Entwicklung von Klimazielen – Science Based Targets


Mit dem Pariser Abkommen von 2015 haben sich die Regierungen der Welt darauf geeinigt, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Anstieg der globalen Temperaturen auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Das Abkommen ist ein Meilenstein. Noch immer jedoch besteht eine deutliche Kluft zwischen dem Emissionspfad, auf dem sich die Weltgesellschaft derzeit befindet und den Emissionsreduktionen, die erreicht werden müssen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu  vermeiden.

Selbst unter der Bedingung, dass die zugesagten politischen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung von den Staaten vollständig umgesetzt werden, kann das 2°C-Ziel des Pariser Abkommens mit diesen Maßnahmen alleine nicht erreicht werden. Nur, wenn auch der private Sektor sich aktiv am Klimaschutz beteiligt, kann es gelingen die Ambitionslücke zu schließen. Viele Unternehmen haben bereits damit begonnen, Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen.

Ihr Unternehmen ist bereit, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen und sich auf dem Weg zum klimafreundlichen Umbau der Wirtschaftssysteme an die Spitze der Bewegung zu setzen? Dann sollten Sie sich für die Einführung eines wissenschaftbasierten Klimaziels nach Science Based Targets in Ihrem Unternehmen entscheiden. First Climate ist für Sie da, um Sie bei der Entwicklung und Umsetzung von wissenschaftsbasierten Klimazielen zu unterstützen, die optimal zu Ihrem Unternehmen und Ihrer individuellen Situation passen.

Was sind Science-based Targets?

Nach wissenschaftlichen Schätzungen verfügt die Menschheit über ein verbleibendes Budget von rund 1 Milliarde Tonnen an CO2-Emissionen. Diese Menge darf demnach nicht überschritten werden, wenn es gelingen soll, die Klimaerwärmung in den vom Pariser Klimaabkommen definierten Grenzen zu halten. Unternehmen können den globalen Kampf gegen den Klimawandel idealerweise so unterstützen, dass sie ihre Emissionsreduktionsziele mit dem verbleibenden Kohlenstoffbudget abstimmen. Ein wissenschaftlich fundiertes Klimaziel ermöglicht es, den „fairen Anteil“ jedes Unternehmens am verbleibenden Kohlenstoffbudget als nachhaltige Alternative zu einem business as usual-Szenario zu definieren. Es gibt drei mögliche Berechnungs-Ansätze, die dabei zu Grunde gelegt werden können:

Sektorbasierte Ansätze:

Bei diesem Ansatz wird das verbleibende CO2-Budget sektorspezifisch aufgeteilt. Grundlage für diese Verteilung sind die prognostizierten Wachstumsraten der jeweiligen Sektoren. Berücksichtigt werden darüber hinaus weitere spezifische Faktoren, wie das Treibhausgas-Minderungspotenzial des jeweiligen Sektors oder absehbar verfügbare Technologieoptionen, die zu  geringeren Treibhausgasemissionen führen können.

Ansätze der absoluten Reduktion

Um das 2 °C-Ziel nicht zu überschreiten ist laut IPCC eine Reduktion des Ausstoßes von THG-Emissionen um 49 bis 72% bis 2050 gegenüber dem Niveau von 2010 erforderlich. Bei Ansätzen der absoluten Reduktion geht es darum, dass Unternehmen Ihre Emissionen dementsprechend verringern.

Wirtschaftsorientierte Ansätze

Bei diesem Ansatz wird das verbleibende CO2-Budget mit der globalen Wirtschaftsleistung gleichgesetzt. Wirtschaftsorientierte Ansätze erlauben damit die Abbildung der Intensität zwischen relativen Emissionsreduktionen im Verhältnis zu der erwarteten Wertschöpfung des einzelnen Unternehmens.

Für jeden dieser Ansätze gibt es Methoden, wie die wissenschaftsbasierten Klimaziele für Unternehmen konkret berechnet werden können. Unternehmen, die ein wissenschaftliches Klimaziel entwickeln wollen, können grundsätzlich frei entscheiden, welche Methode sie für den Prozess anwenden möchten. Unabhängig davon, mit welchem Ansatz wissenschaftsbasierte Klimaziele definiert werden, trägt ihre Implementierung immer dazu bei, einen Entwicklungspfad für verantwortungsvolles Klimaschutzengagement zu definieren.

