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- „Kranti Clean Cooking“-Projekt erzielt Fortschritte im ländlichen Indien
First Climate-Experten kehren zur Verifizierung des Gold Standard Energieeffizienz-Projekts nach Madhya Pradesh zurück Kürzlich reisten Mitglieder des First Climate-Teams nach Indien, um das groß angelegte Kochofenprojekt im Rahmen seines Verifizierungsprozesses vor Ort zu begleiten. Das Projekt, das von First Climate in Zusammenarbeit mit dem Implementierungspartner Kosher Climate entwickelt wurde, konnte bereits rund 50.000 verbesserte Kochöfen erfolgreich in der Projektregion verteilen und wird derzeit im Rahmen des Gold Standard-Verifizierungsverfahrens von einem unabhängigen Auditor geprüft. Mitglieder der Projektteams von First Climate und Kosher Climate waren zur VVB-Verifizierung des Kranti Clean Cooking-Projekts durch den Gold Standard in Madhya Pradesh, Indien. ©First Climate Yves Keller und Pablo Carballo Chanfón, die First Climate vor Ort repräsentierten, begleiteten sowohl den Projektentwickler, Kosher Climate, als auch Delegierte der externen Validierungs- und Verifizierungsstelle (VVB) während der obligatorischen Begehung des Projektstandorts. Solche Vor-Ort-Besuche sind bei der Überprüfung von Kohlenstoffprojekten von zentraler Bedeutung, da sie dazu beitragen, sicherzustellen, dass die dokumentierten Daten korrekt sind. „Es ist aufregend, wieder in Madhya Pradesh zu sein. Das Treffen mit den Auditoren, Partnern und Stakeholdern bietet uns die Chance, uns aus erster Hand von der Verlässlichkeit der erfassten Daten zu überzeugen, Fragen zu beantworten und wichtige klärungsbedürftige Themen direkt anzusprechen. Dieser Prüfprozess ist wichtig, um die Einhaltung der Gold Standard-Anforderungen zu gewährleisten und den Mehrwert des Projekts für die Umwelt, die Gesundheit und die Menschen vor Ort zu verifizieren“, erklärt Keller. Bilduntertitel (von links nach rechts): (1) Das Kranti Clean Cooking-Projekt befindet sich im Herzen Indiens im ländlichen Bezirk Madhya Pradeshs; (2) ein Haushalt, in dem der verbesserte Kochofen verwendet wird; (3) der "Earthfit-Arjun" verkürzt die Kochzeiten und verfügt über eine rostresistente Brennkammer; (4) der robuste Kochofen hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 5–7 Jahren und ermöglicht es Familien, im Freien zu kochen, was die Belastung durch Luftverschmutzung in Innenräumen verringert; (5) indische Wildschweine (Sus scrofa cristatus) streifen durch die Felder – sie gehören zu den ältesten bekannten einheimischen Arten Indiens; (6) Frauen sind hauptsächlich für das Kochen, das Sammeln von Brennmaterial und die Kinderbetreuung verantwortlich; (7) eine Frau nutzt den neuen Kochofen zum Backen von Roti-Brot; (8) die in der Projektregion liegenden Kleinbauernhöfe grenzen häufig an Waldgebiete; (9) der VVB interviewt eine Nutzerin des Kochofens im Rahmen des Gold Standard-Verifizierungsprozesses; (10) der VVB inspiziert den Zustand eines Kochofens und überprüft die Identifikationsnummer; (11) die verbesserten Öfen nutzen Biomasse als Energiequelle und benötigen bis zu 60 % weniger Brennstoff. Carballo fügt hinzu: „Wir sehen den unmittelbaren positiven Impact des Kochofenprojekts . Traditionelle Lehm- oder Ziegelöfen, sogenannte Chulhas, werden in der Regel in Häusern gebaut. Der beim Kochen entstehende Rauch verschlechtert die Luftqualität in Innenräumen und belastet die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner immens. Die verbesserten Öfen hingegen reduzieren nicht nur den Zeitaufwand und die Brennholzmenge, sondern geben Frauen auch die Flexibilität, im Freien zu kochen. Dank der geringeren Rauchbildung und der Effizienz der neuen Öfen verbessert sich die Atemluft für die Familien erheblich. Es ist ermutigend und motivierend, zu sehen, wie das Projekt unmittelbar und effektiv zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Familien, zur Gleichstellung der Geschlechter und zum Klimaschutz beiträgt.“ Im Anschluss an den Projektbesuch werden First Climate und Kosher Climate weiterhin um den erfolgreichen Abschluss des Verifizierungsprozesses begleiten, damit die erste Ausschüttung von CO2-Zertifikaten noch in diesem Jahr erfolgen kann.
