CO2-Speicherung durch Pflanzenkohle


Das Netto-Null Ziel braucht CO2-Senkenprojekte

Die Schweiz hat in ihrer langfristigen Klimastrategie beschlossen, einen Beitrag zu leisten zur Beschränkung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C. Um dieses Ziel erreichen zu können, verabschiedete der Schweizerische Bundesrat im August 2019 das Ziel, die Treibhausgasemissionen in der Schweiz bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn Emissionen soweit möglich reduziert und die verbleibenden Emissionen in Senken gespeichert werden.

Technologie

Pflanzenkohle (engl. Biochar) ist ein kohlenstoffreiches Produkt, welches aus pflanzlichen Ausgangsstoffen durch pyrolytische Verkohlung hergestellt wird. Biomasse wird in einem Vergaser unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 380°C und 1000°C pyrolysiert. Im Pyrolyseprozess werden die organischen Verbindungen der Biomasse thermo-chemisch gespalten.

Die resultierenden Einzelprodukte sind nebst Pflanzenkohle Wasser, ein brennbares Gasgemisch aus H2, CO, CO2, CH4 und weiteren Kohlenwasserstoffen sowie Wärme.

 

Diese Nebenprodukte werden ebenfalls genutzt: Durch Verbrennung der Pyrolysegase wird der Prozessenergiebedarf der Pflanzenkohleherstellung gedeckt.

Die Abwärme kann zur Trocknung des Rohmaterials, für die Einspeisung in Fernwärmenetze oder zur Stromproduktion mittels Abgasturbine verwendet werden.

Vorteile für die Landwirtschaft

In der Landwirtschaft wird Pflanzenkohle letztendlich im Boden eingebracht, was zu einer Verbesserung der Wasser- und Düngerhaltekapazität der Böden und somit zu einer Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und einer Steigerung des Humusaufbaus führt. Die Pflanzenkohle speichert Nährstoffe und hält diese für Pflanzen verfügbar, die Nährstoffe werden jedoch nicht ausgewaschen und verbleiben somit länger im Boden. Ein weiterer positiver Zusatzeffekt ist die Verminderung von Methan- und Lachgasemissionen durch mikrobielle Abbauprozesse im Boden.

Vor Ausbringung der Pflanzenkohle muss diese mit Nährstoffen aufgeladen werden. Dies kann entweder direkt durch Einmischen in Kompost oder Gülle, oder im Rahmen der sogenannten Kaskadennutzung geschehen. Bei der Kaskadennutzung werden die Vorteile von Pflanzenkohle in mehreren Stufen genutzt. Beispielsweise wird Pflanzenkohle den Hoftieren verfüttert, was sich positiv auf deren Gesundheit auswirkt. Die resultierende Gülle wird durch die Pflanzenkohle fließfähiger, die Pflanzenkohle wird durch die Gülle mit Nährstoffen aufgeladen und speichert diese. Bei der anschliessenden Ausbringung im Boden kommen die zuvor beschriebenen Effekte ebenso zur Geltung.

Das Programm

In Europa wird Pflanzenkohle in der Landwirtschaft aufgrund der hohen Verkaufspreise derzeit nur von wenigen Pionieren angewendet. Ziel des Emissionsreduktionsprogramms ist es, die Produktion von Pflanzenkohle als langfristigen Kohlenstoffspeicher zu fördern und den Einsatz von Pflanzenkohle zu verstärken. Dies geschieht mithilfe des Einsatzes von CO2-Zertifikaten.

Dadurch können die Kosten für Landwirte massgeblich gesenkt werden. Gleichzeitig wird eine ausreichende Rendite für Schweizer Produzenten von Pflanzenkohle gewährleistet. Als Abnehmer der Produkte stehen landwirtschaftliche Betriebe im Vordergrund; weitere mögliche Abnehmer sind z.B. der Gartenbau und die Baubranche, in welcher Pflanzenkohle in Baustoffen als stabiler Kohlenstoffspeicher eingesetzt wird.

First Climate hat dieses Klimaschutzprogramm unter Anwendung der Norm ISO 14064-2 entwickelt und von der renommierten Prüfstelle Verico validieren lassen.

Haben Sie Interesse an CO2-Zertifikaten «Made in Switzerland» aus diesem Programm, mit denen Sie die engagierten Produzenten von Pflanzenkohle unterstützen?

Sprechen Sie uns an!

Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://www.a-p-d.ch/pflanzenkohle

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Ihr Ansprechpartner


Dr. Jochen Gassner

  jochen.gassner@firstclimate.com
  +49 6101 55 658 55

TÜV-Zertifikat "Geprüfte Kompensation"

Claudio Kummli

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Nikolaus Wohlgemuth

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