Statt der bisher eingesetzten Dieselgeneratoren wird bei diesem Projekt Strom aus Reishülsen erzeugt. Die Kapazität des Kraftwerks liegt bei 7,7 MW; der dort erzeugte Strom wird ins regionale Netz eingespeist und reduziert so den Anteil an aus Kohle gewonnenem Strom. Die Anlage ist die erste ihrer Art in Chattisgarh und eins der erstens Projekte in der Region überhaupt, das Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt.
Das Kraftwerk steht im Bezirk Bilaspur im indischen Bundesstaat Chattisgarh. Dort wird aus Reishülsen zunächst Dampf und dann Strom erzeugt, der ins lokale Netz eingespeist wird. Die Reishülsen sind das Abfallprodukt von Reismühlen in der Nähe des Kraftwerks. Hülsen von nachhaltig angebautem Reis sind reichlich vorhanden. Ohne das Projekt würden die Hülsen ungenutzt bleiben, d.h. verfaulen.
Das Kraftwerk hat eine Kapazität von 7,7 MW. Landesweit ist es eins der ersten Projekte, das Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Aufgrund der großen Kohlevorkommen in der Region stammen auch heute noch 90 Prozent der im Bundesstaat Chattisgarh erzeugten Energie aus Kohlekraftwerken.
Die Möglichkeit, für die Minderung von Treibhausgas-Emissionen handelbare CO2-Zertifikate zu erhalten, hat erheblich zu Realisierung des Projekts beigetragen. Die Errichtung eines konventionellen dieselbetriebenen Kraftwerks wäre wirtschaftlich und technologisch risikoärmer und daher attraktiver gewesen. Die neue Anlage erzeugt jedes Jahr 45 GWh Strom aus Biomasse und ersetzt so aus fossilen Brennstoffen produzierten Strom
Das Projekt ersetzt aus fossilen Brennstoffen erzeugten Strom durch aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom und senkt so den Ausstoß von Treibhausgasen. Neben diesen ökologischen Vorteile trägt das Projekt auf folgende Weise zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei:
Das Kraftwerk wurde in einer unterentwickelten ländlichen Gegend errichtet und schafft direkt und indirekt qualifizierte Arbeitsplätze, v.a. im Betrieb und der Instandhaltung der Anlagen. Außerdem trägt das Projekt dazu bei, den Nachfrageüberhang nach Strom auf lokaler und nationaler Ebene zu mindern.
Schließlich trägt das Projekt zum Transfer von Knowhow und moderner, effizienter Technologie bei. Es zeigt, dass erneuerbare Energieprojekte durch die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten durchführbar werden. Das Projekt hat Vorbildercharakter in der Region und wird sicherlich Nachahmer finden.