Zwei kleine Keramikfabriken betreiben ihre Anlagen nun mit Açai-Samen und Sägespänen statt wie zuvor mit einheimischem Brennholz aus dem Amazonasgebiet. Ohne das Projekt würde diese Biomasse verfaulen und dabei das besonders klimaschädliche Treibhausgas Methan produzieren. Indem es der einheimischen Wirtschaft eine Alternative zur Verbrennung von Holz bietet, trägt das Projekt zur Minderung der negativen Auswirkungen der Abholzung von Regenwald am Amazonas bei.
Das Projekt bündelt die Aktivitäten von zwei kleinen Keramikfabriken, die Ziegel für den örtlichen Markt herstellen. Vor der Durchführung des Projekts wurde die Brennöfen an beiden Standorten mit einheimischem Tropenholz aus der Amazonas-Region betrieben. Das Projekt verhindert die Verwendung von Holz und stellt stattdessen Açai-Samen und Sägespäne als Brennstoff zur Verfügung. So wird die unkontrollierte Abholzung von Regenwald vermieden. Açai ist eine in der Region weitverbreitete Frucht. Ohne das Projekt würde die bei der Obstverarbeitung verbleibende Biomasse auf offenen Müllkippen verrotten und erhebliche Mengen an Methan freisetzen.
Das Projekt reduziert die Abholzung der Wälder am Amazonas und trägt so zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes bei. 2005 wurden im brasiliansichen Amazonasgebiet 1.879.300 ha Wald gerodet. 30 % davon entfielen auf die Projektregion, um die Anbauflächen für Soja zu vergrößern. Wald ist eine CO2-Senke: 420 Tonnen Biomasse enthalten 210 Tonnen CO2. Das Hauptanliegen des Projekts liegt in der Minderung der negativen Auswirkungen der Abholzung im Ökosystem Amazonas, indem man der örtlichen Wirtschaft Alternativen zur Verwendung von einheimischem Brennholz bietet.
Außerdem trägt das Projekt durch folgende Aspekte zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei: