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- Bilaterales CO2-Abkommen ermöglicht neues Klimaschutzprogramm
Schweiz und Marokko ermöglichen die Umsetzung eines von First Climate mitentwickelten Programms zur Energieerzeugung aus organischen Abfällen Bei der COP27 haben die Schweiz und Marokko ein Abkommen unterzeichnet, das die Voraussetzungen für den künftigen Handel mit internationalen Emissionsreduktionen zwischen den beiden Ländern schafft. Es bildet die Grundlage für ein neues Programm zur Energieerzeugung aus organischen Abfällen, das First Climate im Auftrag der Stiftung KliK konzipiert hat. Gemeinsam mit dem Global Green Growth Institute (GGGI) und MSConex, einem in Marokko ansässigen Abfallwirtschaftsunternehmen, entwickelt First Climate ein Klimaschutzprogramm in Marokko, bei dem Investitionen in Abfallverwertungsanlagen unterstützt werden, die organische Abfälle aus der Nahrungsmittelverarbeitung für die Erzeugung von Biogas verwenden. Das Programm trägt auf zwei Arten zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bei: einerseits durch die Vermeidung von Methan – einem Treibhausgas, das 28-mal so schädlich ist wie Kohlendioxid – andererseits durch die Erzeugung von erneuerbarer Energie und somit die Verdrängung fossiler Brennstoffe. Für Marokko – wo organische Abfälle normalerweise auf Deponien landen und dort im Zersetzungsprozess Methan freisetzen – bietet dieses Projekt eine innovative Lösung für eine nachhaltige Abfallwirtschaft auf nationaler Ebene. Während es zwar klar den Interessen des Landes entspricht, erfordert ein solches Programm beträchtliche Investitionen und ist derzeit nicht als Maßnahme im Rahmen von Marokkos Klimazielen unter dem Übereinkommen von Paris vorgesehen. Dank des von First Climate mitentwickelten Programm kann das Land von einer nachhaltigen Abfallwirtschaft profitieren, ohne Ressourcen von anderen Klimaschutzprioritäten abziehen zu müssen. Ein Beispiel für grenzüberschreitenden Klimaschutz Konkret stellt das Programm einen Rahmen für die Unterstützung von Investitionen in Biogasanlagen, die organische Abfälle mittels anaerober Vergärung verarbeiten. Aus den organischen Abfällen entsteht Biogas, das für die Erzeugung von Wärme und Strom eingesetzt wird. First Climate hat die Projektidee bei KliK eingereicht und das Konzept des Klimaschutzprogramms entwickelt. Außerdem soll das Unternehmen während der Umsetzungsphase als Koordinationsstelle zwischen den verschiedenen Stakeholdern in der Schweiz und Marokko dienen. Das erste Pilotprojekt wird aktuell in Tanger konzipiert und soll in Zukunft ausgeweitet, repliziert und an die spezifischen Bedürfnisse anderer Städte und Provinzen in Marokko angepasst werden. Als «first of its kind»-Projekt geht das OWtE-Programm das Problem der ungeordneten Entsorgung von organischem Müll verantwortungsvoll an. Das neue Abkommen zwischen Marokko und der Schweiz ermöglicht nun den Kauf der Emissionsverminderungen des OWtE-Programms durch die Stiftung KliK – welche im Namen der Schweizer Regierung den gesetzlichen Auftrag zur Kompensation von Emissionen im Ausland verfolgt. «Es ist erfreulich, dass diese Vereinbarung zustande gekommen ist, nachdem wir die Grundlagen geschaffen und alle Phasen durchlaufen haben, die uns seit der Einreichung der Programmidee im Jahr 2019 hierhergeführt haben. First Climate hat beide Parteien beraten, und jetzt sind wir bereit, unsere gemeinsamen Anstrengungen in die Tat umzusetzen.», sagt Yves Keller, Projektverantwortlicher auf Seiten von First Climate. Artikel 6 und der internationale Emissionshandel im Rahmen des Pariser Abkommens Das neue Klimaabkommen schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Schweiz direkt von Marokko Internationally Transferred Mitigation Outcomes (ITMOs) erwerben kann. Als Unterzeichnerin des Pariser Abkommens hat sich die Schweiz verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 50 % (im Vergleich zu 1990) zu reduzieren. Dieses Ziel wird zwar in erster Linie durch Maßnahmen im Inland erreicht, die Schweiz plant jedoch auch, einen Teil ihrer Kompensationspflicht im Ausland zu erfüllen. Artikel 6 des Pariser Abkommens erlaubt es den Ländern, freiwillig miteinander zusammenzuarbeiten, um die in ihren national festgelegten Beiträgen (Nationally Determined Contributions, NDCs) definierten Emissionsreduktionsziele zu erreichen. Das bedeutet, dass eine Emissionsreduktion, die in einem Land stattfindet, auf ein anderes Land übertragen und auf dessen eigene NDCs angerechnet werden kann – ein Mechanismus, der durch das Pariser Abkommen ermöglicht wird. Bilaterale Abkommen gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens ermöglichen es emissionsintensiven Ländern wie der Schweiz, einen Teil ihrer Klimaziele in Ländern mit geringeren Emissionen zu erreichen. Gleichzeitig schaffen sie ein Vehikel für weniger entwickelte Länder, ausländische Investitionen in Sektoren anzulocken, die sie aufgrund hoher Kosten nicht primär für den Klimaschutz in ihren eigenen NDCs anvisieren.