- Erfolgreiche Gold Standard-Registrierung für neues Kochofen-Joint-Venture-Projekt
Wichtiger Meilenstein für das „Kranti Clean Cooking“-Projekt von First Climate und Projektentwickler Kosher Climate in Indien / Erste Ausschüttung von CO2-Zertifikaten für das 3. Quartal 2025 erwartet Das von First Climate und unserem Projektpartner Kosher Climate gemeinsam entwickelte „Kranti Clean Cooking“-Kochofen-Projekt in Indien hat den Gold Standard- Registrierungsprozess erfolgreich abgeschlossen und liegt damit auf Kurs, um noch in diesem Jahr die ersten zertifizierten Emissionsminderungsnachweise ausschütten zu können. Gegenstand des Kranti-Projektes ist die Verteilung lokal hergestellter, energieeffizienter Kochöfen in ländlichen Teilen des Bundesstaates Madhya Pradesh, durch die das ineffiziente und emissionsintensive Kochen über offenem Feuer zurückgedrängt wird. First Climate hat durch ein Early-Stage-Investment im Jahr 2023 die Anschubfinanzierung für das Projekt sichergestellt und damit die Entwicklung ermöglicht, die jetzt in die erfolgreiche Gold Standard-Registrierung mündete. In den vergangenen Monaten wurden so unter anderem eine intensive Due-Diligence-Prüfung des Projektes abgeschlossen und mehrere lokale Stakeholder-Konsultationen abgehalten, um das Feedback der Gemeinden im Projektgebiet und der Menschen vor Ort einzuholen. Die Verteilung de r verbesserten Kochöfen in der Region läuft bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren: Fast 50.000 der verbesserten Kochöfen wurden in den vergangenen 18 Monaten bereits verteilt und tragen in der täglichen Anwendung seitdem aktiv zum Klimaschutz bei. Durch die effizientere Verbrennung benötigen die neuen Kocher nicht nur deutliche weniger Holz als traditionelle Kochmethoden, sondern sie helfen auch dabei, die Belastung der Atemluft durch schädliche Rauchgase deutlich zu verringern. Die in der Praxis erzielten Emissionsminderungen müssen jetzt noch durch einen zugelassenen externen Auditor geprüft und verifiziert sowie anschließend vom Gold Standard genehmigt werden. Anschließend können dann die ersten „Verified Emission Reductions“ (VERs) durch das Projekt ausgeschüttet werden. sind, wird die erste Ausgabe von Emissionsgutschriften freigegeben: Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Mission des Projekts, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig die Lebenssituation von Tausenden Menschen vor Ort zu verbessern. „Durch die Verringerung von Emissionen, die Entlastung der Wälder und die Verbesserung der Gesundheit der Menschen trägt das Kranti-Projekt zu einer saubereren und nachhaltigeren Zukunft bei. Die positiven Auswirkungen der verbesserten Kochöfen lassen sich vor Ort ganz konkret beobachten und mit der Projektregistrierung haben wir einen wichtigen Meilenstein für dieses Projekt und seinen künftigen Nutzen erreicht“, so Yves Keller, Projektleiter für die Klimaschutzpartnerschaft von First Climate. Sauberes Kochen ermöglichen „Ohne dieses Projekt kön nten sich die Familien, die zum Kochen auf offenen Feuer angewiesen sind, keine verbesserten Kochöfen leisten. Mithilfe der Emissionsminderungszertifikate aus dem Projekt wird es möglich, die Technologie auf breiter Basis zugänglich zu machen. Familien können damit ihre Mahlzeiten effizienter zu kochen dabei Zeit und Kosten für das Sammeln oder Kaufen von Feuerholz sparen“, ergänzt Pablo Carballo Chanfón, ein Mitglied des First Climate-Teams, das an der Leitung des Projekts beteiligt ist. Chulhas (Tschu-lahs) sind traditionelle Lehm- oder Ziegelöfen, die in vielen indischen Haushalten, insbesondere in ländlichen Gebieten, zum Kochen verwendet werden. Sie nutzen meist nicht-nachhaltige Brennstoffe wie Holz, Kuhdung oder Biomasse und werden traditionell über offenem Feuer eingesetzt. Während sie aufgrund ihrer Erschwinglichkeit und kulturellen Bedeutung weit verbreitet sind, erzeugen traditionelle Chulhas schädlichen, kohlenstoffhaltigen Rauch. Dieser schadet nicht nur der Gesundheit der Menschen in der Projektregion, sondern belastet auch Umwelt und Klima. Nächster Schritt: Ausschüttung von Emissionsminderungsnachweisen In der aktuellen Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der Fertigstellung eines Monitoringberichts, in dem wichtige Daten aus den Feldtests zur konkreten Nutzung der Kochöfen in der Praxis zusammengefasst werden. Dieser Bericht bildet dann die Grundlage für die anstehende Verifizierung, bei dem ein externer Prüfer die berichteten Daten und ihre Übereinstimmung mit den Anforderungen des Gold Standards überprüft und bestätigt. Dieser entscheidende Schritt ebnet den Weg für die Ausgabe der ersten Emissionsgutschriften und ist ein wichtiger Meilenstein für die Auswirkungen des Projekts auf die Emissionsminderung und die Nachhaltigkeitsbemühungen. „Nach dem erfolgreichen Abschluss des Registrierungsprozesses freuen wir uns jetzt darauf, die Projektverifizierung aktiv begleiten zu können die Ausschüttung der CO2-Zertifikate im Laufe des Jahres vorzubereiten“, so Projektmanager Pablo Carballo Chanfón. „Die Gewissheit über die zur Verfügung stehenden Mengen haben, wird es uns ermöglichen, in die Vermarktung einzusteigen und damit die positive Entwicklung des Projektes und der vielfältigen positiven Auswirkungen zu unterstützen.“
- Der Vorschlag für das EU-Omnibuspaket: Wie geht es weiter mit der CSRD und der EU-Taxonomie?