Die Science Based Targets-Initiative

Die Science Based Targets-Initiative wurde als Gemeinschaftsprojekt des World Resource Institute, WWF, UN Global Compact und CDP gegründet. Ihr Ziel ist es, wissenschaftsbasierte Klimaziele zur Standardpraxis im Rahmen des freiwilligen Klimaschutzes im Unternehmensumfeld zu machen. Dafür erarbeitet die Science Based Targets-Initiative geeignete Berechnungsmethoden und trägt zu deren Weiterentwicklung und Verbesserung bei. Die Initiative bewertet und überprüft auf Wunsch auch die Klimaziele von Unternehmen und unterstützt diese durch aktive Öffentlichkeitsarbeit. Bis heute sind rund 450 Unternehmen weltweit der Science Based Targets-Initiative beigetreten und haben sich ehrgeizige wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt.

Warum Sie sich ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel setzen sollten.

Durch die Einführung wissenschaftsbasierter Klimaziele in Ihrem Unternehmen beweisen Sie Verantwortung und zeigen, dass Klimaschutz und die Bewahrung der Umwelt Ihnen wichtig sind. Es gibt jedoch noch viele weitere Gründe, die für Science Based Targets sprechen:

Risikominimierung

Neue Regulierungen, zunehmender Wettbewerbsdruck, knappe Ressourcen und veränderte Steuersysteme in verschiedenen Ländern – der Klimawandel beginnt schon heute, die Märkte von morgen zu verändern. Mit der Einführung von science-based targets in Ihrem Unternehmen können Sie sich auf künftige Herausforderungen aktiv vorbereiten und klimainduzierte Risiken für Ihren Geschäftsbetrieb erkennen.

Ergebnisverbesserung beim Nachhaltigkeit-Reporting

Um eine Spitzenposition in relevanten Umweltrankings zu erreichen, müssen Unternehmen führend in Sachen Nachhaltigkeitsmanagement sein. Für die CDP-Berichterstattung beispielsweise, hat die Einführung wissenschaftsbasierter Klimaziele einen positiven Effekt und trägt deshalb zur Verbesserung Ihres Scoring-Ergebnisses bei.

Steigerung der Profitabilität:

Mit dem Bekenntnis zum Klimaschutz stärken Sie Ihre Marke und Ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Einführung wissenschaftsbasierter Klimaziele unterstützt Sie bei der erfolgreichen Ansprache Ihrer maßgeblichen Stakeholder. Insbesondere für Investoren spielt das Thema eine immer wichtigere Rolle. Die Analyse und der Vergleich von Dekarbonisierungskennzahlen von Unternehmen sind für viele Anleger heute bereits entscheidungsrelevanten Kriterien von großer Bedeutung.

First Climate Service-Angebote im Bereich Science Based Targets


First Climate bietet Ihnen eine breite Palette an professionellen Serviceleistungen, um Sie bei der erfolgreichen Einführung von wissenschaftsbasierten Klimazielen in Ihrem Unternehmen zu unterstützen. Unser Angebot beinhaltet unter anderem:

Potenzialanalyse

CO2-Fußabdruckberechnung und Scope 3-Screening

Um eine verbesserte Klimaeffizienz erreichen zu können, müssen Sie zunächst Ihren aktuellen CO2-Fußabdruck kennen und verstehen. Unsere Experten berechnen den CO2-Fußabdruck Ihres Unternehmens und ermitteln die relevanten Scope 1, 2 und 3-Emissionsquellen innerhalb Ihrer Geschäftsaktivitäten. Für viele Unternehmen ist die Festlegung relevanter Scope-3-Ziele dabei eine besondere Herausforderung.

Für die Bereiche Scope 1 und Scope 2 müssen wissenschaftsbasierte Klimaziele verpflichtend gesetzt werden. Übersteigen die Scope 3-Emissionen einen Anteil von 40% der Gesamtemissionen Ihres Unternehmens, so ist nach den Science Based Targets-Richtlinien die Entwicklung eines individuellen Scope 3-Ziels ebenfalls obligatorisch. Abhängig von Ihren Präferenzen bietet First Climate ein detailliertes Screening Ihrer Scope 3-Emissionen sowie eine Hotspot-Analyse von Emissionsquellen innerhalb Ihrer Lieferkette an. Alle unsere Berechnungen entsprechen dem Greenhouse Gas Protocol, dem international anerkannten Standard für die Berechnung von CO2-Bilanzen auf Unternehmensebene.

