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Ghana: Verbesserte Lebensbedingungen durch effizientere Kochöfen

Eine ghanaische Familie verbraucht pro Jahr rund 180 Kilogramm Holzkohle, was in etwa der sechsfachen Menge Holz – also über einer Tonne – entspricht. Um diesen Bedarf zu decken, werden jährlich riesige Flächen Wald ohne Ersatz abgeholzt. Zum einen wird damit wertvoller Lebensraum von Tieren und Pflanzen zerstört. Zwar wird bei der Verbrennung des Holzes nur die Menge Treibhausgase frei, die zuvor während des Wachstums gebunden wurde. Da jedoch die Nutzung dauerhaft über dem Zuwachs an Holz liegt, werden unter dem Strich große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt. Durch die schwindende Waldfläche werden die Bezugswege für Brennstoff stetig länger und die Ghanaer – von denen ein Drittel unter der Armutsgrenze lebt – müssen immer mehr Geld oder wertvolle Zeit für den wichtigen Brennstoff aufwenden.

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Zusätzlich belastet die starke Rauchentwicklung der Öfen besonders die Gesundheit der ghanaischen Frauen und Kinder. Da die Öfen in den engen, meist fensterlosen Hütten untergebracht werden müssen, ist die Familie dem giftigen Rauch direkt ausgesetzt. Neben Atemwegs- und Lungenkrankheiten durch Ruß und Feinstaub sind besonders die Kohlenmonoxidemissionen der Öfen ein Problem. Das farb- und geruchlose Gas kann Embryonen bereits im Mutterleib schädigen und sorgt für eine erhöhte Sterblichkeit bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Weltgesundheits¬organisation (WHO) bringt jährlich rund 16.000 Todesfälle in Ghana allein mit durch Rauch ausgelösten Atemwegserkrankungen in Verbindung.

Durch die Verteilung von effizienteren Kochöfen können die Lebensbedingungen in Ghana erheblich verbessert werden. Die Öfen sind so konstruiert, dass die Rauchentwicklung stark reduziert und der Brennstoffverbrauch um 35% bis 50% gesenkt wird. Neben dem direkten Effekt auf die Gesundheit der Bevölkerung wird damit auch das geringe Einkommen der Ghanaer geschont. Weiterhin wird der restliche Waldbestand geschützt und es kann auf einen nachhaltigeren Holzabbau umgestellt werden.

Durch den Verkauf der Klimaschutzzertifikate können die Öfen zu einem vergünstigten Preis angeboten werden, so dass sie auch für ärmere Familien erschwinglich bleiben. Im Laufe des Projekts sollen auf diese Weise insgesamt

Auf einen Blick

Klimaschutzzertifikate pro Jahr 
65,563 t CO2e p.a.

Projektstatus   
in Betrieb, verifiziert

Validierer/Verifizierer   
TÜV Nord (DOE)

Projektstart    
August 2007

Projektpartner    
E+Carbon

Ökologische Vorteile
Verringerte Waldrodung und Minderung von gesundheitsgefährdendem Rauch

Soziale Vorteile
Schaffung von Arbeitsplätzen im Bau, der Wartung und der Vermarktung der Öfen
Senkt die Ausgaben der ghanaischen Familien für Brennstoffe

 


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