First Climate-Förderprogramm für Solarenergie-Projekte in Kolumbien

Mit dem Bonos Solares-Programm fördert First Climate den Ausbau der nachhaltigen Sonnenstrom-Erzeugung in Kolumbien. Das Projekt unterstützt die Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen dabei, diese als offizielle Klimaschutzprojekte zertifizieren zu lassen und ermöglicht es ihnen dadurch, zusätzliche Einnahmen durch den Verkauf von Emissionsminderungsnachweisen für die CO2-Kompensation zu erzielen. Das Programm liefert dadurch wichtige Anreize für die Diversifizierung des Strommixes in Kolumbien.

Da es in Kolumbien kein staatliches Förderprogramm für die Errichtung Erneuerbarer-Energien-Anlagen gibt, sind die Zuschüsse aus dem Bonos-Solares-Programm in vielen Fällen die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung entsprechender Projekte zur klimafreundlichen Energieerzeugung.

„Kolumbien gehört zu den Ländern mit den besten Standortbedingungen für die Sonnenstromerzeugung weltweit. Trotzdem wird nicht einmal ein Prozent des nationalen Energiebedarfs durch saubere Energie aus dem Solar-Sektor gedeckt. Mit dem Bonos Solares Programm wollen wir einen Beitrag dazu leisten, diese Diskrepanz zu überwinden und der umwelt- und klimafreundlichen Nutzung solarer Energiequellen in Kolumbien zum Durchbruch zu verhelfen“, erklärt Paola del Rio-Villegas, die bei First Climate für das Management des Bonos Solares-Programms verantwortlich ist.

Das Bonos Solares-Programm ist als sogenanntes Programme of Activities unter dem Clean Development Mechanism des Kyoto Protokolls registriert. Es ermöglicht Planern und Betreibern von Solaranlagen in Kolumbien, ihre Anlagen unter vereinfachten Bedingungen als offizielle Klimaschutzprojekte zertifizieren zu lassen und damit die Berechtigung zu erhalten, Emissionsminderungsnachweise auszuschütten. Die Teilnehmer am Bonos Solares-Programm profitieren dabei von einer Sonderregelung des kolumbianischen Gesetzgebers, die eine vereinfachte Durchführung des Anerkennungsverfahrens ermöglicht, solange der Anteil der erneuerbaren Energien am kolumbianischen Strommix unter 2% liegt. Das Programm bietet deshalb zeitlich befristet eine sogenannte „fast lane“ für Anlagenbetreiber an.

„Kolumbien verfügt über eines der anspruchsvollsten Systeme zur Besteuerung von CO2-Emissionen weltweit und erzeugt dadurch sehr hohe Abgaben“, erklärt Paola del Rio-Villegas. Entsprechend hoch sei deshalb auch die Nachfrage nach Lösungen, die dazu beitragen können, den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. „Für die Anlagenbetreiber ist das ein sehr attraktives Marktumfeld und wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem Bonos Solares Programm einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung und einer nachhaltigen Umgestaltung der Stromerzeugung in Kolumbien leisten können.“

Aktuell haben sich bereits zwei Solaranlagen, die gemeinsam eine Emissionsminderungs von weit über 300.000 Tonnen repräsentieren, dem Bonos Solares-Programm angeschlossen. Paola del Rio-Villegas hofft, dass schon bald viele weitere Anlagenbetreiber dem Beispiel folgen werden.

Bonos Solares

Paola Del Rio Villegas 

paola.delrio@firstclimate.com
+52 55 1107 7315