Globale Ansätze zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Zementbranche


In den vergangenen 20 Jahren hat sich die weltweite Zementproduktion fast verdreifacht. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist die anhaltend hohe Nachfrage des Infrastruktursektors in Schwellenländern. Die wachsende Zementindustrie ist dabei bereits jetzt für 5% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, engagiert sich der Sektor freiwillig dafür, die Klimaauswirkungen seiner Aktivitäten zu reduzieren. Die Cement Sustainability Initiative (CSI) bietet einen weltweit anerkannten Rahmen für die Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Steigerung der Nachhaltigkeit innerhalb der Branche.

Das CO2- und Energie-Protokoll der Zementindustrie


Die CSI wurde 1999 gegründet und ist eine freiwillige Unternehmensinitiative der Zementindustrie, die unter der Schirmherrschaft des Weltwirtschaftsrats für nachhaltige Entwicklung (WBCSD) steht. Zementhersteller auf der ganzen Welt haben sich im Rahmen der Initiative dazu verpflichtet, jährlich Auskunft über ihre CO2-Emissionen zu geben und über die Fortschritte bei der Erreichung ihrer Klimaschutzzielen zu berichten. Damit schaffen die CSI-Mitgliedsunternehmen Transparenz und gehen beim Thema Klimaschutz vorweg.

Zur Vereinheitlichung der CO2-Bilanzierungen hat das CSI branchenspezifische Instrumente und Richtlinien entwickelt und im “Cement CO2 and Energy Protocol“ zusammengefasst. Das Protokoll ist öffentlich einsehbar und liefert Unternehmen ein methodisches Regelwerk zur Berechnung direkter und indirekter Emissionen, die im Rahmen der Zementherstellung entstehen.
Das Protokoll wird sowohl von Compliance-Mechanismen (EU Emissions Trading System, US EPA Greenhouse Gas Reporting Program) als auch von Unternehmen angewandt und umgesetzt. Es ist allgemein anerkannt als führender Standard für die Überwachung und Berichterstattung von CO2-Emissionen im Zementsektor.

First Climate: Langjähriger Beratungspartner für CO2-Bilanzierung und -Minderung im Zementsektor


In enger Zusammenarbeit mit den Gründungsmitgliedern der Cement Sustainability Initiative verfasste First Climate die erste und zweite Auflage des Cement CO2-Protokolls – einschließlich der zugehörigen Berechnungstools und Benutzerhandbücher.

Aufbauend auf dem Protokoll unterstützte First Climate die Schweizer Zementindustrie bei der Entwicklung detaillierter Richtlinien zur Überwachung und Berichterstattung von CO2-Emissionen. Darüber hinaus trug First Climate dazu bei, spezifische Berechnungs-Tools zur Ermittlung des CO2-Fußabdrucks für den Zementsektor in der Region Asien-Pazifik zu aufzusetzen sowie Datenerhebungsverfahren für das Benchmarking der CO2-Emissionen führender Zementhersteller zu entwickeln.

Kontakt


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