- Klimaschutz in der Lieferkette: Die Rolle erneuerbarer Energien
Online-Seminar von CDP und First Climate am 25. November 2021 Im Rahmen von zeitgemäßen unternehmerischen CO2-Management-Strategien rücken Emissionen aus der Lieferkette immer mehr in den Fokus. Wie Unternehmen Reduktionsstrategien in diesem Bereich umsetzen können und welche entscheidende Rolle dabei die Beschaffung nachhaltig erzeugter Energie spielt, zeigen CDP und First Climate in ihrem gemeinsamen Online-Seminar am 25. November. Der Bereich der globalen Grünstrombeschaffung befindet sich im Wandel. Erneuerbare Energien haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund sinkender Preise als zunehmend attraktives und effektives Mittel zur Umsetzung von unternehmerischen Dekarbonisierungs-Maßnahmen erwiesen. Gerade im Hinblick auf die Lieferkette eines Unternehmens bergen sie ein enormes Emissionsminderungspotenzial. Denn die Scope-3-Emissionen, also die Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette eines Unternehmens, sind bis zu elfmal höher als Scope 1- und 2-Emissionen zusammen. Wie können Unternehmen dieses Potenzial ausschöpfen? Am 25. November werden CDP und First Climate dieses Thema in einem virtuellen Seminar mit dem Titel “Towards a greener supply chain: Renewable energy as a component of climate action” beleuchten. Dabei werden die First Climate-Experten Alina Juncker, Vincent Erasmy und Steven Krawietz die erforderlichen Schritte aufzeigen, die Unternehmen auf ihrem Dekarbonisierungspfad gehen können. Außerdem werden sie Fallstudien und Best-Practice-Beispiele aus der Automobilindustrie vorstellen. Für CDP wird Nicholas Fedson, Senior Analyst – Renewable Energy den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die globale Initiative RE100 und das CDP Supply Chain-Programm vorstellen. Das Online-Seminar findet statt am Donnerstag, 25. November 2021, um 16:00 Uhr Mitteleuropäische Zeit, (GMT+01:00). Bei Interesse registrieren Sie sich bitte vorab hier. Die Teilnahme ist kostenfrei; das Seminar findet in englischer Sprache statt.