Letzte Aktualisierung: 07.03.2025 Bitte beachten Sie, dass wir diesen Beitrag kontinuierlich auf Basis der jeweils neusten verfügbaren Informationen aktualisieren. ©Rh2010 - stock.adobe.com Wichtige Änderungen der EU-Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung Seit der ersten Ankündigung des Entwurfs für die Verschlankung der europäischen Regeln für das Nachhaltigkeits-Reporting durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im November des vergangenen Jahres, haben Unternehmen und Nachhaltigkeitsexperten in ganz Europa gespannt auf das sogenannte EU-Omnibuspaket gewartet. Am 26. Februar 2025 wurde der Entwurf schließlich als Teil der umfassenderen EU-Initiative „Competitive Compass“ vorgeschlagen, die zum Ziel hat, unternehmerische Belange und die Nachhaltigkeitsziele des europäischen Green Deal besser in Einklang zu bringen. Das Omnibuspaket zielt darauf ab, die EU-Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu vereinfachen, die insbesondere durch die folgenden Richtlinien definiert werden : Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), EU-Taxonomie-Verordnung, die Europäische Lieferkettenrichtlinie, Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), den CO2-Grenzausgleichsmechanismus; Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei dem jetzt vorgeschlagenen Regelungspaket um einen Entwurf handelt, der jetzt die EU-Gesetzgebungsorgane durchlaufen muss und dabei höchstwahrscheinlich weitere Änderungen erfahren wird. Während die Details also bei Weitem noch nicht in Stein gemeißelt sind, so können die potenziellen Folgewirkungen des Omnibuspakets für die betroffenen Unternehmen doch gravierend sein. Die wichtigsten (möglichen) Änderungen bei der CSRD Ca. 80% der bisher verpflichteten Unternehmen sollen von der CSRD-Berichtspflicht befreit werden. Für die Berichtspflicht nach der CSRD sollen in Zukunft die folgenden Schwellenwerte gelten: Unternehmen der ersten Welle: Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden (unterlagen bislang der Berichtspflicht ab dem Geschäftsjahr 2024) bleiben unverändert berichtspflichtig nach der CSRD. Unternehmen der zweiten und dritten Welle: Die Regelungen der CSRD würden gemäß den vorgeschlagenen Änderungen nur noch gelten für Unternehmen mit >1000 Beschäftigten UND einem Umsatz von >50 Mio. EUR ODER alternativ einer Bilanzsumme von >25 Millionen EUR. Verlängerte Fristen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung Für Unternehmen der ersten Welle, die bereits mit der Berichterstattung nach der CSRD begonnen haben, ist im Omnibuspaket keine Änderung vorgesehen. Sie werden damit auch in Zukunft in gewohnter Weise berichtspflichtig sein. Für Unternehmen der zweiten und dritten Welle schlägt die EU-Kommission allerdings eine Verschiebung der Frist für die Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts um zwei Jahre vor. Demnach würden Unternehmen der zweiten Welle erst ab dem Jahr 2028 (statt wie bisher 2026) der Berichtspflicht unterliegen. Vereinfachte CSRD-Berichtsanforderungen Branchenspezifische Berichtsstandards würden entfallen. Es wären in Zukunft ca. 25% weniger Datenpunkte als bisher zu berücksichtigen. Option einer freiwilligen Berichterstattung für KMU im Rahmen der CSRD Für den Fall, dass keine Berichtspflicht mehr besteht, können Unternehmen künftig ihre Nachhaltigkeitsdaten nach einem vereinfachten freiwilligen Berichtsstandard für kleine und mittlere Unternehmen veröffentlichen. Die EFRAG hat dazu im Dezember des vergangenen Jahres den Voluntary Sustainability Reporting Standard for non- listed SMEs (VSME) vorgelegt. Die wichtigsten (möglichen) Änderungen bei der EU-Taxonomie Die EU-Taxonomie wäre in Zukunft für viele Unternehmen freiwillig. Für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und einem Umsatz von weniger als 450 Mio. EUR wäre die Berichterstattung nach der EU-Taxonomie in Zukunft freiwillig. Reduzierung der Datenpunkte Nach dem aktuellen Stand des Omnibuspakets würde die Zahl der Datenpunkte, über die in Zukunft berichtet werden muss, um rund 70% reduziert . Einführung einer Wesentlichkeitsschwelle von 10%: Künftig sollen für Unternehmen eine 10% Wesentlichkeitsschwelle für wirtschaftliche Tätigkeiten gelten, die im Rahmen der EU-Taxonomie bewertet und berichtet werden müssen. Current Status of the EU Omnibus Um es noch einmal zu betonen: Beim EU-Omnibuspaket handelt es sich um einen Vorschlag; keine der hier aufgeführten Veränderungen sind bislang gültig oder bindend und es ist durchaus wahrscheinlich, dass die gemachten Vorschläge im Rahmen des weiteren Prozesses noch angepasst werden. Die EU-Kommission hat das EU-Parlament und den EU-Rat gebeten, das vorgeschlagene Omnibuspaket vorrangig zu behandeln. Dennoch wird der jetzt anstehende Gesetzgebungsprozess noch Zeit in Anspruch nehmen – Monate oder vielleicht sogar Jahre. Which Stage is the Omnibus Legislation at? ✔ Proposal der EU-Kommission. ( 26. Feb. ) ✔ EU -Parlament prüft (03. Apr. Mögliche Änderungen am Vorschlag) ⚪ EU -Rat mit Vertretern der Mitgliedstaaten (mögliche Änderungen am Vorschlag) ⚪ Falls Änderungen vorgeschlagen werden, zweite und/oder dritte Lesung und Überprüfung ⚪ Endabstimmung und Verabschiedung (wenn Parlament und Rat zustimmen) ⚪ Wenn angenommen, Umsetzung in nationales Recht Was bedeutet dies für Ihr Unternehmen? Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich die weitere Entwicklung nicht mit Gewissheit vorhersagen. Für viele Unternehmen ist die Frage, ob und inwieweit sie zukünftig noch berichtspflichtig sein werden und wie sie jetzt reagieren sollten, schwierig zu beantworten. Angesichts der derzeitigen Ungewissheit können Entscheidungen nur im Einzelfall und unter sorgfältiger Berücksichtigung aller relevanten Variablen getroffen werden. Sie benötigen Unterstützung bei der Bestimmung Ihres weiteren Kurses? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
