Während der Spread im Hochsommer 2008 noch bei rund 9 EUR lag, schrumpfte er zuletzt bis auf 1EUR zusammen. „Eine mögliche Strategie wäre jetzt das Zurückdrehen getätigter Swaps durch einen Rücktausch“, sagte Frieder Frasch, Client Relationship Manager bei der First Climate Markets AG, bei der Fachmesse E-World in Essen.
Die Preisdifferenz zwischen den beiden Zertifikategruppen werde sich wieder ausweiten: "Deutsche Anlagenbetreiber müssen davon ausgehen, dass sie in der 3. Phase nicht mehr so stark zur Compliance heranziehen werden können“, sagte Frasch. Die EU sehe für diesen Zweck nach 2013 geringere Quoten vor. Derzeit dürfen bis zu 22% der benötigten Zertifikate über CERs abgedeckt werden. Ein weiteres Instrument ist nach Angaben von Frasch der Maturity Swap. Ein Unternehmen verkauft dabei sofort alle Emissionsrechte, sobald diese auf dem Registerkonto eingebucht werden und kauft die gleiche Menge zeitgleich auf Forwardbasis zurück. „Das schafft Liquidität aus den sonst nicht genutzten Emissionsrechten“, sagte er. Preisrisiken ließen sich durch sofort fixierte Forwards begrenzen.
Deutsche Anlagenbetreiber sollten sich um die Bewirtschaftung ihrer Zuteilungsmenge bemühen, sagte Frasch. Angesichts der Preiserwartungen für die 3. Handelsperiode empfehle sich der frühzeitige Aufbau eines Portfolios bis 2020. EUAs sollten darin ebenso zu finden sein wie primäre und sekundäre CERs und Emission Reduction Units (ERUs). Gelänge noch eine Streuung der Minderungszertifikate nach Herkunft (Land) und Projekttyp (Methodologie), lasse sich das Risiko noch weiter diversifizieren.
Von Silvia Rausch-Becker
Source: Dow Jones Trade News Emissions, February 20th, 2009, p. 10

