First Climate arbeitet eng mit Umweltgutachtern zusammen, die bei den Vereinten Nationen als sogenannte Designated Operational Entities (DOEs) akkreditiert sind. Diese Umweltgutachter prüfen und bescheinigen, dass unsere Projekte nachhaltig und ökologisch sinnvoll sind und einem oder mehreren der folgenden international anerkannten Standards entsprechen.
Der Gold Standard ist der weltweit strengste Standard für Emissionsminderungsprojekte, die nicht nur zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, sondern auch eine besondere ökologische Komponente haben.
Unter Federführung des WWF haben Umwelt- und Entwicklungsexperten, sowohl aus der Emissionshandelsbranche als auch von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, den Gold-Standard für Klimaschutzprojekte entwickelt. Durch besonders strenge Maßstäbe soll er sicherstellen, dass die Projekte über die eigentliche Minderung von Treibhausgas-Emissionen hinaus positive Auswirkungen für die Bevölkerung und die Umwelt vor Ort bewirken. Durch den Gold Standard können diese positiven Effekte objektiv und transparent nachvollzogen werden. Als Projekttypen sind lediglich Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffiziezmaßnahmen zulässig. So gibt der Standard den Gastländern und der Öffentlichkeit die Sicherheit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen bewirken. Ein zentraler Bestandteil ist zudem, dass die lokale Bevölkerung eng in die Entwicklung des Projektes eingebunden, und über alle wesentlichen Auswirkungen des Projekts informiert wird.
Das Verfahren zur Gold Standard Zertifizierung von CDM/JI-Projekten läuft parallel zum normalen CDM/JI-Registrierungsprozess. Im Erfolgsfall schließt dieses mit der Vergabe des Gold Standard Labels an das Projekt. Der Gold Standard ist aber auch auf Projekte die Emissionsminderung für den freiwilligen Markt (VERs) erbringen anwendbar. Hier erfolgt der gesamte Registrierungsprozess unter der Ägide der Gold Standard Foundation mit Sitz in Genf. Als unabhängige Instanz wacht die Gold Standard Foundation über die Einhaltung des Standards, genehmigt Projekte und entwickelt den Gold Standard insgesamt weiter. Die Zertifikate werden ausschliesslich über ein elektronisches Register gehandelt.
Im März 2008 hat der Gold Standard ein Register eingerichtet, um Handelstransaktionen von Gold Standard VERs und CERs zu erleichtern und nachvollziehbar zu machen. Öffentlich verfügbare Berichte schaffen größtmögliche Transparenz bei über 200 Gold Standard-Projekten in über 30 Ländern.
Der Gold Standard wird von 42 Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF und Greenpeace offiziell unterstützt. First Climate ist einer der Hauptsponsoren des Gold Standard Version 2.
Nach zweijährigen Beratungen zwischen NGOs, Industrievertretern und CO2-Marktexperten wurde der Voluntary Carbon Standard im November 2007 von The Climate Group, der International Emissions Trading Association (IETA) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ins Leben gerufen.
Der Voluntary Carbon Standard ist ein globaler Standard zur Validierung und Verifizierung von freiwilligen Emissionsminderungen. Emissionsminderungen aus Projekten, die gemäß VCS validiert und verifiziert werden, müssen real, messbar, permanent, zusätzlich, von unabhängigen Dritten geprüft, einzigartig, transparent und konservativ berechnet sein. Methodologisch ist der VCS eng an die Regularien des CDM angelehnt. Der VCS hat sich in der jüngeren Vergangenheit als mit Abstand wichtigster Standard für freiwillige Emissionsminderungen etabliert, und genießt besonders hohen Rückhalt in der Emissionshandelsbranche. Der VCS verfügt mittlerweile über ein leistungsfähiges elektronisches Registersystem, dass einen entscheidenden Beitrag zur Transparenz des Projektzyklus liefert.
Es gibt vier VCS-Register für freiwillige Zertifikate. Nur wenn ein Zertifikat in einem davon registriert ist, kann der Käufer sicher sein, dass es wirklich der VCS-Definition einer freiwilligen CO2-Minderungseinheit (Voluntary Carbon Unit, VCU) entspricht.
VER+ ist der VER-Standard des TÜV SÜD, der den Anforderungen des Kyoto-Protokolls für CDM- und JI-Projekte entspricht. Der Anforderungskatalog des VER+ Standards umfasst Zusätzlichkeit, Dauerhaftigkeit, Ausschluß von Doppelzählung, Umwelt- und soziale Kriterien, eine definierte Zertifizierungsperiode, ex-post Zertifizierung und einen konservativen Berechnungsansatz.
TÜV SÜD, ein von den Vereinten Nationen im Rahmen des Kyoto-Protokolls akkreditierter unabhängiger Verifizierer, ist langjähriger Partner von First Climate. Im Jahr 2007 richtete der TÜV SÜD das BlueRegistry ein, eine Datenbank mit Eigentums- und Herkunftsnachweisen von VERs.
Ähnlich dem Gold Standard trägt auch das Konzept Social Carbon der Forderung Rechnung, dass Klimaschutzprojekte einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort leisten sollen. Dies bedeutet, dass transparente Methoden zur Bewertung der Leistungen für die lokale Bevölkerung zur Anwendung kommen müssen, und der ökologische und soziale Beitrag der Bevölkerungsgruppen angemessen bewertet werden muss. Social Carbon deckt die eigentliche Minderung von Treibhausgasemissionen der Projekte nicht ab, und wird daher mit VER-Standards wie VCS oder Q27 kombiniert.
Der Ansatz ist in besonderem Maß gemeindebezogen. Die lokale Bevölkerung wird direkt in die Projektentwicklung und -umsetzung einbezogen, und die Gemeinden werden dabei unterstützt, ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele zur erreichen. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Projekts werden über die gesamte Projektlaufzeit kontinuierlich beobachtet und verbessert.
Der von der Climate, Community & Biodiversity Alliance (CCBA) entwickelte CCB-Standard zertifiziert Projekte, die sowohl den Treibhausgaseffekt mildern und nachhaltige Entwicklung fördern als auch die Artenvielfalt schützen. CCBA ist eine Vereinigung von Forschungsinstituten, regierungsunabhängigen Organisationen (NROs) und privatwirtschaftlichen Unternehmen, die sich für integrierte Landnutzung und Forstprojekte einsetzt.
Der Standard bewertet Klimaschutzprojekte im Bereich der Landnutzung im frühen Projektstadium und fördert innovative, integrierte Best Practice-Lösungen und Mehrfachnutzen-Ansätze in Projektkonzeption und -entwicklung. CCBS ist der höchste Standard für Landnutzungs- und Forstprojekte.
Gemäß den CDM-Regularien werden Emissionsminderungen für den gesetzlich geregelten Markt erst ab dem Zeitpunkt der erfolgten Registrierung anerkannt. Auf Grund von Verzögerungen (in Extremfällen bis hin zu mehreren Jahren) sind zu diesem Zeitpunkt die Projekte aber oft bereits in Betrieb und das Monitoringsystem ist bereits eingerichtet. Die Emissionsminderungen aus diesem Zeitraum können dann sofort nach der erfolgreichen CDM-Registirerung nach einem der oben genannten Standards für freiwillige Emissionsminderungen verifiziert werden. Die Zertifikate entsprechen somit den Qualitätsansprüchen des CDM und ermöglichen gleichzeitig Erlöse in der besonders kritischen frühen Projektphase.