Unterstützung bei der Auswahl der richtigen SBT-Berechnungsmethode

Die Auswahl der richtigen Science Based Target-Methode zur Berechnung Ihres individuellen Emssionsziels wird durch eine Vielzahl von Variablen bestimmt: Sie richtet sich unter anderem nach der Sektorzugehörigkeit Ihres Unternehmens, der Verfügbarkeit relevanter Basisdaten und Ihren persönlichen Zielprioritäten. Es ist deshalb wichtig, die verschiedenen Science Based Targets-Methoden zunächst genau zu analysieren und ihre spezifischen Vor- und Nachteile berücksichtigen, bevor sie sich für eine geeignete Methode entscheiden. Wir unterstützen Sie dabei, die Science Based Targets-Methode zu finden, die Ihren Anforderungen am besten entspricht.
Zielsetzung

Entwicklung und Implementierung von Science-based Targets

Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse Ihres CO2-Fußabdrucks und der Bewertung der SBT-Methoden anhand Ihrer individuellen Präferenzen und Anforderungen unterstützen wir Sie bei der Ermittlung relevanter quantitativer und qualitativer Reduktionsziele für Ihre Scope 1, 2 und 3 Emissionen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir Ihren maßgeschneiderten Emissionszielpfad. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit unterstützen wir sie auch dabei, konkrete Maßnahmen auszuarbeiten und zu implementieren, die für die Zielerreichung notwendig sind.

Unterstützung bei der Anerkennung Ihrer wissenschaftsbasierten Klimaziele durch die Science Based Targets-Initiative

Unternehmen, die sich ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel gegeben haben, können freiwillig die Anerkennung des Ziels durch die Science Based Targets-Initiative beantragen. Nach der Antragstellung prüft die Science Based Targets-Initiative die eingereichte Zielsetzung anhand eines Katalogs von derzeit 15 Kriterien. First Climate unterstützt Sie mit professioneller Beratung dabei, mit der richtigen Vorgehensweise Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Anerkennung zu maximieren. Darüber hinaus unterstützen wir Sie auch bei der Antragstellung und kümmern uns dabei unter anderem um die Erstellung und Einreichung aller relevanten Dokumente.
Zielerreichung

Entwicklung von Reduktionsstrategien für Scope 1-, 2- und 3-Emissionen

Als führender Anbieter von Carbon-Management- und Green-Energy-Lösungen kann First Climate Ihnen nicht nur helfen wissenschaftlich fundierte Klimaziele einzuführen, sondern wir unterstützen Sie auch mit maßgeschneiderten Lösungen bei der Erreichung Ihrer Effizienzziele. Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung und Umsetzung einer individuellen Sourcing-Strategie für grüne Energie und bieten Ihnen flexible und kosteneffiziente Lösungen zur Beschaffung von erneuerbaren Energien für Ihre Standorte in allen Ländern der Welt.

Erfahren Sie mehr über unsere Dienstleistungen, um Ihren Scope 1- und 3-CO2-Fußabdruck zu reduzieren >> hier
oder über unsere Angebote zur Reduzierung Ihrer Scope 2-Emissionen durch den Wechsel zu grüner Energie >> hier.

Gute Gründe für First Climate

Expertise: Als führender Anbieter von Lösungen für erfolgreiches CO2-Management und die Beschaffung erneuerbarer Energien unterstützt First Climate Unternehmen und Organisationen seit fast 20 Jahren dabei, ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Als fachlich versierter Ansprechpartner begleiten wir Unternehmen auf der ganzen Welt bei der erfolgreichen Entwicklung und Implementierung wissenschaftsbasierter Klimaziele.

Flexibilität: Gerade auf Unternehmen, die sich zum ersten Mal mit wissenschaftsbasierten Klimazielen beschäftigen, kann die Komplexität des Themas leicht abschreckend wirken. Wir erleichtern Ihnen die Annäherung an die Thematik und bieten Ihnen bedarfsgerechte Unterstützung in allen Phasen des Science Based Targets-Prozesses: Ob Full-Service-Paket oder modulare Beratungsleistung zu einzelnen Teilaspekten – entscheiden Sie selbst, wie Sie unseren Service nutzen möchten.

CDP-Partnerschaft: First Climate ist auch 2018 Silver Renewable Energy Partner von CDP für die DACH-Region und Großbritannien. Als „Accredited Provider“ unterstützt First Climate Unternehmen dabei, tragfähige Strategien für den Einsatz erneuerbarer Energien zu entwickeln und umzusetzen und damit auch ihr CDP-Scoring zu optimieren.

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