- „Durchbrüche im Naturschutz weiterhin möglich“ – Naturkonferenz erzielt Einigung auf Finanzierungsplan für den Artenschutz
Teilnehmerländer der COP16 vereinbaren 197 Euro Milliarden-Fonds für Naturschutz und Biodiversität Beeindruckende Artenvielfalt: Diese Glitzeramazilie steht stellvertretend für die beeindruckende Artenvielfalt in den 15 Projektgebieten unseres Partnerprojekts "Carbono Vivo" in Kolumbien. Regenerative Landwirtschaftsprojekte wie „Carbono Vivo“ tragen durch nachhaltiges Bodenmanagement dazu bei, dass einheimische Tierarten bessere Lebensbedingungen vorfinden und in Gebiete zurückkehren, aus denen sie bereits verschwunden waren. Die COP16 endet mit einem Meilenstein: Auf der Konferenz haben sich die Teilnehmerländer nun auf die Einrichtung eines globalen Artenschutzfonds geeinigt. Dieser neue Fonds wird erhebliche Mittel in die am stärksten gefährdeten Regionen lenken und mit rund 197 Milliarden Euro pro Jahr die Finanzierung des Erhalts von Natur und Biodiversität unterstützen. Dieser Durchbruch lässt hoffen, dass auch in anderen Fragen des Natur- und Klimaschutzes weitere Fortschritte möglich sind, so Heike Natzet von First Climate. Im Rahmen der Gespräche am 27. Februar gelang es Delegierten aus rund 150 Nationen, ein internationales Abkommen auszuhandeln, das eine solide Finanzierungsstrategie für Biodiversität und Naturschutz umfasst. Dieses Abkommen, auch bekannt als der „Cali-Fonds“, markiert einen bedeutenden Wendepunkt nach den gescheiterten Verhandlungen im zurückliegenden Jahr im kolumbianischen Cali. Damals suchten die Nationen nach Lösungen zur Eindämmung des Klimawandels und zum Schutz natürlicher Ressourcen, insbesondere im globalen Süden. Klimaforscher und Projektentwickler begrüßen diesen Kurswechsel und starken politischen Willen in einer Zeit, in der die globale Klimapolitik ins Stocken geraten schien. Das sagt unsere Klimaschutz-Expertin Heike Natzet zum Thema: Diese Entscheidung ist ein Wendepunkt und zeigt, dass Durchbrüche im Naturschutz weiterhin möglich sind – selbst angesichts politischer Rückschläge, die den Klimaschutz auszubremsen scheinen. Jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen! Der Cali-Fonds dürfte eine wichtige Einnahmequelle für den Artenschutz werden. Sein Beschluss markiert einen lang erhofften Wandel bei den globalen Klimaschutz-Bemühungen. Damit rücken die Bedürfnisse vulnerabler Länder, die Unterstützung lokaler Gemeinschaften sowie die Förderung innovativer, nachhaltiger Lösungen in den Fokus, mit dem Ziel, natürliche Ressourcen zu schützen und ihre Resilienz sicherzustellen. Während die Klimakrise weiterhin eine Herausforderung bleibt, könnte der COP16-Fonds als Rettungsanker für den Erhalt und die Wiederherstellung der Biodiversität dienen. Er ermöglicht es Ländern, lokalen Gemeinschaften und dem Privatsektor, gemeinsam sinnvolle Schritte hin zu einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Zukunft zu unternehmen. Die Bewältigung der Klimakrise ist eine gemeinsame globale Verantwortung. Wir bei First Climate hoffen, dass diese Entscheidung auch den Privatsektor allgemein zu ambitionierterem Engagement inspiriert und zu mehr globaler Solidarität beim Artenschutz beiträgt. Dieser Erfolg zeigt, dass kollektiver und wirkungsvoller Wandel weiterhin möglich ist – vorausgesetzt, wir handeln entschlossen, gemeinsam und jetzt. Heike Natzet, Head of Portfolio Management bei First Climate
- E-Bike-Projekt bringt grüne Mobilität auf die Straßen Ghanas
First Climate berät Projektentwickler Wahu im Rahmen einer ghanaisch–schweizerischen Kooperation Mit Expertise im Bereich CO2-Management berät First Climate Wahu Mobility, einen in der Hauptstadt Accra ansässigen Klimaschutz-Projektentwickler, der E-Bikes in Ghana herstellt und vertreibt. Im Auftrag der schweizerischen Stiftung KliK, die weltweit Klimaschutzprojekte fördert, unterstützt First Climate das Wahu-Projekt unter anderem dabei, die erforderlichen Regierungs-Genehmigungen für die Umsetzung des Klimaschutzprojekts zu erhalten. © WAHU Mobility Das Wahu Mobility Project ist ein afrikanisches Startup-Unternehmen, das dem Transportgewerbe sowie Pendlern und Beschäftigten der Gig-Economy in Ghana mit der Bereitstellung von E-Bikes eine erschwingliche, umweltfreundliche Mobilitätslösung bietet. In Ghana ist die Gig-Economy gängige Praxis: Beschäftigte in der Gig-Economy sind selbständige, freiberufliche Arbeitskräfte, die Kurzzeitjobs annehmen. First Climate ist zuständig für die Beratung zur Methodik des Projekts, für die Begleitung des Validierungsprozesses sowie für die Berichterstattung über Ergebnisse, Zusatznutzen und Impact. Während eine Testflotte der E-Bikes bereits in der Hauptstadt Accra im Einsatz ist, plant Wahu den weiteren Aus- und Aufbau seiner E-Bike-Flotte auch in anderen Landesteilen. Die E-Bikes sollen durch den Erlös aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten subventioniert werden und zu ermäßigten Tarifen oder im Rahmen von „Work and Pay“-Modellen erhältlich sein, die für die Endverbraucher erschwinglicher sind. Auf lange Sicht sollen die E-Bikes die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Motorräder auf den Straßen Ghanas ablösen. Es wird erwartet, dass während der gesamten Projektlaufzeit mehr als 800.000 Tonnen CO2 reduziert werden. Zugang zu nachhaltiger Mobilitätsfreiheit Laut Ghanas nationalem Treibhausgasinventar für 2021 war der Verkehrssektor die größte Emissionsquelle des Landes und der Motorradverkehr hat dabei einen Anteil von 12,6 %. Umweltfreundliche Antriebsalternativen zum Verbrennermotor sind zumeist zu teuer, als dass sie für einen breiten Einsatz in Frage kommen würden. Aus diesem Grund entwickelte Wahu das vorliegende Klimaschutzprojekt mit der Mission, fossil betriebene Verkehrsmittel durch lokal hergestellte E-Bikes zu ersetzen, die vor allem von