Projekt-Portrait


Die Provinz Madre de Dios liegt im peruanischen Amazonas-Becken in ursprünglich äußerst isolierter Lage. Seit August 2011 wird die Region jedoch durch den Transoceánica Highway durchschnitten. Die Straße schließt auf einer Länge von 2.600 Kilometern die Lücke zwischen dem brasilianischen Teil Amazoniens im Osten, und den Häfen an Perus Pazifikküste im Westen. Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass die Entwaldung durch Rodungen für die Landwirtschaft und illegale Abholzung schnell voranschreitet, sobald erste Schneisen die Zugänglichkeit verbessern.

Das von First Climate unterstützte Projekt umfasst zwei Forstkonzessionen, die nach den Anforderungen des international anerkannten FSC-Standards nachhaltig bewirtschaftet werden. Die Konzessionen erstrecken sich auf insgesamt 100.000 Hektar, eine Fläche größer als die Stadt Berlin, die von dichtem Regenwald bedeckt ist. Eine effektive Überwachung des Projektgebietes, die illegalen Zuzug und umweltschädliche Nutzung verhindert, ist nur durch zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf von Klimaschutzzertifikaten möglich.

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Projekt-Factsheet (PDF)

Nachhaltige Forstwirtschaft in der Amazonas-Region Madre de Dios

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Key Facts

Standort:
Madre de Dios, Peru
Projekttyp:
REDD+
Projektstandard:
Verified Carbon Standard & CCBS
Projektbeginn:
Januar 2009

Emissionsminderung:
660.000t CO2 p.a.

Nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals


Neben der Reduktion von CO2-Emissionen erzeugen alle unsere Klimaschutzprojekte vielfältigen Zusatznutzen für Mensch und Umwelt. Damit ermöglichen unsere Projekte Ihr Engagement im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG) der UN.

Durch die Unterstützung dieses Projektes tragen Sie zum Erreichen folgender SDGs bei:

No poverty: Die lokale Bevölkerung ist eng in die Maßnahmen des Projektes eingebunden und profitiert von der Schaffung zusätzlicher Verdienstmöglichkeiten, die durch die Förderung zahlreicher Initiativen zur nachhaltigen Landnutzung im Rahmen des Projektes entstehen. In hohem Maße werden diese Initiativen auch von Frauen genutzt.

Gender equality: Da die Verantwortung für die Wasserversorgung der Familie in Malawi zumeist bei den Frauen und Mädchen liegt, werden sie durch die schwierige Versorgungslage besonders belastet. Die verbesserte Wasserversorgung schafft für sie Freiräume für produktivere Tätigkeiten.

Sustainable consumption and production: Das Projekt schafft und unterstützt verschiedene Aus- und Weiterbildungsprogramme zur nachhaltigen Landnutzung, die sich vor allem an junge Leute wenden.

Life on land: Das geschützte Waldgebiet bildet eine wichtige Pufferzone für den unberührten Amazonas-Regenwald, der einer der artenreichsten Lebensräume der Erde ist. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Indem die Entwaldung verhindert wird, wird auch der Bodenerosion entgegengewirkt.