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Kambodscha: Effizienteres und saubereres Kochen für kambodschanische Haushalte

Wie in vielen Entwicklungsländern werden Kochöfen in Kambodscha traditionell mit Brennholz oder Kohle befeuert. Die effizienten Kochöfen dieses Projekts reduzieren mit ihrem geringeren Verbrauch nicht nur Treibhausgase, sondern auch Rußentwicklung, Gesundheitsschäden und Kosten für die Projektteilnehmer, die aus den ärmsten Schichten des Landes stammen.

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Jeden Tag sind Millionen von Menschen weltweit auf die Nutzung von Holz oder Holkohle angewiesen um zu kochen. Dies hat gravierende Konsequenzen fürr diese Menschen, aber auch für ihre Umwelt. Sie müssen dennoch drauf zurückgreifen, da Alternativen wie Kerosin oder Flüssiggas lokal nicht verfügbar, oder schlicht unerschwinglich sind.

Diese Praxis ist jedoch nicht nachhaltig, da der Bedarf an Holz bei weitem den jährlichen Zuwachs überschreitet. Mittelfristig führt dies zu einer immer weiter forschreitenden Abholzung der Wälder. Da jährlich mehr Holz verbrannt wird als nachwächst, wird auch mehr CO2 freigesetzt als gebunden, d.h. es wird netto CO2 freigesetzt. Die Wälder haben aber noch andere essentielle Funktionen, wie z.B. die Bereitstellung von Lebensräumen für Flora und Fauna, für den lokalen Wasserkreislauf und die Stabilisierung von Hängen. Zudem ist der Rauch von Feurstellen die Hauptursache für weitverbeireitete Atemwegserkrankungen insbesondere bei Frauen und Kindern.

Das Projekt organisiert und fördert die Vermarktung von effizienteren, aber dennoch einfach herzustellenden Kochöfen in vielen Regionen Kambodschas. Durch eine effizientere Verbrennung und eine verbesserte Isolierung verbrauchen die Öfen bis zu 20% weniger Holzkohle. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Abholzung in Kambodscha. Gleichzeitig enstehen durch die saubere Verbrennung weniger schädliche Partikel. Das Projekt schützt aber nicht nur die Menschen und ihre Umwelt, es schont auch ihren Geldbeutel.

Aber trotz der deutlichen Ersparnis an Brennstoffkosten ist die Anschaffung eines effizienteren Ofens, der zwei bis dreimal so teuer ist wie herkömmliche Öfen, eine große Investition für die Haushalte, bedenkt man dass das durchschnittliche Tageseinkommen unter 2 Euo liegt, in ländlichen Gegenden oft sogar noch deutlich niedriger. Damit hat dieses Projekt täglich direkte postive Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der Bevölkerung vor Ort. In diesem Sinne ist es ein wahrhaft nachhaltiges Projekt, indem es die Umwelt- Sozial- und die ökonomischen Bedingungen dauerhaft verbessert. Die Finanzierung über Klimaschutzzertifikate trägt vor allem dazu bei, nachhaltige Projektstrukturen zu schaffen. Bis Anfang 2010 konnten im Rahmen des Projekts bereits 1 Millionen Öfen abgesetzt werden.

Auf einen Blick

Klimaschutzzertifikate pro Jahr 
329.000 t CO2e (3.286.900 t CO2e über 10 Jahre)

Projektstatus   
in Betrieb, verifiziert

Validierer/Verifizierer   
Bureau Veritas

Projektstart    
Januar 2003

Projektpartner    
GERES Cambodia (Groupe Energies Renouvelables, Environnement et Solidarités)

Ökologische Vorteile
Reduzierter Nutzungsdruck auf Wälder und deren Kernfunktion wie Lebensräume für Flora und Faua oder Gewässerschutz

Soziale Vorteile   
Verminderte Brennstoffkosten
Verbesserter Energieversorgung insbesondere für ärmere Bevölkerungsschichten
Reduzierung der Gesundheitsbelastung durch  Feinstaub- und Rußemissionen
Förderung von kleinen Handwerksbetrieben durch die Produktion der Öfen


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