- First Climate beruft Mike Hatert in den Vorstand
Aufstieg in die Geschäftsführung als Chief Operating Officer Mike Hatert zieht zum 1. April 2022 in den Vorstand der First Climate Markets AG ein. In seiner neuen Position verantwortet der Energieexperte und bisherige First Climate-Head of Renewables zukünftig den gesamten operativen Bereich des Unternehmens. Im Vorstand tritt Mike Hatert als COO an die Seite des Geschäftsleitungs-Vorsitzenden Olaf Bachert. „Mike verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich erneuerbarer Energien und CO2-Management. Er ist bestens mit diesen Themenfeldern vertraut und kennt aus seiner bisherigen Berufstätigkeit auch die Kundenperspektive. Im Rahmen seiner Tätigkeit in verantwortlicher Position bei First Climate hat er in den vergangenen Jahren darüber hinaus maßgeblich zur Weiterentwicklung des Lösungs- und Dienstleistungsangebots beigetragen. Mike bringt damit beste Voraussetzungen dafür mit, die Geschäftsaktivitäten von First Climate erfolgreich zu gestalten und unsere Auftraggeber heute und in Zukunft noch besser bei ihren Klimaschutz-Aktivitäten zu unterstützen“, erklärt Jochen Knoesel, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Das Gremium hatte die Berufung bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Mike Hatert ist seit 2018 bei First Climate tätig – zunächst als Head of Renewables. Seit dem vergangenen Jahr verantwortete er zusätzlich das komplette Bestands- und Neukundengeschäft der First Climate Markets AG. Dazu zählen unter anderem die Weiterentwicklung des Beratungsangebots des Unternehmens sowie die Steuerung der weltweiten Vertriebsaktivitäten. Als Diplom-Ingenieur verfügt Mike über mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in der Energiebranche sowie im Bereich des freiwilligen CO2-Marktes. Vor seiner Zeit bei First Climate war er in Manager- und Führungspositionen unter anderem bei der Deutschen Bahn sowie dem Energieversorger ENTEGA tätig. Für seine Vorstands-Tätigkeit hat sich Mike Hatert das Ziel gesetzt, die Position von First Climate als ein führender Anbieter von Leistungen und Lösungen für den freiwilligen Klimaschutz im Unternehmensbereich weiter auszubauen und zu stärken. „Ich empfinde es als Privileg und besondere Motivation, durch meine berufliche Tätigkeit Unternehmen bei ihrem Klimaschutzengagement unterstützen und gemeinsam mit dem großartigen First Climate-Team und in Zusammenarbeit mit unseren Kunden weltweit einen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten zu können“, so der neue COO. „Diesem Ziel werde ich mich auch in meiner neuen Position mit ganzer Kraft widmen. Mit unserem Unternehmen wollen wir weiterhin die besten Lösungen für effektives CO2-Management entwickeln und der Wirtschaft die Formulierung und Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele ermöglichen.“ First Climate CEO, Olaf Bachert, begrüßt die Aufsichtsrats-Entscheidung zur Vorstands-Berufung von Mike Hatert: „Ich bin überzeugt, dass die Berufung von Mike zum COO unser Unternehmen weiter stärken wird und freue mich darauf, unsere bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit nun auch als Team auf Vorstandsebene fortzusetzen.“
- First Climate ist Klimaschutz-Partner des 14. Deutschen Nachhaltigkeitstags
Kongress kompensiert Emissionen mit First Climate Am 2. und 3. Dezember 2021 finden zum 14. Mal der Deutsche Nachhaltigkeitstag (DNT) und die begleitenden Preisverleihungen statt – in diesem Jahr erstmals als hybride Veranstaltung, parallel in Präsenz und online. Als Kompensationspartner des DNT übernimmt First Climate den Ausgleich der CO2-Emissionen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen. Während der zwei Kongresstage in Düsseldorf werden insbesondere die fünf Transformationsfelder Klima, Biodiversität, Ressourcen, Gesellschaft und Lieferketten im Mittelpunkt stehen. 