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Update: Neues vom Safe Water-Projekt in Nigeria

Ausschüttung aktueller Zertifikate belegt positiven Nutzen


Mit ihrem gemeinsamen Safe Water-Projekt in Nigeria engagieren sich First Climate und der langjährige Projektpartner Impact Water für die Versorgung von Schulen mit auf klimafreundliche Weise aufbereitetem Trinkwasser. Das Projekt konnte jetzt die jüngste Verifizierungsrunde unter dem anspruchsvollen Gold Standard erfolgreich abschließen. Damit verbunden ist auch die Ausschüttung von Emissionsminderungs-Nachweisen des Jahrgangs 2022 im Umfang von 700.000 Tonnen – ein wichtiger Beleg für den positiven Nutzen des Projekts.


Kinder trinken Safe-Water Wasser

Als renommierter Projektentwickler konzipiert und realisiert Impact Water nachhaltige Klimaschutzprojekte in Afrika südlich der Sahara und hat dort seit 2014 mehr als 32.000 Wasserreinigungssysteme installiert. Im Rahmen des zusammen mit First Climate umgesetzten Projektes in Nigeria werden Millionen Liter Wasser aus lokalen Quellen mit Hilfe von UV-Systemen, Wasserfiltern oder durch Chlorierung aufbereitet. Nach der Behandlung ist das Wasser sicher für den Verbrauch als Trinkwasser oder für sanitäre Zwecke. Ohne den Einsatz der Wasseraufbereitungs-Technologien hätte das Wasser abgekocht werden müssen, um Krankheitserreger zu entfernen. In vielen Fällen kommen dabei ineffiziente Verfahren, wie die offene Verbrennung von Holz- oder Holzkohle, zum Einsatz, durch die klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt werden.


Etwa 90 Millionen Menschen in Nigeria wenden zum Kochen und zum Abkochen von Wasser arbeitsintensive und ineffiziente Verfahren, wie die offene Verbrennung von Holz, an, um ihre Haushalte mit sauberem Wasser zu versorgen. Dieses Foto zeigt eine Frau, die auf einem Markt in der Nähe von Abuja, Nigeria, Holz kauft. (Bildnachweis: First Climate)


In Nigeria, wo weniger als 20% der Bevölkerung verlässlichen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, hat Impact Water bereits Wasseraufbereitungssysteme an rund 20.000 Schulen installiert – umgerechnet profitieren rund 8 Millionen Mädchen und Jungen von der verbesserten Versorgung. Die Einnahmen aus dem Verkauf der zertifizierten Emissionsminderungs-Nachweise ermöglichen es, das Projekt kontinuierlich zu erweitern und dabei Tausende von neuen Wasseraufbereitungssystemen zu installieren sowie diese zu betreiben und zu warten.


„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, allen Schulkindern in Nigeria sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Die bisher erzielten Ergebnisse sind ermutigend. Die Klimafinanzierung über den freiwilligen CO2-Markt hat dabei eine wesentliche Rolle gespielt: Dank der Unterstützung engagierter Organisationen auf der ganzen Welt konnten wir den Schulen unsere Wasseraufbereitungssysteme kostenlos anbieten – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz vor Ort, da die Schulen kein Budget für diese Art von Ausgaben haben“, erklärt Tim Neville, Chief Operating Officer bei Impact Water.


Praxistaugliche Lösungen für eine sichere Versorgung mit sauberem Wasser

Die Gewährleistung einer zuverlässigen Wasserversorgung ist in Nigeria ein Problem von nationaler Tragweite. Im Jahr 2018 hat die Regierung des Landes offiziell den Wassernotstand ausgerufen – rund 39 Millionen Schülerinnen und Schüler haben an ihren Lernorten keinen Zugang zu sicherem Wasser. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat Impact Water mit Unterstützung von First Climate verschiedene Wasseraufbereitungstechnologien eingeführt, die sich je nach Bedarf und Infrastruktur an die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Schulen anpassen lassen. Die zur Verfügung gestellten Produkte reichen von Chlortabletten, die bis zu 100 Liter Wasser mit einer einzigen Tablette reinigen können (ULTRATAB), bis hin zu einem automatischen System, das Tausende von Litern Wasser mit Chlor in der richtigen Konzentration behandeln kann, je nach dem vorhandenen Wasserdruck in der Schule (ULTRAFLO). Das Team von Impact Water arbeitet dabei eng mit den Schulleiterinnen und Schulleitern zusammen, um herauszufinden, welche Technologie am besten zu ihren Bedürfnissen passt.