Beschäftigten in der Gig-Economy und Flottenbetreibern genutzt werden können. Die E-Bikes von Wahu können bis zu 200 Kilogramm Fracht transportieren und mit einer einzigen Akkuladung bis zu 140 Kilometer weit fahren. „In der dynamischen Gig-Economy von Accra sahen wir die Notwendigkeit, Flottenbetreibern und Zulieferern ein zuverlässiges umweltfreundliches Transportmittel zur Verfügung zu stellen. Der Umstieg auf Elektrofahrräder ist ein wichtiger Beitrag zu einer saubereren, grüneren Zukunft“, erklärt Bernard Ayittah, ESG Manager bei Wahu Mobility. Im Rahmen des Wahu E-Bike-Mobilitätsprojekts werden bis Ende 2030 mehr als 110.000 Elektrofahrräder in ganz Ghana hergestellt und auf den Markt gebracht. Die hauptsächlich in Accra gefertigten E-Bikes werden Teil eines wachsenden Transportsystems sein, das über eine digitale Benutzeroberfläche verfügt, die es den Fahrerinnen und Fahrern erleichtert, E-Ladestationen zu finden und anzufahren, Wartungsarbeiten zu planen und sich im Stadtgebiet von Accra zurechtzufinden. Das Projekt arbeitet auch mit einem Drittanbieter zusammen, um Ladestationen für erneuerbare Energien , insbesondere Solarenergie, zu installieren und damit das noch primär auf fossilen Brennstoffen basierende nationale Stromnetz zu entlasten. Über die gesamte Projektlaufzeit rechnet Wahu mit der Schaffung von 200 neuen Arbeitsplätzen und der Förderung von mindestens 50.000 Arbeitsplätzen in der Gig-Economy. Bilaterale Zusammenarbeit bei Klimazielen Im Rahmen der nationalen Klimaziele fördert die schweizerische Stiftung KliK die Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen in Ghana im Rahmen der staatlichen Zusammenarbeit mit Ghana und erwirbt die daraus resultierenden CO2-Zertifikate, sogenannte International Transferred Mitigation Outcomes (ITMOs). Diese sollen später – im Rahmen der entsprechenden Regelungen des Pariser Klimaschutzabkommens (Artikel 6.2) und der nationalen schweizerischen Klimaverpflichtungen – der Schweiz übertragen werden. Als Projektbetreiber erhält Wahu Mobility von KliK eine ergebnisorientierte Finanzierungshilfe für die durch das Mobilitätsprojekt erzielten Emissionsminderungen. Die Rolle von First Climate besteht darin, technische Unterstützung bei der Anwendung der Kohlenstoff-Methodik zu leisten, von der Validierung bis hin zur Zertifizierung und Ausschüttung von Zertifikaten. Im Laufe des Prozesses wird First Climate Wahu bei der Durchführung des Zertifizierungsverfahrens unterstützen und den internationalen Transfer der Emissionsminderungs-Zertifikate begleiten. Yves Keller, der die Artikel 6-Aktivitäten von First Climate verantwortet, erklärt: „Das Wahu-Konzept hat das Potenzial, den Pendlerverkehr in Ghana zu verbessern und kann auch in anderen Ländern mit ähnlicher Infrastruktur angewandt werden. Die Finanzierung über CO2-Zertifikate kann durch die Struktur eines Artikel-6-Projekts eine wesentliche Rolle bei der Förderung und Skalierung solchen Maßnahmen spielen. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit mit Wahu fortzusetzen und das Projekt auf allen Ebe nen des CO2-Managements zu unterstützen.“ Das Wahu-Mobilitätsprojekt ist ein weiteres Beispiel für die Unterstützung und Entwicklung von internationalen Nachhaltigkeitsprojekten auf dem afrikanischen Kontinent durch First Climate. Neben der Förderung eines Blue Carbon-Projekts zur Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern im Nigerdelta arbeitet First Climate eng mit seinen Partnern von Impact Water und Impact Carbon an Projekten für den sicheren Zugang zu Trinkwasser und effiziente Kochöfe n über den ganzen Kontinent hinweg. Seit Januar 2024 ist First Climate außerdem exklusiver Partner für die Vermarktung von CO2-Zertifikaten im Rahmen des Western Kenya Soil Carbon Project und kooperiert dabei mit dem lokalen Projektpartner Soil Carbon Certification Services (SCCS). Für wei tere Informationen kontaktieren Sie uns bitte hier .
- Frischer Look, mehr Themenvielfalt: Entdecken Sie unseren neuen Newsletter
Jetzt anmelden und noch mehr Updates zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit erhalten Mit unserem First Climate-Newsletter informieren wir Abonnentinnen und Abonnenten regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen und klimabezogene Themen. Nun haben wir unserem Newsletter ein optisches und inhaltliches Facelift verpasst. Freuen Sie sich ab sofort auf noch mehr spannende Updates, Informationen zu aktuellen Trends sowie Insights rund um First Climate, Klimaschutz und Nachhaltigkeit! Die neue Version unseres Newsletters bietet Ihnen ein frisches Design, mehr Übersichtlichkeit und ein noch angenehmeres Leseerlebnis. Mit dem Relaunch werden auch neue Themenabschnitte ergänzt, die monatlich variieren. Bei unseren News-Artikeln und Blog-Beiträgen helfen Ihnen in Schlagwörter, sich einfacher zu orientieren sowie schnell und gezielt zu sehen, welche Beiträge für Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Climate Journey relevant sind. Das erwartet Sie Updates zu aktuellen Themen und Entwicklungen in den Bereichen Klimaschutz, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit Spannende Einblicke in aktuelle Projekte von First Climate und unseren Partnern News rund um die Themen Politik und Marktentwicklung Expertenstimmen mit vielfältigen Sichtweisen auf relevante Themen Praktische Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Tipps für Unternehmen und Ihren Alltag Ankündigungen von Webinaren und Messen Highlights aus den First Climate Social Media-Kanälen Aktuelle Jobangebote und Karrierechancen bei First Climate Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben Registrieren Sie sich jetzt für den First Climate-Newsletter und bleiben Sie stets gut informiert! Nach der Anmeldung senden wir Ihnen den Newsletter regelmäßig kostenfrei per E-Mail zu. Jetzt abonnieren und keine Updates mehr verpassen!
