Zusammenarbeit bei Kochofenprojekt in Ruanda

Für die nächsten drei Jahre wird First Climate Partner des im Vereinigten Königreich ansässigen Projektentwicklers DelAgua sein. Dazu haben die beiden Unternehmen ein Kooperationsabkommen geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird First Climate das Unternehmen bei der Vermarktung von Emissionsreduktionen aus dem von DelAgua entwickelten Kochofen-Projekt in Ruanda unterstützen. So erhalten Kunden die Möglichkeit, hochwertige Emissionsminderungszertifikate zu beziehen sowie zu einer nachhaltigen Entwicklung und verbesserten Lebensbedingungen vor Ort beizutragen. Diese Partnerschaft bildet einen weiteren Eckpfeiler der Initiative, mit der First Climate die Beschaffung von CO2-Reduktionszertifikaten aus hochwertigen Projekten langfristig absichert.

Das DelAgua Kochofen-Projekt ist weltweit eines der größten Programme seiner Art zur Verbreitung von energieeffizienten Kochherden und ist seit 2012 in Betrieb.

Im Rahmen des Projekts arbeiten die Entwickler mit der ruandischen Regierung und dem Gesundheitsministerium zusammen, um Millionen von Menschen in Ruanda zu helfen.

Emissionen reduzieren und Lebensbedingungen verbessern

Mit der finanziellen Unterstützung aus dem Verkauf von CO2-Kompensationen liefert das Projekt hochwertige, effiziente Kochöfen an ländliche Haushalte. Ohne diese Kochherde ist der Großteil der Bevölkerung zum Wasserkochen und Zubereiten von Speisen auf traditionelle offene Feuerstellen angewiesen. Dies ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch gefährlich für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und das Klima. Bis heute wurden 640.000 Kochöfen kostenlos an ländliche Haushalte in Ruanda verteilt, wodurch sich das Leben von 3,2 Millionen Menschen verbessert hat.

Hier finden Sie weitere Details zum Projekt.

Partnerschaft mit positivem Nutzen für Klima und Menschen in Ruanda

„Wir sehen unsere Zusammenarbeit als eine starke Partnerschaft, in die wir bei DelAgua unsere langjährige Projekterfahrung einbringen können. Wir freuen uns, dass wir mit First Climate einen Partner mit herausragender Expertise im freiwilligen CO2-Markt gewinnen konnten. Gemeinsam können wir die Weiterentwicklung unseres Projekts optimieren und mit der Unterstützung von engagierten Unternehmen aus aller Welt den Klimaschutz voranbringen sowie Gutes für die Menschen und die Umwelt in Ruanda tun.“

James Beaumont, CEO DelAgua

„Das DelAgua Kochofenprojekt in Ruanda passt perfekt in die Strategie von First Climate, eine stabile und verlässliche Versorgung mit Emissionsminderungen aus qualitativ hochwertigen und wirkungsvollen Projekten zu sichern, um den wachsenden Bedarf langfristig zu decken“, sagt First Climate CEO Olaf Bachert.

„Die Kochöfen bringen eine Fülle von direkten und indirekten Vorteilen für das Klima sowie für die am Projekt beteiligten Familien mit sich. Wir freuen uns über die Partnerschaft mit DelAgua und die Möglichkeit, dass unsere Kunden zu diesen positiven Auswirkungen beitragen können, indem sie dieses herausragende Projekt unterstützen.“

Olaf Bachert, CEO First Climate Markets AG

Mehrfacher Projektnutzen

Durch die Verwendung der Öfen wird die Luftverschmutzung im Haushalt um 73% reduziert, was das Risiko chronischer Lungenkrankheiten verringert und die Gesundheit der Kinder verbessert. Die effizienten Herde ermöglichen auch den sicheren Zugang zu Wasser, da das Wasser einfach und schnell abgekocht werden kann. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Öfen ist der wirtschaftliche Nutzen für die Familien. Dank der höheren Effizienz benötigen die Öfen 50% weniger Holz, was für die Familien bedeutet, dass sie beim Holzkaufen während der gesamten Lebensdauer des Ofens durchschnittlich 570 USD sparen. Dieses Geld kann dann anderweitig investiert werden, z. B. in den Kauf von mehr Lebensmitteln, Bildungsmaterialien oder in die Renovierung von Häusern, wodurch die lokale Wirtschaft angekurbelt wird. Zudem wurden durch das Projekt über 4000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Wir freuen uns, mit DelAgua und ihrem fantastischen Programm in Ruanda zusammenzuarbeiten. Das Ruanda Kochofen-Projekt ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ansatzes, sehr hochwertige Projekte in den am wenigsten entwickelten Ländern auszuwählen und sie durch den Verkauf von Emissionszertifikaten finanziell zu unterstützen. Wir sehen dies als eine Investition in die zukünftige Entwicklung des marktbasierten Klimaschutzes und des freiwilligen Kohlenstoffmarktes vor dem Hintergrund der Regelungen des Pariser Abkommens“, erklärt Olaf Bachert.