Projekt-Portrait


WASH-Programm in Zusammenarbeit mit World Vision Australien

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Einhaltung hygienischer Mindeststandards im täglichen Leben sind ein menschliches Grundbedürfnis. Leider aber ist beides an vielen Orten der Welt nach wie vor nicht in ausreichendem Maß gegeben. Das Projekt Sanitäreinrichtungen für mongolische Schulen leistet einen Beitrag dazu, das zu verändern und gehört damit zur Gruppe der sogenannten WASH-Projekte (WASH = engl. Water Access, Sanitation and Hygiene). Es wird in Zusammenarbeit mit World Vision Australien durchgeführt.

World Vision ist eine internationale Organisation, die weltweit humanitäre Hilfe und Entwicklungsarbeit leistet und sich insbesondere im Kampf gegen Hunger und Armut engagiert. Derzeit unterstützt die Organisation mehr als 100 Millionen Menschen weltweit. Das Engagement von World Vision geht über die reine Nothilfe weit hinaus und zielt darauf ab, langfristig bessere Lebensbedingungen für arme Kinder und ihre Familien zu schaffen. Gegenstand des vorliegenden Projektes ist es, die Trinkwasserversorgung für Schulkinder in der Mongolei zu verbessern, moderne Sanitäranlagen einzurichten und die Aufklärungsarbeit zu Gesundheitsfragen in der Schule zu verstärken.

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Um das zu erreichen, arbeitet World Vision mit mehreren Kommunen in den mongolischen Provinzen Zavkhan und Bayakhongor zusammen. Die Sanitäreinrichtungen in den dortigen Schulen sind oft so unzureichend, dass sie für die Schülerinnen und Schüler praktisch nicht benutzbar sind, und sie ihre Notdurft stattdessen im Freien verrichten müssen. Doch selbst dort, wo Toilettenanlagen vorhanden sind, handelt es sich meist um außenliegende Trockentoiletten – und das in einem Land, in dem die Temperaturen im Winter schon einmal bis auf -40 Grad Celsius fallen. Darüber hinaus gibt es bei weitem nicht in allen Schulen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser, das die Kinder zum Händewaschen benutzen können. Die unhygienischen Zustände in vielen Schulen begünstigen die Ausbreitung von Krankheiten.

In Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen hat World Vision in der Projektregion den Bau von zeitgemäßen innenliegenden Toilettenanlagen mit Wasserspülung und entsprechenden Abwassersystemen ermöglicht. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes Sanitäreinrichtungen für mongolische Schulen alle neuen Toiletten mit Waschbecken ausgestattet und ein Aufklärungsprogramm zur richtigen Handhygiene gestartet.

Zu den größten Herausforderungen des Projektes gehört es, die langfristige Instandhaltung der Anlagen sicherzustellen, die durch die extreme Isolation vieler Schulen und das oftmals ebenso extreme Wetter in der Region erschwert wird. Dennoch profitierten bereits in der Pilotphase rund 20.000 Kinder und Lehrer von den Projekterfolgen. Über die Erlöse aus dem Verkauf von Water Benefit-Zertifikaten sollen diese Projekterfolge langfristig abgesichert und weiteren Schulen zugänglich gemacht werden.