Zur Reporting-Saison 2018 hat CDP seine Fragebögen und die Anforderungen für das Reporting deutlich verändert. Viele Unternehmen sehen sich dadurch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr zu den Hintergründen der neuen Berichterstattungsrichtlinien und wie First Climate Ihnen helfen kann, auch unter den neuen Rahmenbedingungen Ihr Scoring nachhaltig zu verbessern.

Ab sofort bietet CDP drei Disclosure-Programme in den Bereichen „Climate Change“, „Forests“ und „Water Security“ mit denen die entsprechenden Umweltauswirkungen von Unternehmen gemessen werden. Ebenfalls neu ist, dass es innerhalb der Programme jetzt sektorspezifische Fragebögen für die teilnehmenden Unternehmen gibt.

Programm- und sektorspezifische Zuordnung

Die neuen Sektoren, umfassen die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Rohstoffe und Chemie sowie Logistik. Unternehmen werden von CDP einem Programm und einem Sektor zugeordnet und erhalten automatisch den passenden Fragebogen für das Disclosing. Für die kommenden Jahre ist eine weitere Verfeinerung des Systems mit weiteren Differenzierungen innerhalb der Sektoren geplant. Ziel von CDP ist es, die Qualität und die Vergleichbarkeit der erhobenen Daten weiter zu steigern und es Investoren zu ermöglichen, sich ein noch genaueres Bild von den umweltbedingten Chancen und Risiken der berichtenden Unternehmen zu machen.

Änderungen auch im bekannten „Climate Change Questionnaire“ – Berücksichtigung von TCFD-Empfehlungen

Unternehmen, die von CDP nicht eindeutig einem Sektor zugeordnet werden können erhalten einen allgemeinen Fragebogen, der jedoch gegenüber den Vorjahren ebenfalls überarbeitet und insbesondere im Bereich „Climate Change“ ergänzt und umstrukturiert wurde. So wurden beispielsweise zahlreiche neue Fragen mit aufgenommen, durch die die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) Eingang in den Climate Change Questionnaire gefunden haben. Dabei wird unter anderem abgefragt, ob das Klimamanagement in Entscheidungen im jeweiligen Unternehmen einbezogen wird, auf welcher Managementebene diese Entscheidungen getroffen werden und wie die Entscheidungsfindung in den zuständigen Gremien erfolgt. Auch der Aspekt des „Internal Carbon Pricing“ wird zunehmend berücksichtigt und soll Unternehmen helfen, sich auf die Besteuerung von CO2-Emissionen vorzubereiten, die in immer mehr Ländern geplant und zum Teil bereits umgesetzt wird. Ziel von CDP ist es, damit unternehmensinterne Prozesse in Gang zu setzen, mit denen klimarelevante Chancen und Risiken erfasst und deren mögliche Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit ermittelt werden können. Investoren und Finanzdienstleister soll es dadurch ermöglicht werden, Dekarbonisierungstrends innerhalb Ihres Investmentportfolios zu erkennen und zu bewerten.

Anreize für ein zeitgemäßes Klima- und Emissionsmanagement

Insgesamt ist festzustellen, dass das Scoring innerhalb des CDP Climate Change Questionnaire zunehmend an ein zeitgemäßes Klima- und Emissionsmanagement gebunden ist. Durch die Vergabe von entsprechenden Leadership- bzw. Awareness-Punkten schafft CDP seit 2016 beispielsweise Anreize für berichtende Unternehmen, sich wissenschaftsbasierte Klimaziele (engl. Science-based Targets) zu setzen. Diese Ziele ermöglichen Unternehmen eine Anpassung an das 2°C-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Die erfolgreiche Anerkennung eines wissenschaftsbasierten Emissionsziels durch die Science-based Targets Initiative und damit die entsprechende Bewertung im Rahmen des CDP-Reportings sind dabei in vielen Fällen an ein ausführliches Screening der Scope 3-Emissionen nach den Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol gebunden. Ein solches Verfahren schließt das Erfassen der vor- und nachgelagerten Klimarisiken innerhalb der Wertschöpfungskette mit ein.

„Die aktuellen und kommenden Ergänzungen innerhalb der CDP Fragebögen und der Scoring-Strukturen stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen im Management und im Erfassen von Umweltdaten“, erklärt Janosch Birkert, der die aktuelle Entwicklung als Consultant bei First Climate genau beobachtet. Allerdings ergäben sich durch die Änderungen für Unternehmen aber auch zahlreiche neue Ansatzpunkte, um ihr Scoring durch eine optimierte Berichterstattung nachhaltig zu verbessern, so Birkert. „Als Silver Renewable Energy Partner des CDPs unterstützen wir unsere Kunden beispielsweise durch ein individuelles Scope 3-Screening oder mit maßgeschneiderten Grünstrom-Beschaffungsstrategien dabei, ihren 2°C-kompatiblen Emissionszielpfad einzuhalten und ihre CDP-Resultate kontinuierlich zu optimieren. “

Für Fragen und eine individuelle Beratung zum Thema CDP-Reporting ist das First Climate-Team unter Tel. +49 6101 55658 0 oder unter der Email-Adresse cn-team@firstclimate.com jederzeit erreichbar.

In Kooperation mit CDP wird First Climate in der zweiten Jahreshälfte auch 2018 wieder ein kostenfreies Webinar zum Thema anbieten, in dem über Möglichkeiten zur Reduzierung von Scope 2-Emissionen informiert wird. Der genaue Termin und Details zur Anmeldung werden vorab von CDP und auf der First Climate-Website bekanntgegeben.