120 Delegierte aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft werden sich mit den Teilnehmenden zum Kernthema der Transformation in eine nachhaltige Zukunft austauschen. Zentrale Fragen, mit denen sich die Teilnehmenden in Podiumsdiskussionen auseinandersetzen werden, lauten etwa: Wie können die bei der Glasgower COP26 erzielten Vereinbarungen realisiert werden und wie lässt sich der „European Green Deal“ umsetzen? Wie kann Extremwetterereignissen vorgebeugt werden, wie der Wandel zur Kreislaufwirtschaft gelingen? Welche Rollen kommen der Bundesregierung und der Finanzwirtschaft zu und welchen Beitrag kann jede und jeder Einzelne von uns leisten, damit der Wandel möglichst schnell gelingt? Höhepunkte des Programms werden an beiden Veranstaltungstagen die jeweils abends stattfindenden Verleihungen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises sein. Auch dieses Jahr wird der Preis in vielfältigen Kategorien verliehen, darunter Forschung, Unternehmen, nachhaltige Wirtschaft, Kommunen, Verpackung, Architektur, und Design. Mit dem Ehrenpreis werden darüber hinaus prominente (inter-)nationale Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich für soziale und ökologische Belange einsetzen. Dieses Jahr zählen zu den Ehrenpreisträgerinnen und -preisträgern u. a. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als entscheidende Initiatorin des europäischen Green Deal, der weltweit renommierte Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber, und Oscarpreisträger Forest Whitaker, der für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit geehrt wird. Klimaneutrale Veranstaltung mit First Climate First Climate ist Partner und Förderer des DNT und übernimmt sowohl die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks als auch die Kompensation der Emissionen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen. So wird eine umweltfreundliche und nachhaltige Gestaltung des DNT sichergestellt. Zum ersten Mal bieten die Veranstalter allen Interessierten auch die Möglichkeit der kostenlosen digitalen Teilnahme an der Veranstaltung. Eine kostenfreie Anmeldung ist über die Online-Plattform DNP.tv möglich, Nutzerinnen und Nutzer können sowohl den Kongress als auch die Preisverleihungen virtuell per Live-Stream verfolgen: https://www.dnp.tv/ Weitere Details rund um den 14. Deutschen Nachhaltigkeitspreis unter: https://www.nachhaltigkeitspreis.de/
- COP26 in Glasgow: Die wichtigsten Ergebnisse des Weltklimagipfels
Klimapakt zur Umsetzung des Pariser Abkommens verabschiedet 197 Staaten kamen bei der 26. UN-Weltklimakonferenz zusammen, um den transnationalen Austausch anzukurbeln und die internationalen Klimaschutzbemühungen zu steigern. Das Ergebnis: die Verabschiedung des „Glasgow Climate Pact“, der alle wesentlichen Leitlinien zur Umsetzung des Klimaschutz-Abkommens enthält. Mit diesem Meilenstein hat die COP26 formal ihr wichtigstes Ziel erreicht. Woche eins der Verhandlungen war geprägt von verschiedenen Zusagen, mit denen sich die teilnehmenden Parteien auf unterschiedlichen Ebenen zum Klimaschutz bekannten. Dazu gehören die Zusagen, die Entwaldung bis 2030 weltweit aufzuhalten und globale Methanemissionen substanziell zu verringern. Erstmals wurden zudem Maßnahmen zum Kohleausstieg und zum Ende der Finanzierung fossiler Brennstoffe beschlossen. Einen weiteren Aspekt hebt Joachim Sell, Head of Natural Climate Solutions hervor, der die COP für First Climate beobachtete. Bemerkenswert sind aus seiner Sicht auch die Ankündigungen für Klimaschutz-Selbstverpflichtungen von Seiten des Privatsektors. Die Finanzindustrie beispielsweise kündigte an, über die nächsten 30 Jahre insgesamt bis zu 130 Mrd. USD an privatem Kapital für das Netto-Null-Ziel zu mobilisieren und einzusetzen. Im Automobilsektor sollen alle Neuwagenverkäufe bis 2040 und in den Kern-Märkten bis 2035 emissionsfrei werden. „Die Erreichung des Ziels, fossile Treibstoffe im Mobilitätsbereich zurückzufahren, wird einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten. Aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen der Branche sehen wir Anlass, anzunehmen, dass dieses Ziel sogar früher erreicht werden kann als aktuell zugesagt.