First Climate-Besuch vor Ort: Projekteinsichten aus erster Hand

Beim Projektbesuch im Vorfeld des erfolgreichen Abschlusses der aktuellen Verifizierungsrunde, hatten First Climate-Teammitglieder kürzlich wieder die Gelegenheit, sich vor Ort über die aktuelle Entwicklung des Projektes zu informieren. Auf dem Programm standen dabei Treffen mit Projektmitarbeitenden sowie die Besichtigung von lokalen Schulen, bei denen die Aufbereitungsanlagen von Impact Water installiert werden sollen.


Yves Keller, der First Climate vor Ort repräsentierte, besuchte verschiedene Projektstandorte und sah aus erster Hand, wie positiv sich der Zugang zu sauberem Wasser auf Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien auswirkt. „Das Wegfallen der Notwendigkeit, täglich Wasser holen zu müssen, bedeutet eine erhebliche Zeitersparnis für die Kinder. Dadurch wird es ihnen ermöglicht, regelmäßig die Schule zu besuchen. Gleichzeitig nehmen durch Wasser übertragene Krankheiten dank der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser ab, was zu einem sicheren Lernumfeld in der Schule beiträgt“, erläutert Keller, der während des Aufenthalts auch Workshops leitete und sich mit Regierungsvertretern traf.



Klimaschutz und bessere Lebensumstände für Familien

Seit mehr als 20 Jahren ermöglicht es First Climate Unternehmen im Rahmen des freiwilligen Kohlenstoffmarktes, Klimaschutzprojekte aus dem umfangreichen First Climate-Projektportfolio finanziell zu unterstützen, um ihre Klimaschutzziele erreichen zu können. Das Safe Water-Projekt und die Zusammenarbeit mit Impact Water sind hervorragende Beispiele für diesen Ansatz. „Die messbare Wirkung dieses Projekts ist enorm und geht weit über die Bereitstellung von sauberem Wasser in Wasserflaschen und Waschbecken hinaus“, sagt Heike Natzet, Prokuristin bei First Climate. „Sauberes Wasser bedeutet, dass der Schulbesuch erleichtert wird, dass Kinder in einer hygienisch einwandfreien Umgebung lernen können und dass Familien von ihrem Grundrecht auf ungehinderten Zugang zu sauberem Trinkwasser Gebrauch machen können“, erklärt sie.


Wir halten Sie über zukünftige Projekt-Updates auf dem Laufenden. Weitere Details über das Projekt finden Sie hier.


Über Impact Water

Impact Water (IW) wird von einem engagierten globalen Team mit Sitz in den USA und multinationalen Teams in drei Büros in Uganda, Kenia und Nigeria geleitet. Das Team besteht aus Unternehmern, Entwicklungspraktikern, Sozialwissenschaftlern, Marketingexperten und ausgebildeten Projektmanagern, die sich mit großem Engagement für ihre Arbeit einsetzen. Bevor Impact Water in Uganda startete, war das Abkochen oft das einzige Mittel, das den Schulen zur Verfügung stand, um das Trinkwasser für ihre Schüler sicher zu machen. Die Schulen waren mit den hohen Kosten für das Feuerholz konfrontiert. Erschwingliche Wasseraufbereitungssysteme waren auf dem Markt kaum zu finden, was Impact Water dazu inspirierte, einen neuen Ansatz zu entwickeln. Im Jahr 2013 installierte Impact Water sein erstes Wasserreinigungssystem in Uganda. Impact Water hat sich nun zum Ziel gesetzt, die flächendeckende Versorgung mit sicheren Trinkwassersystemen in Schulen in ganz Afrika zu verwirklichen.

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