Im Vorfeld der internationalen Klimakonferenz in Kattowitz hat das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Allianz für Entwicklung und Klima ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, freiwilliges Engagement für den Klimaschutz zu fördern. Unternehmen und Organisationen sollen dabei unterstützt werden, ihre Emissionen zu reduzieren und verbleibende Emissionen mithilfe wirksamer Klimaschutzprojekte zu kompensieren. First Climate gehört zu den ersten Unternehmen, die der Allianz beigetreten sind.  

Bei der Vorstellung der Allianz im Deutschen Bundestag betonte Entwicklungsminister Müller die besondere Verantwortung, die den Industrienationen beim Klimaschutz zukommt. „Hauptleidtragende des Klimawandels sind die Menschen in Entwicklungsländern. Deswegen tragen die Industrieländer besondere Verantwortung und müssen beim internationalen Klimaschutz vorangehen. Genau das tun wir mit der ‘Allianz für Entwicklung und Klima‘“, so Müller.

Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, zusätzliche Ressourcen zu generieren, um zweien der größten Herausforderungen zu begegnen, vor denen die Weltgemeinschaft heute steht: der Bekämpfung der weltweiten Erderwärmung sowie der Gewährleistung nachhaltiger Entwicklung in benachteiligten Regionen der Erde. Die Teilnehmer der Initiative bekennen sich zu dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen so weit wie möglich zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Unvermeidbare Emissionen sollen durch die Unterstützung von internationalen Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden. Gleichzeitig sollen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen verbessert und das Verfahren durch die Zusammenarbeit im Rahmen der Allianz erleichtert werden.

Die freiwillige Kompensation von CO2-Emissionen ermöglicht es, Finanzmittel zu generieren und in Schwellen- und Entwicklungsländer zu transferieren, wo mit jedem Euro viel größere Emissionseinsparungen erzielt werden können, als in Europa. Weil diese Projekte gleichzeitig vielfältigen sozialen, ökonomischen und ökologischen Zusatznutzen generieren, unterstützen sie die nachhaltige Entwicklung in den Projektregionen. First Climate CEO Dr. Jochen Gassner hält den Ansatz der Allianz deshalb für unterstützenswert: „Staatliche Klimaschutzmaßnahmen alleine werden nicht ausreichen, um das 2° Celsius-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen. Deshalb begrüßen wir die Gründung der Allianz für Entwicklung und Klima als wichtigen Schritt zur Förderung privaten Klimaschutzengagements.“

Zu den aktuellen Teilnehmern der Allianz für Entwicklung und Klima gehören zahlreiche Großunternehmen, darunter beispielsweise Bosch, AEG, Deutsche Bank oder Siemens, aber auch Privatpersonen können sich beteiligen.