Da die freiwillige Teilnahme am Emissionshandel erst ab einer gewissen Größenordnung wirtschaftlich attraktiv ist, hat der Kohlenstoffmarkt bislang für viele mittelständische Betriebe keine Rolle gespielt. Seit die Energieagentur Nordrhein-Westfalen vor einem Jahr das Pilotprojekt JIM.NRW gestartet hat, ist dies anders. Der Clou: Kleine Einzelmaßnahmen werden gebündelt. Mit JIM.NRW können Betreiber von Heiz- und Dampfkesseln ihre durch Modernisierungsmaßnahmen verminderten CO2-Emissionen über die Ener-
gieagentur als CO2-Zertifikate handeln – nach den Regeln für Joint Implementation (JI). Inzwischen hat auch Hessen ein JI-Modellprojekt nach gleichem Muster gestartet. Ansprechpartner ist die Hessenagentur.
Wer auf eigene Faust freiwillig am Emissionshandel teilnehmen will, kann sich von Beratern informieren lassen. Das Angebot ist breit gefächert, so haben zum Beispiel die Hypovereinsbank (HVB) und die Commerzbank eigene Kompetenzteams aufgebaut. Außer der Beratung zur Emissionshandelsstrategie bieten die Institute den Handel mit Zertifikaten und entsprechenden Derivaten an. Spezialisierte Berater wie First Climate oder Ecofys projektieren Effizienzmaßnahmen in Unternehmen und unterstützen bei der
Investorensuche und der Abwicklung von JI-Projekten.
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Source: Mittelstand & Umwelt, 15 February 2010, p. 4

