Unter Federführung des WWF haben Umwelt- und Entwicklungsexperten, sowohl aus der Emissionshandelsbranche als auch von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, den Gold-Standard für Klimaschutzprojekte entwickelt. Durch besonders strenge Maßstäbe soll er sicherstellen, dass die Projekte über die eigentliche Minderung von Treibhausgas-Emissionen hinaus positive Auswirkungen für die Bevölkerung und die Umwelt vor Ort bewirken. Durch den Gold Standard können diese positiven Effekte objektiv und transparent nachvollzogen werden. Als Projekttypen sind lediglich Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffiziezmaßnahmen zulässig. So gibt der Standard den Gastländern und der Öffentlichkeit die Sicherheit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen bewirken. Ein zentraler Bestandteil ist zudem, dass die lokale Bevölkerung eng in die Entwicklung des Projektes eingebunden, und über alle wesentlichen Auswirkungen des Projekts informiert wird.
Das Verfahren zur Gold Standard Zertifizierung von CDM/JI-Projekten läuft parallel zum normalen CDM/JI-Registrierungsprozess. Im Erfolgsfall schließt dieses mit der Vergabe des Gold Standard Labels an das Projekt. Der Gold Standard ist aber auch auf Projekte die Emissionsminderung für den freiwilligen Markt (VERs) erbringen anwendbar. Hier erfolgt der gesamte Registrierungsprozess unter der Ägide der Gold Standard Foundation mit Sitz in Genf. Als unabhängige Instanz wacht die Gold Standard Foundation über die Einhaltung des Standards, genehmigt Projekte und entwickelt den Gold Standard insgesamt weiter. Die Zertifikate werden ausschliesslich über ein elektronisches Register gehandelt.