- Energiesicherheit und der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung in einer unsicheren Welt
Zusammenfassung der wichtigsten Befunde des World Energy Outlook-Reports der IEA ©nader saremi - unsplash.com Geopolitische Unsicherheit, Energiesicherheit und der Übergang zu sauberer Energie: Diese drei Themenfelder stehen im Fokus der jüngsten Ausgabe des World Energy Outlook Reports der Internationalen Energieagentur (IEA). Der mehr als 300 Seiten starke Bericht bietet Analysen und Einblicke in die aktuelle Situation der globalen Energieversorgung sowie mögliche zukünftige politische Szenarien und Markttrends. Der Bericht zeigt auf vielfältige Weise auf, wie die zunehmende Unsicherheit in vielen Bereich sich auf die Zukunft der Energieversorgung auswirken könnte. Die Faktoren, die dabei untersucht werden, sind divers und reichen von der Veränderung der geopolitischen Landschaft, mit zunehmenden Unwägbarkeiten bis hin zu einem steigenden Risiko von Cyber-Angriffen auf Systeme der Energieerzeugung und -versorgung. Darüber hinaus thematisiert der IEA- Bericht auch die Rolle des Klimawandels als potenzielle Bedrohung für die Stabilität der Energieversorgung, was sich unter anderem and der zunehmenden Wahrscheinlichkeit und Unvorhersehbarkeit extremer Wetterereignisse manifestiert. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass „Energiesicherheit und Klimaschutz untrennbar miteinander verbunden sind“. „Diese Bedrohungen und Unwägbarkeiten unterstreichen, dass es wichtiger denn je ist, den Übergang zu sauberer Energie zu beschleunigen, um die weltweite Energiesicherheit zu gewährleisten. Der Klimawandel findet statt, und wir müssen schnell handeln, um ihn abzuschwächen und alles dafür zu tun, uns möglichst erfolgreich anzupassen“, sagt Anton Schön, Teamleiter Erneuerbare Energien, bei First Climate. Trends in der Transition - die Zukunft der Energieversorgung Die Frage, wie der zunehmende Strombedarf in Zukunft gedeckt werden kann, ist deshalb von großer Bedeutung. Wie die Autoren feststellen, basierte die die Stromerzeugung weltweit im Jahr 2023 zu rund 60% auf fossilen Brennstoffen. Im Zeitverlauf betrachtet, ist das der niedrigste Wert seit 50 Jahren. Gleichzeitig sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch und werden 2024 erstmals mehr als 30 % Anteil am weltweiten Strommix haben. Es wird erwartet, dass diese Dynamik anhält und Solar- und Windenergie bis 2035 mehr als 40 % der Stromerzeugung ausmachen werden. Insbesondere bei der Sol arenergie sehen die Autoren des Berichts großes Wachstumspotenzial; sie sagen mittelfristig eine Verdreifachung der Erzeugungskapazitäten in diesem Bereich voraus. Bei der Finanzierung des Übergangs zu einer nachhaltigen Energieversorgung spielt die Wirtschaft eine herausgehobene Rolle: Investitionen durch private Unternehmen machen gemäß der Befunde der IEA-Autoren bereits heute rund die Hälfte des gesamten Energiefinanzierung aus. „Für mich zeigt dieses Ergebnis, dass freiwillige Maßnahmen des Privatsektors für die Energiewende unverzichtbar sind“, sagt Anton Schön. „Unternehmen haben die Herausforderung angenommen und werden dies auch weiterhin tun. Und mit Instrumenten wie I-RECs, GoOs oder PPAs ist First Climate bereit, Unternehmen bei Gestaltung der Energie-Transition mit aktiv zu unterstützen.“ Unternehmen haben die Herausforderung angenommen und werden dies auch weiterhin tun. Während die Kapazitäten für erneuerbare Energien schnell wachsen, hinkt die unterstützende Infrastruktur wie Netze, Batteriesysteme und Cybersicherheit hinterher, so ein weiterer Befund aus dem IEA-Bericht. Für jeden US-Dollar, der für erneuerbare Energien ausgegeben wird, würden nur 0,60 Dollar in die entsprechende Infrastruktur investiert, wodurch der Nutzen des Gesamtsystems in der Praxis limitiert werde. Der Bericht weist schließlich auch darauf hin, dass die Umstellung auf saubere Energie auch Gerechtigkeitsfragen aufwirft: Weltweit gibt es nach wie vor große Bevölkerungsgruppen, die keinen oder keinen ausreichenden Zugang selbst zu einer grundlegenden Energieversorgung hat. Dem Bericht zufolge haben 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität und sogar 2 Milliarden Menschen haben keine Möglichkeit saubere und effiziente Kochsysteme für die Zubereitung von Mahlzeiten zu nutzen Damit dokumentiert der IEA-Bericht auch, dass es noch ein langer Weg ist, wenn es im Sinne der Globalen Entwicklungsziele noch gelingen soll, allen Menschen bis zum Jahr 2030 den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie zu ermöglichen. (Siehe unser exklusives Project: Kochherdprojekt in Uganda) Silberstreif am Horizont? Trotz aller Unwägbarkeiten wird das Angebot an Energie aus allen Quellen in Zukunft steigen, so die Vorhersage des IEA-Berichts. Wenn die Chancen richtig erkannt werden, könnte dieser Käufermarkt einen gewissen Spielraum bieten, um den Nachfragedruck und die Kosten zu senken und gleichzeitig mehr Möglichkeiten für höhere Investitionen in saubere Energie zu schaffen. "Wir müssen den Übergang zu erneuerbaren Energien jetzt beschleunigen. Das Klima kann nicht länger warten, und die Emissionen müssen reduziert werden“, sagt Anton Schön. Den vollständigen Bericht der IEA finden Sie hier: https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2024 IEA (2024), World Energy Outlook 2024, IEA, Pari s https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2024 , Licence: CC BY 4.0 (report); CC BY NC SA 4.0 (Annex A)
- Das war die E-world 2025
