Klima- und Artenschutz in einem der
letzten Naturparadiese der Erde


Peru ist nach Brasilien und Argentinien das flächenmäßig drittgrößte Land Südamerikas und beheimatet den drittgrößten Regenwald der Welt. In den riesigen Waldgebieten des Amazonas hat sich eine unvorstellbare Artenvielfalt entwickelt. Wissenschaftler schätzen, dass rund 10% der Tierarten im Regenwaldgebiet noch unentdeckt sind. Auch für das Weltklima ist der tropische Regenwald von unschätzbarem Wert, denn er ist der wichtigste CO2 –Speicher Südamerikas.

Die Region Madre de Dios liegt im Südosten Perus, im Grenzgebiet zu Brasilien und Bolivien. Beinahe ihre gesamte Fläche ist mit tropischem Regenwald bedeckt, weshalb sie lange Zeit als weitestgehend unzugänglich galt. Dadurch bestand ein natürlicher Schutz für heimische Tiere und Pflanzen. Straßenbauprojekte haben die Situation jedoch dramatisch verändert.

Besonders das Transocéanica-Projekt führt zu ernsthaften Problemen. Es verbindet die brasilianische Atlantikküste mit drei peruanischen Häfen und verläuft quer durch den Kontinent und seine Regenwälder. Das Straßennetz umfasst 2600 km, zersplittert Waldgebiete und öffnet ein Einfalltor für illegalen Holzeinschlag und zerstörerischen Goldabbau. Auch die weitere Ausuferung nicht nichthaltiger Landwirtschaft und Viehzucht wird zusätzlich gefördert. Ausbreitung Die Folgen sind alarmierend: Etwa 200.000 Hektar peruanischen Regenwaldes werden jährlich zerstört.

Das entscheidende Problem: Die Viehzucht auf gerodeten Waldflächen ist deutlich lukrativer als eine nachhaltige Nutzung. Das von First Climate unterstützte Rainforest Community Project schafft daher Bedingungen und Strukturen, die den Menschen vor Ort neue Einkommensmöglichkeiten bieten. Durch Kultivierung von Paranussbäumen im natürlichen Regenwald, Schulungen in effizienter Waldwirtschaft und Unterstützung bei Handel und Logistik, entstehen echte Alternativen zur Rodung des wertvollen Waldes.

Derzeit unter Validierung

Spotlight:

Das Projekt und die Projektaktivitäten unterstützen nicht nur die bestehende Wirtschaft, sondern sie tragen auch dazu bei, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

Das Projekt ermöglicht es, Paranüsse auf nachhaltige Weise zu ernten, zu verarbeiten und auf den internationalen Markt zu bringen.

Die natürlichen Regenwälder der Amazonas-Region sind ein Lebensraum von einzigartiger Vielfalt und bieten außerdem eine große Anzahl von Ökosystem-Dienstleistungen für die lokale Bevölkerung.

Nachhaltige Entwicklung

Neben der Reduktion von CO2-Emissionen erzeugen alle unsere Klimaschutzprojekte vielfältigen Zusatznutzen für Mensch und Umwelt. Damit ermöglichen unsere Projekte Ihr Engagement im Sinne der Sustainable Development Goals der UN.

Durch Unterstützung dieses Projektes tragen Sie zum Erreichen folgender Sustainable Development Goals bei:

Projektaktivitäten:


Das Rainforest Community Project bringt hunderte lokale Familien, die im peruanischen Amazonasgebiet traditionell Paranüsse ernten, zusammen. Die neu geschaffene Kooperative hat zum Ziel, die ca. 300.000 Hektar Regenwald, die von ihren Mitgliedern bewirtschaftet werden, durch und für die nachhaltige Produktion von Paranüssen zu schützen.

Die Nüsse werden nach der Ernte verarbeitet und für den Verkauf an regionalen und internationalen Märkten vorbereitet. Die Vergabe von Mikrokrediten und gezielte Investitionen ermöglichen es den Familien, ihre Abhängigkeit von Zwischenhändlern zu reduzieren und einen größeren Anteil des wirtschaftlichen Ertrags aus der Nussproduktion für sich selbst zu behalten.

Ein weiterer wichtiger Baustein des Konzeptes sind Schulungen in effizienter und schonender Waldwirtschaft. Dadurch werden zusätzliche Verdienstmöglichkeiten geschaffen, ohne die natürlichen Ressourcen zu schädigen. Parallel wird auf Maßnahmen zum Schutz vor illegaler Rodung und dem Diebstahl der Nüsse gesetzt. Dazu werden Frühwarn-, und Kontrollsysteme installiert, die eine bessere Abdeckung der riesigen Waldareale ermöglichen.

Durch dieses Bündel an Maßnahmen trägt das Projekt entscheidend dazu bei, die akut bedrohten Wälder zu schützen und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern. Der Wald und seine natürlichen Erzeugnisse bekommen durch das Projekt einen tatsächlichen Wert für den Menschen. Im Ergebnis wird die wirtschaftliche Entwicklung entkoppelt vom Raubbau an der Natur.

Erfolge

Das Projekt schafft eine Alternative zur Rodung von Regenwald für Viehzucht und Holzproduktion. Es ermöglicht Menschen in Madre de Dios, ihre Kultur zu bewahren und die traditionalle Ernte von Paranüssen im natürlichen Regenwald beizubehalten.

Durch Weitergabe und Aufbau von fachmännischem Know-how und die Professionalisierung der Waldwirtschaft entstehen für die Menschen im peruanischen Regenwald neue Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt durch nachhaltige Nutzung der Waldressourcen zu verdienen.

Die Einrichtung von Kontrollmechanismen schützt den Regenwald und die lokalen Kleinbauern zusätzlich und erschwert maßgeblich illegalen Raubbau.

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Kontakt und Information:

Projektbroschüre

(PDF)

Dr. Jochen Gassner
Tel.: +49 6101 55 658-55
Mail: jochen.gassner@firstclimate.com