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CDP Europe Report 2023: Umweltdaten als Katalysatoren für Dekarbonisierung der Wirtschaft

Bericht beleuchtet Herausforderungen und Chancen bei der Umstellung auf ökologisch nachhaltigere Geschäftsmodelle


Jährlich veröffentlicht CDP im Rahmen der CDP Europe Awards einen Bericht, der die gesammelten Reporting-Datensätze von an CDP berichtenden europäischen Unternehmen aus dem Vorjahr analysiert und daraus Handlungsempfehlungen ableitet. Der CDP Europe Report 2023 zeigt: Die Fortschritte europäischer Unternehmen bei der Transformation bleiben 2023 hinter den Erwartungen zurück. Der Bericht ermutigt Unternehmen, das Nachhaltigkeits-Reporting zu nutzen, um anhand ihrer Umweltdaten Kapital zu mobilisieren, Finanzströme gezielt in Dekarbonisierungs-Maßnahmen und nachhaltige Investitionen umzuleiten sowie zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels beizutragen.


Össur SBTi und Netto-Null Emissionen
©Rh2010- stock.adobe.com

Das Messen der eigenen Umweltauswirkungen gewinnt bei europäischen Unternehmen zunehmend an Bedeutung – das spiegelt sich auch in einem Anstieg der CDP-Berichterstattungen im Jahr 2023 um 26% gegenüber dem Vorjahr wider. Laut Angaben des CDP Europe Report 2023, den CDP in Zusammenarbeit mit der Strategieberatung Oliver Wyman erstellt hat, übermittelten im vergangenen Jahr über 1,600 europäische Organisationen Umweltdaten an CDP. Europäischen Unternehmen sei es darüber hinaus gelungen, ihre Scope 1- und 2-Emissionen zwischen den Jahren 2019 und 2022 um 17% zu senken. Mehr als die Hälfte (55 %) der berichtenden Unternehmen gab an, Klimaschutzstrategien mit konkreten Angaben zur geplanten Erreichung ihrer Klimaziele entwickelt zu haben – fast 15 % mehr im Vergleich zum Vorjahr.


Trotz des verstärkt ambitionierten Klimaschutz-Engagements vieler Organisationen bemängelt der Bericht, dass sich die für eine erfolgreiche Transformation erforderlichen wirtschaftlichen Strukturen in vielen Sektoren nicht schnell genug weiterentwickelten. Zwar steige die Zahl der europäischen Unternehmen, die sich Klimaziele setzen und Dekarbonisierungs-Strategien erarbeiten. Bei der Umsetzung könne jedoch nur eines von fünf Unternehmen deutliche Fortschritte erzielen. Aus dem Bericht geht hervor, dass 70% der Unternehmen in Europa weniger als ein Viertel ihrer Ausgaben in Klimaschutzmaßnahmen investierten. Über die Hälfte der Unternehmen aus emissionsintensiven Sektoren gaben den oftmals fehlenden Zugang zu Kapital als einen entscheidenden Hinderungsgrund für die Durchführung von Dekarbonisierungs-Maßnahmen an.

 

Reporting-Daten fungieren als Basis für die Transformation

 

Ein erfolgreicher Transformationsprozess sei laut Bericht mit einer großen Umstellung für Unternehmen verbunden: Ihr Erfolg werde zunehmend daran gemessen, wie stark sie sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagieren, wie gut sie sich an die sich verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen anpassen und wie erfolgreich sie die sich ihnen bietenden Chancen nutzen. Unternehmen würden sich dabei vermehrt mit den wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, die mit der Umstellung auf nachhaltigere Geschäftsmodelle einhergehen. Diese könnten etwa die Umlenkung von Investitionen in nachhaltige Lösungen wie beispielsweise den Bezug erneuerbarer Energien, die Entwicklung emissionsärmerer und umweltfreundlicherer Produkte oder ein proaktives Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Wertschöpfungskette umfassen.


Der Bericht ermutigt Unternehmen, das Nachhaltigkeits-Reporting stärker als Instrument für eine erfolgreiche Transformation zu nutzen. Denn die transparente Übermittlung und Verwertung vergleichbarer Umweltdaten seien wichtige Grundlagen, um Handlungspotenziale zu identifizieren, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu messen und Kapital für nachhaltige, zukunftsorientierte Investitionen zu mobilisieren. Schließlich könne der CDP-Score eines Unternehmens entscheidend für den Zugang zu staatlichen Finanzmitteln für die Umsetzung von entsprechenden Optimierungs- bzw. Dekarbonisierungs-Maßnahmen sein. Auf Basis der verfügbaren Informationen könnten Unternehmen und Investoren folglich leichter fundierte geschäftsrelevante und zukunftsfähige Entscheidungen treffen. Nicht zuletzt sei die Offenlegung von Umweltdaten die Voraussetzung für die Erfüllung der EU-weit geltenden CSRD-Berichtspflichten für Unternehmen und helfe ihnen dabei, den wachsenden Transparenz- und Nachhaltigkeitsforderungen ihrer Kunden nachzukommen.


Aufruf zu engerer Zusammenarbeit bei Überbrückung der Finanzierungslücke


Aus dem Bericht geht aber auch hervor: Für eine erfolgreiche Dekarbonisierung der Wirtschaft bedürfe es nicht nur Umstellungen seitens des Privatsektors, sondern auch staatliche finanzielle Anreize und Unterstützung durch die entsprechenden Finanzinstitute. Mit gezielten Investitionen gleichermaßen von Unternehmen, Investoren, Finanzinstituten und Regierungen in Europa sowie einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren sei es möglich, die Finanzierungslücke zu überbrücken. Nur gemeinsam, so der Bericht, könne die Transformation und der Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft gelingen.


Lesen Sie den vollständigen CDP Europe Report 2023 „Get the money moving: Meeting the European corporate transition challenge” hier (nur auf Englisch verfügbar).


Erfahren Sie, wie First Climate Sie beim CDP-Reporting unterstützen kann und machen auch Sie sich die Umweltdaten Ihres Unternehmens zunutze!

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