First Climate-Impressionen von Europas führender Energiefachmesse 33.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 70 Nationen; 980 Aussteller aus 34 Ländern – die E-world 2025 ist als Leitmesse des Energiesektors in Deutschland weiter auf Wachstumskurs. Auch für First Climate nimmt die Messe als wichtige Plattform für den Austausch mit Kunden und Partnern einen wichtigen Platz ein. In diesem Jahr besonders im Fokus am First Climate-Stand: Neue Angebote für die nachhaltige Energieversorgung und exklusive neue Optionen für den unternehmerischen Klimaschutz. Die vielseitige Agenda der E-world 2025 spiegelte die Komplexität der mit der Energiewende verbundenen Herausforderungen und Chancen wider und griff in zahlreichen Formaten aktuelle Marktentwicklungen auf. Themenschwerpunkte reichten von der Versorgungssicherheit über den Ausbau und die Modernisierung der europäischen Netzinfrastrukturen für erneuerbare Energien, der damit verbundenen Finanzierung, dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Energieversorgung bis hin zu fortschrittlichen Mobilitätslösungen und nachhaltigen Konzepten für klimafreundliche Städte. Raum für Innovationen, Erfahrungsaustausch und wertvolle Impulse Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die Frage, wie sich die Energiewende für Unternehmen und auch auf Verbraucherseite möglichst effizient und kostengünstig umsetzen lässt. In diesem Bereich ist der First Climate-Stand in Halle 1 für viele Messebesucherinnen und -besucher seit Jahren ein fester Anlaufpunkt. Unser Team hat für Sie einige Impressionen von der E-world 2025 mitgebracht.
- First Climate und q-bility schließen Partnerschaft
Unterstützung für klimaschutz-engagierte Unternehmen in der DACH-Region Gemeinsamer Austausch bei der E-world: energy und water 2025 in Essen: (v.l.n.r.) Marius Wolter, Business Development bei q-bility; Olaf Bachert, CEO First Climate AG; Dominik Trisl, Managing Director und Co-Founder q-bility; Mike Hatert COO First Climate Markets AG Zum Jahresstart 2025 kündigen zwei Unternehmen eine neue strategische Partnerschaft im B2B-Markt für Klimaschutzdienstleistungen an: Der Plattform-Anbieter und digitale Handelsplatz für den verpflichtenden CO2-Markt, q-bility, und der seit über 25 Jahren im freiwilligen Markt aktive Klimaschutzdienstleister, First Climate, haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Gemeinsam wollen die Partner Unternehmen in der DACH-Region bei ihrem Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Engagement unterstützen. q-bility ist der einzige B2B-Marktplatz in Deutschland, der Unternehmen eine Handelsplattform für Emissionszertifikate bietet, die den Regularien des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (THG-Emissionshandelsgesetz) und dem Nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) unterliegen. Die digitale Plattform bietet unter anderem Tools zur Analyse von Marktpreisen und -entwicklungen, die es Unternehmen erleichtern, CO2-Zertifikate anzubieten oder zu erwerben. Durch die neue Partnerschaft mit First Climate, einem Anbieter von umfassenden Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Dienstleistungen für freiwillig engagierte Unternehmen, bietet q-bility seinen Kunden über die Plattform zukünftig auch Zugang zu den First Climate-Services. Dazu zählen die Unterstützung und Entwicklung zertifizierter Klimaschutzprojekte, die Beschaffung von Energie aus regenerativer Erzeugung für Unternehmensstandorte weltweit oder die Unterstützung bei der Erfüllung von Berichtspflichten nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU. „Für Unternehmen, die sowohl auf dem verpflichtenden als auch auf dem freiwilligen CO2-Markt aktiv sind bzw. werden wollen, ist es oft schwierig, bedarfsgerechte Angebote und Lösungen zu finden. Gemeinsam mit q-bility wollen wir diese Lücke schließen und es Unternehmen dadurch auch erleichtern, über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinaus, aus freiwilligem Antrieb die nächsten Schritte für mehr Klimaschutz zu gehen, die angesichts der immer weiter fortschreitenden Klimakrise so dringend notwendig sind“, sagt Mike Hatert, COO der First Climate Markets AG. „Allzu oft werden Klimaschutzmaßnahmen einseitig als Herausforderung empfunden. Durch unsere Partnerschaft wollen wir gemeinsam mit q-bility darauf hinweisen, dass Klimaschutz für Unternehmen auch große Chancen bietet – etwa durch die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.“ Dem pflichtet q-bility-Mitbegründer, Dominik Trisl, bei: „Wir sind stolz darauf, unsere Kunden bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Verpflichtungen durch die Bereitstellung effektiver Tools beim Emissionshandel unterstützen zu können. Gleichwohl zeigt die Klimawissenschaft, dass wir insgesamt mehr Engagement in allen Sektoren brauchen. Mit First Climate als Partner an unserer Seite können wir Unternehmen, die sich für freiwillige Klimaschutzmaßnahmen interessieren, jetzt passende Angebote machen und sie bei ihrem Engagement unterstützen.“ Beide Partner geben an, weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen, um Unternehmen in der DACH-Region auf die Vorteile des freiwilligen Klimaschutzes aufmerksam zu machen. Über q-bility Um die Klimaziele zu erreichen, verschärfen sich die Anforderungen an den Handel mit Emissionszertifikaten, insbesondere im Bereich THG-Quoten sowie dem nationalen (nEHS) und europäischen Emissionshandel (EU-ETS 2). Um diese Herausforderungen auch in Zukunft erfolgreich zu meistern, benötigen Unternehmen zuverlässige und effiziente Handelsinstrumente. q-bility unterstützt seine Kunden dabei: Der Handel erfolgt vollständig digital über den Marktplatz, der Käufer und Verkäufer auf Augenhöhe zusammenbringt und dabei auf Preistransparenz und Verlässlichkeit setzt. Webseite: https://q-bility.com/ Über First Climate Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung gehört First Climate zu den führenden Anbietern von Lösungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Unternehmen weltweit. Das Unternehmen entwickelt und finanziert verifizierte internationale Emissionsminderungs- und CO2-Senkenprojekte. Lösungen zur bedarfsgerechten Beschaffung von erneuerbaren Energien ermöglichen es Unternehmen, ihre energiebezogenen Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus bietet das First Climate Consulting-Team umfangreiche Beratungs-Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie ESG-Strategie und -Reporting. Webseite: https://www.firstclimate.com/
- Klimaziele quo vadis?
