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Press Clipping

First Climate in Gießener Anzeiger: Gießener Druckkollektiv stellt Betrieb auf "Ökostrom" um

Geschäftsführer Lutz Köhler erwartet jährliche Einsparung von etwa 5000 Euro (cvg)
Gießen, July 02, 2009

"Wir wollen zeigen, dass sich die Umstellung auf Ökostrom und umweltbewusste Produktion [nicht] nur rechnet, wenn man ein großes Unternehmen hat", erklärte Lutz Köhler bei einer kleinen Feier auf dem Gelände der Druckkollektiv GmbH in Gießen in der Nähe des Naturschutzgebietes Bergwerkswald. Der Geschäftsführer sagte, durch die am 29. Juni erfolgte Umstellung von konventionell erzeugtem Strom auf "garantiert 100 Prozent Ökostrom" würden hochgerechnet im Jahr rund 5000 Euro eingespart. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund zwei Millionen Euro und beschäftigt derzeit 22 Mitarbeiter. Auf einem Zertifikat, das von der TÜV Nord Umweltschutz GmbH & Co.KG aus Hamburg beglaubigt wurde, wird der Ovag (Friedberg) als Stromlieferanten des Druckkollektivs bescheinigt, das der Strom tatsächlich rein auf umweltverträglicher Basis durch Wasserkraft erzeugt wird. Er kommt aus Österreich.

"Wir stehen natürlich hier noch am Anfang. Zur Zeit haben von 200 000 Kunden rund 500 Ökostrom und von rund 700 gewerblichen Kunden sind es sechs, die jetzt umgestellt haben", erklärte Ovag-Vertriebsleiter Holger Ruppel.

Ein weiteres Zertifikat erhielt die Druckerei vom hessischen Landesverband Druck und Medien (VDMH) für den Kohlendioxid-Ausgleich einer kompletten Monatsproduktion. Für rund 120 Aufträge, bei denen Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 65,5 Tonnen so genannter Kohlendioxid-Äquivalente entstehen, habe das Druckkollektiv bereits jetzt durch die Investition in "Gold-Standard- Klimaschutzprojekte" einen Ausgleich geschaffen.

Dies bestätige die in Bad Vilbel ansässige First Climate GmbH mit der Urkunde, erläuterte VDHM-Betriebsberater Gerald Walther.

Das Gießener Druckkollektiv könne insgesamt mit seinen Anstrengungen im Umweltschutz als Vorbild für andere mittelständische Betriebe gelten. Neben der Umstellung auf Ökostrom und dem beurkundeten Treibhausgasausgleich wähle das Unternehmen seine Verbrauchsmittel nach ökologischen Gesichtspunkten aus. Ein maßgebliches Instrument sei der Kohlendioxid-Rechner, den der Bundesverband Druck und Medien seinen Mitgliedern und deren Kunden zur Verfügung stellt. Der damit ermittelte Wert könne dann durch den Erwerb entsprechender Zertifikate ausgeglichen werden.

"Durch den Einsatz prozessfreier Druckplatten haben wir im vergangenen Jahr außerdem trotz steigender Umsätze 112 Kubikmeter Wasser einsparen und auf den Einsatz von Chemie verzichten können", sagte Köhler.

Für den hessischen SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel ist das Gießener Unternehmen "ein Beispiel für tatkräftigen Umweltschutz". Das Druckkollektiv gehe die Schritte, die nötig seien, "um die Energiewende hinzubekommen".


Source: www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php

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