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Startschuss für Klimaschutz-Joint Venture in der Landwirtschaft

12. Nov. 2021

Die Stiftung Lebensraum, die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG und die First Climate AG geben die Initiierung eines Joint Ventures bekannt. Das Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, die Landwirtschaft im Bereich Humusaufbau auf dem Weg zu einer nachhaltigen, regenerativen Bodenbewirtschaftung zu unterstützen.

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Nachhaltige Bodenbewirtschaftung fördert Bindung von CO2

Die Stiftung Lebensraum, die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG und die First Climate AG geben die Initiierung eines Joint Ventures bekannt. Das Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, die Landwirtschaft im Bereich Humusaufbau auf dem Weg zu einer nachhaltigen, regenerativen Bodenbewirtschaftung zu unterstützen. Dazu bietet die neue KlimaHumus-Initiative Trainings- und Bildungsprogramme, um über den Transfer neuester Erkenntnisse gemeinsam mit der Landwirtschaft Maßnahmen zur verstärkten Humusbildung umzusetzen und die langfristige Speicherung von CO2 zu ermöglichen.


Konstantin Pauly, designierter Geschäftsführer des Joint Ventures, sagt zu diesem Vorhaben: „Gemeinsam mit allen teilnehmenden Landwirten und Landwirtinnen wird die KlimaHumus-Initiative ihren Beitrag zu einer regionalen und effektiven CO2-Speicherung leisten. Die Vermittlung der notwendigen Kenntnisse über die regenerative Landwirtschaft wird hierbei als Bildungsauftrag verstanden und ist ein wichtiger Bestandteil des Programms.“



Attraktives Angebot für Landwirte und kompensationswillige Unternehmen


Mithilfe von klimaförderlichen Maßnahmen in der Bodenbewirtschaftung, die durch Schulungen vermittelt werden, kann eine Steigerung des Humusanteils auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen erreicht werden. Eine solche Humuszunahme impliziert eine bessere Bodengesundheit und CO2 wird so signifikant aus der Atmosphäre gebunden – eine der wenigen Möglichkeiten, CO2 langfristig zu speichern. Auf Basis von Bodenanalysen vor und nach dem Einsatz der humusfördernden Maßnahmen wird die CO2-Senkenleistung ermittelt und als KlimaHumus-Zertifikat gehandelt werden. Unternehmen, die sich für den Klimaschutz engagieren möchten, können die Zertifikate über das Joint Venture erwerben und auf diese Weise ihre verbleibenden Treibhausgasemissionen ausgleichen.

Drei Partner mit komplementären Stärken


Das KlimaHumus-Joint Venture fungiert als Bindeglied zwischen kompensationswilligen Unternehmen und den Landwirten, welche entsprechende Maßnahmen auf ihren landwirtschaftlichen Flächen umsetzen wollen. Die drei Joint Venture-Partner arbeiten im Rahmen der Initiative eng zusammen.


Die Stiftung Lebensraum wird aufbauend auf der gemeinsamen Initiative das „Kompetenzzentrum Boden und regenerative Landnutzung“ betreiben, welches neben Vernetzung, Forschung und Entwicklung zukünftig auch flächendeckend in Deutschland praxisnahe Schulungen für Bodennutzer anbieten wird.

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) bietet den teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirten das erforderliche Equipment, die Betriebsmittel und das Know-how zur Umsetzung der Maßnahmen.


First Climate wird die erzielte CO2-Senkenleistung nach anerkannten Methoden quantifizieren und durch unabhängige Dritte zertifizieren lassen. Das Unternehmen übernimmt auch die Vermittlung der resultierenden Zertifikate an Käufer des freiwilligen CO2-Marktes, welche damit ihre unvermeidbaren Treibhausgasemissionen kompensieren. Urs Brodmann, CEO der First Climate (Switzerland) AG und Vorstandsmitglied des Joint Ventures erklärt dazu: “Die Kompensation unvermeidbarer Emissionen ist ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Klimaschutzes moderner Unternehmen. Zertifikate aus dem Aufbau von Bodenkohlenstoff sind im Kompensationsmarkt besonders begehrt, weil sie mit dem langfristigen, globalen Netto-Null-Ziel des Pariser Klimavertrages im Einklang stehen.“