Olaf Bachert, CEO First Climate AG


Unternehmen können ab sofort hochwertige CO₂-Zertifikate aus dem Projekt erwerben und so zur Wiederherstellung von Moorökosystemen und zum Klimaschutz vor der Haustür beitragen. Als exklusiver Vermarktungspartner wird First Climate die Weiterentwicklung und Skalierung der Projektaktivitäten unterstützen.


„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit ZukunftMoor. Zertifizierte Klimaschutzprojekte in Deutschland sind noch immer selten – umso wertvoller ist dieses Projekt, das konkret zur Wiederherstellung wichtiger Moorökosysteme beiträgt. ZukunftMoor leistet hier mit großem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz wichtige Pionierarbeit. Dass unsere Kunden dieses Projekt unterstützen und damit zum Schutz von Mooren in Deutschland beitragen können, freut uns besonders“, so First Climate CEO Olaf Bachert.


Effektiver Klimaschutz durch Moor-Wiedervernässung

Das Langenhausener Moor-Projekt des Entwicklers ZukunftMoor engagiert sich aktiv für die Wiedervernässung trockengelegter Moorflächen, die zuvor intensiv landwirtschaftlich genutzt wurden. Insgesamt umfasst das Projekt eine Moorfläche von rund 300.000 m² in Langenhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Gnarrenburg in Niedersachsen. Das Gebiet ist Teil des ca. 36.080 Hektar großen Teufelsmoors, Niedersachsens größtem Moorgebiet, das bereits im 18. Jahrhundert für Landwirtschaft und Torfabbau trockengelegt wurde. Die Wiedervernässung verhindert die Freisetzung von CO₂, für die nächsten 400 Jahre aufgrund der Trockenlegung des Bodens in die Atmosphäre gelangt wäre.


Bilder 1, 3, 4, 6, 7, 9: ©ZukunftMoor, Bilder 2, 5, 8: ©Kristina Steiner


Ein zentrales Element des Projekts ist die sogenannte Vollvernässung der Moorflächen. Dabei wird der Wasserspiegel dauerhaft bis nahe an die Oberfläche angehoben. So bleiben die Torfböden dauerhaft wassergesättigt, wodurch die Zersetzung des Torfs und die damit verbundene Freisetzung von CO₂ gestoppt wird. Gleichzeitig entstehen wieder typische Moorbedingungen, die langfristig die Neubildung von Torf und die Rückkehr moortypischer Pflanzen- und Tierarten ermöglichen.


Weitere Projektaktivitäten umfassen den großflächigen Anbau von Torfmoos im Rahmen einer nachhaltigen nassen Bewirtschaftung – einer sogenannten Paludikultur. Sie fördert den Erhalt der Torfschicht und kann langfristig sogar zur Neubildung von Torf beitragen. Torfmoos bindet Kohlenstoff und ist deshalb eine effektive natürliche CO2-Senke. Es verbessert auch das Wasser-Rückhaltevermögen der renaturierten Flächen.


Bilder 1-7: ©Kristina Steiner, Bild 8: ©ZukunftMoor


Ein Teil des angebauten Mooses verbleibt auf der Fläche und unterstützt die Torfbildung, ein anderer Teil wird geerntet und zu einem torffreien Substrat für den Gartenbau weiterverarbeitet. So entstehen nachhaltige Alternativen zu herkömmlicher Torferde, die bei der Produktion Treibhausgase absondert und deren Abbau wertvolle Moore zerstört.


Durch diese Aktivitäten trägt das Projekt auch zur Erneuerung der biologischen Vielfalt in der Region bei. Mit der Rückführung der geschützten Flächen in ein naturnahes Moor kehren auch seltene Tierarten wie der Moorfrosch oder der Kiebitz wieder in die Projektregion zurück.


Julia Kasper, Geschäftsführerin und Mitgründerin von ZukunftMoor ©Kristina Steiner
Julia Kasper, Geschäftsführerin und Mitgründerin von ZukunftMoor ©Kristina Steiner

Die exklusive Partnerschaft zwischen First Climate und ZukunftMoor soll dazu beitragen, die Projektaktivitäten langfristig zu skalieren und die Renaturierung im Langenhausener Moor gezielt zu fördern.


„Mit First Climate haben wir einen Partner mit langjähriger Expertise im freiwilligen CO₂-Markt an unserer Seite. Wir freuen uns sehr über die Chance, die Weiterentwicklung unseres Projekts gemeinsam vorantreiben und dazu noch besser dazu beitragen zu können, aus trockengelegten Moorflächen durch die Wiedervernässung wieder ein klimafreundliches und biodiverses Moor zu schaffen und gleichzeitig den Erhalt des landwirtschaftlichen Charakters der Region zu erhalten“, sagt Julia Kasper, die Geschäftsführerin und Mitgründerin von ZukunftMoor.


Intakte Moore sind wichtige CO2-Speicher: Es wird geschätzt, dass Moore weltweit insgesamt doppelt so viel Kohlenstoff binden, wie alle Wälder zusammen. Durch die Trockenlegung von Mooren entweicht jedoch das gespeicherte CO2 nach und nach und trägt damit zur Verschärfung des Klimawandels bei. In Deutschland verursacht die Trockenlegung von Mooren 7,5% der nationalen Treibhausgasemissionen.



Über ZukunftMoor

ZukunftMoor wiedervernässt bislang trockengelegte Moorflächen in Norddeutschland und etabliert darauf den Anbau von Torfmoos. Damit verbindet das junge Unternehmen effektiven Klimaschutz mit einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Nutzung nasser Moorböden. Neben der erheblichen Reduktion von Treibhausgasemissionen stehen die Förderung moortypischer Biodiversität sowie die Verbesserung des Wasserrückhalts im Fokus.



Über First Climate

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit. Wir entwickeln und finanzieren verifizierte Emissionsminderungs- und CO2-Senkenprojekte weltweit. Unsere Lösungen zur bedarfsgerechten Beschaffung von erneuerbaren Energien ermöglichen es Unternehmen, ihre energiebezogenen Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus bietet unser erfahrenes Consulting-Team umfangreiche Beratungs-Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie ESG-Strategie und -Reporting. 

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