Nur 13 von 195 Länder legen fristgerecht überarbeitete Klimapläne vor Am 10. Februar ist die Frist abgelaufen. Bis zu diesem Stichtag hätten die Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens gemäß Vereinbarung aktualisierte Klimaschutzpläne vorlegen müssen. Aber nur 13 Staaten haben geliefert. Hinzu kommt, das Ambitionsniveau der vorgelegten Pläne bleibt nach Meinung von Klimaexperten der Climate Action Tracker Plattform hinter dem Bedarf zurück. Nur einer er der eingereichten Pläne ist demnach mit dem 1,5°C-Ziel kompatibel. Die Temperaturen steigen, der Druck wächst, aber werden die Staaten handeln, bevor es zu spät ist? Gemäß dem Übereinkommen von Paris müssen die Mitgliedstaaten alle fünf Jahre überarbeitete nationale Klimaschutzpläne (Nationally Determined Contributions, NDCs) vorlegen, in denen sie ihre Emissionsminderungsziele zur Erreichung des 1,5°C-Ziels darlegen. Die sogenannten Nationally Determined Contributions (NDCs) legen die Emissionsminderungsziele für jedes Land bis 2035 fest und sollen die bestehenden Pläne ersetzen, die 2030 auslaufen. Laut UNFCCC NDC-Register haben folgende Länder ihre Pläne fristgerecht eingereicht: Andorra Brasilien Ecuador Marshall-Inseln Neuseeland Singapur Saint Lucia Schweiz Uruguay USA Großbritannien Vereinigte Arabische Emirate Simbabwe. Die meisten Länder, darunter auch die Europäische Union, haben die wichtige Frist jedoch verstreichen lassen. Obwohl die Nichteinhaltung der Abgabefristen keine formellen Sanktionen nach sich zieht, ist davon auszugehen, dass erhebliche praktische Auswirkungen in Bezug auf die Umsetzung der Klimaschutzpläne ergeben und das so wichtige allgemeine Momentum der Bewegung weiter zurückgeht. „Aus Perspektive des Klimaschutzes waren die Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens und zuletzt der Durchbruch bei den Verhandlungen zum Artikel-6-Rahmen wichtige Meilensteine, die Anlass zu Hoffnung gaben, dass den Beschlüssen zum Ressourcen- und Klimaschutz auch konkrete Schritte folgen würden. Insofern ist es ernüchternd zu sehen, wie wenige Staaten sich an die Einhaltung Frist zur Einreichung der nationalen Klimaziele gebunden fühlen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, wenn wir es tatsächlich ernst meinen mit dem Klimaschutz und dem Bemühen, den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen“, so Vincent Erasmy, Carbon Competence Lead bei First Climate. Das 1,5°C-Ziel rückt immer weiter in die Ferne Klimawissenschaftler warnen schon länger davor, dass auch die Einhaltung aller im Pariser Abkommen festgelegten Verpflichtungen – inklusive der fristgerechten Abgabe der nationalen Klimapläne – nicht garantieren würde, das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, noch erreichen zu können. Hinzu kommt, dass der eingereichte Klima-Plan der USA noch aus der Zeit der Biden-Regierung stammt. Die aktuelle Administration hat zwischenzeitlich den neuerlichen Ausstieg aus dem Pariser Abkommen erklärt. Mit dem immer lauter vernehmbaren Ticken der Klima-Uhr stehen die Staats- und Regierungschefs unter wachsendem Druck, ihre Klimaschutzzusagen zu verstärken und ehrgeizige Pläne noch vor der nächsten Verhandlungsrunde auf der COP 30 in diesem Jahr vorzulegen und in die Tat umzusetzen. „Wir haben keine Zeit mehr zu warten. Wenn die Mitgliedsstaaten weiter zögern, wird der Druck auf den privaten Sektor und die Wirtschaft zunehmen, die notwendigen Aufgaben anzupacken. Die aktuellen Veränderungen im allgemeinen politischen Klima scheinen das zu unterstreichen. Bei First Climate werden weiter daran arbeiten, den Unternehmen die Instrumente an die Hand zu geben, die benötigt werden, um effektive Strategien für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfolgreich umzusetzen“, so Vincent Erasmy.











