

In Entwicklungsländern ist die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Wachstum und dem Schutz natürlicher Grundlagen noch immer ein Luxus, den sich die Mehrzahl der Staaten nicht leisten kann. Zu oft muss der Schutz der Umwelt hinter wirtschaftliche Entwicklungsinteressen zurücktreten. Dieses Aufforstungstprojekt in Guatemala zeigt, wie Investitionen in die Vermeidung und Bindung von Treibhausgasemissionen zu einer tatsächlich nachhaltigen Entwicklung eines Landes beitragen können.
Auf einer Fläche von insgesamt 2.300 Hektar wird in den Bezirken Suchitepequez und Izabal teilweise oder gänzlich degradiertes Land mit Kautschukbäumen aufgeforstet. Das Management der Kautschukplantagen ist nach den international anerkannten Richtlinien für nachhaltige Forstwirtschaft des Forestry Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Zusätzlich werden im Rahmen des Projektes 675 Hektar unversehrten Regenwaldes unter Schutz gestellt.
Neben dem Schutz der lokalen Umwelt und Bindung von Kohlenstoffdioxid in der Bäumen selbst ist es das Ziel, mit umwelt- und sozialvertäglich produzierten Erzeugnissen der Plantagen dauerhaft auf dem Markt für Naturkautschuk zu bestehen. Damit wird direkt auch die sozio-ökonomische Situation der Bevölkerung vor Ort verbessert. Das Projekt schafft Beschäftigung und Einkommen, nicht zuletzt für die verarmte Landbevölkerung, die in besonderer Weise unter dem Mangel an ökonomischen Perspektiven in Guatemala leidet.
Dieses Projekt ist durch die Organisation Agroindustrial Occidente zustande gekommen, welche über fünfzig Jahre Erfahrung im Anbau und der Kommerzialisierung von Kautschukprodukten hat. Die Rainforest Alliance, eine Nichtregierungsorganisation die sich für den Schutz der Natur und den Erhalt der Artenvielfalt durch nachhaltige Land- und Forstwirtschaft einsetzt, hat die Übereinstimmung des Projekts mit dem Voluntary Carbon Standard verifiziert und es nach dem Forest Stewardship Council zertifiziert.
Emissionsminderungen
1,700,000 t CO2e über 42 Jahre
Projektstatus
In Betrieb, Validiert
Validierer / Verifizierer
Rainforest Alliance
Projektbeginn
Juni 2007
Projektpartner
Producción, Industrialización,
Comercializacióny Asesoría de
Hule Natural,
Sociedad Anónima (PICA)
Ökologische Vorteile
Aufforstung degradierter Flächen
Reduzierung von Bodenerosion
Wiederherstellung von Ökosystemen
Bildung einer Pufferzone und weitere Maßnahmen zum Schutz des angrenzenden Regenwaldes
Soziale Vorteile
Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung durch Beschäftigungmöglichkeiten
Verbesserung der lokalen Arbeitsbedingungen
Unterstützung beim Ausbau der örtlichen Infrastruktur
Bereitstellung von Lernmaterialien für örtliche Schulen