Projekt-Portrait


China gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von der Desertifikation betroffen sind: Trockengebiete und Wüsten breiten sich immer weiter aus und zerstören Vegetation und Böden. Die Aufforstung von Ödland – wie sie im Rahmen des vorliegenden Projektes durchgeführt wird – kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diesen Prozess aufzuhalten und Problemen wie Bodenerosion, Luftverschmutzung und Klimaerwärmung entgegenzuwirken.

Das von First Climate unterstützte Projekt umfasst eine Fläche von knapp 24.000 Ödland in der Provinz Guizhou, die in enger Kooperation mit den örtlichen Dorfgemeinschaften aufgeforstet wird. Dabei kommen einheimische Baumarten zum Einsatz. Ziel des Projekts ist es, durch die Sequestration von atmosphärischem CO2 während des Biomassewachstums zum Klimaschutz beizutragen und gleichzeitig einen Beitrag zur lokalen nachhaltigen Entwicklung, zum Schutz der Umwelt und der Biodiversität sowie zur Verbesserung der Bodenqualität
zu leisten.

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Projekt-Factsheet (PDF)

Das Liangdu-Aufforstungsprojekt

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Key Facts

Standort:
Provinz Guizhou, China
Projekttyp:
Aufforstung
Projektstandard:
Verified Carbon Standard (VCS) & CCBS
Projektbeginn:
April 2015

Emissionsminderung:
348.000t CO2 p.a.

Nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals


Neben der Reduktion von CO2-Emissionen erzeugen alle unsere Klimaschutzprojekte vielfältigen Zusatznutzen für Mensch und Umwelt. Damit ermöglichen unsere Projekte Ihr Engagement im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG) der UN.

Durch die Unterstützung dieses Projektes tragen Sie zum Erreichen folgender SDGs bei:

No poverty: Das monatliche Durchschnittseinkommen der Dorfbewohner im Projektgebiet liegt bei etwa 230€. Projektteilnehmer erhalten etwa 7€ pro Tag für das Baumpflanzen; Technikerinnen und Techniker (in Teilzeit) erhalten etwa 25€ pro Monat. Für die Beteiligten bedeutet das Projekt eine erhebliche Aufstockung ihres gewöhnlichen Einkommens.

Gender equality: Das Projekt bezieht Frauen aktiv in die Entscheidungsfindung ein und bietet ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten. Von allen Projektbeteiligten sind etwa 70% Frauen.

Decent work and economic growth: Insgesamt werden über 15.000 Menschen im Rahmen der Projektaktivitäten beschäftigt. Alle erhalten Fortbildungsangebote. Die Pflanzung von Bäumen trägt dazu bei, die Gefahr von Muren und Erdrutschen zu vermindern und schützt dadurch landwirtschaftliche Anbauflächen und Ernteerträge.

Industry, innovation and infrastructure: Teile des Projekts befinden sich in bergigen Regionen, in denen die Gemeinden oft isoliert und nur eingeschränkt über Straßen erreichbar sind. Das Projekt unterstützt den Bau und die Verbesserung von Straßenverbindungen und verbessert dadurch die lokale Verkehrsinfrastruktur.

Reduced inequalities: Im Projektgebiet leben rund 30 ethnische Gruppen, darunter Han, Yi und Miao. Das Projekt fördert die Gleichberechtigung und bietet Chancen für alle, unabhängig von ethnischem Hintergrund, Geschlecht oder sozialem Status.

Climate action: Durch die Wiederaufforstung von Ödland trägt das Projekt zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherkapazität bei. Abgetragene Böden können Kohlendioxid nur schlecht binden. Die erhöhte Qualität und Quantität der Vegetation werden einen deutlichen Einfluss auf die lokale Sequestration haben.

Life on land: Die Verbesserung der Bodenqualität wird dazu beitragen, lokale Erosion und Wüstenbildung zu verhindern. Die Wiederaufforstung wird auch das Risiko von Schlammlawinen verringern.

Partnerships for the goals: Das Projekt fördert eine engere Interaktion zwischen Gemeinden, Einzelpersonen und anderen Akteuren mit dem gemeinsamen Ziel, die Waldfläche zu vergrößern. Zudem sollen die neuen und verbesserten Straßen den sozialen Gemeindezusammenhalt stärken.