Projekt-Portrait


Dieses Projekt erstreckt sich über mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen. An mehreren ehemaligen Steinkohleschächten wird das bis heute austretende Grubengas mithilfe von speziellen Absaugvorrichtungen aufgefangen und in effizienten BHKW-Anlagen für die umweltfreundliche Energieerzeugung genutzt. Der Hintergrund: Grubengas besteht zu einem hohen Anteil aus Methan, das zwar sehr energiereich, aber auch rund 21 Mal klimaschädlicher ist als CO2. Durch die Verwertung im BHKW wird effektiv verhindert, dass das Methan in die Atmospäre gelangen kann: Bergbautradition trifft auf zukunftsweisenden Klimaschutz!

Die Grubengasverwertung wäre zwar nach dem Erneuerbare Energien Gesetz förderungsfähig, die Vergütung ist jedoch zu niedrig für eine sich lohnende kommerzielle Implementierung. Zudem führen Schwankungen in der Gasmenge dazu, dass die richtige Dimensionierung der Anlage für einen dauerhaften und ökonomischen Betrieb sehr schwierig ist. Unser Grubengasprojekt im Ruhrgebiet stellt deshalb eine Ausnahme dar und gehört zu den wenigen Projekten in Deutschland, die für die Nutzung zur freiwilligen Klimakompensation infrage kommen.

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Projekt-Factsheet (PDF)

Deutschland: Elektrizität aus Grubengas

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Key Facts

Standort:
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Projekttyp:
Grubengas
Projektstandard:
Verified Carbon Standard
Projektbeginn:
Dezember 2002


Emissionsminderung:
60.000t CO2 p.a.


Nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals


Neben der Reduktion von CO2-Emissionen erzeugen alle unsere Klimaschutzprojekte vielfältigen Zusatznutzen für Mensch und Umwelt. Damit ermöglichen unsere Projekte Ihr Engagement im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG) der UN.

Durch die Unterstützung dieses Projektes tragen Sie zum Erreichen folgender SDGs bei:

Decent work and economic growth: Im Bereich Installation, Betrieb und Wartung wurden durch das Grubengasprojekt in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert.

Life on land: Die Schädigungswirkung des Methans wird durch die thermische Verwertung um den Faktor 21 reduziert – ein wichtiger Beitrag um die Belastung des Klimas durch das ausströmende Grunbengas zu reduzieren. Die Einspeisung des Stroms ins Netz sorgt darüber hinaus für eine zusätzliche Minderung weiterer Treibhausgasemissionen, indem Strom aus mit fossilem Brennstoff betriebenen Kraftwerken ersetzt wird.