“ Konkrete Vorgaben für nationale Klimaschutzpläne Ein wichtiges Ergebnis der COP26-Verhandlungen ist auch die Einigung der Länder auf einen gemeinsamen Zeitrahmen für die Nationally Determined Contributions (NDCs), für die es bisher keine konkreten Vorgaben gab. Die Parteien verständigten sich darauf, alle fünf Jahre neue oder aktualisierte NDCs für eine Periode von 10 Jahren vorzulegen, also 2025 ein NDC mit dem Enddatum 2035, 2030 wiederum eines für 2040. Zudem werden sie dazu angehalten, ihre Ziele für 2030 im kommenden Jahr zu überprüfen und wenn nötig zu verstärken. Insgesamt legten über 150 Länder neue NDCs vor, was ca. 80 % der globalen Emissionen entspricht, und 82 Staaten weltweit haben nun ein Netto-Null-Ziel. Weitere Zusagen im Bereich Klimafinanzierung In puncto Klimafinanzierung einigten sich die Industrienationen darauf, die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel verstärkt zu unterstützen und dazu die finanziellen Mittel bis 2025 mindestens zu verdoppeln – auf 40 Mrd. USD. Das Ziel, ab 2020 jedes Jahr 100 Mrd. USD zur Verfügung zu stellen, wollen die Industrienationen 2023, also mit dreijähriger Verspätung, erreichen. Mit der „Glasgow Breakthrough Agenda“ sollen Länder und Unternehmen die Entwicklung und den Einsatz grüner Technologien und nachhaltiger Lösungen in diesem Jahrzehnt beschleunigen, bei gleichzeitiger Senkung der Kosten. Entwicklungsländer sollen so Zugang zu den für Net Zero benötigten Innovationen und Mitteln erhalten. Finalisierung des Pariser Regelwerkes Der vielleicht zentrale Erfolg der COP26 ist das fertiggestellte Pariser Regelwerk, mittels dessen das Übereinkommen von Paris fortan implementiert werden soll. So gab es etwa einen Durchbruch bei den Verhandlungen in Bezug auf Artikel 6 des Pariser Abkommens, der Vorgaben für die internationale Zusammenarbeit im Klimaschutz macht, und zwar auf staatlicher Ebene (Artikel 6.2) aber auch im Rahmen privatwirtschaftlicher Kooperationen (Artikel 6.4). Das Regelwerk macht klare Vorgaben dazu, wie Zertifikate für Emissionsreduktionen bzw. erzielte CO2-Senkenleistungen zukünftig untereinander gehandelt und Doppelzählungen ausgeschlossen werden können. Im Fokus stand vor allem Artikel 6.4, der den CDM-Standard in Zukunft als Mechanismus ablösen soll und der auch die Märkte für die freiwillige CO2-Kompensation beeinflussen wird. Die Gastländer werden durch den neuen Mechanismus stärker in die Genehmigung und Durchführung von Klimaschutzprojekten involviert. In Zukunft müssen sie für A6.4ER, also für unter Artikel 6.4 fallende Emissionsreduktionszertifikate, entsprechende Anrechnungsanpassungen, sogenannte Corresponding Adjustments vornehmen. Damit ist gemeint, dass das Verkäuferland die Menge der übertragenen Emissionsminderungen von seiner Emissionsbilanz abzieht, während das Käuferland diese zu seiner Bilanz addiert, um sicherzustellen, dass eine doppelte Anrechnung von erzielten Reduktionen ausgeschlossen wird. Zunächst umstritten war die Höhe der Abgaben von durch Klimaschutzprojekte erzeugten Zertifikaten – sogenannte Share of Proceeds (SoP) – an den Anpassungsfond (Adaptation Fund), der Anpassungsmaßnahmen an den Klimaschutz in vulnerablen Ländern mitfinanzieren soll. Für unter Artikel 6.4 fallende Maßnahmen wurde ein SoP auf mindestens 5% der erzielten Emissionsminderungen vereinbart, und 2% der Gutschriften werden abgezogen und stillgelegt, um globale Emissionsminderungen (Overall Mitigation in Global Emissions; OMGE) sicherzustellen. COP26 – Wie geht es nun weiter? „Bemerkenswert ist, dass Anforderungen, Methodik und Verfahren im Rahmen von Artikel 6.4 sehr stark den bisherigen CO2-Standards wie CDM oder VCS ähneln, mit Ausnahme der größeren Involviertheit der Gastländer“, erklärt Joachim Sell. Die Umsetzung von Emissionsminderungsprojekten für den freiwilligen Markt werde sich nach seiner Auffassung deshalb in Zukunft nicht maßgeblich verändern. „Es ist davon auszugehen, dass es eine größere Methoden- und Technologieoffenheit bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten und umfassendere Investitionen in bislang unterrepräsentierte Projekttypen, wie etwa CO2-Senkenprojekte in der Landwirtschaft, geben wird.