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CO2-Speicherung durch Pflanzenkohle  

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Projekttechnologie

Pflanzenkohle 

diverse Standorte in der Schweiz 

Pflanzenkohle-Programm

November 2019

Standort


Projekttyp

Projektbeginn

Key facts

Projektportrait

In Europa wird Pflanzenkohle in der Landwirtschaft aufgrund der hohen Verkaufspreise derzeit nur von wenigen Pionieren angewandt. Ziel des vorliegenden Programms ist es, Produktion und Vertrieb von Pflanzenkohle als langfristigen Kohlenstoffspeicher zu fördern und den Einsatz von Pflanzenkohle somit zu verstärken. Dies geschieht mithilfe des Einsatzes von CO2-Zertifikaten. Dadurch können die Kosten für Landwirte maßgeblich gesenkt werden; gleichzeitig kann eine ausreichende Rendite für Schweizer Produzenten von Pflanzenkohle gewährleistet werden. Als Abnehmer der Produkte stehen landwirtschaftliche Betriebe im Vordergrund; weitere mögliche Abnehmer sind z.B. der Gartenbau und die Baubranche, in welcher Pflanzenkohle in Baustoffen eingesetzt wird und ebenfalls ein stabiler Kohlenstoffspeicher ist. 

Projektstandard

z.B. ISO 14064

Emissionsminderung

In Entwicklung
CO2 e p.a.

 

Die Technologie in Kürze 

Pflanzenkohle wird aus Biomasse in einem Vergaser unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 380 und 1000° C hergestellt (Pyrolyse). Im Pyrolyseprozess werden die organischen Verbindungen der Biomasse thermo-chemisch gespalten. Die resultierenden Einzelprodukte sind nebst Pflanzenkohle Wasser, ein brennbares Gasgemisch aus H2, CO, CO2, CH4 und weiteren Kohlenwasserstoffen sowie Wärme. Diese Nebenprodukte werden ebenfalls genutzt: Durch Verbrennung der Pyrolysegase wird der Prozessenergiebedarf der Pflanzenkohleherstellung gedeckt. Die Abwärme wird genutzt und kann in Fernwärmenetze abgegeben oder zur Stromproduktion mittels Abgasturbine verwendet werden.