“ Wie der Experte betont, lassen sich die Auswirkungen des neuen Artikel 6.4 auf die freiwilligen CO2-Märkte in ihrer Gesamtheit noch nicht abschließend beurteilen, insbesondere hinsichtlich Corresponding Adjustments und des Transfers von Zertifikaten zur Neutralisierung bzw. Kompensation von unvermeidbaren Emissionen im Privatsektor. Vieles werde in den kommenden Wochen und Monaten noch durch die beteiligten Parteien – insbesondere die Zertifizierungsstandards – zu präzisieren und auszuformulieren sein. Joachim Sell zeigt sich zufrieden mit dem Ausgang der Konferenz: „Die COP26 war eine der erfolgreichsten der letzten Jahre, da sie substanzielle Erfolge und lang erwartete Regularien hervorbrachte. Insgesamt wurde ein geeigneter Rahmen geschaffen, um die Entwicklung der CO2-Märkte voranzutreiben. Die teilnehmenden Staaten haben nun die nötigen Instrumente zur Hand, um die Umsetzung des Pariser Regelwerks anzugehen. Von allen Stakeholdern wird dies jedoch höchstes Engagement erfordern.“ Joachim Sell, Head of Natural Climate Solutions bei First Climate
- my.FirstClimate – Neues Online-Portal für Ihr CO2-Management
Plattform bietet digitale Unterstützung beim Klimaschutzengagement Ihr Unternehmen möchte sich für den Klimaschutz engagieren und sucht nach einem einfachen Weg, den unternehmerischen CO2-Fußabdruck zu ermitteln, Emissionen zu reduzieren und betriebsbedingte Restemissionen auszugleichen? Mit unserer digitalen my.FirstClimate-Plattform ist das ab sofort rund um die Uhr möglich. my.FirstClimate bietet ein Komplettpaket mit digitalen Services zur Ergänzung des Beratungs- und Produktangebotes über unser Experten-Team – von der Berechnung des CO2-Fußabdrucks, über die Beschaffung von Grünstrom-Zertifikaten bis hin zur Kompensation von unvermeidbaren Emissionen durch internationale und zertifizierte Klimaschutzprojekte. „Mit my.FirstClimate bieten wir unseren Kunden eine weitere Möglichkeit, um Maßnahmen zur Erreichung der eigenen Klimaziele umzusetzen und die durch den Geschäftsbetrieb entstehenden Emissionen zu managen“, so Sonja Hutzler, die das my.FirstClimate-Projekt verantwortet. „Unser Portal ist ein zeitgemäßes Instrument, um den Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten." my.FirstClimate wird sukzessive weiterentwickelt und wird zukünftig zusätzliche innovative Lösungen für die Dekarbonisierungs-Strategie unserer Kunden anbieten. Alles aus einer Hand: CO2-Fußabdruckberechnung, Emissionsminderung, CO2-Ausgleich Dass die Online-Plattform besonders durch ihre Nutzerfreundlichkeit überzeugt, zeigt bereits der Registrierungsprozess: User müssen dazu auf der Anmelde-Seite lediglich die Unternehmensdaten und die erforderlichen Informationen eingeben. Im Anschluss erfolgt die Freischaltung des Portals mit dem kostenfreien Zugang zum my.FirstClimate-System innerhalb eines Arbeitstages. Über das Dashboard können die Nutzerinnen und Nutzer auf alle my.FirstClimate-Services zugreifen: Im ersten Schritt erfolgt die einfache digitale Erfassung der Unternehmensdaten für die CO2-Fußabdruckberechnung. Alle Daten werden im persönlichen Benutzerkonto gespeichert und bilden die Basis für die Erstellung der Treibhausgasbilanz. Diese erfolgt über ein intuitives Online-Tool auf der Grundlage international anerkannter Normen und Standards. Das First Climate Experten-Team kann zur Klärung von Fragen einfach über die Plattform hinzugezogen werden. Neben der Analyse-Funktion bietet die my.FirstClimate-Plattform auch die Möglichkeit, aktiv Emissionen zu reduzieren. Dazu können über die Plattform etwa internationale Grünstrom-Herkunftsnachweise oder die First Climate Naturstrom-Angebote online angefragt und bestellt werden. Darüber hinaus ermöglicht es my.FirstClimate auch, unvermeidbare Emissionen mittels CO2-Kompensation und -Neutralisation oder durch den Erwerb von zertifizierten Emissionsminderungsnachweisen auszugleichen. Dazu steht ein umfassendes Projektportfolio zur Verfügung. Wichtige Dokumente, wie z. B. Emissionsberichte, können jederzeit im Portal abgerufen werden. Weitere Details zu unserem my.FirstClimate-Angebotsspektrum können Sie auf unserer neuen Website nachlesen. Alternativ gelangen Sie hier auch direkt zur Anmeldung für die Plattform.







